auch mein Hund hat Angst. :: Hundeerziehung + Soziales

auch mein Hund hat Angst.

von Ilonka(YCH) am 03. Februar 2003 16:33


Liebe Tierfreunde,

jetzt muß ich euch euch mal um Rat fragen. Seit 8 Wochen habe ich von einem Züchter einen 2,5jährigen Sarplaninac (Jugoslawischer Hirtenhund) eine Hündin bekommen, die in Kroatien geboren wurde und dort 1,5 Jahre lebte. Der Züchter sagte schon, daß wir keine schnellen Bewegungen machen sollen, kurzum, der Hund hat Angst vor allem was laut ist und raschelt. Das hat uns nicht davon abgehalten Donna nicht zu nehmen. Ich bin hundeerfahren und sah es als kein Problem an. Auch hatte ich mich mit dem Wesen der Hirtenhunde befaßt, ich wußte, daß so ein Hund eine Herausfordrung wird. Donna lebte beim Züchter im Rudel und kannte keine Befehle, wie Sitz und Platz usw. Spazierengehen kam ganz selten vor. Er war auch sofort bereit mir diesen Hund zu verkaufen, ohne zu sehen, wo sie mal hinkommt. Er sagte auch, daß sie zuchtuntaublich ist wegen HDj, inzwischen habe ich ihr Bein mir mal betrachtet, ich glaub das hat mit HD nichts zu tun, beim Sitzen spreitzt sie es ab und beim Liegen auch. Aber sonst scheint ihr nichts weg zu tun. Sie rennt auch wie ein Pferdchen... Ich habe eine schlimme Vermutung, ich glaube, daß Donna geschlagen wurde, wo, ob in Kroatien oder beim Züchter, weiß ich nicht. Immer wenn ich ihr Fressen gebe, schleicht sie sich heran und schreckt zurück, sie stielt es sich förmlich. Auch beim Streicheln, wenn ich sie mal zu fassen kriege, ist ihr nicht wohl dabei.Wir sind hier alle gut zu ihr, sie hat noch kein Vertrauen gefunden. Spazierengehen hat sie täglich bei uns, anfangs ging sie auch gerne mit, wenn sie die Leine sah, freute sie sich und jetzt kann ich rufen und Kniefälle machen, sie kommt nicht, gehe ich einen Schritt auf sie zu, geht sie einen nach hinten. Wenn ich es mal geschafft habe und sie streicheln kann, dann schmust sie unendlich, 10 Minuten später kennt sie mich nicht mehr. Dann versteckt sie sich im Garten und schaut mich aus einer Entfernung an. Sie hat eine tolle Hütte bekommen, in der sie auch 1 Woche schlief, jetzt hat sie sich im Garten ein Loch gebuddelt, in dem sie schläft. Es kann schneien oder regnen, den Hund stört es nicht.

Was ist diesem Hund geschehen? Wird dieses schreckhafte Verhalten irgendwann mal weg sein? Ich habe viel Geduld und Liebe für sie, wird sie es merken? Ich vermute, daß man Donna ausgehungert hat um sie zu erziehen, und immer wenn sie Fressen bekommen hat, hat man sie geschlagen, ist das möglich???

Vielleicht weiß jemand von Euch einen Rat.

Viele Grüße von Ilonka und Donna



von Nina mit TC(YCH) am 03. Februar 2003 19:54

Hallo!

Vielleicht hatte sie durch die Rudelhaltung wenig Kontakt zu Menschen und wurde auch im Zwinger bzw. im Freien gehalten. Wurde ein HD-Röntgen jemals gemacht? Der Sarplaniac ist doch außerdem auch eher ein Hund, der den Aufenthalt im Freien liebt?
Natürlich kann sie geschlagen worden sein, gibt es irgendwelche körperlichen Spuren dafür?

Sonst würde ich sagen: Geduld mit dem Hund haben. Ich denke, dass sie mit der Zeit zu euch Vertrauen fassen wird.

Viel Spaß noch mit der Großen!

