Methoden? :: Hundeerziehung + Soziales

Methoden?

von Whoopie(YCH) am 08. Februar 2003 18:58

Hallo!
Ich staune wirklich über den Umgangston hier im Forum. Ich denke mir meinen Teil und damit Schluss. Entschuldige, dass ich hier keine Zeugnisse vorlegen kann. Ich könnte ja mein Diplom einscannen?

von Antje(YCH) am 08. Februar 2003 19:11

Hallo Susanne,

: Das will ich nicht abstreiten u. da bin ich sicherlich nicht auf dem
: Laufenden. Ich erfuhr es v. einem englichen Verhaltensforscher, der
: weltweit tätig ist u. eben´selbst sehr erstaunt u. überrascht war,
: dass in der Dienststelle, der er einen Besuch abgestattet hat,um über
: Hunde zu referieren, ausschließlich über positive verstärkung
: gearbeitet wurde.

Ist wohl auch immer der Eindruck eines ganz kurzen Zeitabschnittes. Ich denke, sämtliche Diensthundeschulen im europäischen Raum haben auch den Clicker getestet, für welche Sachen er sich eignet und für welche nicht. Wenn in einer solchen Phase jemand die Arbeit einer Diensthundeschule betrachtet denkt der anschließend auch "Wow, die arbeiten mit Clicker!", dabei tun sie's inzwischen schon gar nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt.


: Dort gab es auch Retriever im Schutzdienst und einen Irischen Setter,
: der allerdings f. den schutzdienst zu sensibel war, dafür aber ein
: hervorragender Drogenspürhund.

Vor ca. 10 Jahren ist in Potsdam ein Labrador Retriever auf der Deutschen Meisterschaft im Schutzhundesport Vizesieger geworden. Und beim Zoll, auf Flughäfen etc. sind viele Labbis im Einsatz. Und in unserem Bundesland ist ein Springer Spaniel Diensthund der Polizei.


: Ich freue mich einfach immer zu hören, dass andere mit Verzicht auf
: Gewalt auch zum ziel kommen.
: Ein anderes Beispiel ist Ann Lill Kwam, die in Angola Minensuchhunde
: ausbildet u. den Standpunkt vertritt, dass gerade da, wo ein Hund
: nahezu Hundert% zuverlässig sein muss, auf gar keinen Fall mit
: aversiven Mitteln gearbeitet werden darf und ich finde das auch sehr
: logisch.

Ich habe noch nie erlebt, daß eine Ausbildung völlig ohne Zwang den gewünschten Erfolg bringt. Sie ist auch nicht nötig, denn Zwang ist etwas völlig natürliches und jedes Lebewesen kann mit angemessenem Zwang gut umgehen. Hingegen habe ich es schon häufig erlebt, daß Ausbilder eine angeblich "zwangfreie" Ausbildung propagieren, sie selbst aber in genau dem gleichen Ausmaß oder sogar mit noch mehr mit Zwang in der Ausbildung arbeiten wie andere Ausbilder. Den Hinweis als Frau Ann Lill Kwam finde ich interessant, werde mal sehen, ob ich darüber etwas herausfinden kann.

Viele Grüße

Antje

von Antje(YCH) am 08. Februar 2003 19:19

Hallo Whoopie,

: Ich staune wirklich über den Umgangston hier im Forum.

Ich auch... Sorry, Du schreibst ziemlich überheblich über Leute, die Du gar nicht kennst. Mir persönlich ist noch kein Diensthundeführer/-ausbilder über den Weg gelaufe, der es notwendig hat, bei seiner täglichen Arbeit "eine Show abzuziehen"....


: Entschuldige, dass ich hier keine Zeugnisse vorlegen kann.

Nicht nötig, denn mit dem, was Du schreibst, hast Du Dir Dein Zeugnis selbst ausgestellt, in Bezug aus Sachkunde und Objektivität.

Viele Grüße

Antje

von Susanne und Ninja(YCH) am 08. Februar 2003 22:07


Hallo Antje
:
: Ich habe noch nie erlebt, daß eine Ausbildung völlig ohne Zwang den gewünschten Erfolg bringt. Sie ist auch nicht nötig, denn Zwang ist etwas völlig natürliches und jedes Lebewesen kann mit angemessenem Zwang gut umgehen.

Ich habe aber überhaupt nicht von einer Ausbildung ohne Zwang gesprochen, sondern von einer ohne gewalt. Wenn eine ausbildung ohne Gewalt nicht möglich ist, würde ich mich dafür aussprechen, dass es keine Tiere im Staatsdienst geben darf. Ich bin mir aber sicher, dass es ohne Gewalt geht. Nicht so sicher bin ich mir, ob jeder Ausbilder dazu in der Lage ist. Jemand der jahrelang nur so gearbeitet hat, wird sich mit Veränderungen schwertun. Auch scheint mir Hundeausbildung oft mehr eine Sache der "Tradition", als die der Anwendung fundierter, wissenschaftlicher Methoden.


Gruß von Susanne und Ninja

von Susanne und Ninja(YCH) am 08. Februar 2003 22:19


Mhh Antje

: Ich staune wirklich über das Fachwissen einiger hier im Forum. Bitte stelle Dich doch damit der zuständigen Diensthundeschule vor, die sind bestimmt nicht abgeneigt, von Dir zu lernen. Geeigntet Hunde für einen Lehrgang und entsprechende Demonstrationen könnten besorgt werden.

es hat doch aber wohl jeder Mensch das Recht zu bewerten, ob er etwas ethisch gerechtfertigt findet oder nicht.
Ich denke auch du wirst Tiertrainer kennen, die erfolgreich arbeiten, du aber trotzdem mit ihren Methoden nicht einverstanden bist, oder?
oder ist jedes Mittel recht?
Das kann ich nicht glauben!
Und ich sehe auch noch nicht die jahrzehntelangen überwiegend männlichen lebenserfahrenen Männer, die sich über die Ratschläge einer Frau (nicht aus ihrer Welt) unglaublich freuen. Wer SV Hundeplätze der alten Garde kennt, weiß was ich meine.

Gruß von Susanne und Ninja

von Antje(YCH) am 08. Februar 2003 23:11

Hallo Susanne,

denke nicht, daß e ssich bei dem geschilderten fall um "Gewalt" gehandelt hat. Denn mit Gewalt kannst Du keinen verläßlichen Diensthund ausbilden. Konsquenz und Vertrauen sind die Basis, auf welcher diese Hunde arbeiten.

Gerade in den Diensthundeshculen muß nach "modernen" Methoden gearbeitet werden, denn viele Diensthunde erfüllen heute Aufgaben, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab, und demzufolge auch keine "traditionelle" Ausbildung in diesem Bereich.

Viele Grüße

Antje

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