Überdrehter Dauerkläffer :: Hundeerziehung + Soziales

Überdrehter Dauerkläffer

von Jana(YCH) am 12. Februar 2002 08:40

Hallo,

einer unserer drei Westies ist ein absoluter Kläffer, was wahrscheinlich genetisch bedingt ist (die Mutter ist ähnlich). Die Hündin kläfft wirklich bei jeder Gelegenheit und auch, um auf sich aufmerksam zu machen, wenn man sich bspw. mal einem anderen Hund zuwendet oder, wenn gar nichts ist. Hinzu kommt, daß dieser Hund immer ziemlich aufgeregt ist, als hätte er ständig mit innerer Unruhe zu kämpfen, das Problem besteht schon seit dem Welpenalter, inzwischen ist die Maus 3 Jahre alt. Bisher war das mit dem Gekläffe nicht so schlimm, da wir auf einer Seite keine Nachbarn hatten. Nun wird auf dieser Seite jedoch gebaut, was zum einen ein verstärktes Kläffen bei dem Hund auslöst, dies überträgt sich teilweise auch auf die anderen Hunde und zum anderen wissen wir natürlich nicht, ob sich die neuen Nachbarn vielleicht an dem Gekläffe unseres Hundes stören könnten und dann Probleme machen (die Häuser stehen ziemlich dicht beieinander). Seit dem das Kläffproblem besteht, versuchen wir, dem entgegen zu wirken, bisher mit wenig Erfolg, vielleicht hängt es auch mit der inneren Unruhe des Hundes zusammen, denn die Kleine kann manchmal keine fünf Minuten still auf einem Fleck liegen und schießt beim kleinsten Geräusch wieder kläffend hoch. Gibt es Möglichkeiten, den Hund zu beruhigen z.B. durch Homöopathie, Bachblüten oder bestimmte Übungen usw.? Ich habe auch schon an Baldrian oder Johanniskraut gedacht, nur weiß ich nicht, ob man das bedenkenlos geben kann. Wie kann man dem Gekläffe am effektivsten entgegen wirken?

Liebe Grüße

Jana

von heike(YCH) am 12. Februar 2002 20:38

Hallo
Das mit dem Kläffen kenne ich ein bißchen ;-) mein Collie läßt seine Stimme auch gerne Hören wenn er aufgeregt ist. Ich habe es so gemacht still geclickert und zusätzlich gekläff iggnorriert bzw wenn sie zu fällig neben mir war kurz über die Schnauze gegriffen in verbindung mit still. Ist zwar Kuddelmuddel aber ich clicker nicht rein. So liegt es mir besser ;-)Aber nur wenn sie zufällig neben mir das Kläffen anfing ohne Gefühlsregung und ganz kurz wenn sie dann leise war habe ich sie beachtet gespielt oder sonst was tolles gemacht. Das Leise sein ist für einen So aktiven hund schwer vielleicht wäre auch 5 mal 3 Minuten Arbeit nützlich damit sie lernt ihre Hibbeligkeit zu kontrollieren. Also 3 Min fuß gehen und wenn sie nicht gut arbeitet (konzentriert) Abbrechen ohne Kommenstar eventuell mit Abruch komando Falsch und später noch mal versuchen. 3 Minuten Kunststückchen u.s.w.
Tschüß Heike

von Jenny(YCH) am 13. Februar 2002 11:00

: Hallo,
:
: einer unserer drei Westies ist ein absoluter Kläffer, was wahrscheinlich genetisch bedingt ist (die Mutter ist ähnlich).

Das Kläffen ist ein typisches Merkmal bei vielen Terriern und Kleinhunden.

Die Hündin kläfft wirklich bei jeder Gelegenheit und auch, um auf sich aufmerksam zu machen, wenn man sich bspw. mal einem anderen Hund zuwendet oder, wenn gar nichts ist.

Und wie reagierst Du dann? Bekommt sie ihre Aufmerksamkeit? Damit hätten wir dann schon einen Grund warum sie es (erfolgreich) einsetzt.

Hinzu kommt, daß dieser Hund immer ziemlich aufgeregt ist, als hätte er ständig mit innerer Unruhe zu kämpfen, das Problem besteht schon seit dem Welpenalter, inzwischen ist die Maus 3 Jahre alt.

Hast Du es mal mit Futterumstellung probiert? Gib ihr vielleicht mal eine Zeit lang ein Futter mit höchstens 20 % Protein. Vielleicht ist es einfach überschüssige Energie?

Seit dem das Kläffproblem besteht, versuchen wir, dem entgegen zu wirken, bisher mit wenig Erfolg, vielleicht hängt es auch mit der inneren Unruhe des Hundes zusammen, denn die Kleine kann manchmal keine fünf Minuten still auf einem Fleck liegen und schießt beim kleinsten Geräusch wieder kläffend hoch.

Wie versucht Ihr denn entgegen zu wirken? Die Tipps von Heike kann ich bestätigen.