Lg Nina mit Tina & Chelsea

von Elke K.(YCH) am 03. Februar 2003 23:33

hallo Ilonka,

: Was ist diesem Hund geschehen?

Überlege mal, ich glaube vor 2,5 jahren herschten in Kroatien noch der Bürgerkrieg, d. H. Donna hat alles diesbezüglich mit bekommen bzw. von ihrer Mutter beigebracht bekommen. Dies könnte auch das verhalten von ihr beim Fressen erklären. Auch hat sie nie richtigen Menschlichen kontakt bekommen schon gar nicht in Kroatien wo sie ja geboren ist. Die Geräuschangst kann vom nichtts kennenlernen und vom Krieg herühren. prüfe doch mal dies nach ob in der Region wo Donna geboren und aufgewáchsen ist zu dieser zeit noch Krieg war.

Wird dieses schreckhafte Verhalten irgendwann mal weg sein?

Wenn du ihr die Chance gibst und die nötige Liebe, Geduld, Verständnis und auch eventuel Profisionelle Hilfe in anspruch nimmst wird sich dies in ferner Zukunft zumindestens erhebluch bessern.

Ich habe viel Geduld und Liebe für sie, wird sie es merken?

Du benötigst viel viel Geduld, (warscheinlich mehr als du jetzt denkst) und Liebe um ihr zu helfen. Wenn du dies alles aufbringst, wird sie dir dies eines Tages auch wider zurück geben. Mit anderen Worten sie merkt es auf jeden Fall.

Ich vermute, daß man Donna ausgehungert hat um sie zu erziehen, und immer wenn sie Fressen bekommen hat, hat man sie geschlagen, ist das möglich???

Es ist vieles möglich allerdings warum sollte man sie schlagen wenn sie Fressen bekommt? um sie zu erziehn ist eher möglich.
Allerdings prüfe lieber mal nach ob zu derzeit wo sie noch in Kroatien gelebt hat dor Krieg geherscht hat! Denn man ist immer mit vorurteile bzw. verurteilungen schnell bei der hand. Sollte es sich heraus stellen das der Züchter sie mißhandelt hat, würde ich ihn anzeigen, denn dann ist dies nicht das einzige Tier!!!!

mein Rat ist;
Sie benötigt noch sehr viel Zeit um sich bei euch ein zu leben! Dann müsst ihr das Vertrauen von ihr gewinnen! Dies allein benötig mehr als 8 Wochen. Daher kann es sein, dass Sie momentan mit allem überfordert ist. Ich weiß und ich kann es aus deinen Zeilen lesen, daß ihr sie niemals überfordern wolltet und wollt, deshalb versteht mich nicht falsch. Macht also momantan sehr wenig mit ihr, laßt sie da schlafen wo sie möchte(sie kennt keine Hundehütte), streichelt sie weiter wie bisher macht auch weiter hin spaziergänge, aber nicht solange und eventuel erst mal in einem auslaufgebiet und nicht wechseln.

solltet ihr hilfe bei einem Therapeuten suchen, achtet darauf, dass ihr einen wählt,der mit solchen Rassen Erfahrungen hat. Hier mal eine gute Adresse: Animal learn: Email:animal.learn@t-online-de klingt euch mal da rein. ich denke das man dir da am besten weiter helfen kann.

