Mein Hund ist nicht normal! :: Hundeerziehung + Soziales

Mein Hund ist nicht normal!

von Mario(YCH) am 16. Juni 1999 00:30

Durch die vorgegangenen Diskussionen bin ich zu dem Schluss gekommen, das mein Hund Neufundländerrüde, zweieinhalb Jahre Alt, nicht normal sein kann, weil er liebt es von Jedermann gestreichelt und geknuddelt, ja auch stürmich begrüsst zu werden, wenn ich Recht überlege zeigten alle meine Hunde dieses fehlverhalten und die Hunde meiner bekannten auch. Genug des Sarkasmus, also was ist den jetzt normaler "Schmusehündchen" oder "(Angst)beisser"

Gruss
Mario

von alex(YCH) am 16. Juni 1999 11:04

: Durch die vorgegangenen Diskussionen bin ich zu dem Schluss gekommen, das mein Hund Neufundländerrüde, zweieinhalb Jahre Alt, nicht normal sein kann, weil er liebt es von Jedermann gestreichelt und geknuddelt, ja auch stürmich begrüsst zu werden, wenn ich Recht überlege zeigten alle meine Hunde dieses fehlverhalten und die Hunde meiner bekannten auch. Genug des Sarkasmus, also was ist den jetzt normaler "Schmusehündchen" oder "(Angst)beisser"
:
: Gruss
: Mario
:
Hi Mario,

keines von beidem ist normal.
Ich nehme immer das Wolfsrudel zum vergleich:
Nähert sich ein fremder Wolf dem Rudel, wird er weder stürmisch
begrüßt, noch sofort brutal weggebissen.
Erweist er sich nicht als bedrohung für das Rudel, so wird er ganz
schnell auf seinen Platz im Rudel hingewiesen.

Da unsere Hunde in der heutigen Zeit unter ganz anderen Bedingungen
zu einem Rudel gehören (Mensch) sind ihre Verhaltensweisen mitunter auch
durch die Erziehung anders.

Natürlich kann man bei einem Hund Schutz-/und Kampftrieb ziemlich stark abwürgen.
Dann haben wir Schoßhündchen.(gleich welche Größe)

Das mit dem Angtsbeißen ist etwas anders. Man kann nicht generell sagen, jeder Hund der
Fremde beißt ist ein Angstbeißer, nein.
Ich denke, es kommt immer auf die Situation an.

Würde sich mir zum Beispiel ein Fremder nähern, mir über den Kopf
wuscheln usw.., dem würde ich auch eine pfeffern !!
das hat aber nichts damit zu tun, daß ich Angst habe, sondern einfach
eine Gest/Zeichen, daß mir das unangenehm ist.

Anders ist es natürlich bei solchen Hunden, die ohne Grund über Fremde
herfallen. Da stimmt dann was nicht.

Na ja, mal wieder ein Endlos-Thema.

Gruß, Alex

von Mario(YCH) am 16. Juni 1999 13:59


: Hi Alex,
:
: keines von beidem ist normal.
: Ich nehme immer das Wolfsrudel zum vergleich:
: Nähert sich ein fremder Wolf dem Rudel, wird er weder stürmisch
: begrüßt, noch sofort brutal weggebissen.
: Erweist er sich nicht als bedrohung für das Rudel, so wird er ganz
: schnell auf seinen Platz im Rudel hingewiesen.

Da stimme ich dir zu, obwohl Hunde sich nicht haargenau wie Wölfe im Rudel benehmen, sie haben sich eben entschieden in einer Art Symbiose mit dem Mensch zu leben.
:

: Natürlich kann man bei einem Hund Schutz-/und Kampftrieb ziemlich stark abwürgen.
: Dann haben wir Schoßhündchen.(gleich welche Größe)

Das meinte ich nicht, und ich würge auch nichts ab, vielmehr lege ich wert auf Charakterstärke. Ein Hund sollte sehr wohl zwischen Begrüßung und Bedrohung unterscheiden können, dazu gehört natürlich Mut und Intelligenz. Und Schoßhündchen mein Balu ist mal Retter, mal Schoßhund und ab und zu Macho aber immer friedlich. Wenn Besuch kommt hebt er kaum den Kopf passt sich aber an das Verhalten der Leute an, wenn jemand spielen möchte, spielt er wenn nicht bleibt er liegen und kümmert sich nicht drum.
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: Würde sich mir zum Beispiel ein Fremder nähern, mir über den Kopf
: wuscheln usw.., dem würde ich auch eine pfeffern !!
: das hat aber nichts damit zu tun, daß ich Angst habe, sondern einfach
: eine Gest/Zeichen, daß mir das unangenehm ist.