Gibt es Möglichkeiten, den Hund zu beruhigen z.B. durch Homöopathie, Bachblüten oder bestimmte Übungen usw.? Ich habe auch schon an Baldrian oder Johanniskraut gedacht, nur weiß ich nicht, ob man das bedenkenlos geben kann. Wie kann man dem Gekläffe am effektivsten entgegen wirken?

Sicher gibt es da Möglichkeiten, kenne mich aber zu wenig aus und bin immer vorsichtig mit dem Herumdoktern an Symptomen - lieber die Ursachen erkunden und daran arbeiten. Viel zu viele Hund werden einfach nur "ruhiggestellt"... (soll kein Vorwurf an Dich sein).

Ein weiterer Tipp wäre, dem Hund wenn er anfängt zu bellen DIREKT einen kleinen Wasserspritzer aus einer ehemaligen Shampoo- oder Duschgelflasche ins Gesicht zu verpassen (viele Terrier stehen nicht so auf Wasser im Gesicht). Vor lauter Lachen über das verdutzte Gesicht des Hundes nicht vergessen zu loben, wenn er ruhig ist und dazu ein Kommando einführen!

Viel Glück beim Training!

Jenny


von Jana(YCH) am 13. Februar 2002 11:32

Hallo Jenny,

danke für den Tipp mit dem Wasserspritzer ins Gesicht :-). Wenn Madame nach einer bestimmten Zeit nicht mit dem Bellen aufhört, schimpfen wir mit ihr. Ich weiß nicht, ob das für sie die Aufmerksamkeit ist, die sie erlangen möchte, aber möglich ist natürlich schon. Sie kläfft oft dermaßen penetrant und unaufhörlich, daß man sich einfach nicht mehr anders zu helfen weiß und dann schimpfen wir eben mit ihr, was ihr jedoch nicht viel ausmacht, sie wirkt diesbezüglich schon richtig abgehärtet. Ganz schlimm ist es auch, wenn sie jemanden, der hinter dem Haus entlang läuft sieht oder fremde Stimmen hört, dann könnte sie, wenn es nach ihr ging, zwei Stunden am Stück bellen, auch, wenn derjenige, wegen dem sie bellt, schon längst über alle Berge ist, Madame steigert sich da richtig rein. Sie macht dem Ruf vom kläffenden Kleinhund wirklich alle Ehre.

Liebe Grüße

Jana

von Petra(YCH) am 13. Februar 2002 18:54

Hallo Jana!

Ich kann dir nur sagen das liegt nicht an der Grösse deines Hundes!
Ich habe einen Colli-Irgendwas-Mix und die passt sehr gut auf deine Beschreibung! Ich sag immer das sie Hummeln im A... hat!
Sie wird jetzt 7 und ich habe es immer noch nicht voll im Griff, aber mit der Zeit gemindert!
Z.B.:Wenn wir sie allein lassen machen wir immer ein wenig Musik an, das lenkt sie von anderen Geräuschen ab! Beim Spaziergang versuchen wir sie möglichst auszupowern mit viel Ball spielen oder mit "Beutespielen" (immer abwechselnd ein Leckerchen nach rechts und links werfen)dann ist sie auch schon gefüttert!
Mit der Wasserpistole haben wir es auch schon versucht! Da war das Problem; sie liebt Wasser!Ging also nach hinten los!
Wenn mir ihr Gebell zu sehr an die Nerven geht(und das kann es sehr gut,grrr!) dann gibt es das Kommando Pfui mit dem Schnauzengriff(Hand über die Schnauze und nach unten drücken, ganz nach Wolfsart!)Ansonsten keine weitere Beachtung! Denn für sie ist sonst ALLES Belohnung auch das schimpfen!
Viel Erfolg!
Petra und Söten

von Jana(YCH) am 14. Februar 2002 09:23

Hallo Petra,

na, da sind wir ja beide gebrannte Kinder, was das Problem mit unseren Streßbolzen betrifft. In meinem homöop. Buch steht ein Mittel, daß bei genau den "Symptomen" unserer Madame zutreffen soll. Es heißt Lachesis D200. Hast Du davon schon mal was gehört? Man gibt davon eine Gabe pro Woche. Ich habe ihr das Zeug nun schon ein paar mal gegeben, aber weil es nur in wöchtentlichen Abständen gegeben wird, vergißt man es eben doch mal, daher konnte ich bisher auch noch keine einschlagende Wirkung erkennen, vielleicht hilft das Mittel bei meiner Madame auch gar nicht. Irgendwie muß es doch zu schaffen sein, daß dieser Hund etwas mehr innere Ruhe kriegt. Deine Tipps werde ich anwenden, das mit den Leckerchen funktioniert wahrscheinlich nicht, denn unsere Süße ist nicht sehr verfressen, außerdem würde sie es wahrscheinlich gar nicht kapieren, da sie immer etwas auf dem Schlauch steht und somit würden die anderen die Leckerche fressen. Aber wir können ja anderweitig versuchen, sie auszupowern.

Liebe Grüße

Jana

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