Antiautoritäre Hundeerziehung? :: Hundeerziehung + Soziales

Antiautoritäre Hundeerziehung?

von Alex & Aris(YCH) am 17. Februar 2002 16:04

Hallo Thomas,

: prima... und es ist hier an dieser stelle das gleiche, wie vor einigen tagen mit den trieben, der instinkthierarchie, dem psychohydraulischen triebmodell.

:nun und hier, an dieser stelle, siehst du selber die notwendigkeit, das übel an den wurzeln zu packen, die irrtümer an der wurzel heraus-
zureissen. ich hoffe, du verstehst mich jetzt besser, weil du nun aus gleicher motivation argumentierst, wie ich es tue.

OK! Im Prinzip gebe ich dir recht. Ich habe ja in dem anderen Thread auch nicht deine Meinung angegriffen, sondern dich versucht zu bewegen zu erklären, WARUM du schlußfolgerst, dass aus dem falschen Triebmodell automatisch die Zwangserziehung entsteht.
Ich denke, dass dort der eventuelle "Schaden" aus einem schlampigen Umgang mit den Begriffen, nicht zwangsläufig entsteht.

Im vorliegenden Thread ist mir das deshalb wichtiger, weil es ja letztendlich um die Behauptung ging, "dass ein Hund der ANTIAUTORITÄR erzogen wurde jetzt Rangordnungsprobleme bereitet! So, da liegt mir nun schon viel dran klarzustellen, dass dieser Hund sicher nicht eine konsequente Erziehung über "Positive Bestärkung" genossen hat. Vielmehr bin ich der Meinung, dass er ein Opfer einer unseligen "Vermischung" von einer falsch verstandenen "antiautoritären Erziehung" mit immer wiederkehrenden Elementen der Druckerzeugung nach althergebrachtem Vorbild geworden ist. Einiges aus P.H´s Schilderung spricht dafür. Die "Hin-und Hergerissenheit" der Besitzerin sich einmal von dem, ein anderes Mal von dem helfen zu lassen! Das "Gezupfe" in der Welpenschule für´s "Nichtbefolgen" eines Kommandos (paßt ja gut zu der "Schlüsselbund-Diskussion"winking smiley und die Tatsache der "Zwingerhaltung"..........
Komisch, dass immer wieder mit "diesen Hunden" solche Probleme auftreten und dass die "Schauergeschichten" auch immer aus diesem Bereich des SCH-Hundesports, bzw. von den überliefert werden!!!

Es ist im Grunde dasselbe, was ich mir bei Schlegel denke (so auch bei P.Hsmiling smiley. OK ich glaube beiden, dass sie das Rangordnungsproblem auf ihre Art und Weise in den Griff kriegen! Aber damit ist zumeist nur die Rangordnung zwischen Ihnen und dem Problemhund geklärt, aber eine Verbesserung der Situation zwischen Hund und Halter ist eine ganz andere Geschichte!

Aber das ist ein anderes Thema.......

VG Alex

von Tina + Flint(YCH) am 17. Februar 2002 20:23

Hallo Thomas

: ich weiss, was er meint, und ich verstehe das auch. aber... weil dieses
: an sich gute modell falsch verstanden wurde, falsch praktiziert wurde,

Und genau so trifft es, meiner Meinung nach, wohl auch auf die von H.P. beschriebene Frau zu - sie hat wohl auch das Modell falsch verstanden:-)

Gruss
Tina + Flint

von Tina + Flint(YCH) am 17. Februar 2002 20:31

Hallo Alex

*grins*

: Dieses Bild tragen viel in sich, zum Thema "antiautoritär!"
: Aber Thomas hat schon recht! Wenn ein Wort auch durch ein falsches Klischee besetzt ist, kann man es dennoch richtig interpretieren!

Klar, da hast Du natürlich recht. Es schien mir nur etwas schade, dass das interessante Thema, wo es um einen Problemhund ging, in einer Wortklauberei versandet.

