Mein Hund versucht immer zu dominieren :: Hundeerziehung + Soziales

Mein Hund versucht immer zu dominieren

von Sabine und Kato(YCH) am 05. November 1999 18:41

Hallo liebe Forumsteilnehmer, ich weiß im Moment wirklich
nicht mehr, was ich noch machen soll. Kato, mein "wilder
Büffel" ist immer so brummig manch anderen Hunden gegenüber.
Ich habe ihn sozialisiert mit vielen Hunden spielen lassen,
aber viel geholfen hat es scheinbar nicht :-( Außerdem ist er
als Welpe 1 x überrannt worden, später mit 17 Wochen gebissen
von einem Dobermann und später dann hat ihm ein Stafford ein
Loch ins Ohr gebissen.
Mal abgesehen davon, er hat einige Freunde, nur ist es
doch immer wieder schön, wenn mal neue dazukommen, ich traue
mich bald nicht mehr und die die er schon angemacht hat,
die kommen zu ihm nicht mehr.
Was mir noch auffällt, wenn ich weiter weg bin, dann ist
er meistens friedlich oder kommt auch gleich zu mir zurück.
Aber wehe, wenn ich näher komme,dann fühlt er sich wieder
so richtig stark. Zu seiner Hundeperson: er ist ein DSH - Rüde
(Rüpel) und 16 Monate alt.
Ich wechsle bei Zeiten auch die Plätze, d. h. ich gehe dann
auch zu anderen Hundeplätzen, wo dann ganz neue Hunde sind.
Mir ist aufgefallen, daß er sich sehr lieb und ruhig verhält,
wenn es entweder ältere Hunde aber auf jedenfall ruhige Hunde
sind. Die die kläffend auf ihn zu kommen oder um ihn rumrennen,
mag er nicht. Ist er normal??? Ich weiß daß seine Geschwister
leider auch so sind, und zwei von seinen Brüdern haben schon
mit 10 Monaten kleinere Hunde gebissen. Gott sein Dank ist
Kato nicht so er grollt nur, aber ich habe eben halt Angst,
daß er es mal tun könnte. Kann man mit der Methode Tellington
Touch etwas tun oder Bachblüten?? Genauso ist es auch manchmal
beim spazieren gehen, manche Radfahrer läßt er so fahren
bei anderen wieder bockt er -obwohl er das vor geraumer Zeit
nicht mehr getan hat. Ich muß dazu sagen, hier bei uns kann
ich ihn leider noch nicht ohne Leine laufen lassen, da hier auch
zuviel Verkehr ist. Dafür kann er dann aber immer und jeden Tag
1 - 2 Std. ohne Leine im Park, Rennbahn oder andere Ecken wo
kein Verkehr ist laufen. Er gehorcht dort auch sehr gut.
Wäre schön, wenn mir andere von Euch von ähnlichen Erlebnissen
berichten könnte bzw. mir mehr über Bachblüten oder Tellington
Touch erzählen könnte, denn ich glaube, es liegt bei ihm so
drin, ein leichter Hang zur aggression.
Für Tips wäre ich dankbar, denn ich habe hier schon einiges
gutes erfahren :-)))

Liebe Grüße von Sabine (ein wenig frustriert) und dem
motzenden Kato, der sonst so lieb ist :-)

von Iris und ERIC(YCH) am 05. November 1999 21:54

Hallo Sabine!

So wie ich das sehe, ist Dein Kato wohl noch so richtig in der "Pubertät".
Schau doch mal in die Hundezeitschrift "Der Hund".
Da ist im Novemder-Heft ein gut geschriebener Artikel über dieses Thema drin.
Wenn man den liest, so sieht man manches doch mit anderen Augen und bekommt noch etwas mehr Geduld mit "Wauwi".
Meiner Meinung nach kann man durchaus Parallelen zu jungen Menschen ziehen.
Wenn Du gelassener und mit Humor reagierst, so wird Kato sicher auch gelassener reagieren.
Außerdem kann es sein, dass er wegen Schmerzen nicht gerade immer so "gute Laune" hat.

