Vorauslaufen/Zurückbleiben/Wegrennen :: Hundeerziehung + Soziales

Vorauslaufen/Zurückbleiben/Wegrennen

von Tom & Gero(YCH) am 17. Juli 2002 11:05

Hallo Gaby,

reagiert sie nun ängstlich oder nicht ? Mein Hund hatte dasselbe Verhalten. Ich konnte noch nicht rauslesen ob sie in den Situationen wo sie die gegend kennt richtig sicher auftritt oder eher unsicher !?

: Nur auf bekannten Wegen. Wenn alles neu und spannend ist, ist sie der liebste Hund, geht keine 5 Meter von mir weg und hat mich immer im Blick.

Das ist auch ein zeichen von Unsicherheit.

: Wenn ich mich umdrehe und wegrenne gibts 2 Möglichkeiten: Entweder sie kommt oder ...
: Es ist schon 2 x passiert, dass sie dann in Panik abgehauen ist, obwohl sie mich noch sehen konnte. Bein 1. Mal habe ich sie einfangen können und angeleint an die Stelle zurückgebracht, an der sie abgehauen ist. Dann bin ich MEINEN Weg mit ihr gegangen. Machtkampf gewonnen. Gestern nicht. Da hat sie "gewonnen" ist über die Straße und nach Hause. Bingo. Jetzt hat sie was gelernt :-(

Wenn Sie in Panik abhaut kann man nicht von machtkampf reden. Wenn sie panisch reagiert und nach hause läuft macht sie das bestimmt nicht aus Spass oder um ihre "Macht" zu demonstrieren.

Ich vermute wenn Du plötzlich in die andere Richtung rennst ist sie noch mehr verunsichert und flieht nach hause.

Mit den Beschwichtigungssignalen wäre ich vorsichtig, denn diese können den Hund noch mehr verunsichern. Ein Gähnen beispielsweise drückt nicht immer Sicherheit bei Dir aus.

Viele Grüße,

Tom & Gero

von Gaby(YCH) am 17. Juli 2002 11:23

: Mit den Beschwichtigungssignalen wäre ich vorsichtig, denn diese können den Hund noch mehr verunsichern. Ein Gähnen beispielsweise drückt nicht immer Sicherheit bei Dir aus.

Guter Einwand! Ich gähne aber nicht, ich drehe den Kopf oder den Körper zur Seite - wenn es noch geht. Manchmal guckt sie mich ja gar nicht an.

Naja, mit dem vermeintlichen Machtkampf ist das so eine Sache. Ich weiß nicht genau, wo die Angst anfängt und wo es "Spielchen" sind. Mir scheint, es bewegt sich da alles auf einem sehr schmalen Grad.

Wie deutest Du es denn, wenn wir einen bekannten Weg gehen und an der ertsen Biegung bleibt sie stehen? Ich gehe weiter und sie kommt erst auf die 2te Aufforderung?

Ich werde da anfangen und KEIN 2tes mal rufen. Ich werde einfach zu ihr gehen und sie anleinen - fertig. Und erst an der Wiese ableinen. Dann Ballspielen.

Ich muss vermutlich da konsequenter sein.

Und Leuts, was die Bindung angeht - die Sicherheit bei mir. Hab ich mir auch noch mal Gedanken gemacht.

Z.B. habe ich am Anfang, als sie nicht Autofahen wollte, nicht zum Arzt rein, vor irgendetwas Angst hatte, erst versucht sie zu locken. Wenn das nicht ging, habe ich Böckchen hochgehoben und getragen.
Also sie quasi in das, was Angst macht gezwungen.
Kann das die Bindung so zerstören? Ich mache das heute anders. Lasse ihr immer ihre Zeit und sie lässt sich dann auch führen.

Ansonsten klebt sie nachts bei mir im Bett. Sie ist immer da, wo ich bin. Alleine bleiben kann sie allerdings ganz gut ein paar Stunden.

lg
Gaby

von Pat(YCH) am 17. Juli 2002 11:22


:
: Hm, mich dünkt, dass das Hinterherkommen bzw. Schutz-suchen bei Frauli erst auftritt, wenn Hund sicher ist, dass es dort sicher ist...

hei anke
das ist nat. richtig.gehe halt jetzt mal davon aus.

ist Frauli der oder ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor? Müßte man wohl wirklich mal live sehen, was da passiert...

