Trauma - Phobie :: Hundeerziehung + Soziales

Trauma - Phobie

von Tina+Flint(YCH) am 07. März 2003 23:00

Hallo Anja

Meine "Weicheitöle" mag den Staubsauger auch nicht, mich stört das aber nicht, so ist er nämlich immmer schön aus dem Weg, wenn ich staubsauge. Als ich ihn mit 13 Monaten bekam, weigerte er sich auch, freiwillig in ein Auto zu steigen. Dies hat mich natürlich gestört, denn ohne Auto kommt man hier bei uns nicht aus. Da habe ich einige Wochen mit Leckerlis das Einsteigen ins Auto geübt. Nun mag er Autos sehr, denn die bringen ihn ja oft an einen interessanten Ort. Es gibt einen Hund, vor dem er einen Heidenrespekt hat. Dann sucht er Schutz bei mir (hinter mir, zwischen meinen Beinen), für mich ist das ok, ich gewähre ihm Schutz, kümmere mich aber nicht weiter (mache kein Theater, Trost oder was auch immer). Bei grösserer Hundeansammlung fühlt er sich auch unsicher, ausser er kennt jeden einzelnen Hund sehr gut. Wenn wir also irgendwo zu Besuch sind, wo es viele Hunde hat, liegt er die ganze Zeit nur unter meinem Stuhl. Wenn mehrere Hunde bei uns zu Besuch sind, zieht er sich oft in seinen Korb zurück. Das alles stört mich überhaupt nicht. Er ist halt wie er ist und wird nie ein heldenhafter Beschützer werden ;-) Er ist eben ein weiches Mimöschen, dafür ist er sehr Führerbezogen, folgt sehr gut, lässt mich nicht aus den Augen und ist freundlich und sanft zu allem, was das fleucht und kreucht. So was von kein Stress hatte ich vorher noch mit keinem meiner Hunde.
Was ich damit sagen will? Kann es sein, dass Dein Hund einfach nur Deine Erwartungen punkto Mut und Draufgängertum nicht erfüllt? Bitte verstehe mich nicht falsch, ich kann ja nur von Deiner Staubsaugergeschichte aus Vermutungen anstellen. Ich meine, wenn der Hund panisch vor dem Staubsauger flieht, über Tisch und Betten, zum Fenster hinaus usw., dann würde ich es als Problem anschauen, sonst würde ich es total ignorieren und als unwichtig abbuchen.

Liebe Grüsse
Tina + Flint

von Pat1(YCH) am 08. März 2003 08:04

hei
wenn es nur dinge sind,wie zb sauger,die der hund nun mal nicht mag,traut ihm nicht,zu laut,etc,dann schliesse ich mich absolut tina an.sofern die angst nicht in panik ausufert und er nicht ansprechbar ist.gleiches gilt für ängste draussen.solange hund ansprechbar bleibt,nicht wegläuft etc,kann ich solche dinge gut akzeptieren.ein trauma ist für mich etwas anderes.
gruss pat

von Anja(YCH) am 08. März 2003 10:57

Danke erst einmal für die vielen Beiträge. Vielleicht habt ihr ja recht und es ist bei ihr nicht Trauma oder Phobie sondern Wesensschwäche. Nur, in anderen Situationen, in denen ich denke, da müsste sie eigentlich Angst haben, ist sie völlig cool, z.B. wenn ein Zug auf sie zurattert und sie direkt neben dem Bahndamm steht. Vielleicht habe ich deshalb angenommen, bei einer angeborenen Wesensschwäche müsste sie dann vor viel mehr Angst haben.

