Beute Verteidigen! :: Hundeerziehung + Soziales

Beute Verteidigen!

von Thomas(YCH) am 12. März 2002 10:20

:Körperlich brauchen wir diese Position nicht halten, wir können das zum Glück geistig halten.

körperlich bedeutet nicht kämpfen! aber ein 15 kilo kind wird garantiert
nicht zu einem 35 kilo hund sagen "mach mal platz da!" da guckt
mein hund nur müde gelangweilt und denkt sich "zieh leine du zwerg".

: -- ich habe mit meinen Kindern und dem Welpen und Junghund zusammen gearbeitet, ihnen Wege gezeigt, wie sie mit dem Hund umzugehen haben.

tja... du hast wohl glück dabei gehabt....

grinning smileyas heißt für mich nicht nur zurückstecken, sondern ihnen zeigen, das nein nein , sitz sitz heißt oder den Hund mal ins Körbchen zu schicken.

das wäre bei uns ein unding. der kleine imitiert uns, ruft "sitz",
"platz", der hund ignoriert den einfach mit einer arroganz, die
schon unbeschreiblich ist..... und und?

: Richy ist jetzt 1,5 Jahre und für ihn gibt es nichts schöneres, als wenn meine 6 jährige Tochter sich Leckerchen schnappt und mit ihm

mein hund ist fast 9, der kleine fast 4, und der hund wiegt immer
noch über 15 kilo schwerer als der kleine.

:Kommandos (Sitz, Platz) macht. Er würde sich aber nie erlauben, ihr das Leckerchen zu klauen, und es wäre für ihn bestimmt ein leichtes.

na ja, wenn es so geht....

: --- ich habe in nicht zugewiesen, sondern mit beiden Parteien klare Regeln aufgestellt, und das von Anfang an mit ihnen zusammen geübt

so haben wir das auch getan...

: --- ich würde nie etwas zur Nachahmung empfehlen, da es bestimmt von Hund zu Hund verschieden ist,

nein, die regeln der sozialhierarchie sind bei allen hunde gleich.

:... habe ich eine Rasse ausgesucht, die kinderlieb und leicht erziehbar ist, der Collie kam. Der zweite sollte etwas mehr Pep haben und ein Aussie kam, .....

ah ja, ich denke, dass sind beides recht problemlose hunde in
diesem zusammenhang. bei allen terrierartigen, bei allen gebrauchs-
hunden, bei vielen jagdhunden wie teckeln, drahthaarigen, bei allen
molosserartigen, bei allen lagerhunden, bei allen doggenartigen, bei
allen herdenschutzhunden... also bei den meisten anderen hunderassen
würdest du das vermutlich *so* nicht "ungestraft" praktizieren können...

: Noch eine Frage: Steigt dein 4 jähriger jemals im Rang nach oben, wenn ja, wann, wie machst du es dann, wird es nicht dann schwierig, wenn dein Hund seine Vorrechte aufgeben muß?

nein, überhaupt nicht, weil sich das ganz einfach langsam schleichend
dosiert von selber ergibt.... vollkommen konfliktfrei.... es
zeichnet sich heute schon langsam ab.....

Thomas (...der sich jetzt hier ausklinkt)


von Sabine & Oscar(YCH) am 12. März 2002 11:56

Hallo

: Schön geschrieben, aber dürfen deiner Ansicht nach jetzt Hunde Kinder anknurren oder nicht?

Verbiete einem Hund das Knurren (die warnung), balsd wirder nicht mehr warnen sonder gleich zubeißen.

Nur mal so zum Nachdenken.

Sabine & Oscar

PS : so mancher Hund, der für seine Wrnungen gemaßregelt wurde, muß irgendeimal mühsam resozialisiert werden; so manche Hunde warnen nicht, sie ziehen sich in sich selber zurück / meiden; das sind tickende Zeitbomben, irgendwann sind sie in die Enge getrieben, der der Mensch meinte ja immer "ach der tut nichts"; CS und Meidverhalten wird übersehen;

von Dodo(YCH) am 12. März 2002 13:03

: Hallo
: Verbiete einem Hund das Knurren (die warnung), balsd wirder nicht mehr warnen sonder gleich zubeißen.
---wenn ich aber davon ausgehe, das mein Hund mich nicht anknurren darf, warum sollte er das bei meinen Kindern tun dürfen. Maßregelst du deinen Hund nicht, wenn er dich anknurrt und muß du dann Angst haben, das er dich irgendwann versucht zu beißen. Ein Hund der gelernt hat, wo er in seinem Rudel steht, warum soll der warnen? Wenn der Hund natürlich einen hat, der unter ihm steht, wird er es möglicherweise versuchen, wenn ihm etwas nicht paßt. Und das sind eher tickende Zeitbomben für mich, die Hunde die meinen jemand erst durch knurren und dann wohl möglich durch schnappen zurechtzuweisen.
Dodo
Meine Kinder wissen aber auch, das man einem Hund, der knurrt aus dem Weg geht, weil z.B. nicht jeder Hund mit Kindern aufwächst, bloß bei meinen Hund verlange ich, das er es nicht tut. Manch Erwachsener hat Probleme seinen Hund richtig zu deuten, wie soll ein Kind das dann erst können, nicht jedes Kind lernt mit einem Hund umzugehen, da will ich dann, das mein Hund gelernt hat mit Kindern umzugehen.

