...gibt es das absolute NEIN doch nicht? :: Hundeerziehung + Soziales

...gibt es das absolute NEIN doch nicht?

von Eckhard(YCH) am 14. Oktober 1999 16:03


Mir scheint, daß es das absolute NEIN nicht gibt oder Euch das "wie" auch nicht bekannt ist, sonst würde meine Frage danach nicht in der Beschreibung der Wurftechnik für Dosen enden!!!

Sicher kann man mit der Wurfdose oder Wurfkette einiges erreichen. Ich bin kein Hunde-(Teckel)-Neuling - habe auch schon 16 Jahre Hundeerfahrung. Aber nach den Diskussionen der vergangenen Tage dachte ich, daß hier fast nur Experten schreiben - ich mir "ganz klein" vorkomme mit meinem Miniwissen und dann kommt eine Wurftechnikdiskussion auf.

Bleibt bei den Themen - dann können alle Interessierten daraus lernen.

Welcher Experte/Expertin kann ( außer der Antwort von Kathi) denn wirklich etwas zum Thema sagen??

Voller Erwartung
Eckhard und Teckelrudel



von Heike & Labs(YCH) am 14. Oktober 1999 18:08

Hallo Eckhard,

:Mir scheint, daß es das absolute NEIN nicht gibt oder Euch das "wie" auch nicht bekannt ist,
:sonst würde meine Frage danach nicht in der Beschreibung der Wurftechnik für Dosen enden!!!

Es gibt das absolute NEIN, aber Du musst es Dir "erarbeiten".
Ich weiss nicht, ob Du im August die Diskussion über`s Hasen jagen verfolgt hast, da wurde
einiges dazu geschrieben. Leider musste das Ganze dann gelöscht werden

Ich kopier Dir hier mal mein damaliges posting rein, wie ich meiner Hündin u.a. das NEIN beigebracht habe:

********************************
Der Hund muss in seinem neuen Umfeld lernen, spezielle Regeln einzuhalten.
Das ist das A und O bei der Sache. Es ist nicht schwer und JEDER hat wohl seinem Hund schon mal ein Verbot
erteilt. Ich denke jetzt z.B. an den Welpen, der sich mit dem Teppich vergnügen will. Da geht es schon los mit dem NEIN
Nach und nach kennt der Hund die Regeln und er weiss auch, was NEIN bedeutet.
Man muss halt nur konsequent sein: Teppich anknabbern z.B. ist und bleibt verboten !
Und genauso ist es doch mit all den anderen Dingen, die ein Hund nicht darf, oder nicht ?

Soweit läuft dann alles wunderbar, aber irgendwann kommt es dann vielleicht dazu, dass der Hund sich nicht an
Dein NEIN hält.
Der Hund jagt z.B. Hasen. Ja, dumm gelaufen !
Mir selber ist das auch passiert; aber dann stecke ich nicht den Kopf in den Sand und sage: das ist der Trieb, da kannste nix machen ! Ich weiss, dass es einzig und alleine meineSchuld ist. Also muss ich das NEIN noch mal verdeutlichen.Ich mache dies generell über etwas, was der Hund gerne macht. Also im Falle meiner Hündin u.a.
über den Ball. Sie ist absolut ballversessen.
So, was NEIN heisst, weiss sie ja. Das hat sie von klein auf gelernt. So, und SITZ und BLEIB kann sie auch.
Also spiele ich erstmal ganz normal mit ihr, aber sage jedesmal LAUF, wenn ich den Ball werfe.
Wenn sie dann so richtig heiss auf`s Spielen ist, sage ich SITZ u. BLEIB und werfe den Ball.
Die Hündin läuft natürlich los und von mir kommt ein scharfes NEIN. Die Hündin bleibt verwirrt stehen. Ich rufe sie zu mir, sage wieder SITZ u. BLEIB, hebe den Arm zum Wurf, sage jetzt NEIN zu der Hündin, die gespannt auf den Ball blickt und werfe den Ball. Die Hündin bleibt jetzt sitzen ! Ich warte einige Sekunden und sage LAUF und die Hündin holt den Ball.
Dieses "Spiel" habe ich etliche Male mit ihr gemacht und mache es immer noch täglich.. Heute ist es so, dass sie
ohne ein LAUF von mir überhaupt nichts mehr macht. Sie läuft an den Unmengen Hasen, die im Gelände an ihr
vorbeihoppeln vobei, als gäbe es diese gar nicht. Anfangs hat sie natürlich mal vesucht hinterher zu jagen. Aber bei NEIN brach sie die Jagd ab. Nach kurzer Zeit stellt sich dann dieser Blickkontakt ein und man braucht überhaupt nichts mehr zu sagen.
Und dieses NEIN kannst Du in ALLEN Situationen über`s Spiel oder über`s Futter oder wasweißichwas immer
wieder üben. Ohne Angst, ohne Gewalt und ohne Strafe !
Du bekämpfst damit nicht irgendein Problem, sondern verdeutlichst immer wieder, dass NEIN auch NEIN
bedeutet. Das heisst aber nicht, dass ich nun den ganzen Tag an meinen Hunden rumgängel. Überhaupt nicht.
Sie können im Grunde machen, was sie wollen - solange sie die Regeln einhalten.

