Rüdenkastration - Eure Erfahrungen? :: Hundeerziehung + Soziales

Rüdenkastration - Eure Erfahrungen?

von Susanne(YCH) am 11. März 2003 21:49


Hallo zusammen
Ich bin mir am überlegen, ob ich nun meinen 18 monatigen Golden Retriever doch kastrieren lassen soll. Unser Problem sieht wie folgt aus:

- Vor einem halben Jahr hat er praktisch nichts mehr gefressen, nur gejammert, dauernd in der Leine gehangen und wie wild geschnüffelt, war er ab der Leine ist er viel weiter weggerannt als sonst und hat auch nie zurückgeschaut. Er kriegte dann eine Hormonspritze und es wurde für eine Weile besser.

- Nun beginnt es wieder... Nun kommt aber noch hinzu, dass er aggressiv auf andere Rüden reagiert. Heute sogar auf seinen Freund obwohl der ganz friedlich neben seinem Frauchen sass. Er knurrt wie wild und sprang auch gleich in die Leine. Ist er frei, ist er sehr zurückhaltend zu anderen Hunden und wartet erst einmal ab. Aber an der Leine wird er zum absoluten Macho.

- Ich möchte nun von Euch wissen,was ihr für Erfahrungen mit der Kastration bei Rüden gemacht habt. Wie reagieren die anderen Rüden auf die kastrierten Rüden? Und denkt ihr, dass diese Aggression sich bessert oder hat sie nichts mit dem Sexualtrieb zu tun?

- Wie geht es den Hunden nach der Kastration? Schmerzen, Schonung usw.

Ich danke Euch schon im voraus für Eure Berichte. Denn es ist wirklich eine grosse Entscheidung die mir nicht so leicht fällt.

Gruss
Susanne

von Petra + Kid(YCH) am 11. März 2003 22:19

Hallo Susanne,

: - Vor einem halben Jahr hat er praktisch nichts mehr gefressen, nur gejammert, dauernd in der Leine gehangen und wie wild geschnüffelt, war er ab der Leine ist er viel weiter weggerannt als sonst und hat auch nie zurückgeschaut.

# Das ist normales Verhalten für einen Rüden, der erwachsen wird.


Er kriegte dann eine Hormonspritze und es wurde für eine Weile besser.

# Mit Hormonspritzen kenne ich mich nicht aus. Wir mussten unseren 2. Rüden aus medizinischen Gründen (Zyste an der Prostata) kastrieren lassen.
:
: - Nun beginnt es wieder...

# Klar, im Moment sind viele süße Hündinnen wieder läufig....



Nun kommt aber noch hinzu, dass er aggressiv auf andere Rüden reagiert. Heute sogar auf seinen Freund obwohl der ganz friedlich neben seinem Frauchen sass. Er knurrt wie wild und sprang auch gleich in die Leine. Ist er frei, ist er sehr zurückhaltend zu anderen Hunden und wartet erst einmal ab. Aber an der Leine wird er zum absoluten Macho.


# Die Sache mit der Leinenaggression hat aber nicht unbedingt was mit
dem Sexualtrieb zu tun. An der Leine fühlen sich fast alle Hunde wie
kleine Machos, weil sie ja sooooooooo stark sind bei Frauchen an der
Leine! Meiner gehört übrigens auch zu den Machos an der Leine :-)
:
: - Ich möchte nun von Euch wissen,was ihr für Erfahrungen mit der Kastration bei Rüden gemacht habt. Wie reagieren die anderen Rüden auf die kastrierten Rüden?


# Für die anderen Rüden ist er dann nicht mehr so interessant, weil er kein Nebenbuhler mehr ist, da er "neutral" duftet..
Leider riechen aber manche Hunde (zum Glück nur wenige) nach einer Kastration so ähnlich wie ein Mädel, so dass die intakten Rüden schon mal versuchen, den Hund zu bespringen und ihn bedrängen. Das ist für den armen Kastraten nicht schön. Einige reagieren dann besonders böse, andere werden unsicher und ängstlich dadurch.

