Brauche Rat - Problem: Leinenzerrer ! :: Hundeerziehung + Soziales

Brauche Rat - Problem: Leinenzerrer !

von Wilhelmine(YCH) am 02. April 2002 13:13

Hallo,

mein Rüde, 13 Monate, aus dem Tierheim, habe ihn seit November letzten Jahres, hat folgendes Fehlverhalten: er zieht an der Leine und ist agressiv an der Leine gegenüber anderen Hunden (auch ohne Leine kann er andere Hunde anscheinend nicht leiden)
Andere Tiere: Hasen, Katzen, Hühner etc. sind ihm egal er trottet friedlich vorbei wie ein Lamm.
Ansonsten ist er ein Schmuser, lieb, verspielt und Kinderlieb.
Was hat er falsch verknüpft, warum zieht er an der Leine oder benimmt sich so bei anderen Hunden ? Wie soll ich mit ihm umgehen ?

Ich gehe mit ihm in die Hundeschule. Dort benimmt er sich wie ein Lamm. Er hört auf jeden Befehl, läuft ohne Leine, geht zu keinem anderen Hund, läuft brav und folgsam Fuß, zieht nicht, macht Sitz , Platz, man kann ihn abrufen, kein Anzeichen von Agression.

Ich habe ihn jetzt seit ca. 3 Wochen an ein Halti gewöhnt (zunächst nur zu Hause und mit spielen und Leckerli). Wer hat Erfahrung damit ?
Muß er es immer tragen ?

Bin für jeden guten Rat sehr dankbar.

Liebe Gruesse an alle


von mandy(YCH) am 02. April 2002 14:47

:
Selber Hallo :-)


: mein Rüde, 13 Monate, aus dem Tierheim, habe ihn seit November letzten Jahres, hat folgendes Fehlverhalten: er zieht an der Leine und ist agressiv an der Leine gegenüber anderen Hunden (auch ohne Leine kann er andere Hunde anscheinend nicht leiden)

vermeidet er denn den Kontakt zu anderen Hunden im abgeleinten Zustand ?
Wie läuft es denn in der Hundeschule, ist zwischen den Übungen spielen angesagt ?
Dein Wuffel ist noch soo jung und es wäre wirklich schade, wenn er das unbefangene Spielen mit Artgenossen "verlernen" würde oder kennst Du seine Vorgeschichte, konnte er es überhaupt lernen den Umgang mit Artgenossen ?
Nun ist es nicht lebensnotwendig für einen Hund mit Artgenossen zu spielen, wenn Du als Mensch die Funktion ersetzen zu versucht, aber ihm geht doch einiges an Lebensqualität flöten.
Ist es Dir denn unangenehm, wenn er auf andere Hunde zusteuert oder kannst Du entspannt sein, wenn Ihr draussen andere Hunde trefft ?
Das mit dem Leinenrüpeln kenn ich nur zu gut, aber wenn Du ihn mit Halti führst, dann kannst Du es ja vermeiden, daß er brüllt indem Du ihm den Sichtkontakt zum "Opfer" nimmst, dann kann der Hund sich meist nicht aufbauen und hochschauckeln und mit den Brüllarien beginnen :-)


: Andere Tiere: Hasen, Katzen, Hühner etc. sind ihm egal er trottet friedlich vorbei wie ein Lamm.

Das doch auch super viel wert, lieber Hunde angebrüllt, als Hasen,Katzen jagen !!
Da kannst froh über Deinen Helden sein, der so gänzlich ohne jagdtrieb ist !
: Ansonsten ist er ein Schmuser, lieb, verspielt und Kinderlieb.
: Was hat er falsch verknüpft, warum zieht er an der Leine oder benimmt sich so bei anderen Hunden ? Wie soll ich mit ihm umgehen ?
:
Dieses Problem wie gesagt rein zu ignorieren um ihm somit zu zeigen, hey es interessiert niemanden was Du hier vom Stapel ziehst, ist wahrscheinlich schon zu spät. Jedes Fehlverhalten findet irgendwann seinen Anfang und dann kommt es auf unsere Reaktion an, er wollte etwas erreichen und hat es auch erreicht, unsere Aufmerksamkeit..ihm ist's auch grad egal, ob diese nun negativ war (laute Befehle wie AUS etc, an der Leine zurückreissen)
Ihm zeigt man damit nur: Jaaa super und dann geht der andere Hund auch noch weiter..WOUUWW ich hab den Feind verscheucht..toll und schwupps ist in seinem Köpfchen verankert: Brüllen ist spitze.
Es gibt einige Möglichkeiten, entweder durch Ablenkung (Leckerlie, Spielzeug, Übungen etc) machen haben es einige hinbekommen, indem sie ihren Hund IMMER ins Platz geschickt haben und er dort auch verweilen mußte, bis der Hund vorbei war. Da kommt Hund sich so herrlich Klein vor *gg*
Oder Du wechselst die Richtung, wenn er anfängt in Sichtkontakt mit einem Hund zu treten.. beobachte ihn mal, was passiert denn als erstes ?Fixieren des anderen Hundes, wird er langsamer, was sagt seine Körperhaltung ?
Wann fängt er an zu brüllen, erst bei Gegenüberstellung oder schon 200 Meter im voraus ?
Schleifen laufen hilft auch manchmal, also nicht schnurstracks auf den anderen Hund zu.
Abbruchsignale bevor er anfängt mit dem Brüllen.
Es gibt wie gesagt viele Möglichkeiten, toll wäre, wenn Du einen höchst kompetenten Trainer finden würdest mit dem Du Einzelstunden nehmen könntest, der Dich auf Deinem normalen Spaziergang begleitet, denn Du sagst ja auch, daß er in der Hundeschule gut mitmacht und ein Lämmchen ist.
Vielleicht fühlst Du Dich auch sicherer in der Hundegruppe und wirst "draussen auch etwas nervöser", weil Du mehr Angst vor seinem Verhalten hast.
Was auch total normal wäre und in keinem Fall schlimm ist.

