Angriff :: Hundeerziehung + Soziales

Angriff

von Nathaly & Nico(YCH) am 18. Januar 2002 22:30

Hallo Sonja!

Nico hat seitdem er von diverse Schäferrüden angegangen wurde extreme Probleme mit Schäferhunden.
Versuche soviel positive Kontakte wie möglich mit Hunden, die dem Übeltäter ähnlich sehen zu bekommen!!

LG!

Nathaly & Nico

von Attila(YCH) am 19. Januar 2002 00:19

Hi Sonja,

eine unangenehme Situation, die Du da beschreibst und die sich leider dauernd wiederholt, und wenn man noch so darauf bedacht ist, sie zu vermeiden: ständig kommt es vor, daß unangeleinte Hunde angerannt kommen, die von ihren Besitzern nicht zurückgerufen werden oder offensichtlich nicht in ihrer Gewalt stehen. Ich habe zwei Schäferhunde, die, wenn wir alle zusammen unterwegs sind, ein so extremes Rudelverhalten an den Tag legen, daß ich für anrennende fremde Hunde das Schlimmste befürchten muß. Deswegen brülle ich immer schon von weitem: "Leinen Sie Ihren Hund an! Tun Sie Ihren Hund weg!" Trotzdem sind Zwischenfälle fast unvermeidlich: so kürzlich, als ich im Dunkeln auf den Feldern einer Frau mit zwei unangeleinten Eurasiern begegnete und der Rüde natürlich prompt - trotz vorher ausgesprochener Warnung - auf meine beiden zulief. Mein Rüde geriet daraufhin dermaßen in Wut, daß ich ihn auf dem glatten Boden nicht mehr halten konnte und die Leine loslassen mußte. Er stauchte den fremden Rüden so rabiat zusammen, daß ich um dessen Gesundheit fürchten mußte, da er sich nicht unterwerfen wollte; schließlich habe ich meinen Hund an der Rute zurückgezogen.

Damit wären wir beim Ausgangsthema: Kommt ein fremder Hund angewackelt, lasse ich in der Regel meinen Rüden von der Leine und sende ihn voraus, da er die Angelegenheit - im Gegensatz zur Hündin - unblutig klärt. Ist der andere Hund sehr viel kleiner und schwächer, mache ich das selbstverständlich nicht, sondern lasse meine Hunde absitzen und versuche den fremden Hund durch Gesten und Gebrüll zu verscheuchen - nähert er sich trotzdem, gibt's Verletzungen, die ich vielleicht durch Zurückziehen meiner Hunde begrenzen kann, denn der andere wird die Flucht ergreifen. Steht ein fremder Hund überraschend vor uns (zum Beispiel nach einer Wegbiegung), lasse ich die Leine des Rüden sofort los und ziehe die Hündin, die keinen Spaß versteht, zurück.

In Deinem Fall hätte ich die Leine wegen der Gefahr durch den öffentlichen Verkehr nicht losgelassen und den fremden Hund vertrieben, zur Not mit ein paar Fußtritten. Hat er sich Deiner Hündin bereits bemächtigt, würde ich ihn an den Hinterläufen (oder an der Rute, wenn er eine hat), recht heftig zurückziehen (immer den FREMDEN Hund - dann kann der eigene sich verteidigen) und ihn, wenn er sich nun gegen Dich richten sollte, kräftig unter den Fang treten und "AUS" oder ähnliches schreien.

Ein rechtes Patentrezept gibt es nicht. Die meisten Hundehalter sehen ratlos zu, wenn ihr Hund attackiert wird. Die Leine sofort loszulassen, ist im Umgang mit gleich großen und gleich starken Hunden sicherlich ratsam - bei eklatanten Größenunterschieden aber kein Thema.

Gruß, Attila




von Ann&Lucky(YCH) am 19. Januar 2002 00:19

Hallo Sonja,
wenn einem ein angeleinter Hund entgegenkommt, sollte man seinen auch anleinen, weil es ja oft einen guten Grund gibt, warum der andere Hund an der Leine ist. Im Gespräch mit dem anderen Hundebesitzer kann man das ja erst mal abklären und die beiden dann vielleicht doch noch zusammen spielen lassen. Leider erwartet man das im täglichen Leben aber oft vergeblich und die Hunde die am wenigsten hören, dürfen seltsamerweise meistens mit der größten Selbstverständlichkeit überall frei laufen und auf andere losrennen.
Es war auf jeden Fall richtig, dass Du Deinen Hund in dem Fall an der Leine gelassen hast, wenn er z.B. in Panik auf die Straße gerannt wäre, hätte ihm weit Schlimmeres passieren können.
Viele Grüße
Ann&Lucky

von Bianca(YCH) am 19. Januar 2002 01:05

Hallo Sandra,

jeder ist angehalten, auf seinen eigenen Hund zu achten und nicht daraufhin auszuweichen, dass der andere etwas verkehrt gemacht hat. Wenn SEIN Hund Probleme mit einem angeleinten hat, der einem immer begegnen kann, muß er entweder seinen so weit im Kommando haben, dass er sofort auf Ruf zurück kommt oder ihn ebenfalls anleinen und eben vorausschauend handeln.

