Beute Verteidigen! :: Hundeerziehung + Soziales

Beute Verteidigen!

von Dodo(YCH) am 11. März 2002 20:36

Hallo, ich bin´s nochmal
: wenn es schon so weit kommt,dass der hund warnen muss, haben schon vorher die eltern in ihrer aufsichtsplflicht versagt.
--- da gebe ich dir vollkommen Recht
:wenn mein hund frisst, rappelt es im karton,wenn sich auch nur einer der zwerge in seine nähe wagen würde... d.h. da gehe ich sofort kompromisslos mit der bremse ran. hund ist kein spielzeug, erwachsener hund steht im rang über den kleinen kindern
---bei uns stehen beide Kinder über dem Hund, jeder Hund hat doch eine gewisse Grenze, wo er anfängt zu knurren, sagen wir mal 1 Meter, hat er aber was ganz Besonderes, kann es sein, das er die Grenze auf 2 Meter erweitert und dann anfängt zu knurren, das wäre mir zu riskant, mich da auf meinen Hund zu verlassen.
: kinder haben in solchen fällen immer rücksicht zu nehmen und zurück-
zustecken. ich sagte es schon an anderer stelle, ich habe nen hovawart,
--- ich finde, mein Hund kann als Rangniedriegster auch zurückstecken, natürlich dürfen meine Kinder ihn auch nicht aus Jux und Dollerei stören
: und mein hund lässt sich von einem kind weder was wegnehmen noch
belästigen. und ich wrede ganz sicher nicht massnahmen einleiten, die mit art- und verhaltensgerecht nichts mehr zu tun haben. also verhindere ich von vornherein solche situationen. mittlerweile klappt das fast 4 jahren vorbildlich.
---meiner schon, weil er es gelernt hat. Art und Verhaltensgerecht finde ich, das der Hund aufsteht, wenn ein Ranghöherer kommt und dann auch seinen Knochen mit in seinen Ruhebereich nimmt, wo er ihn in Ruhe auffressen kann. Und da meine Kinder rangöher sind, steht der Hund notfalls auf, wenn er seine Ruhe haben will und geht an eine andere Stelle. Wo käme ich dahin, wenn der Hund merkt, das man keinen Respekt vor Kindern haben muß, es gibt mir zuviele Situationen, wo Kinder unüberlegt im Spiel handeln ohne auf den Hund zu achten, wo ich auch nicht immer anwesend bin und eingreifen kann. Mit meinem jetzigen und vorherigen Hund klappt das auch seit nunmehr 7 Jahren, ohne das ich ewig die Kontrolle haben muß. Würde es nicht klappen, müßte mein Hund zurückstecken und unter meiner Kontrolle bleiben.
Dodo

von Thomas(YCH) am 11. März 2002 20:52

: ---meiner schon, weil er es gelernt hat. Art und Verhaltensgerecht finde ich, das der Hund aufsteht, wenn ein Ranghöherer kommt und dann auch seinen Knochen mit in seinen Ruhebereich nimmt, wo er ihn in Ruhe auffressen kann. Und da meine Kinder rangöher sind, steht der Hund

du sagst mehrfach "ranghöher". deine kinder sind erst dann ranghöher,
wenn sie diese position selber erworben haben und sowohl geistig als
auch körperlich diese position aus eigenen fähigkeiten halten können.

du kannst deine kinder nicht im rang anheben, da ein rang immer (!)
nur eine zweier-beziehung ist. mit anderen worten (ich weiss ja nicht
was für einen hund du hast, mit welchen neigungen), wenn bis heute bei
dir zwischen kind und hund nichts passiert ist, dann ist viel
wahrscheinlicher, dass nicht wegen deiner massnahmen nichts passiert,
sondern es ist trotz deiner massnahmen nichts passiert.

es ist geradezu leichtsinnig anzunehmen, dass eltern ihren kindern einen
rang im verständnis des hundes zuweisen können.... das klappt nicht....

da kann irgendwann da gleiche passieren, als wenn man zum alt-hund
west-highland whiteterrierer sich einen welpen hovawart-rüden zulegt und
dann in menschlicher gerechtigkeitsmanier dauerhaft dafür sorgt,
dass der alt-hund mit älteren rechten auch weiterhin der ranghöhere
ist..... da fliesst über kurz oder lang blut....

vielleicht hast du bisher einfach nur glück gehabt.... aber das zur
nachahmung zu empfehlen ist grob fahrlässig.....