: Ich gehe mit ihm in die Hundeschule. Dort benimmt er sich wie ein Lamm. Er hört auf jeden Befehl, läuft ohne Leine, geht zu keinem anderen Hund, läuft brav und folgsam Fuß, zieht nicht, macht Sitz , Platz, man kann ihn abrufen, kein Anzeichen von Agression.
:
: Ich habe ihn jetzt seit ca. 3 Wochen an ein Halti gewöhnt (zunächst nur zu Hause und mit spielen und Leckerli). Wer hat Erfahrung damit ?
: Muß er es immer tragen ?
:

Ich kenne einige Hunde, die immer , wenn sie angeleint sind, am Halti geführt werden, so wie einige Hunde Geschirre tragen, diese halt Haltis.
Mußt Du denn meist mit ihm an der Leine laufen, wohnt ihr in der Stadt ?
: Bin für jeden guten Rat sehr dankbar.
:
: Liebe Gruesse an alle
:
:viele Grüße zurück

Mandy

von Wilhelmine(YCH) am 02. April 2002 18:28

: :
: Hallo Mandy,

vielen Dank für Deine Antwort. Leider kenne ich seine Vorgeschichte nicht. Ich traue mich jedoch nicht, ihn ohne Leine an andere Hunde ran zu lassen, da er sich mit Leine so aufführt. Nur bei den Hunden, die er kennt ist es ok, da ist er dann nach einer gewissen Aufmüpfigkeit auch relativ friedlich und spielt mit ihnen. Er versucht es aber hin und wieder immer wieder den Starken zu markieren. Nach scharfem Ton meienerseits ist es dann aber wieder gut und er spiel.
Ich bin beim Spazierengehen überhaupt nicht entspannt, sondern fürcherlich genervt und gehe jedem Hund aus dem Weg, wenn ich einen sehe bekomme ich schon richtig Panik, daß mein Süßer wieder wie wild anfängt.
Wenn er einen anderen Hund sieht ist er zunächst ruhig er spitzt die Ohren, der Schweif geht nach oben, er ist wie in Lauerposition. Kommt der Hund uns dann sehr nahe beginnt er, er zieht wie wild hin und bellt gleichzeitig. Ich habe es auch schon mit Platz probiert. Er legt sich hin, wenn der Hund vorbei geht stürmt er wie wild hoch und bellt wieder.
Auch Ablenkung mit Ball, Leckerli oder ähnliches nützt nichts. Der Hund ist viel interessanter.

Ne ich wohne nicht in der Stadt sondern etwas außerhalt. Ich laße ihn auch so oft wie möglich mit meiner anderen Hündin toben. Aber immer irgendwie mit Blick oh je hoffentlich kommt kein anderer Hund. So soll es doch eigentlich nicht sein denke ich.

Soll ich in Zukunft vielleicht sein Brüllen ignorieren ?

Ich weiß langsam nicht mehr weiter

von Nina(YCH) am 02. April 2002 20:00

Hi!

Der Hund eines Bekannten von mir wurde mit acht Monaten von einem anderen Hund (wirklich fest) gebissen und ist eine Zeitlang danach agressiv anderen Hunden gegenüber gewesen, das würde auch erklären, warum er auf Katzen & Co. nicht losgeht. Ich würde sein Bellen völlig ignorieren, vielleicht fühlt er sich sonst bestärkt.

Nur nicht aufgeben, ihr schafft das!!!!!!!!!!

