Rüdenkastration Pro und Contra? :: Hundeerziehung + Soziales

Rüdenkastration Pro und Contra?

von Maike(YCH) am 03. März 2003 08:42

Hallo,

gestern abend saßen wir bei Freunden zum Abendessen. Die Schwester der Gastgeberin kam mit ihren Hunden dazu. Da wir allesamt Hundebesitzer sind, waren wir dann schnell wieder beim Thema: unsere Hundis. Die Schwester meiner Freundin meinte dann, dass sie ihren 2 1/2 jährigen Terriermischlingsrüden kastrieren möchte. Der Hund ist gesund und hat wohl keine Probleme mit anderen Hunden. Läufige Hündinnen machen ihm wohl auch keine "Probleme". Auf meine Frage, warum sie ihn denn kastrieren wolle, meinte sie, dass er dann vielleicht etwas "fügsamer und folgsamer" werde. Ich sehe das ehrlich gesagt kritisch, da der Hund wirklich unkompliziert ist. Er ist zwar ein kleiner "Sturkopf" - aber ansich ein wirklich lieber Kerl. Daran, dass er oftmals nicht gehorcht und seine Ohren "auf Durchzug" stellt, wird meines Erachtens nach eine Kastration gar nichts ändern - das ist wohl reine Erziehung. Der kleine Hund ist ein wirklich pfiffiges Kerlchen und meiner Meinung nach nicht richtig ausgelastet bzw. gefordert. Ich habe vorgeschlagen, die Kastration zu überdenken und stattdessen eine Hundeschule zu besuchen. Ich selbst bin mit meiner Hündin auch in einer "Gehorsamsstunde" und in einer "Spiel-und-Spass-Stunde". Beide Stunden tun unserer Bindung total gut und meine Hündin ist mit Spass dabei.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wie sieht es aus mit den Pro und Contras der Rüdenkastration? Wie ist Eure Meinung dazu?

Irgendwie sind wir bei der Diskussion nicht zu Potte gekommen. Ich musste mir dann vorhalten lassen, quasi gegen die Kastration zu sein und selbst eine kastrierte Hündin zu haben. Mein Einwand, dass unsere Hündin früher ein Straßenhund war und im Rahmen von Tierschutzprogrammen bereits kastriert zu uns gekommen ist, zählte da wenig (aber das nur am Rande).

Ich freue mich auf Eure Antworten!

Maike


von Kathi(YCH) am 03. März 2003 09:06

Hi,

meine Meinung dazu ist recht kurz:
eine Kastration aufgrund der eigenen Bequemlichkeit lehne ich grundsätzlich ab.
Habe selber vor Jahren einen Rüden aus diesem Grunde kastrieren lassen und bereue es jetzt. Das SElbstwertgefühl hat gelitten weil andere Rüden ihn nicht mehr als Rüden akzeptieren. Sein Fell hat gelitten - es ist zu Babyfell mutiert (dadurch ist er kälteempfindlich geworden). Der Hund ist antriebslos geworden. Vom Risiko jeder OP ganz zu schweigen.
Unabhängig davon kann man schlechte oder fehlende ERziehung nicht durch eine Kastration "reparieren". Das ist Selbstbetrug auf KOsten des Hundes.

Gruß
Kathi

von Moni+Rudel(YCH) am 03. März 2003 09:15

Hi Kathi,
--------------
Unabhängig davon kann man schlechte oder fehlende ERziehung nicht durch eine Kastration "reparieren". Das ist Selbstbetrug auf KOsten des Hundes.
-------------

Kurz, knapp, auf den Punkt. Danke. Es ist der Mensch.... wie immer....

Grüßle
Moni

von cati(YCH) am 03. März 2003 09:24

: Hallo,
: ich habe zwei kastrierte hündinnen. aber das ist ja klar warum, läufigkeiten sind nicht unbedingt das allertollste wenn man nicht züchten will. zudem für den hund ist für die gesundheit besser. (gebärmutterprobleme und brustdrüsenkrebs). unseren Rüden ein Collie-Mix haben wir auch kastriert. aber erst mit 4 jährig, weil es nicht mehr anders ging und er geplagt war von seinen hormonen, bzw. den feinen düften von läufigen damen. er wurde im hundesport immer wie rebellischer und gegenüber anderen rüden, zeigte er ein ausgeprägtes dominanzverhalten was zu immer wie mehr keilerein führte.aus dem wirklich lieben und normalen rüden, wurde ein problemhund. nachdem die hormonspritze gerademal 3 wochen positiv gewirkt hatte und er wieder so war wie wir ihn kannten entschlossen wir uns zur kastration. und haben es nicht bereut. denn die kastration löst nicht die erziehungsprobleme überhaupt nicht. aber der hund ist nicht mehr von den hormonen geplagt.

wir würden wieder zur kastration uns entschliessen wenn es nötig ist. aber wir denken einen normalen und nicht auffälligen rüden, welcher weder rauft noch leutscht noch sehr dominant ist, da ist eine kastration nicht notwendig. eine konsequente erziehung ist da angebrachter.

terrier sind sturköpfe, aber das ist ja die charaktereigenschaft dieser rasse und da wird auch eine kastration nichts ändern....

liebe grüsse





von Karin(YCH) am 03. März 2003 11:45

Hallo Maike,
unser Rüde wurde Weihnachten im Alter von 1 1/2 Jahren kastriert:
Grund: die Düfte der Damen waren zu schön und sonst interessierte
ihn nichts mehr. Außerdem hatte er tagelang keinen Appetit und jammerte
am Gartentor. Diese Symptome sind vorbei, sein Wesen hat sich nicht
verändert, er ist vielleicht etwas verspielter als vorher.
Kastration zur Wesensveränderung lehne ich kategorisch ab, weil wie
gesagt der Halter gefordert ist bei Ungehorsam o.ä.
Karin


von Aramis(YCH) am 03. März 2003 15:58

Hallo Maike,
ich stimme den anderen zu, aber was anderes. Es ist nach dem Tierschutzgesetz verboten einen gesunden Hund zu kastrieren. Viele TA umgehen es, aber es gibt auch welche, die nur dem Halter zuliebe nicht kastrieren und sich auf das Tierschutzgesetz berufen.
Kastration ist aber nicht mit Erziehung zu verwechseln, daß tun nur leider sehr viele Besitzer und gerade bei denen treten hinterher die Probleme noch massiver auf.
Gruß
Nicole

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