von Beate(YCH) am 12. März 2002 22:34

Hallo Dodo,

ich glaube nicht, daß Hunde Kinder als ranghöher anerkennen.Und laut
Untersuchungen passieren die meisten Beißunfälle im Pubertätsalter
der Kinder, hauptsächlich mit Jungen. Die Kinder werden also langsam
zu ernstzunehmenden Konkurrenten, empfinden sich aber immer noch als
"ranghöher", was sie eigentlich nie waren, sondern es war nur ne gewisse "Narrenfreiheit", und dann gibt's natürlich Probleme.

LG Beate

von ute(YCH) am 12. März 2002 23:40

Hi Thomas,
bin mal wieder voll und ganz Deiner Meinung.
Außerdem, Eltern sind dazu da, daß Kind sich auf sie verlassen kann und nicht umgekehrt.
Ich kann von dem Kind nur kindgemäßes Verhalten seinem Alter und seiner psychosozialen Reife gemäß erwarten. Einem Kleinkind kann ich zwar klar machen, daß es den Hund nicht am Schwanz zieht oder ihm in die Ohren beißt in meiner Anwesenheit, viel mehr ist aber nicht drin.
Einem Schulkind, kann ich schon Beschwichtigungsgesten vermitteln und Respekt vor dem KLiegeplatz des Hundes oder seinem Futter, doch ich kann mich nicht darauf verlassen, daß es den Hund in meiner Abwesenheit neckst.
Unter meiner Aufsicht kann ich z.B. auf dem Übungsgelände ein Kind anleiten gewisse Übungen mit dem Hund zu beiderseitigen Freude zu machen, doch mit Gehorsam hat dies nichts zu tun.
Ich habe immer wieder Fälle, wo ein Hund als bissig eingestuft wurde, weil er mit einem Kind Gassi geschickt wurde und angeblich ohne Ursache jemanden gebissen hat- böser Hund oder fauler Erwachsener ?
Ich entsinne mich an viele "Gassirunden" nach der Schule oder vor dem Zuibettgehen gemeinsam mit meinen Kindern, auf denen wir entspannte Gesprächr nicht nur rund um den Hund geführt haben.
Unsere Hund hatte es nicht nötig die Kinder anzuknurren, denn sie haben ihn nicht als lebendiges Plüschtier sondern als ein Familienmitglied dem man Respekt zu zollen hat empfunden. Sie respektierten ihn und er sie, schließlich wollten sie auch nicht, daß er durch ihre Legos dappte oder das Pausenbrot aus ihren Ranzen klaute !

liebe Grüße
Ute
PS entweder Kinder allein zu Hause oder Hund, gemeinsam nie !

von ute(YCH) am 13. März 2002 00:04

Ja, und diesen Zahn muß man als verantwortungsbewußter Erwachsener den KINDERN gleich ziehen ! Leider haben wir zwar Statistiken, doch sind zu wenige zu selten bereit daraus zu lernen und alte Vorstellungen zu revidieren. "Familienhunde" gibt es noch gar nicht so lange und es wurden daher mangels Erfahrung viele Fehler begangen.

Rang ist alters- geschlechts- und erfahrungsbezogen und ist mehr von den psychosozialen und mentalen Fähigkeiten abhängig als von der reinen Muskelkraft und Größe.
Hund ist zum Perspektivwechsel nicht fähig, er nimmt uns als eine Art Hund wahr. Respektieren wir die "hundlichen Regeln" seines hierachischen Sozialsythems, werden keine Probleme auftauchen.
Unsere Aufgabe als Erwachsene ist die Kinder zu lehren und nicht versuchen durch sogenannten Gehorsam den Hund/das Tier zui zwingen etwas zu tun oder zu lassen, was nicht in seinem Vermögen steht.
Kinder sind "Jungvolk" es gibt sehr höfliche tolerante Hunde, andere sind etwas engstirniger. "Jungvolk" hat eine gewisse "Narrenfreiheit", doch das einsetzen der Geschlechtsreife riecht ein Hund und dann ist schnell aus mit lustig !
MFG
Ute

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