Das ist doch eine ganz einfache Sache. ABER, das funktioniert natürlich nur, wenn der Hund von Anfang
an gewisse Regeln gelernt hat und dadurch den Halter als Führer anerkannt hat.
Und wenn ich nun (um auf Deine Frage zurück zu kommen) einen Hund habe, den mein NEIN in keinster
Weise interessiert, dann habe ich als Führer vollkommen versagt und muss nochmal ganz von vorne anfangen.
Mit Konsequenz - aber auch mit Liebe und mit Geduld. Keinesfalls mit Gewalt.

Meine "Methodik":
meine Hunde dürfen Hunde sein - mit gewissen einfachen Regeln.
mein NEIN ist unbedingt und immer einzuhalten.
Das ist alles !

*******************************************

confused smileyicher kann man mit der Wurfdose oder Wurfkette einiges erreichen. Ich bin kein Hunde-(Teckel)-Neuling - :habe auch schon 16 Jahre Hundeerfahrung. Aber nach den Diskussionen der vergangenen Tage dachte ich, daß :hier fast nur Experten schreiben - ich mir "ganz klein" vorkomme mit meinem Miniwissen und dann kommt :eineWurftechnikdiskussion auf.

Ach Eckhard, hier kann doch nur jeder versuchen zu beschreiben, wie er was mit seinem (n) Hund(en)
gemacht hat. Ob das dann auch bei anderen Hunden Erfolg hat, steht auf einem ganz anderem Blatt.
Jeder Hund ist nunmal anders - und jeder Halter auch.

:Bleibt bei den Themen - dann können alle Interessierten daraus lernen.

Die Themen ufern immer aus - ich sage nur: Leinenruck !

:Welcher Experte/Expertin kann ( außer der Antwort von Kathi) denn wirklich etwas zum Thema sagen??

Ich bin keine Expertin; nur eine einfache Hundehalterin, aber vielleicht kannst Du mit der Antwort ja doch was
anfangen.

Viele Grüsse, Heike & Labs

von daggi(YCH) am 14. Oktober 1999 18:20

Hallo Heike!

Fand ich sehr anschaulich, Dein Posting. Ich möchte nur noch eine kleine Anmerkung machen:
Ich habe Zwei Hunde, mit der genialen Eigenschaft, daß wenn der Eine Bockmist baut, der Andere gerade Superbrav ist. Das Nein hat immer beide "erschüttert", auch wenn ich den Namen genannt habe. dazu wird der Ältere Langsam Taub, so daß ich bei ihm lauter werden muß.
Ich habe dann zum Älteren EY gesagt, läßt sich auch lauter gut hören!! Der jüngere behält sein Nein. Bei dreien Stelle ich mir die Sache aber zu kompliziert vor.
Tschüs, Daggi

