Antiautoritäre Hundeerziehung? :: Hundeerziehung + Soziales

Antiautoritäre Hundeerziehung?

von suse u. Ninja(YCH) am 16. Februar 2002 19:48

:Hallo Thomas, diese Antwort bezieht sich auf alle Deine bisherigen Mails zu dem Thema.
Wie definierst Du denn Begriffe? Ich komme aus der Erziehungswissenschaft, aber mir scheinen Deine Definitionen doch eher persönlicher Natur zu sein. Wenn natürlich jeder seine eigenen Begriffsadefinitionen hat, sind Diskussionen ja müßig.
Anti Autoritär hat mit "Verzicht auf Gewalt" überhaupt nichts zu tun.
Genauso wie eine autoritäre Erziehung nicht zwangsläufig eine Gewalterziehung ist.
Die nächste Frage ist für mich inwieweit man antiautoritäre Erziehung in der menschlichen Pädagogik überhaupt mit der Erziehung v. Hunden vergleichen kann. Gerade dieser Erziehungsstil setzt sehr stark auf die EINSICHT jedes Menschen, das richtige zu tun. In der Art ist der Hund aber nicht in der Lage die Folgen seines Verhaltens abzusehen, sonst würden sich viele Hunde selbst durch entsprechendes Verhalten vor dem Tierheim bewahren.
Deine gesamte Argumentation ist für mich v. vorn bis hinten lückenhaft u. widersprüchlich.
Gruß von Suse und Ninja

von Anke + Rico(YCH) am 16. Februar 2002 20:26

Hi Thomas,

Danke für Deine Ausführungen, ich hab auch oft damit zu kämpfen, den Menschen den Unterschied zwischen "autoritärem", "antiautoritärem" und "laissez faire m" Erziehungsstil zu verdeutlichen - irgendwie ist der Stil (und die Folgen) des (namentlich meist unbekannten) dritten fest mit dem Namen des zweiten in den Köpfen vieler verschmolzen...so dass sie nur im ersten eine sinnvolle Alternative sehen.

Zu meinem Glück hat jemand wie Du meine Eltern in die richtige Richtung geschubst, so wurden sie zu Autoritäten, sonst wäre ich rein aus Tradition autoritär erzogen worden...

straffreie Grüße
Anke

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 22:25

: Wie definierst Du denn Begriffe? Ich komme aus der Erziehungswissenschaft, aber mir scheinen Deine Definitionen doch eher persönlicher Natur zu sein.

da staune ich doch nur noch.....

:Wenn natürlich jeder seine eigenen Begriffsadefinitionen hat, sind Diskussionen ja müßig.

... und guck jetzt mal richtig dumm ausser wäsche.

: Anti Autoritär hat mit "Verzicht auf Gewalt" überhaupt nichts zu tun.
: Genauso wie eine autoritäre Erziehung nicht zwangsläufig eine Gewalterziehung ist.

und jetzt bin ich nur noch sprachlos.... egal...

ich bin jetzt zu faul, dir etwas über *dein* fachgebiet zu erzählen.
ich habe mal einfach bei wissen.de "antiautoritäre erziehung" eingeben.
im folgenden das zitat der antwort.

sorry, ist mein irrtum, dass ich triebunterdrückung, repression,
gehorsamszwang und den verzicht auf diese dinge als verzicht auf
gewalt interpretiere. aber erziehung ist ja dein fachgebiet, sei
bitte nachsichtig mit mir stümper.


******Zitat

"antiautoritäre Erziehung
eine Erziehung, die ohne Triebunterdrückung und
Repression auszukommen sucht und selbstbewusste,
kritische, nicht aggressive Persönlichkeiten
heranbilden will. Ausgehend von der Psychoanalyse
Freuds wurden um 1925 die pauschale
Triebunterdrückung und der nichtbegründete
Gehorsamszwang in der Erziehung als Fehler
kritisiert, die zu neurotischen und autoritären
Persönlichkeitsstrukturen führen mit Eigenschaften
wie Kritiklosigkeit, Unterwürfigkeit und Aggressivität.
Das Ziel der antiautoritären Erziehung: Es soll ein
nicht-notwendiges Maß an Triebunterdrückung,
Repression und autoritärem Verhalten der Erzieher
abgebaut werden, um selbstbewusste, kritische,
sensible, nicht-aggressive Persönlichkeiten
heranzubilden. Den Abbau von Repressionen müssen
freilich spezifische Lernanreize und Lernhilfen
ausgleichen, wenn der junge Mensch mündig und
kritisch, liebesfähig und sensibel werden soll.
Namhafte Praktiker und Theoretiker: A. S. Neill und
W. Reich. Kinderläden.

******Zitat Ende

: Die nächste Frage ist für mich inwieweit man antiautoritäre Erziehung in der menschlichen Pädagogik überhaupt mit der Erziehung v. Hunden vergleichen kann.

*staunt nur noch und verkneift sich jeden weiteren kommentar

: Deine gesamte Argumentation ist für mich v. vorn bis hinten lückenhaft u. widersprüchlich.

es muss wohl auch dummköpfe geben, und dummköpfe sind eben wider-
sprüchlich und lückenhaft

:-(

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 22:31

: Das sehe ich jetzt ein wenig anders. Denn wenn schon antiautoritär, dann konsequent, dann bestimmt und dann auch als Boss. Wenn ich auf Gewalt verzichten will, dann muss eben gerade das gewährleistet sein.

das ist die basis. mehr will ich nicht. bitte... wenn du das *so*
siehst sind wir einer meinung. und genau das entspricht der
antiautoritären erziehung. du sollst der boss sein, du darfst der
boss sein, aber erzwinge das nicht mit gewalt, sondern mit glaub-
würdigkeit, berechenbarkeit, gradlinigkeit, kommunikation.

: Es tut mir leid, jeder Satz den Du schreibst ist ein Wiederspruch in sich selber. Das ist bei der großen Gen-Diskussion nicht so aufgefallen, aber jetzt tut es das schon.

nein, es ist und war nie widersprüchlich, sondern sehr geradlinig.

T.

von Thomas(YCH) am 16. Februar 2002 22:40

Nachtrag aus gleicher quelle "wissen.de", für die, die es
interessiert, warum das modell gescheitert ist. ich
hatte das im vorfeld *so* beschrieben. war aber wohl auch
ein persönlicher fehler von mir, der sich sogar im netz
wiederfindet. aber vielleicht wird ja jetzt behauptet, ich
hätte das www manipuliert.....

*****Zitat

Das so benannte pädagogische Programm zielte auf
eine Entfaltung des Kindes ohne jeden Zwang. Es
folgte der „repressionsfreien” Erziehung in der
englischen Internatsschule Summerhill von A.?S. Neill
(gegründet 1921). Der Abbau überzogener
Autoritätsgläubigkeit pervertierte jedoch vielfach zum
Verzicht auf jegliche Wertbindung und auf Vorbilder,
wodurch der Begriff Erziehung zur Leerformel wurde.

*****Zitat Ende


ich wiederhole den fehler noch mal:
Der Abbau überzogener Autoritätsgläubigkeit pervertierte jedoch vielfach zum Verzicht auf jegliche Wertbindung und auf Vorbilder, wodurch der Begriff Erziehung zur Leerformel wurde.

von P.H(YCH) am 16. Februar 2002 22:47

Tschau Jana

Das hoffe ich nun wirklich nicht, denn sie hat ja selber gesehen, dass der Hund in kürzester Zeit ein anderes Verhalten hatte. Ich kann ihr keinen Hund verbieten, aber ich kann ihr eine andere Rasse empfehlen.

Gruß P.H

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