Dobermann-Mix & Säugling :: Hundeerziehung + Soziales

Dobermann-Mix & Säugling

von Kerstin(YCH) am 10. Dezember 2001 15:16


Hallo,...
ich besitze seit knapp 4 Jahren meine Dobermann-Labrador-Hündin Luna.Sie ist ein "Erbstück" aus einer Beziehung & jenes "Exherrchen" holte Luna 1995 im Alter von 12-18 Monaten aus einem Gnadenhof, ich kam im Frühjahr 1998 dazu & behielt Luna, als die Freundschaft der 2beiner zerbrach.
Nun bin ich in einer neuen Partnerschaft. Das "neue" Herrchen ist völlig akzeptiert. (Ich könnte selbst fast eifersüchtig werden, wenn ich mich darüber nicht freuen würde!)
Inzwischen bin ich schwanger - allerdings erst Ende des dritten Monats - & mache mir bereits Gedanken, wie ich mich Luna gegenüber verhalten sollte. Während ich mir beispielsweise vorstellte, einen getragenen Strampler und eine benutzte Windel aus dem Krankenhaus mitzugeben, ist meine Familie davon höchst entsetzt. Der größte "Knatsch" kam aber vorgestern, als ich sagte, daß Luna an dem zukünftigen Kind auch würde schnuppern dürfen. Meine Familie war höchst entsetzt darüber! Schließlich hat der Dobi meiner Cousine mal nach deren Tochter geschnappt mit dem Resultat, daß das Tier ins Tierheim kam. Dies wäre die einzige Lösung auch für mich....redet man mir ein (oder versucht es). Allerdings will ich Luna behalten - schließlich habe ich mich bewußt für ein Leben mit Hund entschieden; vor Luna hatte ich einen Collie. Gut - Collie & Dobi-Mix sind 2 versch. Rassen. Aber ich stelle mir grundsätzlich vor, daß es auch bei der fast 8jährigen Luna möglich sein sollte, sie an ein Kind innerhalb der Familie zu gewöhnen!?!
Bitte gebt mir ein paar Tips! Danke, Kerstin

von Kerstin(YCH) am 10. Dezember 2001 16:03

Hallo Kerstin,

laß Dich von Deiner Familie bloß nicht kirre machen.
Die meisten Schwangeren werde mit irgendwelchen Horrorgeschichten bomardiert (Schreckliche Geburtserlebnisse, Storys von verunglückten kindern, was wähnrend einer Schwangerschaft alles schieflaufen kann, etc.). Und da Du einen Hund hast, wird er auf der Hitliste der Gruselstories ganz oben stehen. Laß Dich von solchem Gerede nicht runterziehen.

Laß ihn (ne, Dein Hund ist ja eine Sie) schon bei den Vorbereitungen aufs Baby dabeisein (z.B. wenn ihr die Wickelkommode zusammenbaut). Laß ihn an allem schnuppern und erzähle ihm (nein, ihr, sorry) wie schön das wird mit Baby. Klar wird sie nicht verstehen, was Du redest, aber dass Veränderungen ins Haus stehen bekommt sie mit und dass du dich freust.

Wenn das Baby da ist, hast Du ja selbst schon gute Ideen (Strampler, Windel, Baby beschnuppern lassen). Du kannst dem Baby beim ersten Kennenlernen auch ein Stückchen Käse o.Ä. auf die Beine legen (im Maxi-cosi. Oder dem Hund selbst sofort ein Leckerli geben, wenn er das Baby freudug begrüsst.
Und ab dem Moment, an dem Du das erste Mal mit Baby das Haus betrittst heißt es aufpassen. Lass die beiden niemals miteinander alleine. Auch wenn Du nur kurz das zimmer verlässt: nimm einen von beiden mit oder schließe eine Tür zwischen ihnen.

Es wird bestimmt alles gut gehen. Hunderte Familien haben Hunde und bekommen Babys dazu.
Geniese Deine Schwangerschaft und freu dich auf das, was kommt.
In diesem Sinne alles Gute,
Kerstin

von Marge(YCH) am 10. Dezember 2001 17:19

Hallo!
Wenn dir Rangordnung zwischen dir und deinem Hund zu deinen Gunsten geklärt ist, sollte es keine Probleme geben, sofern du dich auch weiterhin mir dem Hund beschäftigst. In den meisten Mensch-Hund-Beziehungen ist die Rangordnung allerdings nicht 100%ig geklärt, d.h. sie wechselt mehrmals am Tag. Geh doch mal auf die Seite www.natural-dogmanship.de, dass sind Hundeschulen, die sehr viel Wert auf die Kommunikation zwischen Mensch und Hund legen. Außerdem bieten diese Hundeschulen auch Themenabende an, auch zu dem Thema "Kind und Hund" (zu den Themenabenden kann jeder hingehen, sie sind sehr informativ). Dieses Thema ist so umfangreich, dass man es nicht mit ein paar Sätzen abhandeln kann. Viel Erfolg! M.