Lg Nina

von mandy(YCH) am 03. April 2002 06:03

:
Also den Frust kann ich wirklich suuuuper verstehen, mir ging es ganz genauso.. immer in Lauerstellung, kommt da vielleicht ein Hund ??
Mittlerweile erkenne ich auf 100 Meter schon, ob Rüde oder Hündin :-) obwohl im angleinten Zustand brüllt meiner alles an.
Dein Wuffel ist jetzt natürlich auch in einem total schwierigen Alter, wo er einfach noch nicht weiß, ob er Fisch oder Fleisch werden soll.
Du kannst Deinem Hund am besten helfen, wenn Du mit ihm da grade durch gehst und glaube mir, das gibt sich wirklich !!
Ich kann Dir nur empfehlen einen Trainer(in) zu suchen, der mit Euch läuft.
Wir denken immer gleich an die heftigsten Aggressionen unseres Hundes, verlieren total das Vertrauen in ihn und auch in uns, da liegt der Knackpunkt meiner Meinung nach..je unsicherer Du wirst und je weniger Du Deinem Hund vertraust bei Begegnungen mit anderen Hunden, desto verfahrener wird die Situation..Diese Begnungen sind derart emotionsgeladen für Euch, daß es nur in die Hose gehen kann.
Mir hat es super geholfen, daß ich damals Einzelstunden nahm und der Trainer mir sagte: Hey, Dein Hund ist total normal im Kopf, ein gesunder junger, pupertierender Rüde.
In diesen Stunden habe ich das Vertrauen in mich und meinen Hund wiedergefunden und ein bißchen gelernt, darauf zu pfeiffen, was andere Leute von uns denken.
Heute mach ich das immer so, daß ich vorher schon bei Begegnungen sage: Kriegen Sie man keinen Schreck, der eine brüllt gern an der Leine.. und die Leuten lachen einen dann meistens an und sagen: Kein Problem, das kenn ich auch oder oh, das macht doch nichts :-)
Dann haut meiner 3 Brüller raus und gut ist.
Ich beneide JEDEN, der mit seinem Hund souverän an anderen vorbeilaufen kann, aber hey, dafür kann und hat meiner vielleicht etwas, worum andere mich wiederrum total beneiden würden .
Wo wohnst Du denn, vielleicht kenne ich einen guten Trainer in Deiner Nähe ?

Also, mach Dich nicht verrückt, es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.


Viele Grüße
Mandy

P.s. Solange ihr Euren Weg noch nicht gefunden habt, würde ich sein Verhalten auch ignorieren, meiner würde sich auch nicht durch Leckerlies etc ablenken lassen, wenn es einen Hund zu bebrüllen gilt.
Versuch mal einfach in eine total andere Richtung zu gucken, Dich von ihm anzuwenden und tu so, als gäb es da etwas sooo interessantes zu sehen, zupft am Gras oder guckt Dir die Bäume höchst interessiert an. Könntest Du ihn so halten, wenn Du Dich von ihm abwendest ?




: : Hallo Mandy,
:
: vielen Dank für Deine Antwort. Leider kenne ich seine Vorgeschichte nicht. Ich traue mich jedoch nicht, ihn ohne Leine an andere Hunde ran zu lassen, da er sich mit Leine so aufführt. Nur bei den Hunden, die er kennt ist es ok, da ist er dann nach einer gewissen Aufmüpfigkeit auch relativ friedlich und spielt mit ihnen. Er versucht es aber hin und wieder immer wieder den Starken zu markieren. Nach scharfem Ton meienerseits ist es dann aber wieder gut und er spiel.
: Ich bin beim Spazierengehen überhaupt nicht entspannt, sondern fürcherlich genervt und gehe jedem Hund aus dem Weg, wenn ich einen sehe bekomme ich schon richtig Panik, daß mein Süßer wieder wie wild anfängt.
: Wenn er einen anderen Hund sieht ist er zunächst ruhig er spitzt die Ohren, der Schweif geht nach oben, er ist wie in Lauerposition. Kommt der Hund uns dann sehr nahe beginnt er, er zieht wie wild hin und bellt gleichzeitig. Ich habe es auch schon mit Platz probiert. Er legt sich hin, wenn der Hund vorbei geht stürmt er wie wild hoch und bellt wieder.
: Auch Ablenkung mit Ball, Leckerli oder ähnliches nützt nichts. Der Hund ist viel interessanter.
:
: Ne ich wohne nicht in der Stadt sondern etwas außerhalt. Ich laße ihn auch so oft wie möglich mit meiner anderen Hündin toben. Aber immer irgendwie mit Blick oh je hoffentlich kommt kein anderer Hund. So soll es doch eigentlich nicht sein denke ich.
:
: Soll ich in Zukunft vielleicht sein Brüllen ignorieren ?
:
: Ich weiß langsam nicht mehr weiter

von Wilhelmine(YCH) am 03. April 2002 06:41

Hallo Mandy,

danke für Deine Antwort. Weiß nicht, ob ich ihn halten kann, wenn ich mich von ihm abwende. Werte es einfach mal probieren.

Ich wohne in Neumarkt. Vielleicht kennst Du einen guten Trainer in meiner Region wäre super. Würde dann einfach mal ein paar Stunden nehmen.

Liebe Gruesse


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