Grosse Probleme mit unserem Rottweiler :: Hundeerziehung + Soziales

Grosse Probleme mit unserem Rottweiler

von Melanie Betz(YCH) am 27. Juli 1998 15:00

Meine Freundin hat vor einem halben Jahr einen bis dahin schon 1 1/2 Jahre alten Rottweiler gekauft. Er ist riesengross und unheimllich stark. Er zieht sogar den Ehemann durch die Gegend. Wir moechten gerne wissen, welche Art von Halsband am Besten fuer ihn waer. Wir haben uns ueberlegt, ob wir uns ein Stachelhalsband oder ein Halti holen sollten. Allerdings haben wir keinerlei Erfahrung mit diesen Halsbaendern. Wer kann uns damit helfen? Oder uns andere Moeglichkeiten geben?
Zudem haben wir vor ein paar Tagen festgestellt, dass er eine chronische Ohrenentzuendung hat, hervorgerufen von Allergien. Wir werden den Allergietest durchfuehren lassen, moechten aber gerne wissen, was auf uns noch alles zukommt und auf was wir uns noch alles einlassen muessen. Koennen wir evtl. selber etwas tun?
Desweiteren haben wir zum wiederholten Male sehr grosse Probleme mit Argos und Tieraerzten. Wir muessen ihn grundsaetzlich betaeuben lassen, allerdings hat das beim letzten Mal fast 5 Stunden und eine unmenge an Kraft gebraucht. Wie nimmt man diesem starken Tier die Angst vor dem Tierarzt?


von Heidi(YCH) am 28. Juli 1998 07:39

:Meine Freundin hat vor einem halben Jahr einen bis dahin schon 1 1/2 Jahre alten Rottweiler gekauft. Er ist riesengross und unheimllich stark. Er zieht sogar den Ehemann durch die Gegend. Wir moechten gerne wissen, welche Art von Halsband am Besten fuer ihn waer. Wir haben uns ueberlegt, ob wir uns ein Stachelhalsband oder ein Halti holen sollten. Allerdings haben wir keinerlei Erfahrung mit diesen Halsbaendern. Wer kann uns damit helfen? Oder uns andere Moeglichkeiten geben?
:Zudem haben wir vor ein paar Tagen festgestellt, dass er eine chronische Ohrenentzuendung hat, hervorgerufen von Allergien. Wir werden den Allergietest durchfuehren lassen, moechten aber gerne wissen, was auf uns noch alles zukommt und auf was wir uns noch alles einlassen muessen. Koennen wir evtl. selber etwas tun?
grinning smileyesweiteren haben wir zum wiederholten Male sehr grosse Probleme mit Argos und Tieraerzten. Wir muessen ihn grundsaetzlich betaeuben lassen, allerdings hat das beim letzten Mal fast 5 Stunden und eine unmenge an Kraft gebraucht. Wie nimmt man diesem starken Tier die Angst vor dem Tierarzt?
:
Hallo,

von Stachelhalsbändern halte ich gar nichts und Haltis kenne ich leider nicht. Ich würde mir ein Kettenhalsband kaufen, aber unbedingt darauf achten, daß ein Stopper eingebaut ist.

Dein Problem liegt aber wohl nicht am Halsband. Einen Rottweilerrüden von mehr als 60 kg hältst Du mit keinem Halsband. Warum versucht Ihr nicht mal den Hund zu erziehen. Wenn der Hund bei Fuß läuft, dann erspart Ihr dem Hund jegliches "harte" Halsband. Erkundigt Euch doch mal auf einem Hundeplatz. Dort kann man Euch sicher weiter helfen. Eine Begleithundeprüfung wäre für Euren Argo sicher nicht schlecht.

Viele Grüße

Heidi

von Kerstin(YCH) am 28. Juli 1998 08:32

Guten Morgen,
Ein Halti (oder ähnliches) kann ich eigentlich nur empfehlen. Eine Kollegin von mir hat einen Bullmastiff-Mix (also auch so ca. 70kg schwer) und hatte dasselbe Problem mit dem Ziehen. Als sie sich ein Halti kaufte, war es schon viel besser und sie kann jetzt ohne Probleme Spazierengehen. Also versucht es damit, es lohnt sich bestimmt.
Die Argumentation von Heidi betreffend Hundekurs ist bestimmt auch zutreffend, mit einem solch grossen Hund sollte man grundsätzlich immer einen Hundekurs absolvieren. Es fördert auch die Verbindung Mensch-Tier.
Wegen der Ohrenentzündung. Da müsst ihr schon zum Tierarzt mit dem Hund, denn die Ohren sind sehr empfindlich und selbst rumdoktern könnte böse Folgen haben. Auch wenn eurer Rotti nicht gerne zum Tierarzt geht, ich denke, dieser Besuch ist unumgänglich. Wahrscheinlich wird der Tierarzt euch Ohrentropfen mitgeben, aber das Abklären, was es wirklich ist, empfinde ich als sehr wichtig.
Damit eurer Rotti etwas ruhiger wird, wenn's zum Tierarzt geht, würde ich Notfalltropfen von den Bachblüten empfehlen. Bei uns in der Schweiz gibt es die in fast allen Apotheken und ich habe damit (bei Hunde wie auch bei Katzen und Pferden) sehr gute Erfahrungen gemacht. Notfalltropfen machen das Tier nicht müde, sondern es beruhigt die Nerven und macht das Tier somit "standhafter". Versuche auch das, es könnte sich wirklich lohnen. Desweiteren gibt es noch andere pflanzliche Beruhigungsmittel, deren Namen ich jetzt aber nicht weiss. Informiere Dich bei Deinem Apotheker oder Tierarzt - nur nimm lieber keine Chemie.
Mit den besten Grüssen, Kerstin

von Martin + Mirko(YCH) am 28. Juli 1998 11:02

Grüß Dich Melanie,

schau Dir bitte einmal die Clicker-seiten an. Wenn man an einem Hund nicht mehr zerren muß, nicht auf ihn einschimpfen muß, bekommt er ein klares Bild von dem, was sich für ihn lohnt. Manchmal habe ich den Eindruck, die Hunde sind regelrecht dankbar für die ersten klaren Zeichen, was ihnen Belohnung bringt.

