Hunde getrennt halten? :: Hundeerziehung + Soziales

Hunde getrennt halten?

von Fanny(YCH) am 30. Dezember 2002 11:57

Hallo,
mit Interesse habe in letzter Zeit die Diskussionen über Mehrhundehaltung gelesen und fand einige wirklich gute Tips dabei.
Im Frühjahr soll zu unserer Schäferhündin, eine Collihündin dazukommen, hoffe natürlich, das sich beide gut verstehen, schließlich sollen sie ja den ganzen Tag zusammen verbringen.
In einigen Postings war die Rede von zerstrittenen Hund, die getrennt gehalten werden. Ich frage mich nur wie soll das funktionieren, wenn die Hunde in einem Haushalt leben. Das soll jetzt kein Angriff sein, es ist wirkliches Interesse. Wie sieht denn so ein Tagesablauf aus, haben die Hunde dann auch genügend Kontakt zu ihrem Menschen? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das getrennte Haltung eine Dauerlösung sein kann. Oder sollen die Hunde über kurz oder lang wieder zusammengeführt werden?
Ich hoffe zwar inständig, das unsere Mädels sich nie so zerstreiten werden, sollte es aber doch soweit kommen, würde ich für die jüngere lieber ein neues Zuhause suchen.

Liebe Grüße Jana

von Elke(YCH) am 30. Dezember 2002 13:37

Hallo Jana,

ich denke, dass eine dauerhafte räumliche Trennung der zerstrittenen Hunde möglich aber nicht vom vorteil (Situation kann sich dabei vertiefen) ist. Für mich ist das eine Vermenschlichte Problemlösung aber keinen falls eine dauerhafte Lösung für die Hunde, zumal diese Haltung sehr streßig ist. Auch leidet bestimmt das Vertrauen des Hundes zu seiner Bezugsperson (Ich spreche nur von Hunden, die zuerst mit der Familie zusammen gelebt haben und dann wegen o.g. Grund auseinander genommen und gehalten werden, nicht von den Hunden die von vornerein getrennt gehalten werden z.B. einer im Zwinger, der andere in der Wohnung)ohne dass das eigendliche Problem gelöst worden ist, nähmlich den Grund warum sie sich plötzlich streiten!

Ich bin deiner Meinung, wenn man den Grund für das Zerstritten sein nicht lösen kann, bzw. sich wieder gibt, (den bei einer Mehrhundehaltung, kommt es immer mal zu kleinere Rempleien, eben wie bei uns Menschen in der Partnerschaft)sollte man besser für den Hund, der kürzer in der Familie lebt einen neuen aber guten Platz finden. (Auch wenn es einem das Herz bricht! Hier sollte man an das Wohlergehen des Hundes denken und nicht an sich).
Gruß
Elke

von Geli & Willi(YCH) am 30. Dezember 2002 14:06

Hallo,

ich kenne einen Fall, da funktioniert es gut. Aber es erfordert Diziplin von den Besitzern. Nur möglich, weil dort zwei Erwachsene und keine Kinder leben. Die Hunde sehen sich ständig, es ist eine Gittertüre eingebaut worden. So haben die Hunde immer Kontakt zu ihren Menschen und die Hunde auch Kontakt untereinander. Die Hunde gehen zusammen Gassi. Das ist kein Problem. Nur im eigenen Grundstück würde es bei den beiden Rüden wegen Spielsachen oder Futter zu ernsthaften Beißereien kommen. Die alte Hündin kann den als letztes dazugekommenen gar nicht leiden, da würde es im Haus sofort krachen, aber die Gitterlösung ist für alle erträglich. Der Witz ist, dass sich die Hunde durch das Gitter freundlich begrüssen und immer gucken, ob die "andere Seite" auch vertreten ist. Aber irgendwie können sie das streiten nicht lassen. Die Leute haben es lange genug probiert und es hat jedesmal mit einem Tierarztbesuch geendet.

Also man kann hier nicht sagen, dass die Hunde völlig zerstritten sind, aber vertragen tun sie sich auch nicht wirklich.

