Wie verhält sich ein dominanter Hund? :: Hundeerziehung + Soziales

Wie verhält sich ein dominanter Hund?

von Frauke+Idefix(YCH) am 18. Dezember 2001 18:34


: ein Hund kann dem einen Menschen gegenüber dominant, dem anderen gegenüber unterwürfig sein - so pauschal kann man das also nicht sagen. Ich schildere Dir mal eine Extremsituation, wie Dominanz gegenüber einem Menschen aussehen KÖNNTE (nicht muß!):
: Hund drängt durch Winseln und Bellen, dass er Gassi will. Endlich draussen, zerrt er seinen Menschen an der Leine durch die Gegend, spielt sich anderen Hunden gegenüber als Chef auf. Von der Leine gelassen, geht er erstmal seiner Wege, ohne sich um Rufe zu kümmern. Er fordert zum Spiel auf, und der Mensch geht prompt darauf ein. Nach einigen Minuten hat der Hund keine Lust mehr zum Spielen und bricht von sich aus das Spiel ab. Durch Stupsen an der Leckerchentasche macht der Hund dem Menschen klar, dass dieser nun gefälligst ein paar Happen herausrücken soll.
:

Hallo!

Ich finde , dass ganz vieles was du oben aufzählst nichts mit Dominanz zu tun hat, sondern mit erlerntem Verhalten, es lohnt sich eben für den Hund. Finde ich gut, dass du so ausdrücklich betonst, dass das Verhalten keine Dominanz sein muss!! Verhalten kann so viele Gründe haben und viele machen es sich leicht in dem sie alles auf die angebliche "Dominanz" schieben.

Tschüß

Frauke+Idefix, der angeblich auch dominant ist (laut einer Ausbilderaussage)

von Katja + Indy(YCH) am 18. Dezember 2001 19:42

Hallo Frauke!

: Ich kenne keinen einzigen dominaten Hund!
Nicht? Ich muß Dir mal Don vorstellen :-) Don ist ein Riese, ein Mix aus Dogge und Rotti, pechrabenschwarz und einen Kopf wie ein großer Schuhkarton. Don gehört (seiner Meinung nach) unser Naherholungsgebiet. Das sieht aus wie folgt: Don läuft frei, anderer Hund kommt. Anderer Hund läuft zu Don. Don wird sehr groß, Steif, "würdig", stakst mit erhobener, wedelnder Rute und erhobenem Kopf zu dem Hund hin, macht Kontrollbeschnüffelungen, geht grummelnd einmal um der anderen Hund rum und pinkelt dann an den nächsten senkrechten Gegenstand.
Kein Hund hat sich je mit Don angelegt, kein Hund ist je von Don angegriffen worden. Wenn die anderen toben und er wird angerempelt, reicht ein Blick und sie wechseln die Spielecke. Überhaupt reicht ein Blick von ihm für vieles an "Klärung".

Wenn Du allerdings die übliche Raufereiausrede "Mein Hund ist sooooo dominant, daß er sich mit jedem Rüden prügelt..." usw. meinst - ja, da kenne ich auch eine Menge dieser Hunde, bei deren Besitzern das Hundewissen auf die Kenntnis dieses einen Zauberausredeworts beschränkt ist.

Viele Grüße,
Katja und Indy, den heute ein "dominanter" albrador angefallen hat und der nun zwei häßliche Schmarren im Gesicht hat *grummel*

von Frank Grelle(YCH) am 19. Dezember 2001 05:24

Hi Terry!

Kann das was bisher gesagt wurde nur unterstreichen, und möchte ergänzen.
Ein dominanter Hund ist wahrlich nix schlimmes und noch lange kein Problem. Die Frage ist nur wie sehr der Halter dem Hund erlaubt seine Dominanz auszuleben.
Auch unterscheidet sich die Erziehung eines dominanten Hundes nicht von der eines nicht-dominanten. Man muß nur noch ein bischen konsequenter sein.

von Terry(YCH) am 19. Dezember 2001 05:44

: Warum fragst du? Meinst du dein Hund verhält sich "dominant"? Wenn ja, wie verhält er sich?