grinning smileyesweiteren haben wir zum wiederholten Male sehr grosse Probleme mit Argos und Tieraerzten. Wir muessen ihn grundsaetzlich betaeuben lassen, allerdings hat das beim letzten Mal fast 5 Stunden und eine unmenge an Kraft gebraucht. Wie nimmt man diesem starken Tier die Angst vor dem Tierarzt?

Systematisch desensibilisieren:
Jeden Tag zur Tierarztpraxis.
-Zur Tür gehen, Belohnung
- Zur Tür gehen, setzen, Belohnung
- Zur Tür gehen, setzen, 10 Sekunden bleiben, Belohnung
- ...
- ...
- ins Wartezimmer gehen, Belohnung
- ins Wartezimmer gehen, setzen, Belohnung
- ins Wartezimmer gehen, setzen, 10 Sekunden bleiben, Belohnung
- ins Wartezimmer gehen, legen, Belohnung
- ins Wartezimmer gehen, legen, 15 Sekunden bleiben, Belohnung
- ...
- ...
- in den Behandlungsraum gehen, Leckerle vom Tierarzt, zurück ins Wartezimmer
- in den Behandlungsraum gehen, Leckerle vom Tierarzt, zurück ins Wartezimmer
- in den Behandlungsraum gehen, Leckerle vom Tierarzt, zurück ins Wartezimmer
- in den Behandlungsraum gehen, Leckerle vom Tierarzt, zurück ins Wartezimmer
- ....
- in den Behandlungsraum gehen, Tierarzt berührt den Hund, Super-Leckerle (eventuell Lieblingsspielzeug geben) zurück ins Wartezimmer
- ...

Ich glaube, ich brauche das hier nicht weiterzuführen. Bei Anzeichen geringer Furcht (Zögern) ignorieren. Bei größerer Furcht, stoppen, warten bis sich der Hudn einmal auf dich konzentriert (Anschauen), und zurück in sicheres Terrain.
Der Tierarzt wird hoffentlich gern mitmachen, denn er hat es dann auch einfacher.
Tropfen diverser Art können recht hilfreich sein. Ohne Üben allerdings nützen sie gar nichts.

Kopf hoch, versucht´s einmal.

tschüß Martin & Mirko


von M-H-Kehder(YCH) am 31. Juli 1998 23:14

::Ich bin selbst Schwerbehindert und habe einen Rottweiler, denn ich
selbst bis zur Schuntzhundeprüfung 3 und zur Körung gebracht habe.
Einer Begleithundeprüfung steht wirklich nichts im Wege, aber selbst
neben den erlernten Trainingsinhalten sollte man auch im Privat-
Bereich das unangenehme "Aufmucken" steht mit härtester Konsequenz
unterbinden, aber doch den Hund immer gerecht behandeln. Selbst bei
starken Einwirkungen sollte man den Hund dann umso mehr loben.

von Heidi(YCH) am 03. August 1998 09:18

:::Ich bin selbst Schwerbehindert und habe einen Rottweiler, denn ich
:selbst bis zur Schuntzhundeprüfung 3 und zur Körung gebracht habe.
:Einer Begleithundeprüfung steht wirklich nichts im Wege, aber selbst
:neben den erlernten Trainingsinhalten sollte man auch im Privat-
:Bereich das unangenehme "Aufmucken" steht mit härtester Konsequenz
:unterbinden, aber doch den Hund immer gerecht behandeln. Selbst bei
:starken Einwirkungen sollte man den Hund dann umso mehr loben.

Hallo,

was verstehst Du unter härtester Konsequenz? Bestrafung muß manchmal sein, aber härteste Konsequenz hört sich wohl ein bißchen krass an. Konsequenz in der Hundeerziehung, bzw. Hundeausbildung ist ja in Ordnung, aber Härte hat meiner Meinung nach nichts darin zu suchen. Hast Du Dich womöglich falsch ausgedrückt? Den zweiten Teil Deiner Anmerkung verstehe ich auch nicht ganz. Während ich einen Hund bestrafe kann ich ihn ja nicht loben. Das widerspricht sich. Meinst Du vielleicht, daß man ihn zwar ab und zu bestrafen muß aber das man genauso häufig loben muß?

Ein Hund, der eine Begleithundprüfung hat, ist auch im "Privatleben" viel gehorsamer. Man macht ja nicht die Begleithundprüfung nur für die Anwendung auf dem Hundeplatz. Das Wort Begleithund drückt ja schon den Sinn dieser Prüfung aus.

Noch eine private Frage. Wie heißt den Dein Rottweiler, mit dem Du ScHH III und die Körung gemacht hast.

Viel Grüße

Heidi

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