Diese Wohnung ist mein! :: Hundeerziehung + Soziales

Diese Wohnung ist mein!

von Martina(YCH) am 18. Dezember 2001 16:54


Hallo miteinander.
Ich bin seid 2 Monaten im Besitz eines 1 1/2 jährigen DSH-Wolfspitz-Mischlings. Er stammt aus dem Tierheim, kommt aus Zwingerhaltung, wurde mit ca. einem 3/4 Jahr ins Tierheim gebracht und eigentlich ist er ein lieber, freundlicher Hund.
Er hat sich schnell bei uns eingelebt, was ja auch nicht unbedingt selbstverständlich war, da er vorher nie in einer Wohnung gelebt hat.
So, nun fängt er neuerdings an unseren Besuch anzubellen, hochzuspringen und manchmal auch am Ärmel zu ziehen.
Da ich noch etwas unerfahren bin, wäre es schön ein paar Tipps von Hundeerfahrenen zu bekommen.

Martina

von Cindy(YCH) am 18. Dezember 2001 19:24

Hallo Martina,

eine Frage. Wurde die ersten Wochen von Besuchern ein grosses TraTra um ihnveranstaltet beim Hereinkommen? Ist er beim Bellen und Hochspringen eher freundlich, aufgeregt? Und wie reagiert ihr, wenn er mit Bellen/Hochspringen anfängt?
Es kann durchaus sein, dass ihr ihm das in den ersten Wochen unbewusst "anerzogen" habt, indem ihr ihn unbewusst immer wieder bestätigt habt.
ME wäre es am besten, wenn euer Besuch und ihr! überhaupt nicht auf Hundi reagieren würdet. Hundi wird überhaupt nicht beachtet, bis er sich wieder "normal" verhält. Dann erst wendet ihr und euer Besuch euch wieder Hundi zu.
Ausserdem könntet ihr erst mal für euch selbst zuhause ein "Begrüssungsritual" einführen. Z.B. Pfötchengeben. Sprich, zuerst lernt Hundi, euch Pfötchen zu geben. So im Flur, Wohnzimmer, etc. Dann, wenn es da sicher sitzt, macht ihr das unter der Haustüre/Wohnungstüre. Dann geht einer von euch raus, öffnet die Türe, Hundi gibt Pfote. Dann das ganze mit Klingel. Und wenn das alles klappt, versucht es mit Besuchern auch. Zuerst mal evtl. Besucher, die bereits in der Wohnung sind. Dann wieder unter der Tür. Dann nach dem Klingeln.
Das dauert allerdings ein bischen. Und natürlich braucht es Konsequenz.

Eine andere Möglichkeit wäre, den Hund wenn Besuch kommt, erst mal wegzusperren, und dann erst, wenn Besuch in der Wohnung ist, Hundi wieder zu holen. Ist aber auf Dauer auch nicht das Wahre. Ausserdem drehen viele Hunde dann erst richtig auf.

Hundi anschreien, dass er ruhig sein soll, nicht anspringen etc. bringt nichts. Häufig begreifen sie nicht was man eigentlich will, sondern werden eher noch angestachelt.

Ich persönlich würde es mit der ersten Variante probieren, bevor ich mich ganz auf's Wegsperren verlegen würde. Denn das löst dein Problem ja nicht.
Aber vielleicht bekommst Du noch ein paar bessere Vorschläge.

Gruss Cindy

von Martina(YCH) am 18. Dezember 2001 19:59

: Hallo Martina,
:
: eine Frage. Wurde die ersten Wochen von Besuchern ein grosses TraTra um ihnveranstaltet beim Hereinkommen? Ist er beim Bellen und Hochspringen eher freundlich, aufgeregt? Und wie reagiert ihr, wenn er mit Bellen/Hochspringen anfängt?

