ängstliches Bellen und schwanzwedeln? :: Hundeerziehung + Soziales

ängstliches Bellen und schwanzwedeln?

von Syriebille(YCH) am 16. März 2002 21:08

Hallo Yorkies,
folgendes Verhalten von Basti verstehe ich nicht:
Heute nachmmittag freute Basti sich über meinen Vater roiesig, als der vom Spaziergang zurückkam. Eben meldet sich mein Vater ins Bett ab und Basti bellt ihn (ängstlich) asan und wedelt dabei mit eingeklemmzten Schwanz. Mein Vater spricht ihn an, beugt sich aber nach vorne. (Er hat Alzheimer und vergißt meine Tipps den Hunden gegenüber immer wieder:-(( ). Basti läßt sich anfassen, geht dann aber wider rückwärts und bellt wweiter. Erst als mein Vater verschwunden ist, hört er auf und legt sich wieder hin. Der Flur war etwas dunkel, ob mein Vater anders aussah, aber nach dem Kontakt hätte er ihn doch erkennen müssen?!
Was soll ich davon halten? Bei meinem Mann abends das Gleiche!
Ratlose Grüße
Sybille mit dem mottenzerfressenen Kurzhaarbriard


von Heike(YCH) am 16. März 2002 21:32

Hallo Sybille!

Ähnliches Verhalten hat Buffy vor ein paar Tagen auch gezeigt:
Unser Nachbar war mit seinen Hunden draußen und Buffy hat ihn gräuslich
böse angebellt. Er hat sie angesprochen und sie ist hin und hat sich streichel lassen, aber sofort zurück und wieder ängstlich gebellt.
Ich hatte vermutet sie war unsicher, weil der Nachbar eine andere Jacke anhatte und dazu noch einen Hut auf. Dunkel war es außerdem.

Ebenfalls ratlos, aber vielleicht hat jemand eine Lösung?

Liebe Grüße
Heike und Buffy die als Terrier-Mix sowieso gern und oft bellt

von dogteam - Steffen(YCH) am 17. März 2002 10:24

Möglicherweise hat Dein Vater in genau dieser Situation nochmal krankheitsmäßig Probleme gehabt. Der Hund merkt dies und wird unsicher -- Bellen.

Auf Grund der Fähigkeit, kleinste Veränderungen an Körper/Bewegungsapparat feststellen zu können werden ja auch Epilepsie-Warnhunde ausgebildet, die einen epileptischen Anfall ihres Halters schon einige Zeit vor dem Anfall Alarm schlagen können, damit sich Herrchen/Frauchen in Sicherheit bringen können (Umgebung, in der nichts passieren kann während dem Anfall).

Ich könnte mit gut vorstellen, daß Ähnliches auch bei Euch abgelaufen ist.


Grüße

Steffen

von Syriebille(YCH) am 17. März 2002 12:48


Hallo Steffen und
da muß ich wohl präziser beschreiben! ;-) Da mein Mann kein Alzheimer-Patient ist, hat Basti kein Problem mit der Krankheit, jedoch vergißt mein Vater meine Hinweise, wie er den Hund behandeln soll! Eben nicht nach vorne beugen.
Mein Problem ist, daß ich es nicht kenne, daß ein unsicherer Hund wedelt! Je unsicherer er ist, desto stärker wedelt er!! Aber der obere Teil der Rute liegt dicht am Körper an, nur die Spitze bewegt sich. Das macht er bei allen Sachen, bei denen er unsicher ist, auch bei Geräuschen, die er nicht einordnen kann. Er ist dann auch nicht ansprechbar, ignorieren geht nicht immer. Soll ich jedes Mal zu dem Auslöser hingehen? Eigentlich fühle ich mich ziemlich ratlos!
Hoffentlich liest noch jemand die Frage!
Sonnnige Grüße aus Bayern
Sybille mit den schwarzen Zotteln

von Wiebke(YCH) am 17. März 2002 15:36

Hi, Sybille,

Gerade unsichere Hunde wedeln durchaus - auch im unterwürfigen Umgang mit anderen Hunden. Das würde dann eigentlich genau zu einer 'über ihn' gebeugten Haltung passen.

Was sie dann dazu kombinieren in ihrer Angst - Abwehrbellen, Schnappen, Flüchten, Herumalbern - hängt unter anderem von ihren Vorerfahrungen ab (incl. Welpensozialisierung) und von ihren persönlichen Charaktereigenschaften.

Unsicherheit mit Bellen gegenüber Personen im eigenen Haushalt bessert sich manchmal rasch, wenn es gelingt, dem unsicheren Hund eindeutige Rückzugsgebiete zu definieren, wohin er sich zurückziehen kann, wenn es ihm in bestimmten Situationen 'zu eng' wird. Diesen erwünschten Rückzug kann man dann über Belohnung antrainieren, oft wird die Sicherheitszone - wenn sie wirklich gut passt - aber auch spontan entdeckt und begeistert von selbst aufgesucht.

Die betreffenden 'verdachterregenden' Personen dürfen ihm dann dorthin keinesfalls nachgehen, etwas, was man Kindern und Erwachsenen wohl recht gut begreiflich machen kann, Menschen mit beschädigtem Kurzzeitgedächtnis evt. eher mechanisch unmöglich machen sollte (Hundekorb unter dem Tisch, Zimmerkennel mit undurchsichtigem Dach irgendwo 'versteckt' o.ä, wäre mit Chihuahua halt leichter als mit einem Briard.)

In Konfliktsituationen reagieren Hunde mit einem von 4 Fs = freeze (die wenigsten und meist nur im Übergang) fiddle around (gut sozialisiserte Jungtiere oft bis in s Alter mit endlos geduldigen Spielaufforderungen, nervösere Typen mit den 'verrückten 5 Minuten, hier evt. Reste davon in der Schwanzspitze) flight (wohin in der Wohnung, die Tendenz dazu zeigt der gesenkte Schwanz) fight (bleibt oft als letzes übrig, wenn sich der Konflikt für den Hund scheinbar nicht anders lösen lässt - und nicht so günstig, wenn er dann damit Erfolg zu haben scheint...).

Calming Signals der 'verdächtigen' Person helfen dem Hund, zur Ruhe zu kommen, dann könnte man sich ja zeitlupenartig zurückziehen. Wenn dem Menschen das nicht möglich ist = dem Hund diesen Rückzug sichern und beibringen...

Hoffentlich kannst Du mit diesen Ideen etwas anfangen, toitoitoi

Wiebke

www.hunde-erziehung.at

von Andreas(YCH) am 17. März 2002 16:47

Hallo,

: Mein Problem ist, daß ich es nicht kenne, daß ein unsicherer Hund wedelt! Je unsicherer er ist, desto stärker wedelt er!! Aber der obere Teil der Rute liegt dicht am Körper an, nur die Spitze bewegt sich. Das macht er bei allen Sachen, bei denen er unsicher ist, auch bei Geräuschen, die er nicht einordnen kann.

ziemlich typisches Hundeverhalten.

:Er ist dann auch nicht ansprechbar, ignorieren geht nicht immer. Soll ich jedes Mal zu dem Auslöser hingehen?

Nein, damit machst du ihn noch unsicherer.
Konditioniere ihn auf ein schnelles Lob, und in dem Moment, wo er einen winzigen Schritt nach vorne macht trotz seiner Unsicherheit, kommt sofort das Lob.
Du mußt ihn im Selbständigwerden unterstützen.

Gruß
Andreas

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