Unkontrollierbare Wesensschwäche ? :: Hundeerziehung + Soziales

Unkontrollierbare Wesensschwäche ?

von Gabi + Sheila(YCH) am 18. Juni 2003 17:03

Hi,

woher ist Euer Hund denn ?
Also wie war seine Welpenzeit in den ersten 8 Wochen ?

WAS hat noch mitgemischt ?? (Wolf ?)

Frage-Gruß
Gabi

von Doris und Nico(YCH) am 18. Juni 2003 18:21

Hallo Andrea,

Wesen ist immer ein Zusammenspiel aus Ererbtem und Erlerntem, wobei ich dem "Erlernten" wesentlich größere Bedeutung bei messe. Man kann das nicht trennen, denn der welpe beginnt mit seinem ersten lebenstag zu lernen. Wo will ich also definieren, was "nur" erebt ist. Sicher gibts genetische Dispostionen, die gepaart mit ungünstiger prägung und eventuell unerfahrenem Halter zu Problemen führen kann. Aber in meinen Augen kann man dagegen angehen. Verhalten kann man neu konditionieren und umlenken. Lies dir mal das Buch "Das Wesen des HUndes" von Weidt/Berlowitz dazu durch. Pauschale Ansichten, wie die von Schlegel sind immer in Frage zu stellen, weil sie nie das Individum und den Einzelfall berücksichtigen. Lass dich davon nicht ermutigen. Durststrecken, in denen Erlerntes plötzlich nicht mehr abrufbar scheint, hat jeder bei der Ausbildung des Hundes mal. Da heißt es dranbleiben und in der Konsequenz nicht nachlassen.

Grüsse Doris

von AndreaL(YCH) am 18. Juni 2003 21:13

Hallo Namensvetterin!

Das , was Du beschreibst,ähnelt ansatzweise meiner Labbihündin. Ich habe sie mit 10 Wochen bekommen und sie hat nie mit uns schlechte Erfahrungen gemacht (soviel ich weiß). Trotzdem konnte ich mit ihr im Welpen- und Junghundalter quasi nicht spazieren gehen, da sie alles und jeden angeknurrt hat. Jeder Mensch war böse. Übrigens raunzt sie gelegentlich auch einmal einen Hund an, ist aber verträglich.
Wir haben immer mit ihr geübt und waren Stunden draußen, um ihr alles zu zeigen. Naturlich ist das Verhalten sehr viel besser geworden. Ich bin mit ihr 2-3 x die Woche im Hundeverein, wo sie Kontakt zu vielen Hunden und Menschen hat. Alles kein Problem. Kommt eine neue Person auf den Platz, es kann auch mein Freund sein, mit dem ich zusammenwohne, wird diese angebellt und angeknurrt (meistens beruhigt sie sich nachdem sie beruhigend angesprochen wird). Natürlich ist das nicht schön und ich versuche dieses Angstverhalten durch gute Erziehung wieder herauszuholen. Das Hauptproblem ist ja, dass man sich selbst so fertig macht, weil man ja auch oft weiß, dass man zu spät oder falsch reagiert hat.
Meine Hündin ist jetzt 2 1/2. Ich würde diesen Hund nie abgeben, weil sie zu den Leuten, zu denen sie Vertrauen hat, ein Schätzchen ist und jedes Herz im Sturm erobert und ansonsten ein Traumhund ist. Natürlich gibt es auch immer mal wieder ein Hoch oder Tief. Erst heute ist unsere Zeitungsausträgerin, die gerade aufs Grundstück kam, fast in Ohnmacht gefallen, als meine Lisa wie bekloppt bellenderweise auf das Mädchen zulief. Ich finde das natürlich schade, dass ich dem Hund nicht das nötige Vertrauen geben kann. Allerdings mache ich mir auch immer wieder klar, dass Hunde wie Menschen Individuen sind und jeder seinen eigenen Charakter hat.
Wie läuft es bei Dir denn sonst mit dem Hund? Stehst Du voll zu ihm und bist glücklich oder zweifelst Du selbt an Eurem Verhältnis? Was andere von Euch denken, sollte Dich nicht scheren.
Ich kann für mich nur sagen, dass auch, wenn ich einen Hund habe, der fast immer lieb ist, ungefähr eine Handvoll Menschen nicht mag (und das ist nicht untertrieben. Sie knurrt nicht nur für einen Moment, sondern ist immer auf Spannung), ich damit leben kann. Natürlich wäre es schöner einen "pflegeleichten" Hund zu haben, bei dem man nicht aufpassen muss, dass gleich irgendeine Hand ab ist, allerdings überwiegt das Positive so stark, dass ich gut damit umgehen kann.
Vielleicht konnte ich Dir ein bisschen Mut machen.
Liebe Grüße, Andrea und Lisa

von Andrea(YCH) am 19. Juni 2003 09:21

Hi,

was da mitgemischt hat, wissen die Züchter nicht. Die Schäfer Hündin war vom Hof abgehauen und offensichtlich haben es die Besitzer aber erst später gemerkt, dass sie trächtig war. Sie sind mit den Welpen sehr liebevoll umgegangen, haben sie häufig geknuddelt und zudem noch viel Besuch gehabt. Die Welpen wurden in den ersten 4 Wochen im Haus gehalten und kamen anschließend in die Scheune mit Freilauf. Eine mangelhafte Prägung in den ersten 8 Wochen schließe ich aus. Die Züchterin sagte, dass keiner der sieben Geschwister dieses Verhalten zeige. Sie selbst haben eine Hündin behalten, die sehr selbstbewußt, etwas frech aber freundlich ist.

Hilft als auch nicht wirklich weiter - allerdings, die Idee mit dem Wolf hatte ich auch schon, wenngleich es mir sehr unwahrscheinlich vorkommt.

Andrea

von P.H(YCH) am 19. Juni 2003 13:50

Tschau Antje

Also ich steinige Dich nicht, und wenn Schlegel das schrieb, gut da hat er nicht unrecht. Guter Beitrag von Dir.

Ich denke dass ein Welpen eben diese Verhalten zeigen kann, dass man es eine gewisse Zeit überdecken kann und wenn die Geschlechtsreife dazu kommt, alles wieder schlimmer wird. Vielleicht wird es mit zunehmenden Alter wieder besser, aber vielleicht bekommt der Hund dann Körperschäden, durch den Dauerstress.

Ich selber würde versuchen, ihn nicht in der Angst stehen zu lassen, ihn mit sehr leichtem Zwang da heraus nehmen. Aber bei diesem Hund habe ich schwere Zweifel, dass das gelingen wird. Auf keinen Fall den Hund in der Angst loben, trösten, lieb sprechen oder sonst was, was er als positiv betrachtet und ihn bestätigt. Auch spielen oder Futter geben, würde ich als falsch betrachten. Das schriebst, das weiss ich, ich wiederhole es für Andrea.

Interessant wäre mal zu überlegen, wann einen Wesenstest. Der ist nämlich immer dann angesetzt, wenn man eben viel verstecken kann. Ich meinte, in einem alter, wo der Hund noch roh ist, oder in einem Alter wo er zwei jährig ist. Aber eben genau mit 1 jährig, sind diese Wesenstest am wenigsten aussagekräftig.

Gruss P.H

von Andrea(YCH) am 19. Juni 2003 21:57

Hi,
warum hältst du spielen und Futter geben für falsch???

Andrea

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