von Wilma u. Arno(YCH) am 10. Dezember 2001 17:20

Hallo Kerstin,

lass Dich bitte nicht verrückt machen ! Wenn Luna ein gutes Verhältnis zu Euch hat, Kinder kennt u. ihr einige Regeln einhaltet, wird es mit ziemlicher Sicherheit keine Probleme geben.
Leider gibt es sehr häufig solche Verwandten u. Bekannten, die sich in Panikmache u. übertriebener Hygiene üben.
Dabei ist mittlerweile erwiesen, daß grade der heutige "Hygienstandard" mit Domestos u. Co viel schlimmer für das Immunsystem ist, als wenn die Kinder mal abgeleckt werden etc.
Meine Freundin hat ihr Kind bekommen als ihr Hund schon stolze 11 Jahre alt war. Und auch bei ihr gab es diese tollen Leute in der Verwandtschaft. Sie hat sich aber nicht beirren lassen u. Bastian hat den Kleinen heiß u. innig geliebt. Im Gegenteil, sie mußte ihn eher vor dessen Ruppigkeit beschützen, weil Bastian sich nicht wehrte (andere Kinder durften in späteren Jahren nicht mehr an seinen Korb).
Und natürlich solltest Du den Hund schnuppern lassen u. ihn nicht isolieren.
Die Rasse spielt dabei wirklich keine Rolle, sondern einfach nur wie Luna bisher gehalten wurde. Und nach Deiner Erzählung ist sie ein Familienhund, der auch schon Veränderungen mitgemacht hat, also gute Voraussetzungen.
Übrigens wie steht denn Dein Freund/Mann zu dem Ganzen ? Letzlich ist es doch Eure Sache wie Ihr das angeht u. nicht die einer Cousine oder was auch immer.
Gruß
Wilma u. Arno

von Yvonne(YCH) am 10. Dezember 2001 18:12

Hallo Kerstin

da kann ich nun wirklich aus Erfahrung sagen: lass die Verwandtschaft quatschen! Bei mir sind zu zwei Hunden und einer Katze Sohn 1 und Sohn 2 dazugekommen. Probleme gab es NIE! Auch niemand aus der Verwandtschaft hatte etwas auszusetzen. Ich hörte nur mal den Spruch meiner Mutter: bei der werden die Kinder als erstes bellen statt sprechen. Ich schaue es übrigens als idealer an, wenn erst der Hund da ist und dann die Kinder. Der Hund kann sich so ein ganzes Jahr an den Zuwachs gewöhnen, bevor er dann kriechend verfolgt wird. Aber ein Welpe zu Kindern hat oft Stress, weil er nie in Ruhe gelassen wird. Deine Luna wird schnell lernen, dass rund um das Kleinkind immer etwas essbares abfällt, dann ist die Freundschaft sowieso schnell besiegelt. Das hat auch für dich Vorteile, du brauchst den Staubsauger einmal weniger.

Gruss
Yvonne


von Kerstin(YCH) am 10. Dezember 2001 19:06

Hallöle, ihr lieben,

danke für Eure aufbauernden Worte, die ich gebrauchen konnte.
Meine Familie scheint mich übrigens v.a. deswegen "verrückt" zu machen, weil Luna einer best. Rasse (Dobi-Mix) angehört. Zumindest habe ich diesen Eindruck!
Aber Kinder an sich mag Luna; erprobt bei diversen Nichten/Neffen zwischen 2,5 & 9 Jahren; sowie Kindern aus der Nachbarschaft. Es werden nur diejenigen verbellt, die bei uns eindeutig "Schellekloppen" machen. (Zu sehen, da unsere Wohnungstür große Glasscheiben besitzt.) Mehr als verbellen ist da aber nicht!

Und wegen der Rangordnung zwischen Luna & uns 2beinern mache ich mir weniger Sorgen/Gedanken. Nachdem ich von Sommer 1998 bis Herbst 2000 in eine Hundeschule gingen (und das 2 bis 3x wöchentlich), machten wir schon im Mai 2000 einen Wesenstest -für Luna- & Haltereignungstest -für mich-, welchen wir ziemlich gut bestanden. An dem einzigsten Minuspunkt, den es damals noch gab, haben wir noch etwa ein halbes Jahr in der Hundeschule gearbeitet - & tun dies jetzt noch privat. Aber da waren keineswegs Kinder ein Problem, sondern eher andere/fremde, für Luna's Empfinden wohl zu aufdringliche Hunde! Und ich behaupte, wir haben dies prima hin bekommen...!!!! Kinder an sich haben Luna in keinster Form interressiert - ob die auf Fahrrädrn, Inlinern, Dreirädern, joggend,.... Klar, bei einem Kind als Familienmitglied wäre Luna's Interesse mit Sicherheit da. Aber ich behaupte, bei einem Hund, gleich welcher Rasse, ist das normal. Und bei einem guten Verhältnis zwischen Hund & seinen 2beinern ist ein neues Familienmitglied (Kind) doch sicher integrierbar!?!

"Ursprungs"Kerstin

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