Futterroutine- Ja oder Nein? :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Futterroutine- Ja oder Nein?

von eva und rio(YCH) am 02. Juni 2000 06:45

Hallo,
ich habe mal eine- vielleicht dumme- Frage:
Viele Tierärzte, aber auch Hundebücher und "Hundekenner?" behaupten, daß es sinnvoll und nötig sei, eine gewisse Futterroutine einzuführen, also immer zur gleichen Zeit möglichst auch die gleiche Menge zu füttern.
Meine frage ist eigentlich, warum das so ist, und ob das eigentlich stimmt.
Meine Hündin hatte immer einen "Wecker verschluckt", wußte also vor allem abends ganz genau, Wann es fünf Uhr war, und sie Fressen wollte. Morgens dagegen hatte sie es nie so eilig...
Jetzt bin ich letztes Jahr umgezogen, Rio frißt schlechter, bzw nimmt nicht mehr zu. Ich habe also das Futter immer zugänglich gemacht. Am Anfang hat sich rio streng an Ihre Futterzeiten gehalten, abends um fünf gefressen, und eben morgens, auch wenn sie tagsüber die Möglichkeit gehabt hätte. das hat sich aber mit der Zeit aufgelöst, sie fraß eher noch weniger als vorher, weil es eben immer da war. Also habe ich schweren Herzens (weil ich es eigentlich gut finde, wenn der Hund frißt, wenn er auch Hunger hat) wieder zwei Fütterungen am Tag eingeführt. Die Frage ist nur: Ist es wirklich nötig und sinnvoll, regelmäßig zu füttern? Ein Grund dafür könnte sein, daß der ganze Organismus in dieser Zeit dann auch auf Futter eingestellt ist, und deshalb besser verdauen kann. Ein richtiger Grund?
Wie haltet Ihr es denn damit? Und warum?
Fragende Grüße,
Eva und rio

von Melli(YCH) am 02. Juni 2000 07:42

Hallo Eva,

ich denke schon, dass der Organismus sich sehr darauf einstellt, zu welchen Zeiten es Futter gibt. Der Hund hat mit Sicherheit in der übrigen Zeit keinen Wahnsinnshunger (gerade wenn er zweimal am Tag bekommt), aber umso mehr, wenn die gewohnte Zeit naht.
Ich finde es auch eher unnatürlich, dass der Hund zu jeder Zeit Futter zur Verfügung hat. Hunde sind ja Gewohnheitstiere und mögen eine festen Rhythmus. Ich glaube jedenfalls, dass es ihnen gut tut und ein Stück Halt gibt, auch wenn es sich bescheuert anhört.
Ich sehe da auch den Punkt der Magendrehung. Wenn ich gar nicht mitbekomme, wann mein Hund von dem gefüllten Futternapf gefressen hat und ich vielleicht viel zu schnell danach plane, eigentlich mit ihm spazieren zu gehen oder zu toben, ist das übel.
Außerdem finde ich es unhygienisch, steht das Futter den ganzen Tag herum, und im Frühling/ Sommer hocken dann die Brummer drauf (es sei denn, es ist nur Trockenfutter).
Dann ist bei mir noch der Grund des Überblicks. Ich habe einen Hund, der manchmal mäkelig ist und ich schon wisssen möchte, wie er frißt, weil bei ihm auch krankheitsbedingte Faktoren hinzukommen (Bauchspeicheldrüsenprobleme).
Also, nun sage ich Dir genau, wie ich es mache: Mein Hund bekommt zweimal am Tag zu halbwegs festen Zeiten sein Futter. Damit meine ich, dass es nicht auf eine halbe Stunde ankommt. Vorher haben wir immer einen Spaziergang gemacht.
Er bekommt nie Trockenfutter pur, von daher ist das "das Futter den ganzen Tag zur Verfügung haben" nicht angesagt.
Ich mache das Futter also fertig und tue zumindest so, als ob es mich nicht interessiert, OB er frißt und WIEVIEL und gucke gar nicht hin.
Ich hatte nämlich mal den Fehler gemacht, dass ich meinem Hund viel zu viel Aufmerksamkeit in der Sache geschenkt habe und er das voll ausgenutzt hat. Das soll natürlich nicht heißen, dass ich nicht auf den Geschmack meines Hundes eingehe, aber ich mache in dem Moment keinen Film davon und registriere das alles "heimlich".
Falls er mal gar nichts frißt oder nicht alles, nehme ich den Futternapf so ca. nach 20 Minuten schweigend wieder weg, zur nächsten gewohnten Zeit gibt es dann wieder etwas. Anschließend (wenn er gut gefressen hat) schmeißt er sich hin und schnarcht erstmal eine ganze Zeit und wirkt so richtig zufrieden.

