Modernes Teleimpulstraining! :: Hundeerziehung + Soziales

Modernes Teleimpulstraining!

von Stefan(YCH) am 11. April 2003 15:08


Hallo Sören

. Ohne Teamwork, gegenseitiges Vertrauen, faires Behandeln des Partners Hund wird sich kein sportlicher Erfolg einstellen.
:
Und genau hieran fehlt es meines Erachtens oftmals bei den "Leistungssportlern". Ich hab durchaus meine Meinung zu sinnvollen
und weniger sinnvollen Ausbildungsmitteln, die ich persönlich ablehnen würde, maße mir aber nicht an, Kritik an Dingen zu üben, von denen ich zuwenig Ahnung haben.

Nach über zehn Jahren Mitgliedschaft im PSK, meine ich mir aber durchaus ein Bild von so manchen Hundeführern machen zu können.
Dabei fällt mir eben speziell im Leistungsbereich auf, dass die Kombination Hundeführer-Hund oftmals nicht stimmt. Überehrgeizige Hundeführer, deren Hunde einfach nicht in der Lage sind, die hohen Erwartungen zu erfüllen und ebenso das Gegenteil. Das nimmt teilweise wirklich obskure Formen an: übersensible, nervöse Briardhündin, die nur
bei kleinen, schmächtigen Figuranten und dem eigenen Hetzärmel beißt.
Oder das alte Ehepaar mit dem kräftigen Riesenschnauzerrüden, immer mit Fußballschuhen und Bauarbeiterhandschuhen bewaffnet und unter extremen
Stress stehend( die HF). Ich könnte jetzt noch mehr Beispiele liefern.
Aber genau aus solchen Fehlkombinationen resultiert dann die Anwendung
von zumindest fragwürdigen Erziehungsmethoden.
Bei unseren " Breitensportlern" erkenne ich solch große Diskrepanzen nicht.

Ich selbst begnüge mich mit BH-Prüfungslevel, weil meine Hunde und vermutlich auch ich und mein Ehrgeiz zu nicht mehr in der Lage sind.
Deshalb sollten obige Zeilen nicht als Kritik, sondern vielmehr als Anmerkung eines oftmals amüsierten Beobachters verstanden sein.

Ciao, Stefan

von Anke + Rico(YCH) am 11. April 2003 15:05

Hi Anja,

: c)Auslöser der Aktion ist das Hörzeichen, da man ja eine Vielzahl von unterschiedlichen Aktionen mit dem Teleimpulsgerät kombinieren kann und somit das Kribbeln selbst nicht zu wildem Aktionismus führt, Zwang umzusetzen in lösbare Aufgabenbewältigung halte ich für den wichtigsten unterschwellig vermittelten Wert dieses Trainings.

Die Übungen mit dem Zwang haben aber nichts an sich mit dem Impuls zu tun, soll heißen, der Impuls soll nicht das sein, was als Zwang empfunden wird? Ich kann mir den Übungsaufbau nicht so wirklich vorstellen...Könntest Du mir anhand eines Beispiels erklären, wie der Situationsaufbau für "Zwangslage durch Agieren lösen"-Übung ist, welche Möglichkeiten der Hund hat zu agieren, wann das Kribbeln kommt, wie Hund dann reagieren kann/soll und worin die Belohnung bestehen könnte?

wahrscheinlich denke ich viel zu kompliziert...

Grüßle
Anke

von P.H(YCH) am 11. April 2003 16:08

Tschau Anja

Ich habe einfach meine Bedenken, einen Hund so früh mit Aktivierungszwang zu arbeiten. Denn wenn etwas aktiviert wird, dann wird was anderes gehemmt. Von mir ausgesehen sollte ein Hund in diesem Alter seine Erfahrungen machen, ohne dass wir gross rein pfuschen. Er sollte lernen, mit seinen Trieben umzugehen, etwas erforschen, dann z.B mit Meiden reagieren, dann wieder neugierig und dann z.B mit Beute oder sonst was. Einfach wie es kommt und in diesem ganzen Prozeß lernt der Hund mit seinen Trieben umzugehen. Ich bin da vielleicht schon etwas altmodisch eingestellt, aber ein Hund sollte sich in diesem Alter mit sich und seiner Umwelt beschäftigen. Später, wenn er so zirka 1 jährig ist, sieht es langsam anders aus. Ich hatte noch nie das Problem, dass ein Hund danach nicht mehr arbeitsfähig war. Es ist sicherlich nicht einfacher, so Hundesport zu betreiben. Es wird immer wie schwieriger, wie später man anfängt. Also ein Anfänger ist gut beraten, eher anzufangen. Mir ist es nicht so wichtig, ob es einfach ist, mir ist das Resultat wichtig und da bin ich besser gefahren, wenn ich den Hund nicht zu früh angefangen habe zu trainieren.

