Antiautoritäre Hundeerziehung? :: Hundeerziehung + Soziales

Antiautoritäre Hundeerziehung?

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 09:18

: Wir haben schon wieder ein Problem,
: ich verstehe Dich schon wieder nicht, oder könntest Du mir den Unterschied mal erklären?

wessen problem ist das, wenn man z.b. einem menschen, der nicht lesen
und schreiben kann, die vorteile dieser fähigkeit erklärt und der
versteht den sinn der erklärung nicht - was würdest du also sagen, wenn
dir derjenige antworten würde "ich versteh dich nicht, so etwas brauche
ich nicht."

also, dabei ist das eigentlich ganz einfach. nicht das modell der
antiautoritären erziehung ist schlecht, das war es auch bei kindern
schon nicht, sondern durch die vollkommen falsch verstandene art der
ausführung scheitert das. ganz nebenbei bemerkt, bei kindern ist
das heute standard, und es wird sogar vom gesetzgeber erzwungen.

und es scheitert auch heute noch, aber nicht wegen des modells an sich,
sondern weil die eltern keine autorität sind, keine glaubhaftigkeit
haben, unberechenbar sind, geradlinigkeit vermissen lassen.... usw.
aber wie schon mehrfach gesgagt, und später noch öfter wiederholt:
ds hat nix mit dem modell an sich zu tun.

antiautoritär heisst "verzicht auf gewalt"... nichts mehr und nichts
weniger. wenn leute zudem auf autorität verzichten, dann hat das nichts
mit der antiautoritären erziehung an sich zu tun, sondern dass sie
ihren hund überhaupt nicht erziehen.

man kann durchaus seinen hund mit vollkommenen verzicht auf gewalt
erziehen, also eben antiautoritär, und das sogar absolut erfolgreich.
man kann aber keinen hund erziehen, indem man darauf verzichtet, eine
autorität zu sein, also anti-autoritativ.
anti-autoritär heisst nichts anderes, als anti-tolalitär, anto-
diktatorisch, anti-macho-boss-gehabe, anti-regime-über-vermittelter-
angst.

: :eine anti-antiautoritäre aber genau so gut wie eine autoritäre?
:
: das heißt für mich ein wenig einfach ausgedrückt:
: eine autoritäre genau so gut wie eine autoritäre, und das ergibt schon wieder keinen Sinn.

: Erkläre doch mal anti-antiautoritäre.

mein lieber ph, anscheinend sind dir überhaupt keine vairationen
im umgang mit dem hund, in der erziehung und ausbildung des hundes
bekannt, aber du wirfst mir vor, ich solle einen kurs besuchen...

: Ich gebe Dir mal einen Tipp, nimm doch mal einen Kurs bei Angela Schmid

weil ich anscheinend keine ahnung habe.

: und Du wirst erfahren, dass viel mehr hinter der Hundeausbildung steckt, als Du denkst.

merkst du eigentlich nicht, wie gross deine wissens-lücken sind.
ich will dich jetzt nicht angreifen oder beleidigen, aber du
solltest faiererweise mal den ist-zustand erkennen.

wie kann man eine antiautoritäre erziehung überhaupt kritisieren,
wenn man nicht mal genau weiss, wie es richtig praktiziert wird und
die fehler kennt, die zwar nichts damit zu tun haben, aber das modell
scheitern lassen.

antiautoritäre erziehung verzichtet nicht auf regeln, sie verzichtet
nicht darauf, regeln durchzusetzen, sie hat überhaupt nichts mit dem
clickern zu tun... sie verzichtet *nur* auf gewalt.... nichts mehr.

ausser vielleicht noch: man muss sein gehirn mehr anstrengen....

: Ich schrieb nie, dass der Clicker als konditionierter Bestärker schlecht sei.

habe ich auch nicht behauptet.

ich bin mal gespannt darauf, ob du es schaffst, sachlich zu bleiben und
dich auf meine erklärungen und argumente konzentrierst oder ob du den
anderen müll als vorrangig erachtest.

T.

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 09:34

habe mein fazit vergessen, vielmehr bin unterbrochen worden:

also: man kann nicht sagen, dass die antiautoritäre erziehung
schlecht ist, wenn man seinen hund gar nicht erzogen hat.

würde man das tun, wäre es im übertragenen sinne dass gleiche, wenn ich
bei *meinem* unerzogenen hund sagen würde "clickertraining ist absolute
scheisse!" und dabei hatte ich nie einen clicker in der hand.

verstehst du nun die zusammenhänge?

T

von DogWalker(YCH) am 16. Februar 2002 15:11

ich glaube,worum es hier geht, ist eigentlich die diskussion erziehung durch positive motivation oder durch strenge, bzw. durch strafe erzwungendes meideverhalten! diese auseinandersetzung führe ich schon seit geraumer zeit mit einer freundin und wir haben seiten an argumenten geschrieben. das eigentliche problem ist doch, daß die "Hundetrainer" nicht eingestehen wollen, daß sie ebenfalls mit negativem stress arbeiten um ihre methode zum erfolg zu fuehren und leute, die ueber strafe arbeiten, zu wenig betonen, daß sie erwünschtes verhalten postiv motivieren.es ist immer sinnvoll, die negative verknüpfung bei der erziehung vom besitzer zu trennen(z.b. wurfkette, lange leine usw.) so schlau sollten wir doch sein! dann kann ich den hund sanft vor die wahl stellen, das richtige zu tun, vor allem, wenn ich schon von der welpenzeit an mit dem hund arbeite und schaffe somit eine unantastbare vertrauensbindung des hundes an mich!
es war nicht der fehler der frau, die mit ihrem hund überfordert war, sondern die verantwortungslosigkeit der sogenannten "spezialisten"!
und jeder hund, egal welches verhalten er zeigt, zeigt nie ein fehlverhalten, sondern hat nur gelernt sein verhalten anzupassen und für sich selbst mit erfolg zu belohnen!

von P.H(YCH) am 16. Februar 2002 16:58

Tschau Thomas,

Kannst Du erklären was Du schreibst oder weisst Du es nicht?

:eine anti-antiautoritäre aber genau so gut wie eine autoritäre??

Gruss P.H

von P.H(YCH) am 16. Februar 2002 17:03

Tschau Walker

Ich gebe Dir recht, das stimmt.

Aber die Frau hatte nicht ihren ersten Hund und ich bin nicht Trainer in diesem Verein, das wollte ich einfach noch betonen.

Gruß P.H

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 17:27

: Kannst Du erklären was Du schreibst oder weisst Du es nicht?

ich denke, ich habs eindeutig erklärt.

aber kannst du mir erklären, was dieser link zu sagen hat?

da hat jemand gepostet, der zufällig den gleichen vornamen hat...
ja und...?... ich komme nicht aus halle, wie man der mail-to-
adresse des absenders dieses postings von 1999 erkennen kann. einige
leute hier im forum wissen, dass ich aus dem ruhrgebiet komme. also, was
soll dieser unfug? seit 1995 stachelrucke ich nicht mehr.... aber
auch das wissen einige leute, das ist kein geheimnis.

ich frage mich gerade, warum dir soviel daran liegt, hier negative
stimmung zu machen. warum gehst du nicht mit einem wort auf meine
erklärungen ein?

: :eine anti-antiautoritäre aber genau so gut wie eine autoritäre??

ich habe das erklärt, ich denke sogar ausreichend um es zu verstehen.

T.

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