Hilfe!Mein Hund hat gebissen. :: Hundeerziehung + Soziales

Hilfe!Mein Hund hat gebissen.

von Antje(YCH) am 26. Januar 2003 07:43

Hallo Rosine,

bei mir ist noch alles dran, nur zwei Narben, eine davon eine recht große am Oberschenkel, sagen mir nach über 25 Jahren auch heute noch, daß es besser ist, so eine Sache ein für allemal zu klären als unvorbereitet von einem Hund angegangen zu werden. Damals bin ich in ca. 3 m Entfernung an einem Stein vorbeigegangen (den ich gar nicht gesehen habe), den ein vor der Haustüre liegender Hund als sein Eigentum betrachtet hat, und das war neben dem Irrtum eines Boxers (weil der meinte gar nicht mich) der einzigste schwere Hundebiß, durch den ich verletzt worden bin. Von den sog. "Problemhunden", mit denen ich mich beschäftigt habe, habe ich im schlimmsten Fall einen Krazter davongetragen, obwohl ich mich häufig dem Hund gegenüber recht dominant ud dadurch provozierend verhalte. Leichtsinnig sollte man dabei natürlich nicht werden...

Viele grüße

Antje

von Cindy(YCH) am 26. Januar 2003 07:53

Hallo Evamaria,

: Auch das Nackenschütteln nach dem Vorbild der Hundemütter habe ich praktiziert

Nackenfellschütteln ist keine "Erziehungsmethode".
Du wirst nie eine Hundemutter sehen, die ihre Welpen/Junghunde im Nacken packt und schüttelt.
Das gehört in Richtung Ernstkampf. Und hat dort eine vollkommen andere Aussage.

Gruss Cindy

von P.H(YCH) am 26. Januar 2003 09:16

Tschau Doris

Wie viele Hunde hattest Du und wie alt bist Du?
Leider sieht man das an den Antworten nicht.

Diesem Hund gehört im richtigen Augenblick ein massiver Eingriff, damit er danach weiss, wie er sich verhalten muss. Denn geht das so weiter, dann wird es wahrscheinlich immer wie schlimmer. Die Erziehung ist eine ganz einfache, so einwirken, dass er nie mehr beisst. Bei mir hätte er einen Schuh in den Rippen, ob das ein hündisches Verhalten ist oder nicht, es ist meines.

Ist dieser Rat gefährlich?

Ja es könnte sein, dass der Hund nochmals beisst. Aber wird es nicht halbherzig ausgeführt so ist die Chance gross, dass der Hund erschrickt und mal paff ist. Aber wenn man in dieser Situation nicht zurecht kommt, dann hat man den falschen Hund.

Wirklich gefährlich sind eigentlich Leute wie Du, die denken einem Hund darf nie ein Haar gekrümmt werden, auch wenn er beisst, oder solche wie Evmaria die zuwenig Mut haben, für den eigenen Hund.

Was ist, wenn der Hund gerade was bewacht und ein Kind zu läuft. Er erzog seine Umgebung ja durch beissen, mit Folgen die im Spital behandelt werden mussten. Was ist dann? Ist dann das Kind schuld? Wie zeigt er sich, wie ist sein Verhalten. Wie korrigiert er seine Hundeführerin? So wie er sie korrigiert, das ist für ihn natürlich. Er beisst. Haben wir nicht das Anrecht uns zu wehren wenn er beisst? Dann muss ich nämlich nicht mehr knurren. Ich kann Dir ja mein lieber Alpha da hin stellen. Das liebste Tierchen, wird er aber gebissen, dann beisst ihn danach dieser Hund nie mehr und das nicht weil er tot wäre, sondern weil er sich das ein zweites mal nicht getrauen würde. Dann wird er auch nicht mehr ignoriert, von da an hätte dieser Hund nicht mehr das Anrecht, erhoben in der Nähe des Alpha zu sein. Also wäre eigentlich klar, ein massiver Eingriff und dann die Schrauben anziehen und zwar zünftig.

Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich solche Leute wie dich höre.

Gruss P.H

P.S Evmaria du musst nicht ein Jahr mit der Wurfkette umher laufen, bis der Hund wieder beisst. Man kann ihn auch provozieren und dann ist man vorbereitet. Das wäre übrigens auch das, was mein Alpha machen würde danach, ihn extra provozieren und dadurch dass er sich nicht getrauen würde, sich zu wehren, hat es ihm automatisch wieder eines auf den Kopf gehauen, sprich seine Rangordnung wäre ihm wieder aufgezeigt worden.

: Vor allem muss ich meinen Mann dazu bringen, das Tier nicht so wie bisher zu
:verhätscheln.

