Hilfe!Mein Hund hat gebissen. :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe!Mein Hund hat gebissen.

von Tanja(YCH) am 27. Januar 2003 11:31

Hallo Antje!

Erstens einmal tut mir leid, hatte nicht gewusst, dass du Hunde mit Vorbesitzern hast! Will nicht mit dir streiten, jeder hat seine eigene Ansicht über Hundeerziehung : )!
Ich glaube aber du verstehst meine Ansicht nicht! Ich bin schon für eine autoritäre Erziehung, und will das Verhalten des Hundes nicht entschuldigen - da ist er eindeutig zu weit gegangen. Und es ist notwendig die Rangordnung zu klären. Ich wollte einfach nur eine alternative Erziehungsmethode aufzeigen, damit sich Evamaria alles anschauen kann, was ihrem Hund helfen kann! Ich hätte an ihrer Stelle auch anders reagiert - hätte ihn wahrscheinlich auf den Rücken geworfen und zurück gebissen, hab ich bei meinem Hund auch mal gemacht als er beim Spielen zu grob geworden ist - das hat wahre Wunder gewirkt : )!
Ich wollte dir nur erklären warum der Hund wahrscheinlich beisst, und man soll dann doch nicht noch mehr kaputt machen, und besser zu jemanden gehen der sich da wirklich auskennt! Es ist halt nicht einfach wenn man sich einen Hund nimmt, der schon so viel negative Erfahrung vor dir gemacht hat, da muss man wirklich konsequent sein, das können nicht viele Leute!

Lg Tanja

von Doris m. Nico&Elia(YCH) am 27. Januar 2003 11:57

:Hallo PH,

ich wiederhole es jetzt auch nochmal ganz langsam speziell für dich (wäre nicht nötig, wenn du meine Postings gelesen hättest):

Ich habe nicht generell in Frage gestellt, dass in Einzelfällen entschiedenes und nicht zimperliches Eingreifen in bestimmten Situationen von Nöten ist, gerade wenns um das "gedeihliche" Miteinander geht. Dennoch dürfte auch dir bekannt sein, dass gerade Agressionsverhalten seinen Ursprung häufig in Angst hat und kein Fall von Dominanzbestrebungen ist. Was bei Evamaria vorliegt kann man meines Erachtens aus ihren Angaben nicht schließen und ich bin numal der Überzeugung, dass man Angst in der Form wie du sie schilderst nicht begegnen kann.
Aber selbst angenommen es ginge um das Ausfechten von Rangpostionen, halte ich es nachwievor für gefährlich, unsicheren Haltern einen Rat zu geben wie: "...der braucht den Frack voll" und dass mit einer Begründung: dass man da eben was einstecken können muss wenn der Hund sich wehrt.
Und einzig und alleine, dass war der Ansatz meiner Kritik.
Dass sind Maßnahmen, die können vielleicht du und Antje aufgrund jahrelanmger Erfahrung auch mit schwierigen Hunden praktizieren, aber sicher nicht Evamaria (im Moment jedenfalls).

Ich halte es da für absolut angebrachter, wenn sie da erstmal kompetente Hilfe sucht und Situationen dieser Art nicht grundsätzlich, aber erstmal, meidet.

Und wenn du jede Paarung auseinandserreißt, die in deinen Augen nicht "passend" ist, müsstes du sicher 70% der Hundehalter in Deutschland enteignen.

Und was das Ganze jetzt mit meinem Alter und der Anzahl meiner Hunde zutun hat, versteh ich nicht. Noch ist das Posten hier nicht auf auf Ausbilder ab 60 mit mindestens 1000 verschlissenen Hunden begrenzt.

Aber ich bin mal nicht so: ich bin 40 und Nico und Elia sind Hunde Nr. 6 und 7 ( ab teeniealter gezählt).
Und es gibt tatsächlich Leute die lernen mit fünf HUnden nicht dass, was andere mit einem lernen.