Ich weiß, die meisten sind da nicht meiner Meinung.

Gruß P.H

von Anja(YCH) am 11. April 2003 17:38

Hallo Stefan,

ich habe diese Diskussion ins Leben gerufen und betreibe selbst keinen Hundesport! Ich glaube auch nicht, dass diese Trainingsmethode bei klassischen Hundesportlern weit verbreitet ist bzw. auf große Resonanz stößt, denn es ist aufwendig sie zu erlernen. Wie viele Hundesportler mit ihrem "Schwarzen Köfferchen" hantieren, ist kaum mit dem zu vergleichen, worum es eigentlich hier gehen sollte.

Fachlich fundierte Hundesportler wie Sören sind eine große Ausnahme!

von Anja(YCH) am 11. April 2003 17:54

Hallo Anke,

ich versuch mal zu beschreiben, womit man beginnen kann:

Ich bürste meine Hunde gern entspannt und möchte daher, dass der Hund mit seinen Vorderbeinen aauf einem Stuhl steht.
Dies erreiche ich, indem ich den Welpen vor einen Hocker stellen und dann ganz sacht etwas Spannung auf die Leine bringe. Gleichzeitig helfe ich ihm, indem ich ihn mit Leckerchen in der Hand animiere, auf den Hocker zu krabbeln. Steht er dann korrekt, hört die Spannung an seinem Hals auf und bekommt gleichzeitig das Leckerchen. Sobald er kapiert hat, dass es oben Futter gibt, wird er versuchen schnell und komplett auf den "tollen" Hocker zu kommen. Die Spannung meiner Leine wird aber erst beendet, wenn er korrekt steht, und sofort wird bestätigt. Sobald er auch dass geschnackelt hat, setze ich vor die zu erwartende Aktion seinerseits mein Handzeichen als Kommando.

Diese simple Übung dauert bis der Welpe es verstanden hat, keine 5 Minuten!

Um das Teleimpulsgerät einzubauen, setze ich die Spannung der Leine mit unterster Stufe synchron. Das Gerät ersetzt dann nach einigen Durchläufen die Leinenspannung.

Eigentlich ganz simpel, oder?

von Anja(YCH) am 11. April 2003 18:38

Ich nochmal,

ich hatte vergessen, zu schreiben, dass der Kleine natürlich dann hochbegeistert auf seinem Hocker steht!

Allen Kritikern: Natürlich muss mann einen Hund nicht mit einem Teleimpulsgerät zum Bürsten vorbereiten! Darum gehts auch nicht. Es war eine mögliche Übung. Ich habe sie deshalb erklärt, da die wenigsten Hundemenschen Ihren Hunde dies beigebracht haben. So hat jeder mal die Möglichkeit einfach auzuprobieren, was ich meine. Natürlich ohne Gerät! Denn erst wenn man weiss, was und warum man etwas tut, sollte man das Teleimpulsgerät anwenden!

Als persönliche Anmerkung: Ich habe vor einiger Zeit einmal aus privaten Gründen einen 7monatigen Schäferhund verkaufen müssen. Dieser Hund wurde so trainiert. Etwa ein Jahr später traf ich die jetzige Besitzerin (Top-Sport) wieder. Sie "beschwerte" sich u.a. darüber, dass der Hund ständig auf Tische und Bänke steigen würde und sie dann so erwartungsvoll anschauen würde. winking smiley

Was der Welpe zu Beginn erlernt, prägt ihn für sein Leben!
Meine Hund lernen stets gerne zu arbeiten. Sie bieten sich den ganzen Tag an, und sind "STOLZ" etwas zu leisten!!!! Übrigens Haushunde, keine Sporthunde!

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