Welpenschutz - wer, wann, bei wem? :: Hundeerziehung + Soziales

Welpenschutz - wer, wann, bei wem?

von Andreas(YCH) am 21. Januar 2002 15:02

Hallo,

: Der "Welpenschutz" hängt von mehreren Faktoren ab: Der Prägung des Welpen, der Prägung des Althundes und dem Empfinden von uns Menschen. Ein Schnappen nach dem Welpen mit bösem Blick und inbrünstigem Knurren fassen viele Zweibeiner als Mordanschlag auf ihren Liebling auf, obwohl dem Kleinen, bis auf daß er einen Mordsschrecken bekommen hat, kein Haar gekrümmt wurde, und der Mechanismus des "innerlichen Runterschaltens" beim Althund bestens funktioniert hat (sonst wäre der Kleine nämlich tot gewesen).

und erstaunlicherweise haben die Welpen hinterher keine Angst, sondern nur den gesunden Respekt vor denjenigen, die sie mit Mordsschrecken zusammengestaucht haben :-).
Mein Kleiner ist alles andere als zimperlich gegenüber respektlosen Welpen, ein einziges Mal hatte ein Welpe einen oberflächlichen Ratscher, wahrscheinlich ist meiner unabsichtlich etwas abgerutscht.
Alle diese "böse" gemaßregelten Welpen haben später immer wieder Schutz bei ihm gesucht, wenn sie Probleme mit anderen Hunden hatten.
Er wurde manchmal sogar "abgehimmelt". "Mein großer Bruder".

Nur leider wissen das alles nur die allerwenigsten Welpenbesitzer....

Gruß
Andreas

von Yvonne(YCH) am 21. Januar 2002 15:16

Hallo Franziska

: Es gibt aber trotzdem Hunde, die fremde Welpen eben doch verhudeln und davon sind auch einige gut sozialisiert.

Ja, das gibt es, aber fürs verhudeln braucht es auch einen Grund. Ein noch nicht 16 Wochen alter Welpe ist kaum so frech, dass er sich bei einem fremden, erwachsenen Hund so viel herausnimmt, um dann dessen Aggressionen rechtfertigen zu können. Anderst bei Junghunden, die schon mal ihre Grenzen austesten.

: kann es durchaus vorkommen, dass der Welpe nach einer Zurechtweisung erstmal schreiend in die nächste Ecke rennt.

ein Welpe schreit sehr schnell, das ist auch seine erste Waffe die er meist einsetzt, da stimme ich dir zu. Er schreit aber schon zum Voraus, bevor ihn der fremde Hund nur berührt hat. Lässt dann ein erwachsener Hund nicht vom schreienden WELPEN ab und verletzt, oder verhudelt ihn, ist er in meinen Augen ein "gestörter".

: Es ist am Welpenbesitzer, seinem Hund derartige Erlebnisse zu ersparen, indem er fremde Hundebesitzer evtl. fragt, wie der Hund reagiert bevor er seinen Welpen dorthin laufen lässt.

Genau! Lieber ein vorsichtiges Vorgehen, sich absprechen und den fremden Hund richtig einschätzen. Aber dazu habe ich schon in meiner allerersten Antwort geraten.

Gruss
Yvonne



von elliot(YCH) am 21. Januar 2002 15:15

: Hallo Andreas,

schöner Beitrag. Genau das meinte ich mit dem "Märchen vom Welpenschutz", das in den Köpfen mancher Mitmenschen so festgeschrieben steht, dass ein Welpe eben "Narrenfreiheit" geniesst und die sich dann wundern, wenn er bei Frechheiten zurechtgewiesen wird.

Viele Grüsse
elliot

von Andreas(YCH) am 21. Januar 2002 15:19


: Er wurde manchmal sogar "abgehimmelt".

angehimmelt natürlich.

von Me & Bär(YCH) am 21. Januar 2002 16:42

: Hi Yvonne,

:Lässt dann ein erwachsener Hund nicht vom schreienden WELPEN ab und
:verletzt, oder verhudelt ihn, ist er in meinen Augen ein "gestörter".

Da magst Du vielleicht Recht haben, wenn Du von der "zivilisierten" Welt ausgehst, dass es im Ausland aber an der Tagesordnung ist, dass Hunde ihre Ressourcen verteidigen und dies AUCH gegen Welpen sollte man nicht vergessen - es geht für diese Hunde teilweise ums Überleben und da wird keine Rücksicht auf Welpe oder Nicht-Welpe genommen.... Also SOOO unnatürlich ist das Verhalten nicht...

Liebe Grüße,
Me & Bär

von Yvonne(YCH) am 21. Januar 2002 17:41

Hallo Me

- es geht für diese Hunde teilweise ums Überleben und da wird keine Rücksicht auf Welpe oder Nicht-Welpe genommen.... Also SOOO unnatürlich ist das Verhalten nicht...

Wie du sagst, es ist ein Grund da, wenn ein Welpe verletzt oder getötet wird, auch in der nichtzivilisierten Welt. Hier gibt es aber Hunde, die stürzen sich auch ohne Grund aggressiv auf einen Welpen. Das nenne ich halt immer noch gestört und das darf in unserer zivilisierten Welt einfach nicht vorkommen. Ich muss halt doch ein Beispiel anfügen, weil das hier einige nicht einsehen wollen. Ein Kromiwelpe, gerade mal 11 Wochen alt wurde von einem erwachsenen und grossen Hund (ich sage jetzt nicht welche Rasse) AN DER LEINE des Besitzers so verbissen, dass er eingeschläfert werden musste. Und ob man das noch als natürlich bezeichnen kann....?

Gruss
Yvonne

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