:Würde es nicht klappen, müßte mein Hund zurückstecken und unter meiner Kontrolle bleiben.

dann gibt es da zudem noch andere einflussgrössen..... aber egal...

g, Thomas


von Attila(YCH) am 11. März 2002 21:48

: Ist es art- und verhaltensgerecht, das kleine kinder, die
: nicht aus eigener sozialer, geistiger und körperlicher
: überlegenheit den höheren rang erwerben und halten können,
: durch das einwirken der eltern im rang über dem hund stehen?
: obwohl wir davon ausgehen müssen, dass dem hund genau
: das bekannt ist. nein! ist es nicht


Hi Thomas,

völlig richtig. Normalerweise sind Hunde nicht daran interessiert, Kindern einen niedrigeren Rang "zuzuweisen", es sei denn, diese kommen den Hunden tobend, ärgernd, nervend in die Quere. Ich erzählte ja mal die Geschichte mit der Mali-Hündin. Das heißt, der Hund trachtet nicht danach, das Kind wieder und wieder zu dominieren. Den Hund "auf Befehl" unter die Kinder zu stellen, funktioniert jedoch nicht. Kinder haben einen Hund zu akzeptieren und seine Bedürfnisse zu erlernen, bis sie alt (und souverän) genug sind, von ihm akzeptiert zu werden.

: nein! absolut nicht. umgekehrt ist es der fall, kleine kinder haben
: den erwachsenen hund zu repsektieren und deutlichen rangrespekt erkennen
: zu lassen.

Genauso ist es!

Gruß, Attila

von Dodo(YCH) am 12. März 2002 08:28

Hallo
: du sagst mehrfach "ranghöher". deine kinder sind erst dann ranghöher,
: wenn sie diese position selber erworben haben und sowohl geistig als
: auch körperlich diese position aus eigenen fähigkeiten halten können.
-- das haben sie dadurch erlernt, das meine Kinder auch dem Welpen mal ins Körbchen gebracht haben, dem erwachsenen Hund Kommandos abverlangen (wird mit Leckerchen belohnt), die er zu befolgen hat. Körperlich brauchen wir diese Position nicht halten, wir können das zum Glück geistig halten.

: du kannst deine kinder nicht im rang anheben, da ein rang immer (!)
: nur eine zweier-beziehung ist. mit anderen worten (ich weiss ja nicht
: was für einen hund du hast, mit welchen neigungen), wenn bis heute bei dir zwischen kind und hund nichts passiert ist, dann ist viel
: wahrscheinlicher, dass nicht wegen deiner massnahmen nichts passiert, sondern es ist trotz deiner massnahmen nichts passiert.
-- ich habe mit meinen Kindern und dem Welpen und Junghund zusammen gearbeitet, ihnen Wege gezeigt, wie sie mit dem Hund umzugehen haben. Das heißt für mich nicht nur zurückstecken, sondern ihnen zeigen, das nein nein , sitz sitz heißt oder den Hund mal ins Körbchen zu schicken. Richy ist jetzt 1,5 Jahre und für ihn gibt es nichts schöneres, als wenn meine 6 jährige Tochter sich Leckerchen schnappt und mit ihm Kommandos (Sitz, Platz) macht. Er würde sich aber nie erlauben, ihr das Leckerchen zu klauen, und es wäre für ihn bestimmt ein leichtes. Würde er sie nicht respektieren, könnte sie bestimmt nicht ohne weiteres mit einer Bochwurst an ihm vorbeilaufen ohne das er sie klauen würde.

: es ist geradezu leichtsinnig anzunehmen, dass eltern ihren kindern einen rang im verständnis des hundes zuweisen können.... das klappt nicht....
--- ich habe in nicht zugewiesen, sondern mit beiden Parteien klare Regeln aufgestellt, und das von Anfang an mit ihnen zusammen geübt