Etwas entnervte Grüße
Doris , die folgenden Weg geht: So positiv wie möglich , so negativ wie nötig

von Sonja(YCH) am 27. Januar 2003 12:31

Hi Antje,

:Wenn er weiß, daß er den "Frack voll bekommen WÜRDE", wenn er
:dieses oder jenes tut, und es dann nicht tut, dann hat er Respekt. So läuft es zumidest im Rudel...


Das würde ja bedeuten das der Hund entweder ein "Unrechtsbewusstein" hat oder nur aus Angst vor Repressialien gehorcht.

Führen wird nicht der, der am härtesten durchgreift, sondern der, der am schlausten und souveränsten ist. Das hat auch die Primatenforschung ergeben, welche ja auch intelligente Tiere in Sozialverbänden sind.

: Das sehe ich anders. Respekt erwirbt man, in dem man sich als
: kompetent erweist.

Un ddas bist Du nicht, wenn Dein Hund weiß, daß er sich nicht alles bei Dir herausnehmen darf?

Das weisst der Hund in erster Linie dann, wenn ihm klar ist, dass er mensch in jeder Situation vertrauen kann.

Als ich meinen jetzigen Hund bekam, war ich auch manchmal an dem Punkt wo ich mir dachte "jetzt kriegst Du den Frack voll, ich lass mich doch von Dir nicht verscheissern".
Die Reaktion meines Hundes auf meine Einstellung sprach Bände. Erhat sich schön aus meiner Reichweite gehalten, bis ich wieder absolut locker und cool war. Ganz als würde er denken "wenn Du nicht locker und souverän auf mich wirkst, kann ich Dir nicht vertrauen und halte mich fern". Damit hat er mich doch ganz schön etwas beigebracht.

Mein Hund hat 110% Vertrauen zu mir und daraus resultieren entsprechenden Respekt.

Weiter habe ich die Erfahrung gemacht, dass mein Hund um so besser gehorcht, je entspannter und freundlicher ich mit ihm umgehe. Ein harter Ton verunsichert ihn und er gehorcht dann weit weniger gut.
Ich persönlich lass mir auch lieber von jemandem etwas sagen, der immer souverän und locker bleibt, als von einer Person die meint "hart durchgreifen" sei der Mittel der Wahlsmiling smiley

Liebe Grüsse
Sonja






von Pat1(YCH) am 27. Januar 2003 12:40

hei
es ist eine absolut menschliche reaktion,dieses"dem gings früher schlecht und nun freut er sich und hat vertrauen".parallel dazu läuft oft die sache dergestalt ab,daß man,aus lauter tierliebe,dem hund dinge nachsieht,die sich dann verselbstständigen.schleichend,unbemerkt,ist ja auch nicht wie eine dampfwalze zu sehen.
einige dinge in loser form:
grundübungen gehorsam nicht einmal durchziehen,dann nie mehr.sie sind das instrument,um laufend an der beziehung zu arbeiten.
futterdosen 1.sowieso nie rumliegen lassen.
2.,alles wegräumen,was solch eine aktion auslösen könnte.auch das spielzeug,auch wenn er dabei nicht beissen will.spielzeug erst mal nur,wenn ihr spielen wollt,nicht er.und aufhören damit,solange er noch voll dabei ist.dazu ev platz,ein aussignal,lob.
futter und leckerlie gibts nur auas der hand,und schon gar nicht einfach so.hund muss was tun dafür.nicht nur sitz und dann schüssel hin,neinnein,schon etwas diffiziler.schüssel nach füttern weg bis zum nächsten mal.runter von den erhöhten positionen,wenn euch der gedanke sinn macht.beim laufen an die leine und kontaktübungen.darüber aber das beweg.bedürfnis nicht über gebühr beschränken,das ist sonst nicht hilfreich.als leckerli gibts erst mal keine ohren mehr.nur noch kleine dinge,die ihr auch nicht aus der hand gebt.
zwischen 2 fingern halten und ihn dran schlecken lassen,dann erst geben,und nicht vergessen,vorher arbeiten lassen.
das leckerli muss sanft aus den fingern genommen werden,nicht unter einsatz von zahn.wer mich in den finger zwickt,der braucht auch kein leckerli.man beisst nicht in die hand,die einen füttert.wers nicht weiss,kann es lernen.
hütet euch davor,zb ein sitz zu verlangen,dann aber ,weil hund den finger benagt zb, das leckerli nicht zu geben.er hat ja gehorcht.
zuvor müsst ihr das eine ohne das andere üben.
sanft leckerli fressen kann eine alleinige übung sein.

