Hile - mein Hund beißt ! :: Hundeerziehung + Soziales

Hile - mein Hund beißt !

von Thomas(YCH) am 11. Januar 2003 12:44

Hallo - ich habe ein Problem :

ich habe mir aus einem Tierheim einen 1 1/2 jährigen Husky-Collie Mix zugelegt (hatte vorher 13 Jahre einen riesigen Schäfer) ! Laut Vorbesitzer und TH ist seine 'Macke' (die für mich keine ist), dass er nicht alleine sein kann (die Vorbesitzer hatten wohl Streß mit dem Vemieter und haben das Tier abgegeben, statt umzuziehen)

Schon nach kürzester Zeit bricht ein Hütetrieb durch, den er lt. Vorbesitzer nie hatte (ich habe den Verdacht, dass der Hund sehr streng und wenig zimperlich erzogen wurde - der kam sogar mit Stachelhalsband ins TH).

Bei mir knurrt er ab und an den Besuch an.
Vorgestern hat er draußen eine Nachbarin die mich grüßte knurrend angefallen und nach der Hand geschnappt.
Das gleiche heute mit einer anderen NAchbarin die nur fragte, ob ich einen neuen Hund habe und der ich mich freundlich gegenüber verhalten habe (ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Nachbarn)
Da er an der Leine war hatte ich unmittelbaren Zugriff und hab den Griff in den Fang angewendet.
Am Tag darauf war ein Freund zu BEsuch. Als er - ich war circa 3 Meter dahinter - das Esszimmer durchquerte, wo der Hund liegt, sprang dieser plötzlich knurrend auf und biß meinem Freund in den Oberschenkel (es blutete) !
Wieder die Maßregelung und man konnte dem Hund anmerken, dass er wußte, dass das nicht OK war (um genau zu sein : absolut sch****)

Am Abend bekam ich Besuch von meinen Schwiegereltern (haben auch immer Hunde gehabt) Als wir im Esszimmer am großen Tisch saßen habe ich den Raum mal kurz verlassen und meine Frau war in der angrenzenden Küche. Da schlich der Hund unter den Tisch und fing an, meinen Schwiegervater anzuknurren. Meine Frau hat den Hund zurückgerufen, was auch funktinierte.
Lt. Vorbesitzer soll er nie dieses Verhalten gezeigt haben.

Wir haben den Hund erst 8-9 Tage und ich erziehe meine Hund ausschließlich mittels positiver Konditionierung, was auch sehr gut funktioniert.
Ach ja : der Hund hat sich von Anfang an untergeordnet und es gibt absolut keine Dominanzprobleme. Der Hund ist auch etwas unsicher und ängstlich (etwas), doch dass kann ich nicht auf die Beißattacke zurückführen.

Jetzt haben wir kleine Kinder im Freundeskreis und Besuch bekomme ich beinahe täglich (ich arbeite auch zuhause und bekomme nächste Woche einen Schülerpraktikanten)

Wer weiss einen Rat ?

Grüße
Thomas

von B&S(YCH) am 11. Januar 2003 17:10

hallo Thomas ,

am besten professionelle hilfe, hier findest du evtl. jemanden in deiner nähe:

[www.ig-hundeschulen.de]

alles gute für euch und den köti!
Birgit & Scotty





von Tanja(YCH) am 11. Januar 2003 17:26

Hi Thomas,
ich denke Du solltest da nicht selbst und allein *rumdoktern*. Hört sich recht massiv an und gehört wohl in die Hände eines wirklichen Fachmanns/Fachfrau (auch wenn die Suche nach dem/der richtigen etwas dauern kann).

Alles Gute!
Tanja


von Marina(YCH) am 11. Januar 2003 17:44

Hallo Thomas,

Ich kann mich den beiden anderen nur anschließen. Wenn Du bereit bist, dem Hund eine Chance zu geben und an diesen doch recht massiv klingenden Problemen zu arbeiten, würde ich Dir auch raten, Dir fachkundige Hilfe vor Ort zu suchen, jemanden, der sich den Hund und sein Verhalten nicht nur auf einem Hundeplatz, sondern auch bei Euch zuhause anschaut um sich ein genaues Bild zu machen und gezielt daran arbeiten zu können.

Bis Du jemanden wirklich guten gefunden hast (ist ja meist nicht ganz einfach) würde ich einfach versuchen jeglichen Schaden zu vermeiden, den Hund an einen Maulkorb gewöhnen, ihn ggf. wegsperren wenn Besuch da ist usw.

Viel Glück für Euch und den Hund, Marina.

von tessa(YCH) am 11. Januar 2003 17:53

Hallo Thomas.

Ich kann mich den anderen nur anschließen - ein Fachmann sollte die Situation mal vor Ort beurteilen.

Bis dahin würde ich den Hund schnellstmöglichst an einen Beißkorb gewöhnen und dem Hund diesen anlegen, wenn Besuch da ist.
Das ist zwar eine heftige Maßnahme, aber bevor es wieder zu blutenden Verletzungen womöglich bei einem Kind kommt, finde ich das notwendig.

Gruß
tessa

von Sabine und Kato(YCH) am 11. Januar 2003 20:44

Hallo Thomas,

kann auch nur den meisten zustimmen - Fachmann/Fachfrau muß her -
aber eines stimmt mich schon ein wenig bedenklich, kann es sein, daß
nicht auf einmal zuviel auf diesen Hund eingeströmt ist, zuviele Menschen zuviel neues. Ich kann mich nur dran erinnern, daß Tierheimhunde ersteinmal mit ihrer neuen Situation und auch Umgebung langsam zurechtfinden sollten. Nach ca. 8-9 Tagen war das ja schon eine ganze Menge? oder seh ich das falsch. Es wird immer wieder gesagt,
daß die Tierheimhunde auch eine gewisse Zeit brauchten, tja und wenn Du sagst, daß er eher den ängstlichen anschein hat, dann ist das ein
ganzes Arsenal an neuen Gefühlen.
Wie haben denn die Leute aus dem Tierheim reagiert? Gibt es dort keine Ansprechpartner für diese Probleme? Auch wenn man sagt lt. Vorbesitzer hat er das noch nie getan, ja aber wie hat der Hund vorher gelebt? Gab es dort viel Besuch? Da gibt es einige Faktoren, die aber besser mit Fachleuten zu besprechen sind. Vielleicht gibt es ja so einen Ansprechpartner im Tierheim, bei uns in Bremen gibt es extra sogar eine Frau, die kümmert sich gerade in der Anfangszeit darum, wenn es Probleme gibt.

Ich drücke Euch ganz feste die Daumen und viel Erfolg, und gib Deinem Hundi auch die nötige Zeit, da Du ja schon mit einigem angefangen hast
glaube ich schon, daß es klappt. Und Maulkorb ist am Anfang nicht immer das schlimmste, er muß ja auch erstmal Vertrauen bekommen.
Einem bekannten von mir ist es auch geklückt (auch Tierheimhund und war sogar bissig) nach gut einem halben Jahr hat er es geschafft, daß der Hund jetzt echt ein Musterhund ist und er hört super gut, besser
als meiner (schäm)
Versuch es mit Fachgerechter Hilfe, wird schon :-)

Ganz Liebe Grüße und Viel Glück
Sabine und Kato

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