Panik vor Geräuschen!!!!!! :: Hundeerziehung + Soziales

Panik vor Geräuschen!!!!!!

von Daggy(YCH) am 09. August 1999 18:53

Hallo Bianca,

ich habe (leider) die erfahrung gemacht, daß viele, sehr viele hundebesitzer mit ihren hunden gar nicht spielen können. sie kommen zum beispiel mit einem 2 jahre alten hund auf den hundeplatz mit dem satz : ich möchte daß mein hund besser folgt, oder ich möchte mit meinem hund mehr machen oder ähnliches.
meistens sind diese hunde unheimlich futtergierig, weil sie keine andere bestätigung als die übers futter kennen.
als erstes versuchen wir dann, den leute zusammen mit ihren hunden das spielen beizubringen, so blöd das auch klingt und das ist, je älter der hund ist, gar nicht so leicht, wenn diese es überhaupt nicht kennen.
und der anfang dazu ist auch übers futter, welches man dann immer mehr abbaut um das ziel zu erreichen, daß nur noch das spiel für den hund toll ist, hier ganz egal ob ein ball, ein quitschie oder ein stofftier o.ä.
gruß,
daggy

von Daggy(YCH) am 09. August 1999 19:04

Sorry, Bianca, vergiß meine Antwort auf Deinen Beitrag von vorhin, hab das aus meinen Email Briefkasten aus beantwortet und war nicht hier drin im Forum, dachte es wäre zu einem anderen Thema, aber ich verstehe was Du meinst mit der Gefahr des Futtergebens in dieser Situation, denke auch daß dies ein problem sein könnte und daß da spielen im Vordergrund vor dem Futter sein sollte.
Danke nochmal,
Daggy

von Tanja(YCH) am 10. August 1999 06:52

Hallo Bianca,

ich habe bisher die Erfahrung gemacht, daß ein in Panik geratener Hund zu diesem Zeitpunkt leider überhaupt nicht auf Spielzeug und natürlich auch nicht auf Futter anspricht. Wenn mann aber mit einer Geräuschcasette arbeitet und diese ganz leise stellt, gerät der Hund ja nicht in Panik, dann ist es egal ob Du mit ihm mit Futter oder Spielzeug arbeitest. Das mit dem Negativeffekt könnte nähmlich genausogut mit Spielzeug passieren und es gibt viele Hunde die leider nie gelernt haben richtig zu spielen, denen ist ein Spielzeug leider nicht wichtig genug. Ich versuche meinen Leuten in der Hundeschule auch immer das richtige Spielen nahezubringen, aber viele können es einfach nicht richtig umsetzen (die Leute schämen sich meistens wenn sie mit ihrem Hund mal ausgelassen herumtollen sollen "es könnte sie ja jemand sehen...", oder sie haben Angst ihre Kleidung schmutzig zu machen oder sie sind zu alt, etc....) sicher könnte man solche Hundebesitzer einfach wegschicken, aber damit ist dann weder dem Hund noch dem Besitzer geholfen und lieben tun sie ihre Hunde schließlich trotzdem.

Gruß Tanja




von Bianca(YCH) am 10. August 1999 08:04

Hallo Daggy,
auch wir machen es ähnlich wie Ihr. Wenn ich den Leuten sagen, Sie sollen sich jetzt mal 10 Minuten mit ihren Hunden beschäftigen.... Tja, da ist großer Rat teuer. Das finde ich auch wichtig, daß man den Leuten
das beibringt. Gehört für mich als A und O zur Hundeerziehung dazu.
Nur wenn ich einen Hund habe, der so dermaßen panisch reagiert, würde ich das natürlich auch über LECKERCHEN versuchen, aber nicht über sein Hauptfutter. Verstehst Du, was ich meine? Dieser Hund ist meines Erachtens sehr schlimm krank und wenn ein Hund so panisch ist, kann der Versuch ins Gegenteil umschlagen, deswegen würde ich nicht - wie Tanja beschrieben hat - ihn beim Fressen versuchen zu therapieren, weil es sonst sein könnte, daß er nichts mehr frißt, weil "wenn ich fresse, gibt es wieder Geräusche, also fresse ich nichts". Leckerchen ja - beim Füttern nein! So meinte ich das.
Viele Grüße
Bianca und Jill (die ausschließlich mit Leckerchen erzogen wurde!)

von Bianca(YCH) am 10. August 1999 08:09

Hey Daggy,
auch meine vorherige Antwort kannst Du "vergessen", da ich Deine zweite auch erst danach gelesen habe.
Fand ich aber trotzdem schön für mich zu wissen, daß Ihr es genauso macht wie wir.
In diesem Sinne!
Viele Grüße
Bianca

von bianca(YCH) am 10. August 1999 08:26

Liebe Tanja,
ich stimme Dir vollkommen zu, daß viele Leute nicht mit ihren Hunden spielen können. Noch schwieriger ist es - wie Du auch schreibst - einem Hund etwas abzugewöhnen, gerade wenn es in Panik ausartet. Ich habe auch überhaupt nichts gegen Leckerchen, find ich völlig o.k. Die würde ich auch anwenden, Erziehung geht nun einmal auch durch den Magen. Nur weiß man nicht genau, warum dieser Hund so reagiert und was er erlebt hat. Hört sich für mich jedenfalls ziemlich dramatisch an und würde eher den Hund "vor Ort" analysieren lassen. Vielleicht ist er ja auch krank??? Auch das mit der Geräuschekassette finde ich gut, nur halt eben nicht in Zusammenhang mit der Fütterung an sich, sondern lieber auf Leckerchenbasis, aber vielleicht habe ich das falsch interpretiert. Da man den Hund nicht kennt, ist es möglich, daß der Schuß nach hinten abgeht und er die Futteraufnahme mit den Geräuschen in Verbindung bringt, aber eben nicht wie gewünscht, sondern daß er nachher sein Futter verweigert, weil "wenn ich esse, dann gibt es wieder Geräusche, also esse ich lieber nicht". Das meinte ich halt nur.

Ansonsten stimme ich mit Dir vollkommen überein und kenne Dein Geschriebenes nur allzugut selber aus der Praxis. Auch ich würde versuchen, dem Hund zu helfen, keine Frage!!!

Viele Grüße
Bianca

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