Leinenaggression dauerthema g :: Hundeerziehung + Soziales

Leinenaggression dauerthema g

von Natalie(YCH) am 25. Februar 2003 12:02


Hallo yorkies,

zum Thema Leinenrüpelei hätte ich ein paar Fragen.
Es heißt ja immer man solle die Leine locker lassen um den Hund nicht durch kurzhalten noch mehr unter Streß zu setzen. Bin ich die Einzige die das in der Praxis fast unmöglich findet?? Wenn ich die Leine nicht kürzer nehme hängt meine Hündin dem anderen Hund an der Schnauze, natürlich nur dann wenn man sich auf engen Wegen begegnet. Wenn mehr Platz ist versuche ich zwar die Leine locker zu lassen aber dann werde ich durch die Gegend geschaukelt, also ist das auch nicht gerade praktikabel.
Weiterhin heißt es ja man solle den Hund ablenken, oder wenn er das beherrscht sitz oder platz machen lassen und warten bis der andere Hund passiert hat. Ha, leichter gesagt als getan. Meistens ist mit sitz und platz nix zu machen, da sie viel zu aufgeregt ist. Ich versuche es in letzter Zeit, vorausgesetzt ich sehe den anderen Hund rechtzeitig, sie mit einem leckerli abzulenken und so einigermassen vorbeizukommen. Klappt oft, aber nicht immer. Wenn sie schon in Aufruhr ist sage ich *Schluß* und mache ihr das mit einem Leckerchen schmackhaft. Das bekommt sie dann wenn sie ruhig ist und wir ein Stückchen weiter sind.
Ist das richtig oder mache ich alles falsch? Vielleicht könnt ihr mir Eure meinungen sagen. Danke!
Liebe Grüße

von Dogmen(YCH) am 25. Februar 2003 15:48

Hallo Natalie

Vielleicht klappt das:
Wie es bei jeder unerwünschten Verhaltensweise des Hundes, muss
man zuerst genauer erforschen wo der "Hase" begraben liegt:-)
Zieht sie denn auch sonst, wenn keine Hunde in der Nähe sind?
Wenn ja, dann hat sie "die Macht" über Dich gewonnen beim Spaziergang...Dann musst nochmals ganz vorne anfangen...Wer
ist Herr im Haus...Komischweise, reagieren Hunde, die nicht an der
Leine gehen, ruhiger gegenüber Artgenossen...an der Leine, wird
durch kurz halten und ziehen der Hund nur noch mehr aufgeputscht und
er merkt sofort, dass jetzt etwas spannendes geschieht:-)
Du musst Deinem Hund beibringen, dass Du das sagen hast, egal
wann egal wo...natürlich kann man das ihr nicht mit Gewalt oder
Zwang beibringen, sondern wird wohl nur noch schlimmeres auslösen...
Und ich denke mal, wenn Dein Hund etwas sehr spannendes zum jagen
findet, dann wird auch keine Leckerchen ihn zurückbringen...
Also ich würde versuchen, ihr beizubringen, dass Du alles beim
Spaziergang bestimmst...Zum Beispiel wirkt es Wunder, wenn man den
Hund 2 Wochen lang nur hinter sich laufen lässt, wenn er überholen
will ohne das Du es erlaubt hast, dann bringe sie ins Sitz und geh
einfach weiter...sie wird schnell merken, dass es nicht vorteilhaft
ist zu überholen, wenn sie nicht darf, denn dann wird der Spaziergang
nicht fortgesetzt....sie wird lernen, dass du das sagen hast, du
darfst sie aber auch überschwenglich loben, wenn sie es
begreift....sei konsequent und ohne grosse Regungen, sie wird schnell begreifen....
versuch auch mit ihr zu üben, dass sie auch bei Ablenkung auf Dich hört, sie muss Dir gehorchen in jeder erdenklichen Ablenkung, immer
kleine Schritte machen, nichts überstürzen...aber konsequent sein....
...ich bin mir sicher, dass es möglich ist, ihr klar zu machen, natürlich auf motivierender Art, dass sie zu folgen hat, wenn ein
anderer Hund kommt...nicht aufgeben und dran bleiben:-)

