Methoden? :: Hundeerziehung + Soziales

Methoden?

von Boxer(YCH) am 12. Februar 2003 06:39

Hallo Antje

es ist kein Kappes. Überlege Dir die Realität. Einsätze bei Demos und sonstigen Veranstaltungen bei denen es zu Ausschreitungen kommt, sind für eine bevorstehende Prüfung nicht besonders geeignet. Die Sporthundprüfungen und die dienstlichen Prüfungen stehen konträr zu einander, da die dienstliche den Zivilen Schutzdienst beinhaltet. Die Beutearbeit trennt aber nicht jeder Hund und wenn ich kein Reizmittel wie einen Beißanzug oder einen Hetzärmel in der dienstlichen Prüfung habe kann es dort schon mal zu dem ein oder anderen Ausfall kommen. Auch wird saisonmäßig immer dem Hund ein anderes Bild geboten, mal Sporthund, mal Diensthund. Die Spürhundprüfungen sind aussen vor. Es gibt sehr wenige die es leisten können, das Gros kann es nicht und das Niveau zeigt sich dann erst bei den Prüfungen.

Für mich ist der Hund der Eigensicherungsfaktor und den soll er haben. Die verschiedenen Anforderungen des Diensthundes muss er bis aufs äußerste haben und die Ausbildung halte ich weitestgehend frei von Zwangsbereichen. Das Beispiel hier zum Diskussionseinstieg ist mehr als unangenehm und eine Konditionierung in dieser Form herbeizuführen oder eine Korrektur zu setzen kann ich nicht mit dieser Art und Weise, das bringt uns als Uniformträger mehr als in Verruf. Wir bezeichnen uns als Spezialisten und arbeiten nach den Most`chen Gesetzen ohne wenn und aber.

Grüße

Boxer

von Michael(YCH) am 12. Februar 2003 08:22

Hallo Boxer

: geschädigt wird das Diensthundwesen durch die Art der dargestellten Ausbildung. Um einen Hund unterzuordnen brauche ich mir keine Uniform anziehen und wie in dem Diskussionsbeispiel hier den Hund handhaben. Das ist verwerflich und schadet uns. Genau die Anwendung von Zwängen und da zähle ich Reizstrom mit zu.

Da muss ich dir recht geben, das schadet dem Ansehen

Gruß Michael

von Michael(YCH) am 12. Februar 2003 08:26

Hallo Antje,

dieses Hundematerial

SPRACHE SCHAFFT WIRKLICHKEIT

wie kommt man auf "Hundematerial" ein wirklich fieser Begriff f. ein Lebewesen. Oder ist das so wie im Jägerlatein, dass man Ein Reh ein Stück nennt, damit nicht so auffallend ist, dass es sich um ein Lebewesen handelt?


Gruß
Michael


besser ist als das angekaufte aus privater Zucht und Aufzucht. Da finde ich es nur menschlich, daß man auch manchmal mit dem Rücken an der Wand steht... :-)
:
: Viele Grüße
:
: Antje
:

von Attila(YCH) am 12. Februar 2003 08:38

Hi Antje,

: Wäre ja schlimm, wenn jeder Hundesportler ein verkappter Möchtegern-Django wäre, dessen Hund zivil geht!!! Gerade im Hinblick auf die diversen HVOs muß der VPG-Sport heute rein über den Beutetrieb gefahren werden. Was aber nicht heißt, daß ich über diesen Bereich, wenn ich es richtig mache, züchterisch nicht auch wieder Hunde selektieren kann, die für den Dienst geeignet sind... :-)

ich halte diese Argumentation für überzogen. Der Schutzhundesport ist schon in seiner derzeitigen Form so übungsintensiv und zeitaufwendig, daß "Möchtegern-Djangos", die ihre Hunde scharfmachen wollen, ihn ganz schnell quittieren. Auch bei einer Ausbildung zur Zivilschärfe wären vermutlich dieselben Leute am Werk wie jetzt, nämlich solche, die Zeit und Mühe investieren wollen; die anderen arbeiten sich nicht mühsam Punkt für Punkt durch die PO. Und wenn immer argumentiert wird, daß der Sportschutzhund der gehorsame Hund sei und deswegen Beißunfälle vermieden werden können, so wäre der zivilscharfe Hund erst recht (da noch verantwortungsvoller und behutsamer ausgebildet) der gehorsame Hund.

Ich mache seit fünfundzwanzig Jahren Kampfsport und selektiere "Möchtegern-Djangos", die ihre Mitmenschen drangsalieren wollen, genauso durch die Art des Trainings, wie man das auch mit Hundeführern tun könnte. Mir wäre eine sehr detaillierte, sehr fundierte zivile Hundeausbildung lieber (da näher an der Realität - und der Hund könnte tatsächlich "schützen"winking smiley, als die Hunde mittels Beute kirre im Kopf zu machen, wie das Tag für Tag geschieht - aber sie ist ja nicht erlaubt in diesem dummen Land...

Gruß, Attila



von Michael(YCH) am 12. Februar 2003 08:36

Hallo zusammen,

ich frage mich , ob es aus einer anderen Perspektive sinnvoll ist mit einem Diensthund noch Hundesport zu machen.
Ein Diensthund macht all dies ja quasi "von Berufswegen"
Ist es da nicht sinnvoller die Freizeit mit etwas zu füllen, das eben nicht nach Dem aussieht was sonst gemacht wird
Wenn ich Taxifahrer bin , gestalte ich meine Freizeit ja auch nicht mit Autospazierfahrten, sondern such mir zum Ausgleich etwas was ganz anders ist. Bei meinem eigenen Hund (Therapiehund) merke ich , dass es guttut die Freizeit sehr abwechlungsreich zu gestalten.

Gruß
Michael

von Antje(YCH) am 12. Februar 2003 18:33

Hallo Michael,

normalerweise schreib ich es mit Gänsefüsschen (Hunde"material"winking smiley, sorry, daß ich es diesmal vergessen habe. Im Sprachgebrauch wird es halt so verwendet, ebenso im Reitsport, da gibt es ja auch die sog. "Materialprüfungen", das sind erste Sichtungsprüfungen für junge Reitpferde.

Viele Grüße

Antje

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