Hallo Frauke, Frank, Tina, Hovi, Frauke, Katja, Silke und Margot

Hat mich einfach mal wundergenommen, man hört das Wort "dominanz" sehr viel. Kann von meinem Rüden (ok erst 1.5 Jahre) gar nicht behaupten, dass er dominant ist, oder wir liessen es ganz einfach nicht zu. Zum Glück haben wir mit der Erziehung schon am ersten Tag begonnen und zum Glück sind wir immer konsequent geblieben, denn heute ist er ein stattlicher Rüde mit 45kg und mit seiner Kraf und seinem Gewicht und vorallem mit seiner intelligenz könnte er so einiges anstellen.

War einfach gespannt, wie das andere Leute sehen. Habe aber die gleiche Meinung wie ihr.

Vielen Dank für Eure Antworten!

Einen schönen Tag wünscht Euch
Terry

von Frauke+Idefix(YCH) am 19. Dezember 2001 13:21


: : Ich kenne keinen einzigen dominaten Hund!
: Nicht? Ich muß Dir mal Don vorstellen :-) Don ist ein Riese, ein Mix aus Dogge und Rotti, pechrabenschwarz und einen Kopf wie ein großer Schuhkarton. Don gehört (seiner Meinung nach) unser Naherholungsgebiet. Das sieht aus wie folgt: Don läuft frei, anderer Hund kommt. Anderer Hund läuft zu Don. Don wird sehr groß, Steif, "würdig", stakst mit erhobener, wedelnder Rute und erhobenem Kopf zu dem Hund hin, macht Kontrollbeschnüffelungen, geht grummelnd einmal um der anderen Hund rum und pinkelt dann an den nächsten senkrechten Gegenstand.
: Kein Hund hat sich je mit Don angelegt, kein Hund ist je von Don angegriffen worden. Wenn die anderen toben und er wird angerempelt, reicht ein Blick und sie wechseln die Spielecke. Überhaupt reicht ein Blick von ihm für vieles an "Klärung".
:

Ja, ich kann es mir vorstellen. Eine Respektperson, einfach nur souverän ...


Tschüß
Frauke+Idefix, der auch deutliches Imponiergehabe zeigt (aber das tut wohl jeder selbstbewusste Rüde)

von Hovi(YCH) am 19. Dezember 2001 13:27

Hallo Frauke,
das ist es ja eben: all das KANN Dominanz sein, muß aber nicht. Und ich denke auch, dass solide Erziehung in direktem Zusammenhang mit Dominanz steht, denn ein guterzogener Hund hat praktisch gar keine Möglichkeit mehr, unangenehm dominant aufzutreten. Er muß es ja auch nicht (viele Hunde sind gar nicht scharf auf die Rudelführerposition, übernehmen sie aber notgedrungenermassen, weil der Mensch versagt). Zu meinen zweien: sie zeigen auch viele Verhaltensweisen, die man in die Schublade "Dominanz" schieben könnte. Sie gehen vor mir durch die Tür, sie bekommen vor mir ihr Futter (liegt natürlich an mir), sie klettern heimlich aufs Sofa, wenn ich nicht da bin. Aber diese Verhaltensweisen STÖREN mich nicht. Ich bin nur bei Dingen konsequent, die mir wirklich wichtig sind (z. B. zuverlässiges Herankommen, kein Macho-Gehabe an der Leine, Hunde dürfen NICHT ins Bett). Und: ich komme hervorragend mit meinen Hunden klar, weil trotz der Zugeständnisse, die ich mache, die Rangordnung stabil ist (man spürt das einfach). Deshalb die Betonung darauf: Jede einzelne Mensch-Hund-Beziehung ist einmalig, und es ist einfach eine Frage des Fingerspitzengefühls, aufzupassen, dass der Mensch der "Chef" (blödes Wort) bleibt.

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