von Sandra(YCH) am 27. Februar 2003 08:28

Hallo Natalie

Meiner Meinung nach kann die Methode, die Dir vorgeschlagen wurde nur nützen, wenn Dein Hund aus Dominanz an der Leine aggressiv ist. Vielleicht ist es aber auch Unsicherheit und Angst, da Dein Hund weiss, dass er bei Stress nicht fliehen kann, wenn er an der Leine ist?
Ich würde mit Deiner Methode weitermachen, schliesslich hast Du so schon bereits erste Erfolge verzeichnen können. Ich mache es ähnlich wie Du: Zuerst habe ich meinem Hund beigebracht, mich auf Befehl anzusehen, was sie ziemlich rasch begriffen hat. Wenn ich nun von weitem einen Hund sehe und sie an der Leine ist, muss sie mich anschauen, dann gibt es Click und Gutzi. So versuchen wir dann am Hund vorbei zu kommen. Wenn es nicht ein schmaler Weg ist oder nachts, geht es schon recht gut. Hängt sie sich doch mal in die Leine, kommt von mir ein klares "nein" und dann der Befehl fürs Anschauen, dann wieder Click und Gutzi...
Was ich allerdings auch gemacht habe, wir haben geübt, dass sie auch sonst nicht an der Leine zieht. Aber sorry, von der Methode, dass der Hund einem zwei Wochen nicht überholen darf beim Spaziergang, halte ich nichts. Da wird meiner Meinung nach ein zu grosses Tam-Tam um die Rangordnungsgeschichte gemacht.

Liebe Grüsse Sandra

von Tina(YCH) am 27. Februar 2003 09:46

Hallo Sandra und Natalie,

meistens haben diese Dinge aber mit der Rangordnung zu tun.
Durch eine gefestigte, sichere Rangordnung bekommt ein unsicherer Hund die Sicherheit, die er braucht, um gelassener durchs Leben zu gehen. Ein selbstbewusster Hund bekommt dadurch feste Linien und Grenzen gesetzt, weil der Mensch die Führung übernimmt.
Ein Hund, der anerkennt, dass sein Mensch in JEDER Situation souverän die Führung übernimmt, hat es nicht nötig, den Leinenrambo zu spielen.
Der Mensch entscheidet, ob und wann wer "angemacht" wird.

:Aber sorry, von der Methode, dass der Hund einem zwei Wochen nicht überholen darf beim Spaziergang, halte ich nichts. Da wird meiner Meinung nach ein zu grosses Tam-Tam um die Rangordnungsgeschichte gemacht.
Dieses hinter mir hergehen, habe ich mit meinen Hunden auch geübt.
So signalisiere ich meinen Hunden, dass ich die Führung übernehme, wenn z.B. ein anderer Hund uns entgegenkommt. Natürich müssen sie nicht immer nur hinter mir laufen:-)) Dafür benutze ich dann ein Kommando.
Ohne eine sichere Rangordnung mit einem souverän agierenden Menschen an der Spitze, werden die ganzen Hilfsmittel wie Clicker, Halti usw. nie den Erfolg bringen, den man sich wünscht. Es wird immer heissen, "es klappt es ja schon ab und zu ganz gut, aaaaaber......"

Viele liebe Grüße

Tina

von b.bialas(YCH) am 27. Februar 2003 20:44

Hallo!
Ziel des Ganzen ist doch, dass der Hund an der Leine friedlich an anderen Hunden vorbeigeht, und nicht, dass er mich anschauen muss oder seinen Ball oder gar im sitz oder platz verweilen muss, bis der andere vorbei ist. Er soll lernen, in Ruhe weiterzugehen, aber er soll auch zum anderen Hund schauen dürfen. Wir haben das durch beclickern der calming signals geschafft, und ich hatte echt einen Leinentyrannen! Falls Du Interesse hast, mail mich mal an, alles zu beschreiben ist zu lang für das Forum!
Gruß Birgit

von Conny mit Trio(YCH) am 01. März 2003 05:51

Hallo Natalie,

mein Rudel neigt auch zu Leinenaggression, wenn ich mit allen zusammen unterwegs bin, was meistens der Fall ist. Einer alleine geht - aber gemeinsam sind wir stark. Aber Ablenken mit Leckerlie klappt meistens und irgendwann reicht dann ein bestimmtes Zeichen und es geht vorbei am anderen Hund. Funktioniert bei meinem Rudel aber auch nur, wenn genug Platz ist (Individualdistanz 2-3 Meter), ansonsten nutze ich auch die "Platz" - Methode.
Ablenkung sollte aber auch bei Dir funktionieren, vielleicht mit dem Lieblingsspielzeug, wenn es mit Leckerlie nicht klappt.

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