Maulkorb wg Neugeborenem Menschchen? :: Hundeerziehung + Soziales

Maulkorb wg Neugeborenem Menschchen?

von Stewi(YCH) am 08. Juli 1998 20:20

Unser 2-järiger Hovawart-Rüde bekommt im Januar ein Brüderchen. Da er zwar unseren 12j. Sohn akzeptiert, aber bei kleinen Kindern schon mal 2kritisch guckt " - zu mehr wollen wir es nicht kommen lassen- suchen wir eine Lösung.
Abgeben wär schade - aber weniger schlimm als ein Unfall mit dem Baby.
Macht Maulkorbtragen langfristig einen Aggressionsstau?

Die Texte weiter unten zu Hund und Kind habe ich schon gelesen
Es wäre schön, wenn Ihr noch mehr hilfreiche Tips oder Erfahrungen hättet.


von Robert Grüner(YCH) am 10. Juli 1998 15:08

Hallo,

"... zu mehr wollen wir es nicht kommen lassen ...". Ich muß gestehen, daß mir diese Denkweise etwas fremd ist. Ist mir unverständlich, wie man erwägen kann, seinem EIGENEN Hund dauerhaft einen Maulkorb anzulegen. Woher kommt dieses Mißtrauen gegen den Hund ? Hat er denn schon mal gebissen ? Ist es ein Problemhund ?

Warum soll er nicht kritisch schauen ? Mit der eigenen Familie scheint es doch zu klappen. Fremden muß er ja nicht gleich schwanzwedelnd entgegenkommen. Warum also soll es mit dem neuen Familienmitglied nicht klappen. Ist imho eine reine Verhaltensfrage (des Halters) bzw. Erziehungsfrage.

Die meisten Fälle in denen es zu Unfällen mit kind und Hund kommt basieren doch meistens auf Mißverständnissen zwischen Mensch und Tier.
Meistgemachte Fehler:

Der Hund darf nicht am neuen Familienmitglied schnuppern, lecken, ...
Wie soll der Hund etwas akzeptieren, mögen, evtl. sogar beschützen was man ihm vorenthält, womöglich sogar vorzieht.

Der neue Nachwuchs wird dem Hund vorgezogen, der Hund dementsprechend in die Ecke gedrängt und vernachlässigt. Gleichzeitig ermöglich man ihm keinen Kontakt zum Objekt der Störung (vom Hund aus gesehen). Irgendwann wird er versuchen zu beseitigen, was da seinen Platz einnimmt.

Man bringt dem Hund nicht bei, wie die Rangordnung in der Familie aussieht. Der Hund kommt an LETZTER Stelle. Funktioniert meistens dann nicht, wenn schon Herrchen und Frauchen nicht an der Spitze der Rangordnung stehen. Der Hund wird dann keine Einmischung von "Untergebenen" dulden.

-----------

Deswegen ist darf der Hund den 12-jährigen nicht akzeptieren - er hat sich ihm bedingungslos unterzuordnen. Das funktioniert aber nur, wenn die Rangordnung innerhalb des Gesamtrudels geklärt ist und zwar zweifelsfrei, z.B. Vater-Mutter-Sohn-Baby-Hund. Auch heißt das, daß der Rudelführer die Rangordnung festlegt.

Kommt also der neue Nachwuchs ins Haus, läßt man den Hund daran schnuppern und lecken (was machts schon, istja schließlich der eigene Hund)udn erklärt dem Hund in ruhigem, freundlichen Ton, daß dies der neue Familienzuwachs ist, den er zukünftig zu beschützen hat. Der Beschützerinstinkt ist bei den meisten Hunden ohnehin ausgeprägt, insbesondere auch bei menschlichen Welpen. Zudem sollte der Hund immer Kontakt zum dem Kleinen haben und wie bisher auch genügend Aufmerksamkeit erfahren.
Dann sollte einem friedlichen Familienleben eigentlich nichts im Weg stehen. Aber trotzdem - bitte mal darüber nachdenken, wo in der Rangordnung der Famile steht der Hund jetzt - und wo steht ihr selbst.

Gruß Robert

von Robert Grüner(YCH) am 10. Juli 1998 15:12

Ergänzung:

Natürlich sollen kleine Kinder nie mit Hunden alleine bleiben.

-rg-

von Frauke(YCH) am 16. November 1998 19:31

:Unser 2-järiger Hovawart-Rüde bekommt im Januar ein Brüderchen. Da er zwar unseren 12j. Sohn akzeptiert, aber bei kleinen Kindern schon mal 2kritisch guckt " - zu mehr wollen wir es nicht kommen lassen- suchen wir eine Lösung.
:Abgeben wär schade - aber weniger schlimm als ein Unfall mit dem Baby.
:Macht Maulkorbtragen langfristig einen Aggressionsstau?
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grinning smileyie Texte weiter unten zu Hund und Kind habe ich schon gelesen
:Es wäre schön, wenn Ihr noch mehr hilfreiche Tips oder Erfahrungen hättet.
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