von Sandra(YCH) am 31. Mai 2003 16:57
Liebe Sandra
Ich musste für mich lächeln, als ich Deine Antwort gelesen habe :-)
-Und zwar über mich selbst.
Genau das selbe wie Du mir jetzt, habe ich damals auch den Leuten geantwortet (und jetzt gebe ich selbst solche Antworten hinter denen ich nur halbwegs stehen kann...):
1.: Was die beiden untereinander ausmachen, wenn sie nicht unmittelbar bei mir sind, geht mich dann ja auch (fast) nichts an. Ich finde immer noch, dass ich entscheiden können muss, welchem Hund ich mich zuwende und mir das nicht von meiner Hündin diktieren lassen darf.
2.: Im Übrigen, Leckerchen halte ich nicht für eine gute Idee, weil meine dann auch noch Futterneidisch auf die Kleine wird. Versuche auch immer, beide gleichzeitig zu streicheln. Aber das reicht meinem Biest noch nicht, sie will mich ganz für sich haben.
Ich wurde damals eines besseren belehrt (zu Punkt 1 meine ich jetzt): Nämlich, dass es auch darauf ankommt wie die Rangfolge weiter geht. Du bist also a-Wölfin, Dein Hund b-Wölfin, der "fremde" Hund c-Wölfin. Anscheinend gehe es bei diesen Eifersüchteleien darum, dass die b-Wölfin ihre Stellung verteidigen will (in ihren Augen MUSS), um nicht selbst c-Wölfin zu werden.(Aber warum finden das bloss einige Hunde?)
Nun wie gesagt, ich habe damals genau gleich geantwortet wie Du und meine Gedankengänge von damals sind mir immer noch näher als die aufgesetzten, angelernten, die ich hier vorher geschrieben habe. Aber was wirklich stimmt, weiss ich nicht. Auf jeden Fall bin ich auch der Meinung, dass ich bestimmen will, wer zu mir kommt und wer nicht, wen ich streichle und wen nicht-egal ob dies gegen die Natur des Hundes verstösst oder nicht. Für mich ist dies eine wichtige Regel, die einfach notwendig ist für ein friedliches, stressfreies Zusammenleben mit einem Hund. Es kann doch nicht angehen, dass ich immer einen Adrenalinstoss erhalte, wenn auf dem Spaziergang ein fremder Hund zu mir kommt und an den Hosen schnüffelt und ich es hinnehmen muss, dass mein Hund sich dann auf diesen stürzt?!
Kennst Du dies?: Bei gewissen Hunden ist es doch klar so, dass sie bei einer Bedrohung durch einen anderen Hund Schutz suchen beim Besitzer und dieser den anderen Hund dann vertreiben kann ohne, dass der eigene Hund mithilft(mein erster Hund war so). Andere Hund reagieren in solchen Fällen anders: Meine hilft mir sofort, d.h. mir kommt es so vor: "Juhu, es läuft was! Wir vertreiben den mal zusammen! ACTION!"
Für mich spielt das in das gleiche hinein wie das Eifersuchtsproblem!
Zu 2.:Hast Du das mit dem Futter schon mal ausprobiert? Ich habe das auch gesagt, da meine sich z.B. im Agility sofort auf den Hund gestürzt hat, der sich uns näherte, wenn ich sie mit Gutzis belohnen wollte. Aber in diesem speziellen Fall, d.h. beim Streicheln hat es trotzdem geklappt. Ich halte das Gutzi halt in bestimmter Distanz von mir weg ;-) Aber ich gebe zu, die ultimative Methode ist es wohl nicht. Vielleicht probierst Du es doch mal mit der Wasserflasche? :-) Wie gesagt, ich habe damit den besten Erfolg bisher!
Viel Erfolg und liebe Grüsse
Sandra