:vielleicht hast du bisher einfach nur glück gehabt.... aber das zur
nachahmung zu empfehlen ist grob fahrlässig.....
--- ich würde nie etwas zur Nachahmung empfehlen, da es bestimmt von Hund zu Hund verschieden ist, ich sagte nur, das mein Hund kein Kind anzuknurren hat, da ich es grob fahrlässig finde, das mein Hund mein Kind stramm stehen läßt, Kinder sind auch unberechenbar und dann wüßte ich nicht, ob es dann nur beim knurren bleibt. Da meine erster Hund kam, als ich wußte, das ein Kind kommt, habe ich eine Rasse ausgesucht, die kinderlieb und leicht erziehbar ist, der Collie kam. Der zweite sollte etwas mehr Pep haben und ein Aussie kam, er ist zwar bei anderen Rüden sehr dominant und aggresiv, doch zu Hause kennt er seine Grenzen und hat auch noch nie Ansatzweise gezeigt, das er mal seine Grenzen austestet, er hat gelernt, wo er steht. Ich habe versucht eine Rasse zu suchen, die in unsere Familie paßt, und es hat geklappt. Manche Rassen wären für mich nie in Frage gekommen, weil sie körperlich zu groß sind, nicht leicht erziehbar sind oder einen starken Beutetrieb haben z.B., dann hätte ich das vielleicht auch anders handhaben müssen.
Dodo
Noch eine Frage: Steigt dein 4 jähriger jemals im Rang nach oben, wenn ja, wann, wie machst du es dann, wird es nicht dann schwierig, wenn dein Hund seine Vorrechte aufgeben muß?

von ute(YCH) am 12. März 2002 09:24

Hallo Udo und Jenna,
etwas grundsätzliches, das vielleicht simpel klingt, doch für Mensch oft schwer umsetzbar ist und für hierarchisch organisierte Säugetiergruppen gilt:

Rangniederes Individuum orientiert sich an ranghöherem,
Ranghöheres gibt es nur, wenn rangtieferes vorhanden - ohne Indianer, kein Häuptling:

Hund hat zur Begrüßung zu Mensch zu kommen, nicht umgekehrt !
Ich zu Hund gehen ? Pfeifendeckel, er hat zu kommen prinzipiell !!!

Es wird zu 90% nach der Pfeife des höheren getanzt, 10% werden von ranghöherem toleriert bis ignoriert, doch dies ist ein Privileg, das jeder Zeit gestrichen werden kann !
Mal, für Leckerli, Kommandos ausführen hat nichts mit grundsätzlich niedrigerem Rang zu tun!

Hunde kennen nur Besitz, nicht Eigentum !
30cm um die Schnuffi herum ist Besitz, der gegebenfalls auch gegen ranghöhere verteidigt werden darf ! Tut Hund dies nicht, ist es reine "Höflichkeit", doch noch kein Ausdruck von Rang.

Völlig normal, daß ranghöheres Tier sich x-mal mit Spielaufforderung von rangniedrigerem bitten läßt, auch, wenn es gerade selbst Spielen will.Spiel ist "Stöckchenspiel", doch nach den Regeln des ranghöheren Individuums.

Was sagt etwas über die Rangordnung aus ?

Das ALLEINE_SEIN_KÖNNEN,

ein BESONDERER PERSÖNLICHER RUHEPLATZ,
den nur das ranghohe Individuum einnimmt und dort nicht gestört werden darf, (gilt nur,wenn es anwesend ist, ansonsten ist er frei.)

AKTION
Das rangtiefere Individuum beobachtet die Aktionen des ranghöheren und richtet seine Aktionen danach aus.

BEGRÜSSUNG:
WER WILL WEN BEGRÜSSEN ?
IMMER das rangtiefere Individuum !
Das ranghöhere Individuum nimmt die Begrüßung nur huldvoll bis abweisend entgegen!

Es gibt Hunde mit super Prüfungsergebnissen in allen möglichen Ausbildungsgebieten, die dennoch ihre Besitzer oder deren Familienangehörige tackern und dies hat nichts mit mangelnder "Wesensfestigkeit" des Hundes zu tun, sondern mit mangelnden Kenntnissen vieler Menschen über die Sozialordnung der Caniden.
Vor der Geschlechtsreife, die nunmal zu riechen ist für Hund, sind Kinder für Hunde Jungvolk, nicht mehr und nicht weniger.

liebe Grüße
Ute

von Dodo(YCH) am 12. März 2002 10:18

Hallo
Schön geschrieben, aber dürfen deiner Ansicht nach jetzt Hunde Kinder anknurren oder nicht? Dürfen Hunde das Jungvolk auch zurechtweisen, da Kinder ja das Jungvolk sind? Liegt mein Hund im Körbchen, darf er dann das Jungvolk anknurren, weil es sein Ruheplatz ist und er nicht gestört werden will?
Dodo

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