dies nur zum nachdenken.es gibt noch viel mehr,sucht doch mal im archiv.
oder sucht nen trainer,der einzelstunden gibt,denn hier gehts nicht um alleinige dominanz,die man dem vieh austreiben muss.

an die anderen:
interessant.den frack voll.stiefel in die rippen.mein alpha tötet einen,der sich das traut.
dieser alpha käm mir übrigens gerade recht.töten wollen darf er den anderen,aber dazu wird er nicht kommen,wenn ich es verhinden kann.
es ist erstaunlich,daß man so stolz auf seinen hund sein kann,der sich ja soooo artgerecht verhält.nur,wir leben nicht im yukon-territory.auge um auge ist uns nicht mehr möglich,und unseren hunden auch nicht mehr.auch wenn es einige zutiefst bedauern.
ein hund,der von der halterin als treuer kumpel seit 7 jahren bezeichnet wird,der 2m im jahr kurz spinnt,als austicken kann man sowas ja nun nicht bezeichnen,und von alleine kommt das schon gar nicht,den mit stiefeln zu traktieren,weil man iihm so gutes tut,ihn erleichtert,das ist ja wohl daneben.
mit fast 100% sicherheit(fast deshalb,weil die halterin auf das zustandekommen so wenig einging) geht es hier,wie fast immer,ohne frack voll und stiefel.
ich wünsche dem hund,daß die leute das auch erkennen,denke doch,und dem tier,dem treuen kameraden seit 7 jahren,die möglichkeit geben,sein seltenes fehlverhalten,was nicht 2x im jahr vom himmel fällt,anders
abzulegen als in der geschilderten form.

gruss pat

von Sonja(YCH) am 27. Januar 2003 12:37

Hi Attila,

:
: ich habe mal ein Hundebuch gelesen, da wird empfohlen, einen renitenten Hund festzubinden und ihm mit aller Kraft Stockschläge zu verpassen - nein, es war nicht von 1890, sondern eher von 1980.

Ich kenne ein ähnliches Buch. Ist auch noch gar nicht so alt und nennt sich "Hundeerziehung ohne Zwang". Schon bitter, dass solche Brachialmethoden in unserer Zeit noch empfohlen werden.


:
: Von einer Tracht Prügel kann doch gar nicht die Rede sein, sondern von einer gezielten und angemessenen Reaktion.

Da bin ich mit dir einer Meinung.
Nur, was soll sich ein Hundeanfänger darunter vorstellen, wenn man ihm sagt "der muss mal den Frack voll bekommen"? Ich wette, fast jeder wird das als eine Tracht Prügel interpretieren.

Liebe Grüsse
Sonja

von Pat1(YCH) am 27. Januar 2003 12:48

hei ph
ein einmaliges,superkurzes,gezielt eingesetztes und gehandhabtes einwirken könnte das meiste bereinigen.
sofern es zum hund,und vor allem zur situation,denn die kommt ja woher,passt.
soweit sind wir nicht richtig uneins.
aber:glaubt hier einer von euch,halter,die derart gestrickt sind,die ihren hund auch lieben,sind in der lage,einfach so,durch so geistreiche ratschläge,solch eine einwirkung fachkundig durchzuführen?
nein.
oder es ist sinnvoll,solchen haltern zu einem tritt zu raten?
ihr kennt den hund nicht.tritt,falsch plaziert,falsch ausgeführt,kann nciht nur zur gegenwehr führen,sondern beinhaltet auch ein verletzungsrisiko des hundes.
ich gebt mir echt zu denken.grau ist alle theorie.
grüsse an den alpha
pat

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