# Unser damaliger Hund wurde aber - was ich viel schlimmer fand - von seinen Freundinnen nicht mehr so gemocht. Sie waren sehr zickig zu ihm und einige "verprügelten" den Ärmsten, weil er nicht mehr so roch wie früher.



Und denkt ihr, dass diese Aggression sich bessert oder hat sie nichts mit dem Sexualtrieb zu tun?

# Klar, wenn eine heiße Dame in der Nähe ist, mögen die Rüden keine
Nebenbuhler, da reagieren sie auch schon mal hitzig, doch wie gesagt, die Leinenaggression hat nicht unbedingt mit dem Sexualtrieb etwas zu tun!
:
: - Wie geht es den Hunden nach der Kastration? Schmerzen, Schonung usw.

# Klar, eine Kastration ist immer ein Risiko, wenn auch für den Rüden wohl geringer als für die Hündin, weil er ja keinen Bauchschnitt bekommt. Natürlich hat er auch Schmerzen, doch das hielt sich bei unserem in Grenzen. Schlimmer fand ich damals die "Tüte", weil er damit Probleme mit der Treppe und den Türen hatte und überhaupt... Natürlich müssen die Hunde eine Weile geschont werden (der TA sagt, wie lange) und dürfen nicht zu rasch ins Wasser (du hast einen Goldie!!!) Falls ihr es macht, musst du aufpassen mit dem Futter, weil viele Kastraten zunehmen.
:
: Ich danke Euch schon im voraus für Eure Berichte. Denn es ist wirklich eine grosse Entscheidung die mir nicht so leicht fällt.
:
: Gruss
: Susanne

von Petra + Kid(YCH) am 11. März 2003 22:21

Hallo Susanne,

entschuldige bitte, aber jetzt kommen noch meine Grüße :-))))))))
Da war ich wohl zu schnell mit dem Abschicken!

Liebe Grüße
von Petra und Kid dem Wäller!

von Ilse(YCH) am 12. März 2003 17:13

Hallo Susanne,
dein Rüde würde nach einer Kastration das Verhalten annehmen, wie er es während der Wirkung der Hormonspritze gezeigt hat. Wir haben bei unserem Rüden auch vorerst die Hormonspritze ausprobiert und ihn aber dann letztendlich wirklich auch kastrieren lassen. Ich halte es bis heute als gute Entscheidung weil dieser ganze hormonelle Streß endlich weg ist. Er ist jetzt viel gelöster und lockerer, hat überhaupt nicht zugenommen (wird ja oft behauptet) und kann - eben weil er diesen Streß nicht mehr hat - total konzentriert mit mir arbeiten. Ich würde den nächsten Rüden auf jeden Fall wieder kastrieren lassen. Dazu kommt noch, daß er an einer Vorhauteiterung gelitten hat, auch das Problem ist jetzt behoben. Er war am Tag nach der OP schon wieder fit. Um das ständige Lecken an der OP-Wunde zu verhindern, hat er dann eine Unterhose getragen, somit war das auch gelöst.

Alles Gute für euch - wie ihr euch auch immer entscheidet,
Ilse

von Volker(YCH) am 12. März 2003 19:37

Hallo Susanne,

unser Kleiner wurde letzte Woche Montag kastriert, vor allem wegen dem Interesse am weiblichen Geschlecht und aufreiten etc..

Die OP selber war schnell erledigt und wir konnten ihn nach 2 Stunden wieder mitnehmen. Unser Kleiner war aber erst am nächsten Tag wieder halbwegs ansprechbar. Er hatte ein Klebepflaster auf die Wunde bekommen und wollte gar nicht an der Wunde lecken. Donnerstags war er dann wieder richtig fit und lief auch wieder 2-3 Stunden mit uns. Seit Montag gehen wir auch wieder mit anderen Hunden spazieren und er reitet jetzt schon nicht mehr auf. Schnuppern tut er immer noch aber das dauert halt noch ein bisschen.

Da meiner auch ein Kleiner Rüpel ist, hoffe ich natürlich auch auf eine Besserung in dieser Richtung, aber das muss man abwarten.

Du solltest also eine Woche Urlaub einplanen und dann sollte das Ganze kein Problem sein.

Ciao

Jacki(ne) und Volker

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