Teletakt für Kleinhunde? :: Hundeerziehung + Soziales

Teletakt für Kleinhunde?

von matti(YCH) am 10. März 2003 09:20

: : Hi,
Hach, was sind wir wieder für vorbildliche Hundehalter :-)))

Ich kenne einen Hund, der jagt alles was es gibt (Rehe, Jogger usw.).
Mit Schleppleine usw. : nichts zu machen!
Warum also nicht: Reh verfolgen - Brizzzel!
Ist doch besser als ein Leben an der Leine, oder?
Meiner wollte mal Lämmer verfolgen: Berührung des Weidezaunes (hat erheblich mehr Wumm als ein Teletakt!), Aufjaulen schnell zu mir zurück und seitdem kein Lamm mehr gejagt!

der hundequäler

: :
: : ja gibt es. Leider!
: : Bezugsquellen nenne ich Dir aber keine ;-(
: :
:
: und das ist gut so
:
: jako
:

von Heike B.(YCH) am 10. März 2003 09:23

Hallo Ingrid,

also ich würde Dir da eher die von vielen "Hundeexperten" empfohlene Zeitung ans Herz legen:
rolle sie zusammen und hau sie DIR SELBST um die Ohren..... bis Dir die Lust auf Teletakt vergangen ist!!!!!

Ich kenne einen Kleinhund, der mit Teletakt zurecht-"gezappt" wurde, d.h. Herrchen wollte ihm mit dem Teil den Grundgehorsam beibringen. Der Hund hat danach zwar (weitgehend) "funktioniert", hat aber in bestimmten Situationen aus Angst vor einem neuen Stromschlag regelrecht panisch reagiert.

Solltest Du ernsthafte Probleme mit Deinem Hund haben, würde ich Dir eher raten einen seriösen Verhaltenstherapeuten aufzusuchen. In fast 100 % der Fälle liegt nämlich das Problem im Verhalten des Hundehalters und nicht beim Hund.

Gruß

Heike

von Antje(YCH) am 10. März 2003 09:38

Hallo Matti,

: Warum also nicht: Reh verfolgen - Brizzzel!
: Ist doch besser als ein Leben an der Leine, oder?

Auf jeden Fall. Das Problem dabei ist nur, daß eine Korrektur mittels E-Reizgerät einer entsprechenden Vorarbeit bedarf, der Ausbilder Erfahrung haben muß und der Hund eine abgeschlossene Grundausbildung. Ansonsten werden Dir neun von zehn Hunden, bei denen es Brizzzel macht, wie wild geworden durch die Gegend schießen, u.U. vor ein Auto oder die Eisenbahn laufen, den Hasen noch schneller verfolgen (weil sie denken es
brizzelt weil sie zu langsam sind) usw. Defizite in der Ausbildung des Hundes un/oderd im Fachwissen des Ausbilders sind mit einem E-Reizgerät nicht zu kompensieren. Obwohl meiner Meinung nach die Arbeit mit dem E-Reizgerät, in der richtigen Situation und in der richtigen Hand, tierschutzgerecht ist (selbst beim wildernden Hund kann man mit dem Gerät auf niedriger Stufe arbeiten...), hat es in der Hand von Leuten, die bisher in der Ausbildung ihrer Hunde versagt haben, oder von Laien, nix zu suchen. Das sieht ja auch der Gesetzgeber so, der von den Anwendern ein gewisses Maß an "Sachkunde" verlangt.

Bei der Sache mit dem E-Zaun und Deinem Hund hattes Du Glück. Durch Zufall hat er es so verknüpft daß er es auf das Hetzen der Schafe übertragen hat. Genau so gut hätte er es in diesem Moment auch falsch verknüpfen können, sein Fluchtpunkt auf der anderen Seite einer Straße sein können etc. Bei der Arbeit mit dem E-Reizgerät sollte man aber nix dem Zufall überlassen, sondern die Vorarbeit und die Situation so gestalten, daß die Anwendung für alle Beteiligten auch den gewünschten Erfolg bringt.

Viele Grüße

Antje

von mussnichtsein(YCH) am 10. März 2003 09:28

: Ich kenne einen Hund, der jagt alles was es gibt (Rehe, Jogger usw.).

Außer Jogger jagt meiner auch fast alles. Na und? Er bleibt eben angeleint! Freilauf hat er genug im Garten.

: Warum also nicht: Reh verfolgen - Brizzzel!

wie oft bis es denn endlich wirkt??? Und ist es es wert wenn der HUnd dann nur noch geknickt nebenherschleicht? Dann kann er auch gleich angeleint bleiben.
Ja,ja, ja - man muß es nur richtig machen, dann funktioniert es auch.
Frage mich, warum es dann immer noch soviele jagende Hunde gibt. Trotz Hundeschule und "Brizzel"!

: Ist doch besser als ein Leben an der Leine, oder?

klar! Lieber 'nen Seelenschaden als 'nen Leinenschaden


von Antje(YCH) am 10. März 2003 09:51

Hallo Mußnichtsein, ;-)

bei vernünftigem Einsatz kann man mit dem E-Reizgerät bei sehr triebstarken wildernden Hunde durchaus sehr gute Erfolge erzielen, ohne daß derart gearbeitet wird daß die Hunde auf den nächsten Baum springen. Diese Hunde haben weder 'nen Seelenschaden noch schleichen sie geknickt durch die Gegend, sondern haben anschließend das Glück, sich frei auf Spaziergängen bewegen zu dürfen. Ich denke, daß letzteres zur Lebensqualität eines Hundes mit dazugehört, denn "die Seele baumeln lassen zu können" funktioniert meiner Meinung nach bei einem Hund nur, wenn er auch mal seinen eigenen Tourn drehen darf.

Ein permanentes Leben an der Leine halte ich für einen Hund genau so schlimm wie den falschen Einsatz des E-Reizgerätes.

Viele Grüße

Antje

von mussnichtsein(YCH) am 10. März 2003 09:59

: Ein permanentes Leben an der Leine ...

davon war keine Rede

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