ERIC spielt mit unzähligen Rassen, und dabei habe ich festgestellt,
dass Schäferhunde, wenn denn der Halter sie schon mal mit "ordinären", "bunten",
nicht so recht abgerichteten Hunden spielen läßt,
meistens entweder nicht spielen, sondern gleich alle "jagen" oder sie unterbuttern wollen.
Rüde - Hündin klappt nach meiner Erfahrung eigentlich immer,
bei kastrierten Tieren habe ich auch schon öfter Schwierigkeiten beobachtet.

Ich würde Kato an Deiner Stelle erst mal mit seinen Freunden/Freundinnen spielen lassen.
Der Schutztrieb, der ja bei Deinem Hund wohl recht stark vorhanden ist, macht es sicher schwierig.

ERIC und ich haben zur Zeit ganz erhebliche Probleme mit seinem einen Freund,
der ihn jetzt schon zweimal ganz plötzlich ernsthaft angefallen hat,
obwohl die beiden sich sehr gerne mögen und sonst super miteinander spielen,
wobei der "pubertäre Junghund" ganz genau darauf achtet, ja nicht zu frech zu werden.

Du scheinst ja viel Wert darauf zu legen, dass Dein Hund Vergnügen und Spass hat!
Das finde ich toll!
Hab' doch ein wenig Geduld, denn wenn Du angespannt bist, überträgt es sich auf Deinen Hund.
Wenn es ihm erst besser geht, ist er sicher freundlicher zu anderen Hunden.

Bei ERIC hilft immer sehr, wenn ich ihm die anderen Hunde so richtig "schmackhaft" mache,
obwohl er sie ja gerade nicht "verspeisen" soll. ;-)))
Geht doch erst einmal ein wenig miteinander spazieren, bevor Du Kato mit dem anderen Hund rumtoben läßt.
Es könnte ja auch sein, dass der jeweilige "Platzhirsch" auf der Wiese signalisiert:"Hey, hier habe ich das Sagen!!"
Hunde spüren ja kleinste Stimmungsveränderungen.
Geht doch zusammen auf eine Wiese und laßt dann beide frei laufen.
Alles Gute!!!!
Es wird schon werden. Geduld!
Ich bin aber kein "Schäferhunde-Fachmann", obwohl ERIC 3 DSH-Freundinnen hatte/hat, eine langhaarige dabei.
Die spielen z.T. recht rabiat, und mit Hündinnen kommen sie alle drei nicht gut aus.
Ausnahme ERICs beste Freundin (DSH und Kuvasz).
Die drei toben auch lustig durcheinander, auch wenns ans Rangeln geht.

Ich habe kaum Schäferhunde beim Spiel mit anderen Hunden gesehen.
Woran mag's liegen??????
Alle 3 Freundinnen von ERIC werden nicht hundeschulmäßig ausgebildet/ abgerichtet, sondern "nur" gut erzogen.

Viele liebe Grüße für Dich und Kato
von Iris und ERIC,

den ich jetzt das allererste Mal in den 5 1/2 Jahren, die ich ihn bei mir habe (6 1/2 Jahre alt),
zu seiner eigenen Sicherheit aus der Spielgruppe abrufen muss.
Auf seine "alten Tage" hat er blitzschnell gelernt,
dass es aus der "Klöderdose" ein Leckerchen bei "Sitz" und eine Knuddeleinheit gibt.

