zwei Hündinnen ein Garten :: Hundeerziehung + Soziales

zwei Hündinnen ein Garten

von Nicola(YCH) am 04. März 2003 09:11


Hallo Erfahrene mit mehreren Hunden!
Wir haben folgende Situation:
In unserem zwei Familienhaus leben zwei Hündinnen. Nachbars Hündin ist 2,5 Jahre und unsere 1Jahr. Nachbars Hund lebt in der Wohnung und leider nicht mehr so oft im Garten (da eben Problem damit), unser Hund auf der Terrasse mit freien Zugang in den Garten.
Bis vor kurzem könnten die beiden noch einigermaßen gut miteinander auskommen. Sie akzeptierten sich gegenseitig und spielten auch miteinander. Unsere Hündin zeigte sich doch noch immer "fütterneidisch" gegen die andere Hündin.
Die Situation jetzt ist jedoch so weit, dass unsere Hündin ihre Konkurentin sobald sie sie nur sieht angreift und sich mit ihr schlägt.
Wir wissen dass sich vielleicht nur die Rangordnung neu zu mischen scheint, doch tägliche Auseinandersetzung? Was hilft? Ausprügeln lassen?
Die Hündinnen strickt für eine Weile trennen wäre schade und fast nicht machbar. Was könnte helfen? Es gibt doch bestimmt jemanden, der diese Situation gelöst bekommen hat.
Vielen Dank für Eure Tips
Ronja

von Elke(YCH) am 04. März 2003 10:57

Hallo Ronja,

habt ihr es mal mit einem gemeinsamen Spaziergang probiert? Wie Verhalten sie sich dann?

gruss
Elke

von Nicola(YCH) am 04. März 2003 11:41

Hallo Elke,

Ausserhalb des Gartens, also beim spazierengehen sind sie grösstensteils friedlich und spielen auch. Es sei denn es gibt etwas zum Fressen oder jemand ist sehr "attraktiv" (Freundin meiner ältesten Tochter, die ab und zu gemeinsam mit unserer Hündin spazieren geht. Unser Hund liebt sie sehr.) Ich habe den Eindruck sie duldet nur sehr schwer einen anderen Hund in "ihrem" Garten. Ausser dieser andere Hund ist sehr klein. Ansonsten ist unsere Hündin von ganz ruhigem und ausgeglichenen Gemüt und zeigt keinerlei Agression gegen Menschen, Kinder...andere Hunde, solange sie nicht im Haus oder Garten sind. Sie bellt auch nicht am Zaun, wenn ein fremder Hnd vorbei läuft, sondern zeigt Interesse und fiepst freundlich. Also was tun?, damit es wieder im gemeinsamen Garten klappt?
Danke Ronja

von Robi(YCH) am 04. März 2003 12:50

Hallo Ronja

Macht doch zusammen einen Spaziergang und duldet
keinerlei "eifersüchteleien". Du bist der Chef und nur
du darfst raufen. Die Hündin muss wissen, dass du nichts
zulässt. Das kann bereits mit kompromissloser Stimme
erreicht werden, du musst aber den Ansatz erkennen.
Vielleicht provozierst du eine Situation, wo du eingreifen
musst.
Dies würde ich mehrmals machen, bist du sicher bist, dass auf
dem Spaziergang nichts mehr passiert. Erst dann würde ich
den Garten in Angriff nehmen.
Es wäre ja schade, wenn das Zusammenleben stressig wird.
Allerdings muss ich sagen, dass ich mit Hündinnen kaum
Erfahrung habe. [Sollen giftiger als Rüden sein!! :-)]

Trotz allem viel Glück

von tessa(YCH) am 04. März 2003 13:02

Hallo Ronja.

Ich kann Dir leider nicht viele Hoffnungen machen.

Hündinnen sind in dieser Beziehung extrem. Wenn zwei Rüden sich prügeln, dann spielen die hinterher wieder miteinander und können wieder Freunde werden.

Wenn zwei Hündinnen sich mal _richtig_ in der Wolle haben (und das kommt, wenn es jetzt schon solche Plänkeleien gibt), dann kann man sie danach nie wieder unbeaufsichtigt zusammen lassen. Hündinnen kämpfen, wenn sie sich richtig fetzen, bis zum bitteren Ende.

Man kann nicht erzwingen, dass sie sich vertragen, da hilft dann nur trennen.

Bekannte von mir haben 2 Schäferhündinnen, die sich alleine draußen auch prügeln. Die haben im Jahr gute 750 Euro Tierarztkosten, nur fürs Zusammenflicken nach solchen Beißereien.

Und eine andere Bekannte mit zwei Dobermädels, die beiden vertragen sich in der Wohnung sehr gut, im Garten gehen die aufeinander los. Die hat ihren Garten jetzt in zwei Hälften geteilt und jede Hündin ist in ihrer Hälfte. Anders geht es nicht.

Übrigens, hab ich das richtig verstanden? Euer Hund lebt nur auf der Terrasse und im Garten? Warum darf der nicht bei seinem Rudel sein?

Ist doch eigentlich klar! Deine Hündin "bewohnt" den Garten, das ist ihr Revier! Die andere kommt nur sporadisch und ist ein Eindringling. Also wird sie vertrieben.

Das ist eigentlich ganz normales Verhalten. Hündinnen bewachen mehr "ihr" Grundstück - denn das ist der Ort, an dem sie ihre Welpen aufziehen würde (wenn sie welche hätte), das ist bei Hündinnen so drin, dass die "ihr" Revier gegen Rivalinnen eher verteidigen als Rüden dies tun würden.

Gruß
tessa

von Nicola(YCH) am 04. März 2003 14:27


Hallo Tessa

: Übrigens, hab ich das richtig verstanden? Euer Hund lebt nur auf der Terrasse und im Garten? Warum darf der nicht bei seinem Rudel sein?

Unser Hund ist ein Sennen-collie-Mix mit Bärenfell und von Kindheit an ein Draußen-Hund. Sie ist am liebsten draußen. Sogar als es dick geschneit hat sitzt sie im Garten und lässt sich mit Genuss bescheien. Drinnen ist es ihr zu warm. Wenn sie mal mit rein kommt sitzt sich schon bald wieder an der Türe und will raus.

Wenig Hoffnung???
Trotzdem Vielen Dank für Deine Mühe
Gruß Ronja

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