Außerdem ist es mir nicht ganz klar, was es Deinem Hund gebracht hätte, wäre er los gewesen, ich verstehe schon nicht, warum ein Hund sich wehren soll, wenn es eigentlich gar keinen Grund für eine Verteidigungssituation gibt. Wenn Dein Hund sich in die Unterwerfung begibt, ist dies allerhöchste Zeit für den anderen, abzulassen und aufzuhören mit seinem Tun.

Viele Grüße
Bianca

von Anett(YCH) am 19. Januar 2002 10:10

Hallo Sonja, das kann ich nur bestätigen. Unser Milo hat auch xtrem Probleme mit Schäferhundrüden, weil er von diesen mehrfach attakiert worden ist. Seitdem sind sie ein rotes Tuch für ihn. Allerdings gilt das nicht für Hündinnen.

Daher meine ich, dass die Hunde schon genau wissen, wie ihr Angstgegner aussah und dies auf andere, ähnlich aussehende Hunde übertragen.

Viele Grüße
Anett

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: Nico hat seitdem er von diverse Schäferrüden angegangen wurde extreme Probleme mit Schäferhunden.
: Versuche soviel positive Kontakte wie möglich mit Hunden, die dem Übeltäter ähnlich sehen zu bekommen!!
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: LG!
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: Nathaly & Nico
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von Emi(YCH) am 19. Januar 2002 13:18

Hallo Sonja!

Ich kann dich so gut verstehen, dasselbe ist mir nämlich vor einigen Tagen auch passiert und ich war fuchsteufelswild und kurz davor, meine erste Anzeige im Leben aufzugeben, obwohl ich eigentlich ein recht kooperativer Mensch bin und keinen Stress will!

1. Dein Hund war an der LEine. Das heißt für den Entgegenkommenden mit Hund, er hat sich danach zu richten und seinen Hund ebenfalls erstmal anzuleinen, wenn er ihn nicht abrufen kann, du wirst schon deine Gründe haben, warum deine hündin eine Leine trägt. Man hätte dann immernoch auf gleicher Höhe ausmachen können, ob die beiden sich kennenlernen dürfen etc.

Ich schreibe deshalb so aufgebracht, weil ich letztens mit meinem Hund im Feld spazieren war und mir was ganz ähnliches passiert ist. Er ist momentan an der Schleppleine und hört auch gut mittlerweile, lernt, normal mit anderen Hunden zu spielen und sich "hündisch" zu verständigen, was ein langer Weg war und harte Arbeit! Nachbar kommt auf die Idee, seinen "gut erzogenen" Hund wie immer frei im Feld laufen zu lassen, der Hund ist ein Rüde, und, sorry, meiner MEinung nach aggressiv und nicht einfach nur "etwas rüpelhaft". So, der Hund kam auf uns zugerannt (aus einer Entfernung von mind. 200 Metern!!), Pfeifen von Frauchen nix mehr zu machen (war mir vorher schon klar, der Hund ist nur mit Schlägen erzogen worden und Leckerlies kriegt er nicht).

Das einzige, was ich noch machen konnte war, meinem Hund die Schleppleine abzumachen (bevor es ein totales Wirrwarr wird) und ihn sich selbst zu überlassen, das war furchtbar für mich, ich stand nur neben ihm und musste mit ansehen, wie der Hund vom Nachbarn auf ihn stürzte, obwohl meiner sich vorher schon hingelegt hatte, sich ganz klein gemacht hatte und versucht hat, dem Vieh irgendwie klar zu machen, dass er sich sowieso schon unterwirft. Nix, der Hund hat meinen angegangen, meiner lag dann auf dem Rücken, der Hund machte weiter, Nachbarin bequemte sich nichtmal, zu uns zu kommen, ich schrie schon um Hilfe, sie lief ihren WEg weiter und rief nur den Namen des Hundes. Irgendwann ließ er von meinem ab, nachdem ich ein paarmal versucht hab, den Hund von meinem runterzuholen.

So, das war meine Geschichte, sorry lang, aber der Schock sitzt tief, vor allem bei meinem Hund, gut dass er so groß ist und nicht ernsthaft verletzt wurde, wäre er ein kleiner Hund gewesen, weiß ich nicht, ob er noch bei mir wäre. Außerdem ist es für seine Entwicklung sicherlich nicht die beste Erfahrung gewesen.

Was ich dir nur sagen wollte: du hast nix falschgemacht! Du hattest deine Gründe, warum dein Hund an der Leine war, ich konnte meinen loslassen, weil wir im freien Feld waren, an der STraße weiß ich nicht, was noch passiert wäre, da hätte ich ihn nicht losmachen können.

Das einzige, was ich weiß ist, passiert das nochmal, werde ich bei solchen Hundebesitzern andere Seiten aufziehen. Man selbst übt sich in Verantwortung und solche Leute wissen garnicht, dass sie auf dem Feuer tanzen. So seh ich das. Musste meiner Wut mal freien Lauf lassen!

Ich wünsch dir nur, dass dir solche Begegnungen der "dritten ARt" in Zukunft erspart bleiben, außerdem wollte ich dir noch sagen, dass ich es toll finde, dass du einen "gebrauchten" Hund zu dir genommen hast und sie es bei dir bestimmt gut hat, weil du verantwortungsvoll mit ihr umgehst.

Sorry, ist ziemlich lang geworden, hoffe nicht, dass ich zu doll aufgetragen hab, aber die Wut sprüht immer noch, wenn ich dran denke.

Viele Grüße, Emi

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