Hey Cindy,
also wir haben immer versucht das Hochspringen zu vermeiden.
D.h. wenn ich zur Türe reinkomme und er mich überschwenglich begrüßt, dann beuge ich mich zu ihm oder gehe in die Hocke. Somit springt er schon gar nicht mehr an mir hoch, sondern legt sich eher noch um gestreichelt zu werden.
Was ich gemacht habe nachdem er Besuch angebellt und angesprungen hat, ich habe ihn konsequent auf seinen Platz geschickt.
Das hat auch gut geklappt. Ihn interessiert dann der Besuch erst mal nicht so sehr. Er beobachtet zwar, bleibt aber.
Er ist auch nicht aufdringlich wenn wir auf dem Sofa sitzen.
Ich denke es ist auch noch Unsicherheit und Skepsis dabei.
Er fühlt sich bei uns wohl und sieht jeden "Fremden" als Störung.

Die Idee mit der Pfote ist gut.
Haben wir gerade mal mit Leckerlies und Hallo sagen geübt.

Martina

von Silke + Anton(YCH) am 21. Dezember 2001 08:15

Hallo Martina,
ist Dein Hund mit Leckerlie bestechlich? Dann hätte ich eine Idee!
Wir haben unserem Hund (es ist ein Rottweiler, also das Anspringen finden die Leute sowieso nicht so toll) das Anspringen so abgewöhnt: Jedr Besucher bekommt vor Betreten des Grundstückes oder Hauses ein Leckerlie in die Hand gedrückt. Der Hund muß vor ihm Sitz machen und bekommt nur dann das Leckerlie. Bei dem Sitz mußte ich natürlich mithelfen und ihn auch mal am Halsband zurückhalten. Nun funktioniert es so toll, dass er immer um den Besuch herum sitzt und ihn erwartungsvoll anschaut. Die dürfen dann natürlcih nicht die Hände in die Höhe reissen, weil er dann dort sein Leckerlie vermutet und sie doch anspringt. Dann haben wir dem Hund auch den Befehl "zurück" beigebracht, so dass er sich auf den Befehl, gerade wenn er sitzt, rückwärts bewegt. (Das geht gut wenn man etwas unterm Sofa hervorholen möchte, was der Hund unbedingt haben will, man hockt sich auf die Erde und schiebt den Hund zurück, der dabei ja voll nach vorne fixiert ist und dann schön geradlinig rückwärts hüpft. Nachher funktioniert das auch in allen anderen Situationen.) Wenn er den Bescu zu doll bedrängt sage ic einfach zurück und er hält etwas Abstand. Es funktioniert ja nicht immer, aber immer öfter, Du weißt...!
Liebe Grüße Silke

Achso, wenn er zu forsch vorwärts geht und z.B. die Postfrau "begrüßen" möchte (was dann doch ein wenig aggressiver ist und wo er sich dann auch als Beschützer fühlt) dann werde ich energischer und befehle ihn ins Platz und bleib. Da flog dann zu Anfang auch schon mal ein Schlüsselbund.
Er darf zwar jeden anmelden und dabei bellen, aber die Entscheidung, ob einer an unseren Zaun tritt oder reinkommt oder nicht, laß ich mir von ihm nicht abnehmen. Aber ansonsten finde ich positive Verstärkungen auf Dauer immer schöner, gerade wenn es mit Besuchern verknüpft werden soll.

von Martina(YCH) am 21. Dezember 2001 15:48

Hallo Silke,
die Idee mit den Leckerlies hatte ich auch schon, jedoch ohne Sitz.
Dies werde ich nun gleich mal anfangen.
Sag mal, hast Du Deinem Rotti bei dem Befehl "Zurück" auch ein Zeichen gegeben?
Nicht das ich jetzt was übe, und doch wieder die Hälfte falsch mache.
Grüßle aus dem Schwabenländle,
Martina


von silke(YCH) am 22. Dezember 2001 14:18

Hallo Martina,
nein ein Zeichen haben wir nicht verwendet. Man könnte sich natürlich auch was einfallen lassen.
Viel Erfolg beim üben und ein Frohes Fest und Guten Rutsch.
Liebe Grüße aus dem Mecklenburger Land,
Silke

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