Geräuschangst - Hundepsychologe? :: Hundeerziehung + Soziales

Geräuschangst - Hundepsychologe?

von b.bialas(YCH) am 07. Mai 2003 21:22

Hallo!
Ich schreibe im Namen meiner Freundin, die total verzweifelt ist! Sie hat 2 Labbimädchen (2+3 Jahre alt). Die Ältere wird immer geräuschempfindlicher. Sobald etwas so ähnlich wie ein Schuss klingt (kann gaaaanz weit weg sein), setzt sie sich hin und geht keinen Meter weiter. Geht meine Freundin mit der anderen Hündin weiter, bleibt die Ältere trotzdem sitzen. Sie durch Zerren an der Leine oder Leinenruck vorwärts zu bewegen, entspricht nicht der Art meiner Freundin, die ihre Hunde ausschließlich durch positive Verstärkung erzieht. Es war auch früher nicht ganz so schlimm, steigert sich jetzt aber täglich. Letztens reichte bereits das Klicken eines aufklappbaren Feuerzeuges, um den Hund zusammenfahren zu lassen. Inzwischen übertragen sich die Ängste bereits auf die jüngere Hündin. Erfolgt ein Geräusch in der Nähe des Hauses, weigert sich der Hund, das Grundstück überhaupt zu verlassen. Schussgeräusche vom Cassettenrecorder abgespielt oder im Fernsehen beeindrucken die Hündin allerdings nicht.
Da es keinen besonderen Vorfall gab, der die Ängste so enorm hätte verstärken können, weiß meine Freundin sich keinen Rat mehr. Wer von Euch hat schon Ähnliches erlebt, oder kann ihr vielleicht die Adresse eines Hundepsychologen im Raum NRW nennen, oder hat einfach einen Tipp für sie?
Ganz herzlichen Dank für Eure Hilfe!
Birgit


von Elke + Labbies(YCH) am 08. Mai 2003 06:58

Hallo Birgit,
hatte mit meinem ca. 8jährigen Labbirüden voriges Jahr fast das gleiche Problem:
Zuckte bei lauten Geräuschen zusammen, an Dummyarbeit mit Schuss war gar nicht mehr zu denken. Das steigerte sich derart, dass er sogar zusammenzuckte, wenn der Karabinerhaken am Halsband befestigt wurde.
Nach langem hin und her habe ich dann fogendes herausgefunden:
Beide Ohrspeicheldrüsen waren knall voll gefüllt und bereits entzündet, ausserdem wurden beidseitig Innen- und Mittelohrentzündung festgestellt.
Gary zeigte vorher jedoch keinerlei Anzeigen, war weder berührungsempfindlich an den Ohren, noch waren sie gerötet, es wurde weder gekratzt, geschüttelt, noch der Kopf schiefgehalten.
Einen Workingtest im Herbst habe ich vorzeitig abgebrochen, da er nicht zu bewegen war, in die Nähe des Schützen zu gehen und bei weit entfernten Schüssen in sich zusammenfiel.
Erst seit ca. 3 Wochen zeigt sich nun eine kontinuierlich Besserung.
Vielleicht hat die Labbihündin Deiner Freundin ein ähnliches Problem.
Viele Grüße
Elke + Labbies

von Hera(YCH) am 08. Mai 2003 08:48

Hallo,

zuerst einmal sollte tatsächlich abgeklärt werden, ob organisch alles in Ordnung ist. Die Geschichte mit der Ohrentzündung habe ich auch schonmal auf dem Hundeplatz gehört und ist demnach also kein Einzelfall. Ansich ist es ungewöhnlich, dass sich solche Ängste ohne erkennbaren Grund formieren. Wenn die Angst sich jedoch zeigt, sollte der Hund in seiner Angst natürlich nicht bestärkt werden, d.h. kein "trösten" oder aufmunterndes Sprechen mit dem Hund - denn dann wird er ja für die Angst die er zeigt belohnt. Mir scheint aber, dass - so wie Du schreibst - Deine Freundin über diese Grundlagen der Hunderziehung Bescheid weiß und es daran wohl nicht fehlt.

Alles was ich dazu noch sagen kann, wäre ein kleiner Tipp, wie Schussangst oder Angst vor knallenden Geräuschen wieder gemindert bzw. ganz ausgelöscht werden kann: Man nimmt zwei Holzbrettchen und zeigt sie dem Hund - dann großes Belohnen, wenn der Hund die Brettchen angeschaut und beschnüffelt hat. Ein paar Tage wiederholen.... Dann beginnt man, mit den Brettchen ein Geräusch zu machen (aneinanderreiben oder gaaanz leicht aneinanderklopfen) - wieder großes Belohnen! (aber nur, wenn der Hund ohne Angst zuschaut! - ansonsten wieder zurück zu nur beschnuppern). Diese Geschichte wird dann langsam gesteigert bis man mit den Brettchen aufeinanderklopfen und einen richtigen lauten Knall erzeugen kann. Natürlich ist diese Geschichte ein Geduldsspiel. Der Hund muss lernen, dass Knallerei nicht gefährlich ist sondern sich für ihn sogar positiv auswirken kann (Belohnung, Leckerchen usw.). Natürlich ist der Hund auch überschwenglich zu belohnen, wenn er nach ausgiebigen Brettchenübungseinheiten auch anderweitige Knallereien ohne Angst übersteht.

Ich hoffe, das könnte ein Weg für Deine Freundin und den ängstlichen Labbi sein. Viel Glück!

Hera

von Pebe(YCH) am 28. Mai 2003 09:55

Hallo Birgit,

hier eine wirklich sehr kompetente Adresse:

Hundezentrum Rütter
in Erftstadt (bei Köln)

Viel Glück

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