PS: Danke für Dein Mail! Antwort kommt noch!

von Sabine und Kato(YCH) am 06. November 1999 18:48

Hallo Iris,
danke für Deine tröstenden Worte, werde mir auch nächste Woche
die Zeitschrift besorgen.
Tja in der Pubertät steckt der Rüpel wohl auch, aber mal sehen.
Du hast recht, es könnte besser klappen, wenn er operiert wurde.
Angespannt bin ich eigentlich auch nie, wenn ich mit ihm losziehe,
er soll es ja gut haben und ich bin eigentlich auch immer
fröhlich, wenn ich mit ihm losgehen. Das Ärgernis kommt ja nu
leider immer dann, wenn er schon gerauft bzw. so stinkig war.
Aber keine Angst ich strafe ihn dann auch nur mit Nichtachtung
und gehe dann erst mal ein paar Minuten alleine so rum und
beachte ihn dann gar nicht, allerdings lobe ich ihn ganz kräftig,
wenn er auf Abruf hört und zu mir kommt.
Tja mit Deinem Eric ist ja auch traurig, aber leider habe ich
in unsern Hundeqluicken schon oft gehört, daß viele sich nun
nicht mehr mögen. Vielleicht sollte man trotzdem alle mal zu-
sammen lassen und sich entfernen. Da sind die meisten nämlich
nicht mehr so stark und fallen auch nicht so aus der Rolle.
Nu gut ich Danke Dir jedenfalls nochmal ganz herzlich und
wünsche alles Liebe und Gute für Dich und Eric "der Süße" :-))

Liebe Grüße von Sabine und Kato "der Belzebub" :-))

P.S. Freue mich schon auf Deine nächste Mail :-)))

von Tharin(YCH) am 07. November 1999 01:46

Hallo!

Zum Telligton kann ich nur raten!
Mein Nachbarhund (Labradormix-Macho) hat damit sehr viel Aggression
"verloren". Frueher waere es keineswegs moeglich gewesen, dass er zwar
eher missmutig, aber dennoch ruhig abwartend neben seinem Herrchen sitzt,
waehrend er sich mit mir mit unserem (uebrigens 2 Jahre aelteren,
zuerst "am Platz" wohnenden) Zwergpudelrueden an der Leine unterhaelt.
Natuerlich geht das auch nur, da unserer ein ganz braver ist, was
Ruedenpopelei angeht. smiling smiley
Faengt einer an zu Popeln, muss man halt mit dem Labi vorbeigehen, aber
immerhin benimmt er sich da auch schon nicht mehr ganz wie die Axt im
Walde.
Zudem konnte ich schon nach der _ersten_ "Sitzung" (haette ich NIE fuer
moeglich gehalten) eine grosse Gelassenheit und Entspanntheit bei im
feststellen, waehrend er zuvor immer "unter Strom" war.

Aber suche dir am besten ein Practitioner, nicht nur ein Buch. .)

Gruss,
Tharin

von Sabine und Kato(YCH) am 07. November 1999 22:50

: Hallo Tharin :-))

bin echt für jede Info dankbar, nur wie findet man einen
Practioner?? Glaube kaum, daß in unserer Stadt eine solche
Institution vorhanden ist. Möchte wirklich mehr über das
Thema wissen.
Muß heute aber dazu gestehen, daß er mit vielen Rüden zu-
sammengekommen ist aber zu unterschiedlichen Zeiten und
Siehe da, er war vollkommen friedlich :-)) Heute bin ich
überglücklich, dieser Hund versezt mich immer wieder ins
Erstaunen. Aber trotzdem ich versuche mal eine Adresse aus-
findig zu machen und auf diesem Wege was zu Unternehmen, denn
ich freue mich über alles, was dem Hund auch Spaß macht und
ein Lebenswertes Hundeleben gibt :-)) ohne Zwang und Gewaltfrei
ich liebe meinen "Belzebub" und möchte auch damit zeigen,
daß auch ein Schäferhund lieb sein kann - und nicht nur als
(Gebrauchshund dienen soll)
Viele liebe Grüße von Sabine und dem Wüstling Kato :-))
:
:

von elke(YCH) am 09. November 1999 10:03

: : hallo Sabine,
auch ich habe einen "jungrüpel" der zur zeit alles unterbuttern will. Ernst ist es aber noch nie geworden. Wenn ich merke, daß er andere dominieren will gehen die Besitzer des anderen und ich einfach komentarlos in die andere Richtung... schon findet alles ein Ende. Wenn dein Hund auf Dich achtet funktioniert das am besten.

grüße
Elke

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