ist ja schwerlich möglich smiling smiley))
zu unsicherheitsfaktor:da ich mit border doch einige nähere erf.habe,frage ich mich,ob die hündin das abstandverg.nicht Nicht tut,weil frauli unischerheit ist,sondern eben,wie gesagt,um durch den abstand sicherzustellen,daß die sache nicht im sande verläuft,sprich,ich komm an die leine oder eben einfach gesagt,nönö,ich bleib auf abstand,dann bin ich aus dem einw.bereich raus.doof sind die ja nicht.
es muss das eine,das nciht hören und abstand halten,nix mit dem anderen,dem vermuteten schwachen wesen und angstgebaren,zu tun zu haben,zum. nicht primär.
gruss pat
:

von Pat(YCH) am 17. Juli 2002 11:27

: Hi,
: jaa ;-), ich weiß, was Du meinst. Das Schlimme ist, ich denke, sie hat so eine Art "pseudo-Unterwürfigkeit".

hei
erklär das mal genauer.

"Nö, diesen Weg will ich nicht, den sind wir ja erst gestern ..."

ist wahrsch. mit dabei.

: Und dann scheint sich alles zu verselbständigen. Wenn ich rufe, wahrscheinlich schon ein wenig vergratzt, hat sie gleich Angst und geht lieber schon mal allein nach Haus.

nun,wenn du rufst und sie weiss,ups,jetzt leine etc,was sie ja nciht will,das ist das eine.
aber warum angst?wenn sie an die leine kommt,oder auch nicht,aber ordentlich befohlen,bei fuss etc,dafür loooob,wofor sollte sie dann angst aufbauen?


Klar, zuerst kommt man ja auch auf "Bindung", "Gehorsam", alles klar.

ist auch richtig so.ohne bindung geht nix,und ohne gehorsam auch nix.doch alleine damit geht bei manchen hunden eben auch nix.

Da kam sie an die Leine und ich dachte, naja - das legt sich schon wieder. Tat es auch. Ganz plötzlich vor ein paar Wochen tauchte es wieder auf. Ohne, dass die Läufigkeit in Sicht ist.

hast du sie damals komplett an die liene genommen?und wie lief sie da neben dir?
:
Wieder zurück die Führigkeit üben und dann kleinere Schritte nach vorne machen.

darum kommst du so und so nicht herum:-)
:

: Wenn ich dann in sicherer Umgebung bin und mich umdrehe und in die entgegengesetzte Richtung weglaufe, kommt sie nicht immer nach. Das ist dann so ein Punkt, da krigt sie wohl Panik und rennt einfach weg.

"trotzig" dort sitzen bleiben tut sie nicht?


:gruss pat

von Tanja(YCH) am 17. Juli 2002 11:28

Hi Tom,
:
: Wenn Sie in Panik abhaut kann man nicht von machtkampf reden. Wenn sie panisch reagiert und nach hause läuft macht sie das bestimmt nicht aus Spass oder um ihre "Macht" zu demonstrieren.

Da stimme ich dir voll und ganz zu. Nur das sollte man eben wissen. Warum sie dies tut und das müßte Gaby ja eigentlich am besten deuten können.
:
: Mit den Beschwichtigungssignalen wäre ich vorsichtig, denn diese können den Hund noch mehr verunsichern. Ein Gähnen beispielsweise drückt nicht immer Sicherheit bei Dir aus.
:
Bin genau deiner Meinung. Ich habe jetzt das Buch Calming Signals nicht gelesen, halte jedoch sowieso nicht alle Bücher für der Weisheit letzter Schluß.
Jedoch bin ich auch der Meinung, daß ich auf Beschwichtigungssignale bei einem ängstlichen Hund nicht auch noch mit Beschwichtigungssignalen reagieren sollte, sondern eher Ruhe, Sicherheit, Überlegenheit und Gelassenheit in derjenigen Situation vermitteln sollte.

Viele Grüße
Tanja

von Anke + Rico(YCH) am 17. Juli 2002 11:37

Hi,

leider keine Ahnung, wo ich das her habe, geistert so im Hinterkopf rum...vielleicht ist beruhigen das bessere Wort als beschwichtigen...in etwa sowas wie "Übersprungshandlung"...Hund zeigt CS ohne das ersichtlich ist, das ein anderes Individuum sein Unbehagen auslöst...

Bsp.: Rico zeigt viele CS (überwiegend züngeln, gähnen) wenn er in einem Auto mit laufendem Motor sitzt auch wenn weit und breit niemand ist...sollte zufällig doch jemand in der Nähe sein, so gehe ich davon aus, dass die CS jetzt nicht diesem gelten...

ciao
Anke

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