Gruss
Elke und Rudel


von Pat1(YCH) am 04. Februar 2003 05:24

:
hei
alle bisher genannten dinge können in frage kommen und noch mehr.
auch daß hunde fressen u schlagen als eines kennen,ist keine seltenheit.
habe auch so einen fall.futter gab es erst mal aus der hand,und zwar ohne begleitende erziehungsmaßnahmen,also keine versuche,sie zu halten,zu streicheln etc.
das kam später.erst mal versucht,ihr klarzumachen,daß man fürs fressen nix tun muss,daß man dabei nicht hinterlistig eine gescheppert bekommt.
erst als das einigermaßen saß,war zb sitz machen vor dem futter dran oder sie dabei leicht berühren.das dann ausweiten.
solche dinge brauchen immens zeit.den hund dabei nie bedrängen,zum nicht in der anfangszeit.
wenn sie dann vertrauen hat und du das gefühl,jetzt müsste sie das abkönnen,dann kannst du nachrücken.
dabei kommt es zu rückfällen,aber das ist nicht schlimm.
wenn sie in einer kuhle pennen möchte,dann lass sie.allerdings kannst du ihr die hütte schmackhaft machen-aber obs klappt?
an sich hättest du gleich zum ta sollen wg des beins,wenn sie noch keine beziehung zu euch hat.
nun würde ich noch ein weilchen warten und wenn ihr soweit seid,das angefasst werden trainieren,damit ta kein schock für sie wird.
spazierengehen:ddenk mal langsam nach.was war da los,daß sie jetzt meidet?musss für dich nix shclimmes gewesen sein,aber ev für sie.
gruss pat

von Gisela(YCH) am 04. Februar 2003 10:54

Hallo Ilonka,
wer weiß, was Donna alles erlebt hat. Du brauchst jetzt viel Geduld und
Liebe für diesen mißhandelten Hund. Wenn er alles überwunden hat, wird
er ein toller Partner für Dich sein.
Gehe langsam vor, er kennt ja nichts, oder hat vor gewissen Dingen
Angst. Hier bist Du schon gefordert.
Ich habe selbst einen Hund mit einer schlechten Vergangenheit. Mit viel
Geduld und Liebe habe ich alles in Griff bekommen. Ich habe nie mit
Zwang gearbeitet. Mein Motto war: was heute nicht klappt, klappt evtl.
morgen.
Wird Donna draußen im Garten gehalten, oder darf sie auch in die Wohnung?
Nur draußen, wird natürlich die Bindung nicht gleich stärken. Mein
Hund wird im Haus gehalten und kann nach belieben in den Garten. Auch
schöne Spaziergänge sind auf der Tagesordnung.
Gisela

von Wilma u. Arno(YCH) am 04. Februar 2003 12:42

Hallo Ilonka,

es kann natürlich sein, daß dein Hund geschlagen wurde. Wahrscheinlicher ist aber, daß sie einfach keinerlei richtige Prägung auf den Menschen erfahren hat. Weder in Kroatien (wenn die Geschichte denn überhaupt stimmt) noch bei dem "Züchter" (der ja wohl eher in die Kategorie Vermehrer gehört).

Dies nach 2,5 Jahren Rudelhaltung noch "umzudrehen" dürfte sehr schwer bis fast unmöglich sein.
Du solltest auf jeden Fall Kontakt zu HSH-Organisationen aufnehmen, ein normaler Hundetrainer wird dir nicht viel weiterhelfen können.

Insgesamt denke ich, du solltest sie sowenig wie möglich bedrängen auch nicht weil du sie streicheln oder mit ihr laufen willst. Lass sie erstmal zur Ruhe kommen. Wenn sie lieber auf eurem Grundstück ist als 3x täglich (oder wie oft auch immer) spazieren zu gehen würde ich sie dazu auch nicht zwingen.
Wenn sie sich richtig eingelebt hat, wird sie wahrscheinlich durchaus auch Abwechslung schätzen.

Lass sie auf dich zukommen. Sprich mit ihr, vermittel ihr Ruhe, aber versuch nicht immer wieder nach ihr zu greifen, auch wenn du es gut meinst, für den Hund bedeutet das zumindest momentan einfach Stress.
Wenn ein Hund das nie kennengelernt hat, ist jeder enge Körperkontakt erstmal eher lästig oder unangenehm.

Darf sie mit ins Haus bzw. will sie das überhaupt ?

Kannst du damit leben, wenn sie so oder ähnlich wie jetzt bleibt ? Denn damit mußt du unter den gegebenen Umständen rechnen. Zumindest damit, daß Fortschritte nur ganz ganz langsam kommen werden.

Gruß
Wilma

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