Das eigentlich Problem ist, dass sie Angst vor Kindern hat (hier bin ich ziemlich sicher, dass es aufgrund schlechter Erfahrung ist) und das ich ihr durchaus zutraue, dass sie zuschnappt, wenn ihr Kinder zu nahe kommen. Verwarnungen mit Luftschnappen hat sie schon gezeigt. Ich kann ja nun nicht immer sicher sein, dass ich Schlimmeres verhindern kann, denn der Hund wird nicht immer und in allen Situationen seines Lebens mit mir zusammen sein, wenn gerade Kinder vorbei kommen. Darum habe ich schon Angst, dass etwas passieren könnte.

Meine Idee mit dem Staubsauger u.a. "Dingen", vor denen sie Angst hat war die, dass ich vielleicht so einen Weg finde, sie an Dinge, vor denen sie Angst hat, zu gewöhnen und ihr letztlich so viel Sicherheit zu geben, dass sie auch Kinder toleriert. Der Staubsauger ist sozusagen zum Üben, denn das kann ich ja nicht mit Nachbars Kindern machen.

Tja, so weit. Also wenn ihr noch Tipps habt....

von Nora(YCH) am 08. März 2003 14:24

Hi!

Bei mir im Tierheim sitzen 2 Hunde die auch vor allem und jeden Angst haben, aber nicht vor Traktoren oder sonstigen Maschinen. Hauptsächlich vor Menschen, Fahrrädern usw. Bei den beiden Hunden ist es auch immer so, dass sie sich immer vor den Dingen fürchten wo man gar nicht meinen dürfte, dass die zum fürchten sind *g*.
Auf jeden Fall liegt bei diesen Hunden keine Wesensschwäche vor, sondern einfach nur Unsicherheit. In ihrer Prägephase haben sie nix kennen gelernt und lebten eigentlich wirklich immer nur im Haus.
Bei solchen Tieren hilft einfach nur üben, üben und nochmals üben. Wahrscheinlich wird man diese Unsicherheit nie raus bekommen, aber man kann sie etwas beseitigen. Für den Hund selber ist diese Angst ja auch nicht toll.
Du solltest mit deinem Hund also üben und in möglichst kleinen Schritten vorwärtsgehen, bloß nicht zu schnell! Vielleicht gibt es bei dir in der Nähe ja sogar einen guten Verhaltenstherapeuten, der dir bei deiner Arbeit helfen kann?

Viele Grüße
Nora

von Carina(YCH) am 08. März 2003 16:51

Ach ja, wie haben sie mit 4 Monaten als "2nd hand" Hund übernommen, da sie der Familie angeblich zu temperamentvoll war und zu viel kaputt gemacht hat.

Hy, Genau so einen Hund (Golden Retriever)habe ich auch übernommen und ich habe es geschafft aus ihr einen fast normalen Hund zu machen.Wenn du willst kannst du mir ja mailen vielleicht kann ich dir ja bei ein paar Dingen helfen. Einige Dinge die du beschreibst habe ich bei meiner Ginger auch oft beobachtet.
Liebe Grüße, Carina, Dusty und Ginger

von Frieda(YCH) am 08. März 2003 20:08

Hallo Tessa,
:
: Hast Du schon mal versucht, Deiner Hündin ein gepolstertes Brustgeschirr anzulegen?

Ja, ich habe alles, von Zewa über Geschirrhandtuch zum Band, Halsband, Geschirr, mit Leine ohne Leine. Mal lange umlassen, dann wieder öfter sehr kurz mit Belohnung. Es geht absolut nichts. Mal ist es besser, mal schlechter, mal geht gar nichts. Und wie gesagt, je mehr ich probiert habe, desto ängstlicher wurde er. Das Halsband habe ich den ganzen Abend neben mir liegen gehabt, er kam nicht. Hab ich ein Leckerlie draufgelegt, hat er es nach einiger Zeit des Fiepens ganz schnell genommen und ist abgehauen. Nun habe ich mir den Termin bei der Therapeutin geben lassen, damit ich eventuelle Fehler korrigieren kann, bevor ich noch mehr probiere. Wahrscheinlich ist alles ganz einfach.

Liebe Grüße Frieda

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