Fremde Rüden treffen :: Hundeerziehung + Soziales

Fremde Rüden treffen

von mecki(YCH) am 30. März 1998 07:11

Hallo Ihr da draussen,

Folgende Situation tritt immer ein, wenn ich mit meinen beiden Hunden einen anderen fremden Rüden zwecks gemeinsamen Spielen oder Spaziergang treffen will.

Geht der fremde Rüde an meine Hündin oder umgekehrt, rasstet mein Rüde aus. Probiert habe ich schon mehrfach, erst die beiden Rüden miteinander bekannt zu machen, wobei es selten Probleme gab. Die treten immer erst auf, wenn meine Hündin hinzukommt. Dann ist die gerade vorher geschlossene Rüdenfreundschaft vorbei und mein Rüde benimmt sich, als hätte er den anderen Rüden noch nie gesehen. So ist es mir kaum möglich, mit Rüdenbesitzern zwecks gemeinsamen Spiel zu kontakten. In nächster Zeit möchte ich mich zwecks praktischem Erfahrungsaustausch aber mit einen Besitzer zweier Huskyrüden auf neutralem Gelände treffen. Natürlich möchte ich meine beiden Hunde hierzu mitnehmen. Aber so, wie sich mein Rüde benimmt, vergeht uns allen bald der Spaß an solchen Treffen. Die Lösung, den Rüden einfach zu hause zu lassen, finde ich nicht so toll und es löst ja dadurch das eigentliche Problem nicht. Der Rüde ist (wie die Hündin auch) kastriert und jetzt 2 Jahre alt.

Wer weis Rat ???

gruß mecki

von Dagmar(YCH) am 30. März 1998 14:00

:Hallo Ihr da draussen,
:
:Hallo Mecki !
grinning smileyei Problem ist mir bestens bekannt. Ich selber besitze eine Hündin, deren bester reund natürlich ein Rüde ist. Dazu noch ein Terrier, also einer der nie aufgibt, egal wie groß der Gegenspieler ist. Bei uns hat sich bewährt, daß wir selbstverständlich unter Kontrolle, die Rüden die Rangordnung selber austragen lassen. Wie schon gesagt unter Aufsicht, den sie sollen sich ja nicht zerfleischen. Schon nach ein paar Minuten Gegrangele mit viel Getöse, ist kler wer Chef ist und zuerst zur Dame darf, die in der Zwischenzeit daneben gestanden hat. Oft ist es dann passiert, daß sich die Rüden wunderbar vertragen haben und keiner mehr mit der Hündin spielen wollte (sie ist kastriert). In den seltensten Fällen, besonders wenn beide Rüden gleich stark waren, gab es jedoch keine Einigung und ein gemeinsamer Spaziergang war nicht möglich.

von mecki(YCH) am 31. März 1998 09:03

Hallo Dagmar, Du schreibst u.a.

: Bei uns hat sich bewährt, daß wir selbstverständlich unter Kontrolle, die Rüden die Rangordnung selber austragen lassen. Wie schon gesagt unter Aufsicht, den sie sollen sich ja nicht zerfleischen. Schon nach ein paar Minuten Gegrangele mit viel Getöse, ist kler wer Chef ist...

Ja, so haben wir es auch immer probiert. Aber Janosch, scheut sich auch nicht, die Zähne bei Rangordnungskämpfen einzusetzen. Vor einem halben Jahr hatte er sich im Reitstall mit einem fremden Rüden eines Besuchers so gefetzt, daß wir die beiden Hunde auseinander holen mussten. Janosch hatte dem fremden Rüden das Ohr zerfetzt. Zwar war dem Besucher im Nachhinein klar, daß er an dieser Situation selbst die Schuld trug. So lies er seinen Rüden unbeaufsichtigt frei auf dem Hofgelände herumlaufen und das mögen die Stallhunde überhaupt nicht. So warnt ein Schild im Hofeingang extra vor den freilaufenden Stallhunden. Aber Schuld hin oder her, mir war´s peinlich, der fremde Rüde tat mir leid und Janosch hatte "seinen" Erfolg, der ihn wohl immer wieder zu so einer Handlung bestärkt.

Ob er ein hoffnungsloser Fall ist ???

gruß mecki

von Dagmar(YCH) am 31. März 1998 11:47

Hallo Mecki !

Also an hoffnungslose Hunde galube ich nicht, eher an hoffnungslose Besitzer. Während meiner Tätigekeit im Tierschutz (10 Jahre) habe ich soviele Hunde erlebt die ich als hoffnungslose Fälle bezeichnet habe. Nach nur kurzer Zeit in einem "anständigen" Zuhause war die Hälfte der Tiere nicht mehr wieder zu erkennen. Die andere Hälfte hat sich halt irgendwie arrangiert. Nun zu Deinem Raufbold. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, daß sich die Rüden beide auf fremdem Terrain treffen. Damit meine ich, nicht mal eine Wiese auf der Du mal mit Janosch warst, sondern wirklich eine ganz neue Umgebung auf der er sich nicht heimisch fühlt. Der andere Rüde natürlich auch nicht. Ich würde dann als erstes die Hunde ageleint lassen und gemütlich mit dem anderen Hundebesitzer plauschen. Auch Hunde haben nicht ewig Ausdauer sich anzugiften. Beachtet die beiden dabei gar nicht sondern unterhaltet euch angeregt, auch wenn die Hunde auf den Wecker gehen. Nach langer Zeit, würde ich dann mit den angeleinten Hunden losspazieren. Einen richtig langen, entspannten Spaziergang, selbst wenn Dein Janosch sich in die Leine hängt und Getöse veranstaltet. Irgendwann gibt es andere Dinge die in der neuen Umgebung wichtiger sind, Gerüche der andere Spaziergänger. Und sein Geschäft wird er ja unterwegs auch verrichten müssen. Laßt sie bei dem 1.Gang noch nicht von der Leine. Trefft euch einmal in der Woche und wiederholt das immer wieder. Sie müssen sich ja nicht lieben, sie sollen sich nur in Ruhe lassen. Schenk Du dem anderen Rüden keine Aufmerksamkeit damit es nicht zu Eifersüchteleien kommt und der andere Hundehalter verhält sich bei deinem Hund genauso. Ich weiß, das alles hört sich zeitaufwendig und langatmig an, aber wenn man es nicht versucht und wirklich möchte das zwei fremde Rüden sich respektieren dann lohnt der Versuch. Vorher würde ich auf keinen Fall von hoffnunglos reden.

Also an die Arbeit !

Deine hoffnungträchtige

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