Da kann ich auch nur den Kopf schütteln. Dein Hund beisst Dich und Du korrigierst deinen Mann. Das finde ich eine logische Verknüpfung. Aber wahrscheinlich beisst dein Mann nicht, dann kann man ja ihn ein wenig terrorisieren, wenn man schon zu wenig Mut für den eigenen Hund aufbringen kann.

von Attila(YCH) am 26. Januar 2003 09:28

Hi Antje,

: Sorry, aber so Sachen wie "Er darf nicht auf's Sofa, weil das seine Position stärkt" oder "Er darf nicht als erster durch die Türe gehen" usw., wie es oft empfohlen wird, wenn es solche Probleme gibt, DAS ist für mich ein Herumdoktern an Symptomen.

das sehe ich auch so. Diese Ratschläge sind viel zu allgemein. Meine Hunde liegen oft auf dem Sofa und drängeln sich zuerst durch die Tür, aber ich brauche nur ein wenig die Stimme zu erheben, und sie verziehen sich auf ihren Platz - ohne daß ich ihnen je etwas angetan hätte, es ist einfach so. Wenn's jedoch, wie anscheinend in diesem Fall, konkrete Situationen gibt, in denen der Hund zupackt (wie Futterschüssel, Schweineohr, Besetzung des Bettes oder sonstwas), dann macht es allemale Sinn, diese Situationen möglichst genau auszuleuchten und so zu provozieren, daß man den Hund im selben Augenblick, wo er sein Angriffsverhalten zeigt, am A... kriegt - und zwar kräftig. Solche Amlässe lediglich zu meiden, bringt nichts, der Hund wird sein Verhalten dann auf andere Bereiche ausweiten und seinen Menschen schließlich auf Schritt und Tritt gängeln; der müßte bei allem, was er tut, gewärtig sein, daß sein Hund hinter ihm steht :-).

Äh - warum habe ich das jetzt eigentlich geschrieben? Hat mit Deinem Posting eigentlich gar nix zu tun. Aber egal...

Gruß, Attila

von P.H(YCH) am 26. Januar 2003 09:29

Tschau Evmaria

Musst Du immer den alten Bericht stehen lassen?

Kopiere doch das, was Dir wichtig wäre z.B

grinning smileyann würde ich keine Futterdosen mehr rumliegen lassen

so hinein mit Doppelpunkt im Voraus. Dann kannst Du gezielt Antwort geben. Zwei Antworten vorher ::.

Es ist einfach ein wenig übersichtlicher und es macht das ganze ein wenig angenehmer.

Gruss P.H



von josh(YCH) am 26. Januar 2003 10:47

Hi,
Schreien kann einen Hund sehr beeindrucken, und ein Hund kann sehr wohl zwischen den hohen, spitzen Schmerzensschreien eines Unterlegenen und dem drohenden Gebrüll eines Stärkeren unterscheiden. Ich kenne eigentlich keinen Hund, dem es völlig egal ist, wenn er angeschrien wird.
In der konkreten Situation hätte ich allerdings auch massiver zugelangt, deutlich den Hund auf die Seite gebrettert, laut angemault (drohend, tief) unddort fixiert, Hand über die Schnauze.

Aber: Hätte man den Hund nicht jahrelang falsch behandelt, hätte es zu so einer Situation gar nicht erst kommen müssen. Daher: jetzt nicht "provozieren", also eine solche Situation gewollt herbeiführen und dann massiv zuschlagen - das ist a) unschön und unnötig und b) bei einem größeren Exemplar wirklich ziemlich gefährlich!!

Stattdessen: Einen kompetenten Trainer suchen und ein gezieltes Dominanzprogramm durchziehen. Will heißen: Ab sofort tut der Hund ohne Dein Kommando gar nichts mehr. Futter gibt es nur nach vorherigem Absitzen, auf Dein Kommando wird gefressen, zwischendurch mit Deinem Kommando auch unterbrochen. Platz-Bleib-Übungen, viele und oft. Aufstehen nicht dulden. Genauso JEDES Kommando durchsetzen, wenn ihr sicher seid, das er es kennt. Viel Grundlagentraining machen, also Sitz, Platz, Fuß - alles freundlich und spielerisch mit viel Lob, aber eben SEHR konsequent. Er soll schon Spaß dran haben, aber DU mußt diejenige werden, die sagt, was jetzt gemacht wird. Er soll sich an Dir orientieren, nicht umgekehrt. Kein Spielzeug mehr rumliegen lassen, Futter schon gar nicht.
Gespielt wird nur auf Deine Aufforderung, geschmust ebenso. Ihr solltet sehr viel miteinander spielen und schmußen, aber IMMER unter Deiner Regie - Du beginnst, Du beendest das ganze, ignorierst seine Initiative komplett (auch z.B. zum Rausgehen oder so), DU sagst, wann ihr schmust (ihr solltet sehr viel Körperkontakt haben, aber DU bestimmst wann und wie lange). Zuerst durch die Türe, ihn öfter mal irgendwo warten lassen und selber vorgehen, dann nachrufen. Nicht in Durchgängen und in der Raummitte oder gar erhöht liegen lassen. Unregelmäßige Fütter-, Spiel und Spazierzeiten - der Hund soll keine Sicherheiten mehr kennen, außer Deiner Person. DU sagst ihm, was als nächstes kommt, er weiß es nicht, da keine Routinen mehr vorhanden sind. Sobald er kooperiert immer SEHR loben. Langsam dann auch schwiereige Sachen wie Spielzeugwegnehmen, Fressen unterbrechen (und dann SOFORT zurückgeben, er soll ja nicht lernen, daß es ihm weggenommen wird, sondern daß er auf Dein Kommando aufzuhören hat) usw. einüben - vielleicht besser unter Aufsicht, denn wenn Du unsicher bist, ist das ganze von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Meistens kann man sowas wirklich ohne massive Eingriffe (Gewalt) lösen, indem mit langsamen, schrittweisen Training dem Hund zeigt, wer der Chef ist - ohne ihm wehzutun.

Grüße
josh

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