Beißerei von der Seele schreiben"" :: Hundeerziehung + Soziales

Beißerei von der Seele schreiben""

von windeater(YCH) am 12. September 2002 18:37

Hallo yorkies,

gerade ist es passiert, mein Hund (Rüde, 4,5 J., unkastriert) hatte eine extreme Beißerei mit einem andere´n, schon älteren Rüden.

Wir begegneten 2 Spaziergängern mit zwei Hunden (Hündin und Rüde), und es schien so, als würde es keine Probleme geben. Ich hatte allerdings übersehen, daß der Rüde am Halsband kurz gehalten wurde, sonst hätte ich meinen auch festgehalten.

Die Hunde beschnüffelten sich, meiner knurrte und faßte den anderen Sekunden später im Nacken. Der quiekte, biß um sich und zappelte. Meiner hat nicht losgelassen.

Dann kam der Besitzer ins Spiel: Er nahm seine Leine und schlug mit aller Wucht zu, immer und immer wieder. Klar, er wollte erreichen, daß meiner aufhörte, aber stattdessen biß er sich jetzt so richtig fest. Also ging die Prügelei weiter. Ich habe den Besitzer weggezogen und die Leine festgehalten. Mein Hund hat sich wie eine reißwütige Bestie aufgeführt - das war er in dem Moment wahrscheinlich auch.

Ich konnte dann dazwischengehen, ohne Angst haben zu müssen, selber noch mit der Leine eins "drübergebraten" zu bekommen. Ich habe meinem Hund von hinten in die "Taille" gegriffen und ihn vorsichtig nach hinten weggezogen. Er hat den anderen Hund dann auch sehr schnell losgelassen, sich hingelegt und sah richtig friedlich aus. Er versuchte auch gar nicht mehr, nachzufassen, und er knurrte auch nicht.

Dann ging's mit uns Zweibeinern weiter. Ich hätte früher dazwischen gehen sollen, schließlich hätte mein Hund angefangen. Sowas hat sein Hund in all den Jahren nicht erlebt. Wäre ich ein Mann, hätte er sich das nicht gefallen lassen, wie ich ihn weggezogen habe. Schließlich könne er doch nicht tatenlos zusehen, wie sein Hund totgebissen (!) werde. Mein Einwand, daß er die Situation nicht entspannt hat, prallte an ihm ab.

Ich kann seine Angst wirklich verstehen, aber dieser blinde Aktionismus hat mich so wütend gemacht. Was hätte ich denn machen sollen - außer es erst gar nicht soweit kommen zu lassen? Ich kann meinem Hund doch nicht das Maul aufreißen, damit er den anderen losläßt. Ich habe das getan, was ich mal gelesen habe: den Hund hinten packen und hochheben. Ich habe ihn nicht zurückgerissen, sondern nur langsam zurückgezogen,um zu vermeiden, daß der andere Hund Rißwunden bekommt.

Puh, das ist verdammt lang geworden, aber das mußte jetzt sein.

Vielen Dank für Eure Geduld,

windeater

von Yna(YCH) am 12. September 2002 19:19

Hallo!

Ach ja, da kochen die Gemüter hoch. Jetzt hast du leider nicht geschrieben was für einen Hund du hast und welchen Hund er attackiert hat. Außerdem schreibst du nicht welche Verletzungen es gegeben hat, wär schon interessant zu wissen.

: Dann kam der Besitzer ins Spiel: Er nahm seine Leine und schlug mit aller Wucht zu, immer und immer wieder. Klar, er wollte erreichen, daß meiner aufhörte, aber stattdessen biß er sich jetzt so richtig fest. Also ging die Prügelei weiter.

Ja, das durfte ich neulich auch noch beobachten, da haben sich zwei große Rüden verbissen und beide Halter schlugen auf jeweils den eigenen Hund ein. Ist mir auch nix mehr zu eingefallen, bin dann hingerannt und habe sie angeschrien sie sollten aufhören. Die haben mich angekuckt als ob ich ihnen jetzt ne Tierschutzpredigt halten wollte und mir erklärt, dass ihre Hunde sich beißen. Ach so! *augenverdreh* Meine Herren, lass Hirn vom Himmel! Ihre Hunde haben sich aber in der kurzen Pause losgelassen und ich hab ihnen dann versucht zu erklären, dass sie nicht unschuldig dran sind, dass es so ausgegangen ist. Rechtfertigt den Angriff deines Hundes natürlich nicht, aber so ein Verhalten ist mehr als dämlich und ich bete darum, dass wenn mir mal so ein Scheiß passieren sollte, ich wenigstens nicht auf solche Vollidioten stoße. Ich hätte den besitzer auch weggestoßen!

: Dann ging's mit uns Zweibeinern weiter. Ich hätte früher dazwischen gehen sollen, schließlich hätte mein Hund angefangen. Sowas hat sein Hund in all den Jahren nicht erlebt. Wäre ich ein Mann, hätte er sich das nicht gefallen lassen, wie ich ihn weggezogen habe. Schließlich könne er doch nicht tatenlos zusehen, wie sein Hund totgebissen (!) werde. Mein Einwand, daß er die Situation nicht entspannt hat, prallte an ihm ab.

Sowas läuft kaum jemals friedlich ab, den meisten bleibt erstmal das Herz stehen und das ist verständlich.

:Was hätte ich denn machen sollen - außer es erst gar nicht soweit kommen zu lassen? Ich kann meinem Hund doch nicht das Maul aufreißen, damit er den anderen losläßt.

