Ausgeprägter Jagttrieb? :: Hundeerziehung + Soziales

Ausgeprägter Jagttrieb?

von Anke&Moira(YCH) am 31. Mai 2002 23:15

Hallo liebe yorkie-Freunde!
Ich treffe jeden Morgen beim gassi gehen mit meiner 11/2 jährigen Hündin einen älteren Mann mit einer etwa ebensoalten belg. Schäferhund_mix Hündin. Die beiden spielen miteinander und sind richtige Freunde.Nun passiert es aber leider immer öfter, dass die Hündin meine einfach stehen lässt und wie vom Blitz getroffen einfach wegrennt. Ob sie dabei eine Fährte folgt ist schwer zu sagen. Es ist wirklich schlimm, denn sie reagiert auf kein zurufen und nichts mehr. Sie rennt einfach davon. Was besonders schlimm ist, dass sie wenn sie den Weg zu ihrem Herrchen nicht mehr findet, sie einfach nach hause läuft. Wäre ja weiter nicht so schlimm, wenn sie dabei nicht mehrere Hauptstrassen überqueren müsste und auch schon beinahe mal angefahren wurde.der mann ist echt verzweifelt und geht nur noch an der Leine mit ihr spazieren. Das ist für den Hund allerdings wirklich schlimm, denn sie ist(laut TA) hyperaktiv und somit reicht das an der Leine gehen bei weitem nicht aus, um ihrem Bewgungsdrang gerecht zu werden. Vielleicht kann mir jemand weiter helfen, da ich dem Mann und seiner Hündin gerne Weiter helfen würde.
Noch ein Paar infos: der Hund kam mit neun Monaten aus dem Tierheim zu den Leuten und hatte zu Bginn Angst vor allem und jedem. Auto fährt sie bis heute nur ungern und alleine bleibt sie auch nicht, weil sie dann sonst das ganze Haus zusammenheult.
Ich würde dem Mann wirklich gerne weiterhelfen, nicht zuletzt, dass unsere zwei Hunde wieder miteinander toben können, ohne dass sie abhaut.
LG
Anke und die traurige Moira, die ihre Freundin vermisst

von Doris m. Nico&Elia(YCH) am 01. Juni 2002 06:13

Hallo Anke,
das is toll, dass du dir Sorgen um *Moiras* freundin machst. Ich denke ohne eine Menge Arbeit, vor allem von Seiten des Mannes wird es nicht gehen.
Du schreibst sie ist ein Belg. Schäfer-Mix und lt. TA hyperaktiv. Da ist eine Rasse drin, die man nicht nur mit Spazieren gehen und mal Bällchen spielen auslastet. Der Hund braucht neben ausreichend körperlicher Ermüdung mindestens genausoviel geistige Beschäftigung. Arbeit auf einem Hundeplatz, z.B. Agility, Tunierhundesport etc. wären sicher genau das richtige. Ich gehe mal davon aus, dass in dieser Richtung NICHT mit dem Hund gearbeitet wird. Damit würde sich sicher ein ordentlicher Teil des "Selbstbeschäftigungsdranges" draußen so wie der "Hyperaktiviät" legen, wenns überhaupt eine ist, denn die Hunde wollen einfach arbeiten. Gleichzeitig wird die intensive Beschäftigung miteinander die Bindung verbessern und auf einem "guten" Platz wird er auch Tipps bekommen, wie er das "Kommen auf Zuruf" neu aufbaut und zuverlässig etabliert. Bis das sitzt sollte sie allerdings, zur eigenen Sicherheit, angeleint bleiben.
Ich vermute ganzeinfach, dass dem Hund langweilig ist, nicht ausgelastet
was auch durchaus die "Zerstörungen" im Haus hervorrufen kann. Dass muss nicht ausschließlich Trennungsangst sein.

Viel Glück und sicher eine Menge Arbeit

Tschüssie Doris


von Yna(YCH) am 01. Juni 2002 09:32

Hi Anke!

Sieh mal hier im Archiv nach, unter der Such-Funktion, da wirst du viel zu dem Thema finden. Jagen und Streunen ist nicht unbedingt leicht abzugewöhnen, insofern muss da schon einechter Arbeitswille dahinter stecken (des Mannes), ansonsten wird alles nichts bringen. Andreas hat auf seiner Seite ein Training beschrieben, das wirklich gut ist. Zusammen mit den anderen Tipps aus dem archiv wird man da schon einiges zusammen bekommen! :-)

Gruß,
Yna

von Simone Lissy & Hank(YCH) am 01. Juni 2002 13:42

Hi,

die Tips mit der Suchmaschine und der vermehrten körperlichen und geistigen Auslastung hast Du ja schon bekommen. Trefft Ihr Euch denn in einer wildreichen Gegend? Meine Hündin ist übrigens auch ein Belg. Schäferhundmix und auch jagdinteressiert, mittlerweile aber zum Glück und nach langem Üben kontrolliert...;-)In ihrer "heißen Phase" haben wir uns zum Spazierengehen mit anderen Hunden in einem Gebiet getroffen, in dem wirklich nichts jagdbares war. Vielleicht findet Ihr auch soetwas. Meine Mutter geht mit ihrem Beagle (der sogar in der Stadt eine Fährte findet;-) regelmäßig zu einer Hundeschule, die in einem großen eingezäunten Auslauf Spielgruppen anbietet. Das wäre natürlich für die Übergangszeit (bis der Hund auch in "normalen Gebiet" wieder kontrolliert frei laufen kann) auch eine Möglichkeit, um Hundekontakte aufrechtzuerhalten.
Fahrradfahren hat bei meiner laufverrückten Hündin übrigens auch viel gebracht, sowie Suchspiele und Hindernisläufe im Wald (da kann man tatsächlich mehr machen, als nur nach Rehen suchen;-)

Ich wünsche dem Mann auf jeden Fall viel Erfolg!
Meine ehemalige Streunerin und Jägerin (auch aus dem Tierheim) ist mittlerweile sogar am Pferd im Wald mit mir unterwegs.

Viele Grüße, Simone

von Charlotte(YCH) am 02. Juni 2002 19:48

: Hallo
Das ist wohl ein Witz, dass nur ein Hund, der unterbeschäftigt ist, jagt?! Schon mal was vom Jagdtrieb gehört? Ist äusserst nützlich zum Überleben, weils ohne Jagd nichts Fressbares gibt. Ein Hund ist immer noch ein Tier, kein Sportskamerad.
Wenn ich nur schon lese, dass man einem Hund mit einem Hindernislauf durch den Wald das Jagen verleiden kann!
Charlotte

von Doris m. Nico&Elia(YCH) am 02. Juni 2002 21:04

Hallo Charlotte,
aus dem Posting von Anke ist nicht ersichtlich, ob der Hund überhaupt jagt. Er rennt keinem sichtbaren Wild nach und ob er einer Fährte folgt ist auch nicht sicher. Das deutet erstmal daraufhin, dass er gerne streunt und sich selber Beschäftigung sucht.

Natürlich reicht Beschäftigung alleine nicht aus, arbeiten am Gehorsam und an der Bindung, sowie den Hund entsprechend seiner Möglichkeiten fördern und fordern gehören auch dazu. Ratschläge, die sicher keiner Mensch-Hund-Beziehung schaden.

Es würde mich aber sehr interessieren, wie du dieses Problem angehen würdest, von dem man eigentlich nicht genau weiß, worin es überhaupt seinen Ursprung hat??

Tschüssie Doris

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