Fehlverhalten Cairn-Terrier! :: Hundeerziehung + Soziales

Fehlverhalten Cairn-Terrier!

von Gabi(YCH) am 08. September 1999 08:34

Hi Ronja,

das ist richtig, deshalb sollte man sich bei dem herauszüchten der Raubzeugschärfe auch auf die Terrier beschränken, die eh schon "verhäuslicht" sind.

Warum eigentlich nicht? Es gibt zu wenig Jäger, die Jackies zur jagt benutzen (wo wird heute noch viel im Bau gearbeitet), aber sehr viele, die einen Familienhund haben wollen und dazu eignet sich der Jackie sehr, denn er liebt Kinder abgöttisch (habe selbst 2 Kinder).

Gott sei dank versuchen mittlerweile eineige Jäger den Jack-Russell Terrier auch noch als Jagdhund zu erhalten. Die Modewelle der letzten Jahre hat auch in dieser Rasse schon viel kaputt gemacht.

Noch nicht, aber da gebe ich Dir recht. Es hat aber weniger mit dem Umgang als Jagdhund zu tun, als mit Inzucht und Inzestzucht, um eine einheitliche Rasse zu schaffen. Das liegt mir sehr fern!! Denn ich finde den Jackie, wie er jetzt ist, super. Lediglich etwas sozialer könnte er sich verhalten und das kann man züchterisch hinbekommen, indem man die Aggressiven aus der Zucht nimmt.

aber wenn ich Jackies als Stadthunde an der Leine sehe, blutet mir das Herz- dann doch lieber im Bau.

Solange er genug sonstige Beschäftigung hat, ist das in Ordnung. Ich sage allen meinen Käufern, daß Jackies viel Bewegung und Beschäftigung brauchen.

: Leider befindet sich diese Rasse schon in Richtung Schauhund, Modehund wie es beispielsweise auch dem Drahthaarfox ergangen ist. Jäger die versucht haben diese Rasse ursprünglich zu erhalten können ein Lied davon singen.

Das versuche ich zu vermeiden. Leider habe ich nur eine kleine Zucht.
Mitlerweile gehe ich schon nicht mehr auf Austellungen, weil mein Rüde, der alle deutschen Championtitel hat, nicht mehr dem heutigen Anspruch genügt (Aussehen).
Dieses Jahr ist eine 38cm große Hündin Klubsiegerin geworden. Mein RÜDE(!) ist 35cm groß und galt vor 2 Jahren noch als groß (sehr bedenklich).
Und die Ruten sitzen auch bald auf dem Rücken, wie beim Fox.
Ich weiß nicht, ob Du weißt, daß Fox und Jackies die gleichen Vorfahren haben!?!

Gruß
Gabi

von Gabi(YCH) am 08. September 1999 10:02

Hi Ronja,

: auch unsere Hündin hat nur 36 cm und die ist jetzt 8 Jahre alt.

ist sie ein Fox?

Während der Zeit als sie noch Würfe hatte war sie immer mit sehr gut dabei(P1fehlt).

Fehlt bei meinem Rüden auch. Ist aber nicht so schlimm. Man kann nur international nichts gewinnen, obwohl bei den Jackies bis 4 Prämolare fehlen dürfen.

Ich muß Dir recht geben, daß die Jack-Russell Terrier immer größer werden und manche vom glatten Fox kaum mehr zu unterscheiden sind. Aber das scheint wenig zu stören

Leider! Mir ist es egal, auch wenn ich nichts mehr gewinne und die anderen über mich lachen, ich will, daß der Jackie so bleibt, wie er ist (äußerlich). Und kernig soll er trotzdem bleiben, nur nicht aggressiv.

Mir hat eine Züchterin gesagt:"Wenn ich nicht inzüchte, züchte ich gar nicht!" Meiner Meinung nach wird eine Rasse durch Inzucht verdummt (Verarmung von Genmaterial). Ich finde es bei den Jackies gerade toll, daß sie so unterschiedlich sind. Wie denkst Du darüber?

Gruß
Gabi


von Ronja(YCH) am 09. September 1999 17:03

Hi Gabi,
: Mir hat eine Züchterin gesagt:"Wenn ich nicht inzüchte, züchte ich gar nicht!" Meiner Meinung nach wird eine Rasse durch Inzucht verdummt (Verarmung von Genmaterial). Ich finde es bei den Jackies gerade toll, daß sie so unterschiedlich sind. Wie denkst Du darüber?
:
: Bin der gleichen Meinung. Das Ziel einer Zucht sollte sein charakterlich wesensfeste Hunde zu züchten, die nicht bereits vor der Geburt genetisch bedingt mit Krankheiten vorbelastet sind. Leider wird in so gut wie keiner Zucht (bei den Jackies immer weniger) letztendlich darauf geachtet. Zuchtausschließend sind immer Mängel die nicht den momentanen Rassestandart verkörpern. Das hierbei mit Inzucht gearbeitet wird ist absoluter Schwachsinn und gerade bei dieser Rasse gut vermeidbar. Deshalb begrüße ich den Einsatz der Jägerschaft, die sich in den letzten Jahren doch vermehrt um den Jack Russell gekümmert hat. Sie schätzen gerade ihre Führigkeit und Umgänglichkeit auch außerhalb des Waldes, den die meisten Jagdhunde leben schließlich doch die meiste Zeit in der Familie. Trotzdem versuchen sie den Kern dieser Rasse zu erhalten

Ich begrüße die Vielfältigkeit dieser Rasse sowohl in Farbe als auch Form. Unsere zweite Hündin verkörpert noch den "alten" Schlag, der noch mehr an den ehemals eingekruzten Bulli erinnert. Sie ist eher gedrungen aber nicht minder aktiv. Leider haben wir sie mit 2 Jahren wegen Linsenluxation aus der Zucht nehmen müssen.

Eine "fliegendes Gebiss" wie manche Jagdterrier wollen ja wirklich nicht viele Jäger haben und da eignet sich der Jack Russell wirklich gut. Der Kern einer Rasse sollte schon noch da sein und sie wurden ja nicht als Schoßtiere gezüchtet.

Gruß Ronja
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