Wenn dein Hund wirklich festgebissen ist, dann kannst du nur testen ob er loslässt, wenn du zum beispiel seine Hinterbeine vom Boden hebst, abe rnicht steil nach oben, sondern nur etwas anheben und nicht ziehen. Lässt er nciht los, dann im betsen Fall Wasser drüber kippen, aber meistens ist keins da, da lieber einen Stock suchen und das Maul aufhebeln, ansonsten reißt man erst recht Verwundungen beim Wegziehen. Und vor allem alles langam und ruhig machen. Und das ist leichter gesagt als getan, ich weiß.

: Puh, das ist verdammt lang geworden, aber das mußte jetzt sein.

Kann deinen Schrecken gut verstehen. Aber was der Auslöser war, da hast du keine Idee? Schreib doch mal was der andere Hud abbekommen hat.

Immer unschön sowas, vor allem natürlich für den anderen Hund, aber für einen selbst auch... ist einfach Kacke. Ich weiß nicht was ich tun würde, wenn mein Hund einen anderen ernstlich verletzt...was uns bis jetzt trotz etlicher Prügeleien noch nicht passiert ist und hoffentlich nie passiert!!!

Bis dann,
Yna

von Iris + Berny(YCH) am 12. September 2002 20:02


: Klar, er wollte erreichen, daß meiner aufhörte, aber stattdessen biß er sich jetzt so richtig fest. Also ging die Prügelei weiter.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass schreien, und Theater machen überhaupt nix bringen. Ganz im Gegenteil. Mein Hund ist einmal die Katze meiner Tante angegangen (er hat wild geknurrt und hingeschnappt, sie hat wild gepfaucht und getatzelt) worauf sie wie am Spieß losgekreischt hat, sie hat wahrscheinlich gedacht das würde ihn vielleicht abbringen oder ablenken. Denkste, ganz im Gegenteil, das hat ihn erst recht aufgedreht.

Komisch, dass dein Hund so komisch reagiert hat, einfach so knurren und reinhacken. Hast du eine Ahnung warum das gewesen sein könnte?

Grüße,
Iris und Riesenyorki Berny

von Paul(YCH) am 12. September 2002 20:15

Also, ehrlich gesagt wenn ein anderer körperlich deutlich überlegener Hund meinen attackieren würde bekäme er von mir auch ein paar saftige Schläge mit der Leine oder sonstigem ab.

von Daniela(YCH) am 12. September 2002 21:08

Mein Cavalier wure einmal von einem Schäferhund angefallen.
Wenn mein Kleiner nicht in Panik weg gerannt wäre und der andere immer hinterher wäre ich mit Sicherheit auch dazwischen gegangen udn hätte den DSH sicher nicht "nur" mit der Leine geschlagen....
Also abregen, wenn der eigene Hund einen anderen anfällt muss man sich nicht aufregen über besorgte Besitzer, die alles tun, das Leben ihres Hundes zu retten!!!
Seitdem nehme ich meine Kleinen übrigens auf den Arm - damit ich ohne Hindernis zutreten kann - falls uns wieder ein unangeleinter unberechenbarer Hund über den Weg läuft. Denn lieber riskiere ich einen Biss ins Bein als einen toten Hund - nur weil andere vielleicht meinen, ihrer hätte ja noch nie was getan. Sagt sich ja immer leicht, wenn das Gegenüber nur ein halbes Portiönchen ist.

von Anja und Arthos(YCH) am 12. September 2002 21:16

Hallo windeater
mir ist diese Situation schon 2x passiert! Und jedesmal musste ich mit den Besitzren fast prügeln! (Der eine hat mit nem Stachelhalsband auf die Beiden eingeschlagen und hätte dadurch noch viel mahr angerichtet...)Und da hat mein Hund nicht angefangen, sondern von beiden Seiten war Rauflust da! Eigentlich konnte ich die Beiden nur mit "Gebrüll" auseinanderkriegen. Aber es hat funktioniert.
Ich hab noch ne Frage zu Deiner sanften Methode: was wenn der andere Hund sich dann auf Deinen gestürzt hätte? Dazu müsste man aber wissen, wie das Grössenverhältnis der Beiden war. Ich hab es halt auch erlebt, dass sie voneinander losgelassen haben, nur um sich im nächsten Augenblick schon wieder aufeinander zu stürzen...
Alles Gute und hoffentlich ist nix ernstes passiert.
Anja und Arthos
p.s. Deinen Schreck kann ich gut nachvollziehen. Am Besten man nimmt danach Rescure Tropfen oder trinkt einen Schnaps...nur so als kleiner Trost

Hundeforum Login

  • Bitte geben Sie für die Anmeldung Ihren Teilnehmernamen und das Kennwort ein.
    Keinen Account? Jetzt Registrieren!





Hundeshop: WWW.ZOOBIO.CH

Aus dem Hundeforum Archiv

Hundebilder aus dem Hundeforum

Aktive Hundebesitzer


Hundeforum Yorkie - Statistiken

Alle Hundeforen
Themen: 43.416, Beiträge: 285.515, Hundebesitzer: 11.274.
Neuester Hundebesitzer: joshuan.stevens.

Aktuelles Hundeforum
Themen: 4.385, Beiträge: 44.175.

Startseite | Hundeforum | Hundefotos | Neueste Beiträge | | Registrieren