Liebe Grüsse
Tina + Flint

von Thomas(YCH) am 18. Februar 2002 11:16

: : antiautoritäre Erziehung ist ein Widerspruch in sich!
:
: Und "Peng" sind wir wieder bei der althergebrachten Falschinterpretation.

aber dennoch macht er es richtig. er sagt nämlich auch:

"Erziehen geht - ob bei Kind oder Hund - nur mit Autorität und
Kompetenz. Autorität im bestverstandenen Sinne besitzen nur solche
Menschen, die aufgrund von Wissen und besonderem Können die Möglichkeit
und Fähigkeit haben, Bedürfnisse und Wünsche (nicht zu verwechseln mit
materiellen Wünschen!) der anderen Gruppen-(Familien)mitglieder zu
erfüllen."

damit hat er recht.... und das ist die antiautoritäre erziehung, im
wahrsten sinne des wortes. *lacht

vg, T.

von Uwe u. Pico(YCH) am 18. Februar 2002 11:55


: damit hat er recht.... und das ist die antiautoritäre erziehung, im
: wahrsten sinne des wortes. *lacht

Es wird jetzt ein wenig philosophisch, aber erzieht man jetzt Kinder/Hunde mit einer Namenlosen-Erziehung, die der eigentlichen Anti-autoritären Erziehung entspricht, gerade deswegen weil man die Anti-autoritäre Erziehung fehlinterpretiert (anti-autoritativ, lassez-faire) und für schlecht befunden hat?!? Ähhh, was? *kratzt sich verwirrt am Kopf ;-)

Sei's drum.... ich glaube, daß in diesem Thread viel über reine Begriffsdefinitionen geschrieben wurde, die zwar für eine Diskussion enorm wichtig sind, aber unseren Hunden ist es egal wie wir "das Kind benennen". Ich bin nur froh, daß mehr und mehr Leute sich Gedanken machen wie: "Das Leinerucken und rumschreien kann doch nicht alles sein?!Welche Möglichkeiten gibt es noch?". Nachdenken und Hinterfragen sind die ersten Schritte etwas zu verändern.

Tschau

Uwe

von Thomas(YCH) am 18. Februar 2002 14:11

: Es wird jetzt ein wenig philosophisch, aber erzieht man jetzt Kinder/Hunde mit einer Namenlosen-Erziehung, die der eigentlichen Anti-autoritären Erziehung entspricht, gerade deswegen weil man die Anti-autoritäre Erziehung fehlinterpretiert (anti-autoritativ, lassez-faire) und für schlecht befunden hat?!? Ähhh, was? *kratzt sich verwirrt am Kopf ;-)

yep, das ist es ... *lacht* in allen "eltern"-medien findest du die
antiautoritäre erziehung perfekt beschrieben, die heute aber eben
eindeutig auch autoritativ sein soll.... nur... kein mensch
traut sich heute noch von antiautoritärer erziehung zu sprechen....
diesen begriff wagt keiner auszusprechen, wird konsequent vermieden...

ganz toll fand ich allerdings auch mal einen artikel, wie man kleine
kinder bestrafen soll. meine erste reaktion war: "das ist ja unglaub-
lich, da hat jemand ein clicker-buch für hunde abgeschrieben und das
wort hund durch kind ersetzt" *lacht laut los.

mittlerweile zwingt sogar der gesetzgeber die eltern dazu, zur
gewaltfreien erziehung. das schlagen wird also per gesetz verboten.
leider wird aber auch zugegeben, dass nicht alle eltern dazu fähig
sind, auf dieses sehr zweifelhaft mittel zur kommunikation zu
verzichten... einfach deshal, weil ihnen keine alternativen bekannt
sind.

auch hier ist wieder überdeutlich, wie nahe kind und hund eigentlich
zu8sammen sind.... was würde ich mich doch wünschen, dass teletakt, der
innotec-schocker, stachelhalsband, leinenruck und co per gesetz für
immer verboten werden.

:Nachdenken und Hinterfragen sind die ersten Schritte etwas zu verändern.

denkst du drüber nach, wenn dich keiner darauf hinweisen würde, dass
es überhaupt was nachzudenken gibt????

v:-)g, Thomas

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