Geschirr oder Halsband bei Unterordnung :: Hundeerziehung + Soziales

Geschirr oder Halsband bei Unterordnung

von Karina(YCH) am 19. Mai 2003 13:43

Hi Lars,
vielen Dank für deine Antwort.

: Hat zwar jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun aber da fällt mir grade auf, das würde ich so eher nicht machen. Für den Hund setzt die Belohnung in dem Moment ein, wo Du anfängst sie mit dem Leckerchen zu locken. das kann sich in so einem Fall schnell verselbsständigen und Du hast dann einen Hund, der noch viel häufiger meidet und am Boden schnüffelt und den Du entsprechen noch vie häufiger mit leckerchen vor der Nase zurücklockst.
:
: Sinnvoller wäre es, einfach ruhig abzuwarten und gar nichts zu tun, bis sie sich von sichaus wieder an Dich wendet und dann exakt in DIESEM Moment zu belohnen. Arbeitest Du eigentlich auch mit dem Clicker ?

Ich verstehe was du meinst. Wenn sie am Boden schnüffelt, ruf ich sie wieder ins Fuß, sobald sie wieder auf richtiger Höhe ist+mich anschaut gibt es C+T. War von mir etwas blöd + verkürzt beschrieben.

:
: Ideal wäre natürlich, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, daß es ihr zuviel wird und sie am Boden schnüffelt, ich weiß aber natürlich aus eigener Erfahrung, daß das nicht immer so leicht einzuschätzen ist ;-)

Tja, dass genau ist der Haken. Sie taucht manchmal so schnell ab, dass meine Hündin mit Halsband da definitv ins Rucken käme.

Auf jedenfall, danke für die Tipps. Ich werde einfach meine Trainerin bitten, es sich mal anzuschauen und dann zu entscheiden wie wir es weiter handeln.

Viele Grüße
Karina

von Baffy(YCH) am 19. Mai 2003 15:27

Hallo Tom!!

: Zunächst einmal gilt es doch, den Begriff der Strafe zu definieren, bevor man darüber diskutiert. In lernbiologischem Sinne ist eine Strafe etwas, was einen Organismus (hier als einen Hund) dazu veranlasst, eine Handlung seltener oder gar nicht mehr zu zeigen.
- Also ist ein Leckerli mit dem man einen Hund ablenkt auch schon eine Strafe??? Denn wenn man den Hund damit ablenkt, veranlasst das den Hund das ja auch eine Handlung seltener oder gar nicht mehr zu zeigen.
Ein Leckerli wirkt zwar eher in positiver Art als ein z.b. Ruck an der Leine, hat aber am Ende doch eigentlich den gleichen Effekt. Wobei der Hund natürlich bei einem Ruck eher aus Angst vor Schmerzen o.ä. reagiert.

: 1. Haben sich die meisten Leute so im Griff, dass sie es tatsächlich nur einsetzen, um den Hund aufmerksam zu machen?
Da magst du recht haben. Oft darf man ja leider erleben, wie Hunde durch einen "Leinenruck" stranguliert werden, weil die Halter einfach unfähig sind sich zu beherrschen und den Hund richtig zu verstehen um im richtigen moment zu reagieren.

: 2. Wenn ich mit einem solchen Impuls arbeite, wie kann ich den Hund dann aufmerksam machen, wenn ich ihn mal nicht an der Leine habe? Hier sehe ich ein entscheidendes Problem.
- Ich denke, wenn der Hund an der Leine weiß, was von ihm gefordert wird und an der Leine gut erzogen ist und das auch sehr gut an der Schleppleine klappt, ist man schon so weit, dass man den Hund auch ohne Leine führen kann.
Ich habe mal erlebt, wie ein Hundehalter seinen Hund daran gewöhnte auch ohne Leine aufmerksam zu sein. Bei Schleppleinen besteht das Problem, dass die meisten Hunde sehr gut unterscheiden können, ob sie jetzt an der Schleppe hängen oder nicht. Deswegen band der Halter einfach einen starken Faden an das Halsband den der Hund so nicht merkte. Wenn er abgelenkt war, konnte der Halter den Hund durch diesen Faden wieder aufmerksam machen und so merkte der Hund, dass er auch ohne Leine hören muss (sollte). Diese Methode hat wunderbar geklappt und der Halter bräuchte mitterweile fast keine Leine mehr. Allerdings hängt dies vom einzelnen Hund ab. Besagter Hund war ein Border Collie. Bei Jagdhunden mit starkem Jagdtrieb dürfte sich auch diese Methode als nicht so erfolgreich herausstellen.