Bei mir, auch wenn ich kein Hund bin, ist ja ähnlich. Ich esse auch zu halbwegs festen Zeiten und merke, dass es mir sehr gut tut und ich dann auch Hunger habe.

Wenn Rio schlechter gefressen hat, als das Futter den ganzen Tag zur Verfügung stand und besser, wenn sie es zu ihren gewohnten Zeiten bekommen hat, ist die Antwort ja schon selbst gegeben, oder ?
Dein Herz muß deswegen nicht schwer sein, ich denke, dass viele Hunde das auch am liebsten so mögen. Und sie frißt dann ja trotzdem die Menge, die sie am Tag braucht.

Mach's gut und liebe Grüße sendet Dir Melli mit Wolf

von Elke & Anhang(YCH) am 02. Juni 2000 09:08

: Hallo Eva,

der Hund ist von hause aus ein Dämmerungsjäger, also frisst er am liebsten Abends. Das hast du selbst ja auch schon festgestellt.

Meine Hunde werden nur einmal täglich gefüttert, abends zwischen 7 und 8 Uhr. Weil wir Menschen danach meistens faul und ruhig auf dem Sofa sitzen, bleiben unsere Hunde ruhig und liegen schlafend um uns verteilt. Ich denke, dass die Abendfütterung weniger Probleme mit der gefürchteten Magendrehung macht. Es kann aber schon mal passieren, dass eine Mahlzeit überschlagen wird, weil wir sehr spät heimkommen oder weil die Arbeit keine Zeit dafür lässt. Dann gibt es eben am nächsten Morgen das Futter.

Ich selbst halte keine regelmässigen Zeiten ein weil ich meine, dass dem Hund in freier Wildbahn auch nicht regelmässig um 5 ein Kaninchen über den Weg läuft.

ich habe mal eine- vielleicht dumme- Frage:

Deine Frage ist sicherlich nicht dumm, denn an den Reaktionen auf deine Frag wirst du sehen, dass die Meinungen über dieses Thema auseinander gehen.

Viele Grüsse

Elke & Anhang

von Thomas(YCH) am 02. Juni 2000 18:04

Hallo Eva,

Zuerst, ich finde, es ist absolut keine dumme Frage. Mein Hund (Briardruede) hat sein fressen immer zur Verfuegung. Warum ? Ich bin nicht der Meinung das es seine Dominanz foerdert und verkleinert die Magendrehungsgefahr. Er frisst nur kleine Mengen auf einmal und nur qualitativ hochwertiges Futter (ganz wichtig ohne Soja), dann soll nach Aussage vom BCA und TA die Gefahr viel geringer sein.

C'ya

Thomas & Leon


von Susanne/A(YCH) am 02. Juni 2000 19:21

Hallo Eva,
Futter stehen lassen geht aber nur wenn man einen Hund hatsmiling smiley)
Ich habe zwei, die Hündin ist wahnsinnig verfressen, beim Rüden bin ich über jeden Bissen froh den er nimmt. Also könnte ich nie was stehen lassen, den mein Mäuschen würde in ein paar Tagen nicht mehr laufen, sonder rollen...
Ich füttere zweimal am Tag, ein leichtes Frühstück und abends eine normale Portion. Sie drängt wenn es später wird, ihm ists egal.
Im Winter füttere ich früher, im Sommer wenn es heiss ist später. Eine ganz bestimmte Uhrzeit halte ich nicht ein aber falls ich weiss, dass wir abends mal länger wo bleiben, sehe ich zu, dass ich vor dem Weggehen füttere.
Liebe Grüsse, Susanne

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