Antiautoritäre Hundeerziehung? :: Hundeerziehung + Soziales

Antiautoritäre Hundeerziehung?

von Hannes(YCH) am 16. Februar 2002 22:50

Hallo Thomas

: Nachtrag aus gleicher quelle "wissen.de", für die, die es
: interessiert, warum das modell gescheitert ist. ich
: hatte das im vorfeld *so* beschrieben. war aber wohl auch
: ein persönlicher fehler von mir, der sich sogar im netz
: wiederfindet. aber vielleicht wird ja jetzt behauptet, ich
: hätte das www manipuliert.....

Sieht so aus, als würde man Dich nur deshalb anfaken, um dumme Anmache loszulassen. Ignorier doch solche Leute einfach. Welches Fachgebiet suse hat, oder besser, welches sie nicht hat, ist nun klar.

Viele Grüsse
Hannes


von P.H(YCH) am 16. Februar 2002 22:52

Tschau Susi

Autoritär heißt nicht mit Gewalt, sondern mit Macht. Aber es macht nichts, wenn ich mir mühe gebe, dann verstehe ich Thomas auch so. Ich muss einfach zuerst mal herausfinden wie er die Begriffe definiert. Aber ein Lexikon kann nicht schaden, sowieso wenn man Leute belehren will.

Gruß P.H


von Alex & Aris(YCH) am 16. Februar 2002 23:26

Hallo Tina,

grinning smileyas wurde als antiautoritär bezeichnet und wenn man z.B. im gleichen Zugabteil sass, wie eine "Antiautoritär"-Mutter mit Kind, konnte man froh sein, wenn man bloss mit blauen Flecken den Zug verlassen konnte......

Da mußte ich lachen, weil ich in den "80-ern" einmal eine längere Zugfahrt mit so einem "Lieben Bengel" mitmachen durfte.
Irgendwann riß er mir mein Buch aus der Hand! Da ließ der mitreisende Freund seiner Mutter (war offenbar nicht der Vater) seine Zeitung gelassen sinken, runzelte die Stirn und sprach: "Ich werde dein Verhalten nicht länger akzeptieren!" Ähhh-das wars- und die Zeitung wanderte wieder nach oben. Junior war sehr beeindruckt und flegelte munter weiter drauflos!

Und dann gibts da noch einen Cartoon, wo die WG-Eltern (Paps mit Rauschebart) nach dem Besuch von Freunden am Tisch sitzen, mit ihrem Sprößling und Vater sagt: "Du hast uns heute mit deinem angepaßten Verhalten wieder voll blamiert!" Sohn: "A-loch" Vater - Kopfschüttelnd: "Zu spät, zu spät!"......*ggg*

Dieses Bild tragen viel in sich, zum Thema "antiautoritär!"
Aber Thomas hat schon recht! Wenn ein Wort auch durch ein falsches Klischee besetzt ist, kann man es dennoch richtig interpretieren!

LG Alex & aris


von Alex & Aris(YCH) am 16. Februar 2002 23:44

Hallo Thomas,

.........und ergänzend ein weiteres Zitat:

"Großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen Pädagogik hatte die Formulierung AUTORITÄRER ERZIEHUNGSWEISEN um die Jahrhundertwende. In der autoritären Erziehung wird von einem Menschenbild ausgegangen, das das Kind als wildes Triebwesen betrachtet, welches zivilisiert werden muss, und gleichzeitig als idealisiertes asexuelles Unschuldswesen, dessen Reinheit es mit Gewalt zu erhalten gilt. Nach dieser Zielsetzung müssen autoerotische und regressive Tendenzen (z.B. Daumenlutschen) durch Erziehungsmethoden mit körperlicher Gewalt und seelischer Repression (Beschämung und Demütigung) verhindert werden. Dieser restriktiven Erziehungspraxis, kritisch apostrophiert als "Schwarze Pädagogik", folgten als Gegenbewegung in den 1920er-Jahren verschiedene liberalere Erziehungsmodelle, die verstärkt die kindlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten in den Mittelpunkt stellten. Ihr Menschenbild war das freie, selbstbestimmte, eigenverantwortliche Individuum, dessen Entfaltung es zu unterstützen gilt. Wichtige und auch heute noch aktuelle Erziehungskonzepte aus dieser Zeit sind die reformpädagogischen Modelle des englischen Pädagogen A. S. Neill (das Schulmodell "Summerhill"winking smiley, der italienischen Medizinerin Maria Montessori (Montessori-Pädagogik) und des deutschen Philosophen Rudolf Steiner (Waldorf-Pädagogik)."

Ausserdem hilft ein Blick ins Fremdwörterlexikon

AUTORITÄR = "Gehorsam fordernd" (siehe "autoritärer Statt)

D.h. eben nicht Erziehung die auf einer "kompetenten - erarbeiteten Autorität" beruht, sondern auf einer vorgegebenen Machtstruktur um ihrer selbst Willen.
Insofern sind die Begriffe nat. auch auf die vielstrapazierte Rudelhierachie übertragbar. Der Alpha IST KOMPETENT und als solche Autorität wird er von den rangniederen Tieren akzeptiert!

Ich kann dich da nur bestätigen!

Grüsse Alex


von Uwe u. Pico(YCH) am 16. Februar 2002 23:46


: antiautoritäre Erziehung ist ein Widerspruch in sich!

Und "Peng" sind wir wieder bei der althergebrachten Falschinterpretation. Michael, schau mal in die Antwort von Thomas zum gleichen Thema. Deswegen ist es so wichtig, daß Leute wie er trotz derben "Gegenwindes" sich die Zeit nehmen Irrtümer aufzuklären.

Tschoe

Uwe und Pico

von Alex & Aris(YCH) am 16. Februar 2002 23:57

Hallo Suse,

:Wie definierst Du denn Begriffe? Ich komme aus der Erziehungswissenschaft, aber mir scheinen Deine Definitionen doch eher persönlicher Natur zu sein. Wenn natürlich jeder seine eigenen Begriffsadefinitionen hat, sind Diskussionen ja müßig.

"autoritär".........."Gehorsam fordernd"

"antiautoritär"......Gegenteil davon!

Insofern hat Thomas recht!
...siehe auch der Text aus "www.wissen.de"

grinning smileyie nächste Frage ist für mich inwieweit man antiautoritäre Erziehung in der menschlichen Pädagogik überhaupt mit der Erziehung v. Hunden vergleichen kann. Gerade dieser Erziehungsstil setzt sehr stark auf die EINSICHT jedes Menschen, das richtige zu tun. In der Art ist der Hund aber nicht in der Lage die Folgen seines Verhaltens abzusehen, sonst würden sich viele Hunde selbst durch entsprechendes Verhalten vor dem Tierheim bewahren.

Natürlich setzt das Akzeptieren der Rangordnung auch eine "Einsicht" in den Sinn dieser Hierachie voraus. Bzw. wird diese Hierachie eben NICHT dauerhaft akzeptiert, wenn sie "autoritär" im eigentlichen Wortsinn ist. D.h. "Gehorsam fordern" ohne sichtbaren Nutzen für den "Rangniedrigeren" provoziert letzendlich sogar Rangordungspropleme!

Insofern- VOLL ÜBERTRAGBAR!!!

LG Alex & Aris

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