So Brutal! ;-) Spass beiseite, ich glaube gerade das Kopfwuscheln gefällt den Hunden, weil die Birne ja auch mal juckt und sie selbst nicht so gut zum kratzen rannkommen.
:
: Anders ist es natürlich bei solchen Hunden, die ohne Grund über Fremde
: herfallen. Da stimmt dann was nicht.

glaub ich auch.
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: Na ja, mal wieder ein Endlos-Thema.

möglich.
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: Gruß, Mario

von Moni(YCH) am 16. Juni 1999 19:01

Hallo Mario,

ich hab auch ein unnormales (Schmuse-) "Hündchen".
Schulterhöhe 62cm und 30 kg, ein Dalmatiner halt!

Was auch immer im Wolfsrudel normal wäre, der "normale"
Haushund liebt meiner Meinung nach Körperkontakt, auch
wenn wir (ich) Menschen auch manchmal übertreiben....

Falls Du der Mario bist der am 27. Juni zum Dalmatinertreffen
evtl nach München kommen möchte?! (Nina hat gepetzt)

Wir freuen uns auf andere Menschen
mit unnormalen Hunden!

Liebe Grüße aus München
Moni (am PC)
Michi (TV)
Balu (Ochsenziemer)

von andreas(YCH) am 17. Juni 1999 21:07

Hallo Mario,

...da ist halt jeder Hund individuell und unterscheidet sich vom anderen.
Meine Hündin verhält sich in den meisten Situationen völlig neutral, freut sich über wiedererkannte Freunde und Bekannte und kann durchaus diejenigen verbellen, die ihr zu aufdringlich sind. Heute abend meinte gerade wieder ein angetrunkener Biergartenbesucher, er müßte meiner Hündin die Ohren knautschen, auf den entsprechenden Beller zog er sich erschrocken und mit dem Kommentar "Scheiß Köter" zurück.
Eigentlich gibt es da wenig Worte zu verlieren, leider fragten die anderen Gäste jedoch sofort, was DER HUND gemacht habe.
Ich sehe keinen Grund darin, warum sich mein Hund von jedem begrapschen lassen soll. Ich empfinde dies als aufdringlich und unhöflich und nicht zuletzt dumm, da nicht zwingend davon auszugehen ist, daß der jeweilige Hund das auch gerade so toll findet. In der Regel stürmen meine Bekannten und Freunde auch nicht auf den Hund ein, sondern machen nicht viel Theater um ihn. So können Hund und Mensch langsam miteinander warm werden, wenn mal der eine oder der andere Angst hat.
Es geht doch auch gar nicht darum, Deinen "unnormalen" Hund zu verändern. Vielmehr ließen sich eine Reihe von Vorfällen sicherlich verhindern, wenn einige mal respektieren würden, daß der Hund kein Objekt von Jedermanns Streichelbegierde sein muß. Das Problem ist nämlich, daß es bei jeder Art von Vorfall dann immer gleich heißt der Hund sei aggressiv und gefährlich, auch dies aus der scheinbar vorhandenen Einstellung, der HUnd müsse alles und von jedem erdulden und sei unberechenbar und gefährlich, wenn er das nicht tut.

Gruß,

andreas

von Blue(YCH) am 18. Juni 1999 15:10

Hallo Mario!!
Hier bin ich wieder und fange schon an, Dir zu wiedersprechen. Wenn man einem Hund von oben auf den Kopf langt...wuscheln oder nicht... ist es eigentlich eine bedrohliche Geste. Bei einem starken, selbstbewußten Hund macht das nichts, aber ein unsicherer Hund neigt dazu, sich zu verteidigen und reagiert nicht selten aggressiv auf diese meist plötzlichen "Angriffe" durch Fremde. Mein Hund war ein Angstbeisser und es dauert Jahre, aus so einem Hund einen relativ gutmütigen Hund zu machen. Fremde, die sie von unten graulten, waren ihr um einiges lieber als Fremde, die von oben kommen. Von unten am Kinn graulen ist schließlich die Bettelgeste der Welpen. Somit waren diese Fremden keine Bedrohung für sie. Von oben mag sie es noch immer nicht von Fremden, aber sie erduldet es jetzt. Allesdings muß ich mich immer wieder wundern, mit welcher Penetranz angebliche Hundefreunde einem Hund folgen, der offensichtlich nicht gestreichelt werden will und sich deshalb zurückzieht. Das ging schon so weit, daß ich einem
Betrunkenen mit der Hundeleine gedroht habe, damit er den Hund endlich in Ruhe läßt. Die gefletschten Zähne interessierten ihn nicht, meine Hundeleine schon! Wo ist denn da die Tierliebe? Das grenzt doch an Hundevergewaltigung, wenn er gegen seinen offensichtlichen Willen gegrault wird. Ich finde, daß auch der Hund ein paar Rechte haben sollte. Er darf nicht beissen, nicht kläffen, nicht auf den Gehsteig machen, aber jeder betrunkene Kerl darf ihn ungestraft gegen seinen Willen abtatschen? Beißt er, ist er eine öffentliche Gefahr. Notwehr oder Belästigung gibt es beim Hund nicht. Ich graule nur hunde, die zu mir kommen und nur solange sie es wollen. Warum lernt man das nicht schon in der Schule? Dann gäbe es viel weniger Unfälle mit Hunden!

Blue

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