Tschöö

Geli & Willi

von Kathi(YCH) am 30. Dezember 2002 14:16

Hi Geli,

in dem von Dir beschriebenen Fall handelt es sich vielleicht doch um "Trägheit" (oder Bequemlichkeit) seitens der Besitzer. Zumindest was das Futter- und Spielzeugproblem angeht. Genau darum ging es nämlich kurzzeitig auch in meinem Rudel. Kampfbegehrtes Spielzeug wurde entsorgt, Futter in Form von Büffelhautknochen usw. liegt nicht mehr herum (Auslöser waren oft gebunkerte "Vorräte" oder Reste). Gefüttert wird nach einem strikten Muster welches KOnsequent eingehalten wird. Alle 3 fressen in einem Raum. Bei der Futterzubereitung dürfen sie allerdings die Schwelle nicht übertreten, so daß kein Neid aufkommt. Leckerlies gibt es in der Wohnung überhaupt nicht sondern im Garten oder im Zwinger.
Meine Junge Hündin meint gerade ihren pubertierenden Frust an den Rüden auslassen zu müssen - sie schläft daher nachts in einem Gitterkäfig.
Allerdings finde ich die Trenngitter-Lösung immer noch besser als alles andere. Bei meinen ginge das aber nicht - die würden einfach über so ein Gitter "überwegfallen" ;-) Ich habe zwar auch 2 Kindergitter installiert, die auch respektiert werden - aber dabei geht es nicht um ernste Kämpfe sondern darum die Potterschweine von der Wohnung fernzuhalten wenn sie dreckig aus dem Garten kommen. Sie können dann bis in die Waschküche - unsere Dreckschleuse - und nicht weiter. Ein 2tes Gitter ist oben an der TRepper angebracht damnit die Bande nicht jedesmal runtergallopiert wenn es klingelt.

Gruß
Kathi

von katrin(YCH) am 30. Dezember 2002 17:00

Hallo,
aus aktuellem Anlaß kann ich mich jetzt auch dazu äußern :-(
Bei uns klappt die Geschichte recht gut, allerdings sehe ich das auch nicht als Dauerlösung. Die ältere Hündin ist in der Wohnstube (Dachgeschoß) Dort steht auch der Computer und dort halte ich mich meist abends auf. Die jüngere lebt im Geschoß darunter, dort befindet sich die Wohnküche, in der auch der Fernseher ist.
Wenn ich heimkomme, gehe ich erst mal mit den beiden Weibern spazieren, danach habe ich viel unten zu tun. Da ist die jüngere mit mir zusammen. Abends gehe ich meist an den Computer, zur älteren. Die jünger ist dann bei dem Teil der Familie, der fernsieht.
Wie gesagt, es ist keine Dauerlösung und nachdem ich die beiden seit gestern (mit Maulkorb) wieder zusammelasse, habe ich Hoffnung, daß es klappt.
Viele Grüße von katrin

von Tanja(YCH) am 30. Dezember 2002 20:04

Hi Fanny,

ich hab auch schon immer mehrere Hunde und es gibt eigentlich keine Probleme.
Bei mir sind alle Hunde den ganzen Tag zusammen und fressen auch nebeneinander.
Jeglicher Unfrieden wird von mir sofort im Keim erstickt.

Allerdings hatte ich einmal ziemlich große Probleme. Das Rudel war super und es gab überhaupt keinerlei Streiteren. Bis der Rudelboss wegfiel. Dann gingen sich die Rüden an die Wäsche. Und zwar richtig massiv. Sie hätten sich sicher getötet.
Sicherheitshalber habe ich einen Rüden in den Zwinger, es war jedoch klar, daß das keine Dauerlösung sein sollte.
Hab den Rüden dann vermittelt und es war wieder alles in Ordnung.
Eine Zusammenführung wäre absolut unmöglich gewesen.

Bei Bekannten von mir gab es einmal ähnliche Probleme. Auch ein Rudel, nie Schwierigkeiten und als die Althündin ca. 9 Jahre wurde, wollte die jüngere Hündin ihren Platz einnehmen, womit die Ältere nicht einverstanden war.
Nach einigen sehr ernsten Auseinandersetzungen, bei der der älteren Hündin übrigens der Schädel gebrochen und ein Auge ausgebissen wurde, konnten die beiden nur noch getrennt gehalten werden.
Da sie die ältere Hündin nun schon so lange hatten und ihr keinen Besitzerwechsel mehr zumuten wollten (zumal nun auf einem Auge blind) und die jüngere Hündin ihre Zuchthündin war, haben sie sich dazu entschieden, die Jüngere im Zwinger zu halten.

Aber ich denke mal, daß im Normalfall solche Kämpfe nicht allzu oft vorkommen. Und auch Positionswechsel meistens unblutig und teilweise sogar unbemerkt vonstatten gehen.

Viele Grüsse
Tanja



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