Bellt meine Kollegen im Büro an :: Hundeerziehung + Soziales

Bellt meine Kollegen im Büro an

von Markus(YCH) am 06. Oktober 2002 16:51

Hallo,
Hatte am Freitag zum 1. mal meinen Labrador (kastriert,17 Mon.)im Büro dabei, bin mit ihm kurz zum schnüffeln durch die Firma.
Sobald jemand an meiner Bürotür vorbeiging sprang er bellend auf den Kollegen zu, um ihn dann sofort freudig wedelnd zu begrüßen. Damit er mehr Ruhe hat und die Leute die zum Kopierer müssen nicht wieder angebellt werden habe ich die Tür zu gemacht. Er war zwar saumüde, stand aber irgendwie unter totaler Anspannung und hatte meiner Meinung nach in dieser fremden Umgebung Angst. Wenn jemand geklopft hat und eintrat, selbes "Spiel": mit furchterregender Stimme 1xmal angebellt u. dann gleich duckend,hüftwackelnd,und erfreut wie immer zu dem Menschen zu gehen um gestreichelt zu werden. Was sagt ihr zu diesem Verhalten?
Wie können wir dies "abstellen". Sollte ich ihn schimpfen, oder bestärke ich ihn dann in seinem Verhalten? Vielen Dank jetzt schon für jede Antwort.

von Maria(YCH) am 06. Oktober 2002 23:39

Hallo Markus

Mein Mann nimmt unseren Rüden (3 Jahre, nicht kastriert) auch ab und zu ins Büro. Er hat ihm von Anfang an klar gemacht, dass im Büro dieselben Spielregeln wie zu Hause gelten, bzw. dass alles genauso wie daheim abläuft. Und das heisst: Mein Mann "passt auf" und er muss bzw. kann einfach nicht zu jedem hin laufen und sei es auch noch so freundlich gemeint. Und unser Rüde musste auch ganz schnell merken, dass es auch in dieser Umgebung heisst: Ich muss weder aufpassen noch mich irgendwie um die Menschen kümmern. Dies ist nicht immer einfach und die fremde Umgebung ruft auch eine ziemliche Anspannung hervor. Aber es kommt auch auf Dich als Rudelführer an. Wenn Du selber ziemlich aufgeregt warst (schliessslich war Dein Hund das erste Mal mit zur Arbeit) dann hat Dein Hund dies wahrscheinlich auch genau gespürt und konnte sich gar nicht entspannen. Wenn es an der Tür klopft oder überhaupt Kollegen unterwegs sind dann würde ich Dir empfehlen, dass Du Deinem Hund vermittelst : Das geht Dich nichts an, bleib einfach auf Deinem Platz liegen. Im Idealfall ist Dein Hund auch schon am Morgen bevor die Arbeit ruft eine Runde gelaufen und der erste Energieschub ist weg. Des weiteren sind unsere Hunde alle an eine Hundebox gewöhnt, in die sie sich freiwillig und gerne zurückziehen, besonders wenn die Umgebung fremd ist. Wenn Dein Labi öfters mit soll, würde ich Dir auf jeden Fall eine Box empfehlen. Wir haben drei Hunde und alle lieben ihre Boxen (das die kein Mini-Zwinger sind, ist klar).

Wie handhabt Ihr das Problem denn woanders, wo Dein Hund fremd ist (sei es bei Verwandten, im Cafe, Einkaufscenter usw.) ? Bei uns ist Bellen da einfach nicht erwünscht, weil wir unseren Hunden verständlich gemacht haben, dass wir aufpassen und auch jeden Menschen begrüssen ist nicht erwünscht, weil die Menschen das meistens nicht wollen (leider). Und der Hund ist halt im Büro umso lieber gesehen, je weniger er auffällt. Darum würde ich Dir auch empfehlen ziemlich deutlich nein zu sagen und dem Hund dadurch beizubringen, dass Du dieses Verhalten nicht duldest. Das Du für einen Ausgleich an Bewegung und Entspannung in der Mittagspauses sorgen musst, damit Dein Hund solange warten und ruhig sein kann versteht sich von selbst.

Viele Grüsse

Maria

von Markus(YCH) am 07. Oktober 2002 14:49

Hallo Maria,
herzlichen Dank für Deine ausführl. Antw.
In Einkaufscenter o. Gaststätte keine Probleme. Zu Hause Erdgeschoßwohnung, sein Platz an der Tür, hört Alles u. Jeden rein,raus,rauf u. runter gehen, aber bellt nie.Hatten sogar schon mal die Wohnungstür nicht geschlossen (keiner weiß warum?)u. erst nach dem aufstehen bemerkt, daß er schon den ganzen Morgen das Leben im Treppenhaus samt Briefträger beobachtet hat, ohne "sparieren zu gehen" oder einen Muck's zu machen.Bei uns darf geläutet o. geklopft werden, Bekannte o. Fremde dürfen jederzeit rein: gebellt wird nie. Bei Bekannten ist er aber auch nicht ganz cool. Hat mal gebellt als dort geläutet wurde.Bewegung ist klar, sind schon um 6.30 ballspielend auf der Wiese anzutreffen. Daß ich am Freitag nervös war stimmt auch.
Glaubst Du er meint, daß er sich in den Situationen, wie beschrieben, als Rudelsführer nicht auf uns verlassen kann? Handelt es sich auch um Dominanz? Spielt das Alter auch eine Rolle? Haben im Auto eine Hundebox vielleicht sollten wir das mal probieren. Wäre schön wenn Du noch mal Zeit hast diesen "kurzen" Text zu lesen.
Viele Grüße
Markus

von Maria(YCH) am 07. Oktober 2002 20:05

Hallo Markus

Ich würde es auf jeden Fall mit einer ihm vertrauten Box probieren. Vielleicht kaut er auch gerne, wenn er ein wenig nervös ist, dann könnte er ja in der Box auch z.B. mal einen Kauknochen kauen, und lenkt sich somit selbst ein wenig ab. Das dies Dominanzprobleme sind kann ich mir nicht vorstellen, er wird vielleicht einfach in einer anderen Umgebung (Arbeitsplatz, bei Freunden) wo er sich dann auch längere Zeit ruhig aufhalten soll, ein wenig unsicher sein. Und das Alter spielt sicher auch eine Rolle. Unser Rüde war z.B. auch immer ganz aufgeregt, wenn es in die Stadt ging, dann hat er immer so gegähnt vor Aufregung, da hat nur das Alter und die Gewohnheit genützt um es abzustellen. Aber ich würde doch versuchen ihm kurz und knapp, aber ohne grosses Geschimpfe klar zu machen, dass er nicht die Leute anbellen und auch nicht zu jedem hin muss. Wir haben wie gesagt z.B. auch nicht erlaubt, dass er in den Büroräumen spazierengeht und so. Wer ihn mal streicheln oder "Hallo" sagen will, der darf das gerne tun, aber er darf sich nicht den Leuten aufdrängen. Dein Hund wird sich wahrscheinlich mit der Zeit auch daran gewöhnen, aber er braucht halt zuerst mal die Übung. Und wie Du sonst so schreibst, scheint er ja ein lieber und auch an einiges gewöhnter Hund zu sein. Wenn er ein paar mal mit dabei war und weiss wie das so läuft bei der Arbeit, dann wird es mit ein paar Regeln, wie z.B. den oben genannten sicher auch funktionieren.

Viele Grüsse

Maria

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