Viele Grüße
Nora

von Sören(YCH) am 19. Mai 2003 15:31

Hallo Karina,

auch wenn ich mich da jetzt ungefragt einmische: Es ist dasselbe in Grün. Wenn der Hund das "Fuß" als etwas positives empfindet (und das soll ja lt. Deiner Schilderung so sein), und dieser positive Reiz kommt wenn sie schnüffelt... tja, dann ist das "Fuß" an sich schon eine Bestätigung für das Wegsehen.

Was lernt der Hund? Er schaut weg, Frauchen reagiert. Das ist zunächst einmal für den Hund positiv, da er indirekt Deine Aktionen lenkt. Dann kommt ein positiv konditioniertes Hörzeichen ("Fuß"winking smiley, was dem Hund wieder Freude macht. Danach dann die Bestätigung, die der Hund zwar nicht mehr mit seinem Schnüffeln in Verbindung bringt aber die das "Fuß" zusätzlich positiv bestärkt. Also eine Handlungskette, die für den Hund ausschließlich was Positives bedeutet und (ACHTUNG!!!) die der Hund durch seine Aktion in Gang setzt.

Was also tun?? Vollständig ignorieren?? Dann besteht die Gefahr das es durch das Schnüffeln zu einer sich selbst bestätigenden Handlung kommt, da Schnüffeln für einen Hund ja in der Regel einen irgendwie gearteten Lustgewinn darstellt (andere Hunde, läufige Hündinnen, Wild, Futter, Aas, etc.). Hmmm.... mal den Gedankengang weiter gesponnen... was wäre denn in so einer Situation logisch???

Fragende Grüße

Sören

von ThomasL(YCH) am 19. Mai 2003 18:45


: Ich würde an Deiner Stelle mit Halsband die Unterordnung machen. Man
: sollte sich nicht völlig den Zwangsmaßnahmen verwehren. Rucken kann
: durchaus sinnvoll sein,

*hmmm*

: wenn Du es schaffst im richtigen Moment den Hund wieder zu motivieren.

*hmmm

Thomas (... mal so stirnrunzelnd)

von tomtom(YCH) am 19. Mai 2003 19:56

Hallo Nora.

: - Also ist ein Leckerli mit dem man einen Hund ablenkt auch schon eine Strafe??? Denn wenn man den Hund damit ablenkt, veranlasst das den Hund das ja auch eine Handlung seltener oder gar nicht mehr zu zeigen.

Nein das Leckerli wird ihn dazu veranlassen die Alternativhandlung für die er das Leckerli bekommt öfter zu zeigen. Also keine Strafe, sondern Belohnung!


: Ich habe mal erlebt, wie ein Hundehalter seinen Hund daran gewöhnte auch ohne Leine aufmerksam zu sein. Bei Schleppleinen besteht das Problem, dass die meisten Hunde sehr gut unterscheiden können, ob sie jetzt an der Schleppe hängen oder nicht.

Dehalb soll man die Schleppe nicht von heute auf morgen weglassen, sondern jede Woche oder so um einen Meter abschneiden. So kann man sich rausschleichen, ohne dass der Hund es so richtig mitbekommt ;-)


: Besagter Hund war ein Border Collie. Bei Jagdhunden mit starkem Jagdtrieb dürfte sich auch diese Methode als nicht so erfolgreich herausstellen.

Hüten ist auch eine Form des Jagens. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Hütehunde nicht jagen. Ich kenne genug Border aud Aussies, die jagen wie der Teufel.


mfg
Tom

von tomtom(YCH) am 19. Mai 2003 19:58

: Thomas (... mal so stirnrunzelnd)

* Tom runzelt nicht die Stirn, sondern schüttelt den Kopf*

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