von Bine(YCH) am 15. Oktober 1999 07:46


Hallo Eckhard,

also Expertin bin ich auch nicht aber bei uns funktioniert das Nein wobei ich sie nicht koerperlich strafe.
So ohne "schreien" hat es bei uns allerdings nicht funktioniert, ich habe es aehnlich wie Heike gemacht, mit dem Ball und mit Leberwurstbrot :-) war damals ein Tip von Daniel :-)
Das "Hey" mit drohender Haltung und einem aufstampfen des Fusses nah beim Hund war die steigerung von "Nein" und musste nur in der lernphase angewand werden heute genuegt das Nein.
Das mit der Leberwurst hat super funktioniert, Brot in der Wohnung ausgelegt, gewartet bis Xanni es gerochen hat und es nehmen wollte bestimmt Nein gesagt Hund weiter gegangen Hey wie oben beschrieben ausgefuehrt.
Xanni ist sofort stehen geblieben und wurde dafuer belohnt (gestreichelt und verbal).
Nach zwei Minuten hat sie das Brot dann aus meiner Hand bekommen. Die Zeiten wurden langsam verlaengert und das Hey habe ich nur zwei mal gebraucht.
Dann das ganze im Garten und dann in freier Wildbahn. Dann das ganze mit dem Ball, war etwas anstrengender weil der Ball sich ja bewegt :-) doch auch das hat geklappt.
Hat sie es einmal richtig gemacht habe ich aufgehoert und erst wieder eine Stunde spaeter erneut geuebt (auch wenn sie es beim ersten mal richtig hatte).

Was fuer sie auch sehr schwer war, frueher hat sie immer Herrchen zuerst begruesst wenn er Heim kam, bis ich gelernt habe dass sie das nicht darf :-) und da hat sie lernen muessen liegen zu bleiben wenn Herrchen (oder Besuch) kommt.
Und das klappte mit dem Nein dann auch.

Du siehst es gibt das absolute Nein. Wobei ich denke dass ich es einfacher habe denn erstens habe ich eine Golden Huendin die wohl leichter zu erziehen sind und zweitens habe nur einen Hund, wobei wir viel mit anderen Hunden ueben.

So jetzt habe ich genug geschrieben, soviel sollte es garnicht werden :-(

Ciao Bine

von Mario(YCH) am 15. Oktober 1999 08:05

Hallo Bine,

: Was fuer sie auch sehr schwer war, frueher hat sie immer Herrchen zuerst begruesst wenn er Heim kam, bis ich gelernt habe dass sie das nicht darf :-) und da hat sie lernen muessen liegen zu bleiben wenn Herrchen (oder Besuch) kommt.
: Und das klappte mit dem Nein dann auch.

Erstmal um Mißverständnisse zu vermeiden, ich stelle nicht in Frage, das es ein nein geben muss.
Aber ich wäre ziemlich enttäuscht wenn ich nach Hause käme und meine 2 würden mich nicht begrüßen. Auch wenn Besuch kommt begrüßen die beiden nur anders währen mit mir ein gro´ßes Toben angesagt ist wird Besuch weniger überschwenglich behandelt, da gehen sie nur hin und gucken Freundlich, so nach dem motto; "He streicheslst du mich?" wenn nicht dann gehen sie wieder. Warum sollte ich so etwas unterbinden?

Viele Grüße
Mario

von Bine(YCH) am 15. Oktober 1999 09:50

Hallo Mario,

klar soll dich dein Hund begruessen :-)

Ich habe mich vielleicht nicht Verstaendlich genug ausgedrueckt.

Ich bin Frauchen und wenn mein Mann abends nach hause kommt ist Xanni immer zuerst an der Tuere gewsesen und hat ihn natuerlich begruesst.
Nur habe ich im laufe der Zeit viel ueber Hundeerziehung gelernt und unter anderem auch, die Rudelhyrachie und die besagt nun mal das mein Mann erstmal mich begruesst und dann den Hund.
Bei Besuch ist es mir auch lieber, wenn Xanni erstmal liegen oder sitzen bleibt und nicht gleich die Besucher bestuermt erstens mag das nicht jeder Besuch und zweitens haben manche Leute auch angst vor grossen Hunden und moechten sich ihnen langsamer naehern.

Wenn Xanni alleine zuhause ist und einer von uns also ich oder mein Mann kommen nachhause wird natuerlich erstmal der Hund begruesst ;-)

Ciao Bine

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