Futtertests und Schlachthöfe :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Futtertests und Schlachthöfe

von Sylvi(YCH) am 04. Juni 2001 12:27


Hallo an alle!

Ich habe lange gezögert, diese Meldung zu schreiben, aber irgendwie kann und will ich jetzt nicht mehr anders.

Ich verstehe und billige Eure Empörung zu dem, was IAMS da macht, vollkommen, nur, meint Ihr, daß das ein Einzelfall ist????

Ich habe meine Diplomarbeit über Hundefütterung geschrieben und kenne daher (zum Glück nur aus der Literatur) die "üblichen" Verfahrensweisen, unter denen Futtermittel getestet werden oder biologische Prozesse (z.T. auch biochemische) am lebenden Organismus (in dem Falle ist das eben ein Hund!) untersucht werden. Gottseidank bestanden die Fütterungsversuche, an denen ich selbst beteiligt war, nur darin, das Futter abzuwiegen (eventuell übriges Futter rückwiegen) und Kot einsammeln, der dann analysiert wurde. Die Betreuung der Hunde war bei solchen Versuchen sehr gut, da man ja davon ausgehen mußte, daß sich etwaige Mangelerscheinungen in einem Verlust der Fitness, stumpfen Fell und dgl. äußern, was natürlich nur bemerkt wird, wenn man sich intensiv um die Hunde kümmert. Und genau da ist das Problem. Wir waren immer jede Menge Leute (auch Studenten), die da noch mithalfen - ich denke, nur so war das machbar. Wie ich jetzt diesen Mitteilungen entnehme, geht es offenbar auch anders - klar, ist ja billiger und bequemer als z.B. einen Feldtest mit nierenkranken Hunden zu machen, die man vielleicht erst mal suchen muß. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß ein genetisch gesunder Hund ein Nierenleiden hat, darüber will ich kein Urteil abgeben, es scheint mir aber eher gering. In dem Falle wären also (mal wieder) die Züchter gefragt, noch verantwortungsvoller vorzugehen. War nur ein Beispiel. Falls jemand von Euch weiter interessiert ist, meine eMail-Adresse ist: ylvia.Wuensche@t-online.de">Sylvia.Wuensche@t-online.de.

Ich möchte die Diskussion hier nicht weiter anheizen, ich finde nur: wir alle (rechne mich da auch mit hinein, da ich aus Zeitgründen auch viel FeFu füttere), sollten bei solchen Nachrichten bedenken, daß das allenfalls "die Spitze des Eisbergs" ist. So weh es tut! Ich würde sogar vorschlagen, daß wir alle (ich hoffe, es machen möglichst viele mit) mal gar kein Fertigfutter kaufen (gleich welcher Hersteller) und für eine nur Frischfutter geben. Das Problem mit den Schlachthöfen verstehe ich auch - aber wir können aus unseren Hunden nicht von heute auf morgen Vegetarier machen. Also irgendwo muß man ja ansetzen. Wie denkt Ihr dazu? Wer würde eventuell mitmachen? Ich habe auch wenig Zeit und 2 große Hunde; trotzdem würde ich sofort auf Frischfutter umsteigen. Vielleicht können wir ja doch insgesamt etwas ausrichten. Die Forderung wäre dann, daß Fütterungsversuche nur in der o.g. Weise ablaufen, d.h. wiegen des Futters, das "reingeht" und Rückwiegen des Kotes, der "wieder rauskommt", da kann man auch analysieren, was man will; es tut keinem weh. Dabei genaue Beobachtung des Tieres - schreit das Arbeitsamt nicht immer, daß es zuwenig Stellen gibt? Da wären doch sicher einige zu vergeben...

Überlegt Euch DAS GANZE DILEMMA mal...

Und viele Grüße an Euch alle (natürlich einschließlich der - sicherlich glücklichen Vierbeiner).
Sylvi.

von tanja(YCH) am 04. Juni 2001 19:59

Hallo
ist ja eine gute Idee (Umstieg von Fefu auf Frischkost) - aber mit der Handhabung wirds dann wohl fuer die meisten doch zu kompliziert.
Was fuern Fleisch darf der Hund essen ? welches Gemuese ? welches nicht?Was fuer Zusatzstoffe benoetigt er?
Dann muessten auch Ernaehrungsbuecher fuer den Hund gelesen werden (zeitaufwendig).
Fragen ueber Fragen.
Es ist bestimmt auch nicht jedermanns Sache, taeglich rohes Fleisch/Knochen, oder gar auch noch Leber/Niere/Herz/Gehirn fuer seinen Hund zuzubereiten. Und dann noch das waschen und haeckseln des Gemuese.
Da ist doch das oeffnen des Futtersackes so viel einfacher und unkompliziert und laut Werbung ist es ja auch perfekt auf den Hund abgestimmt.
So schlimm es auch sein mag, diese Tests der Futtermittelindustrie, fuer die meisten ist dieser Bericht doch schon wieder in Vergessenheit geraten! Uebrigens werden Tiere (auch Hunde) ja zu allen moeglichen Tests missbraucht.

Ich brauchte keinen solchen Grund um auf Frischfutter umzusteigen. Mir haben schon die sogenannten Inhaltsstoffe des Fefu gereicht.

Und wie stellst du dir das vor?
Mal eben fuer ein paar Wochen Frischfutter und dann wieder Fefutter????
Der arme Hund.

Du willst deinen Hund als Mittel zum Zweck des Protestierens nehmen?
Ganz schoen egoistisch.
Wenn du auf Frischfutter umsteigen willst, dann solltest du es machen weil du davon ueberzeugt bist (dass es das beste fuer den Hund ist!).

etwas verwirrte Gruesse,
tanja


: Hallo an alle!
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: Ich habe lange gezögert, diese Meldung zu schreiben, aber irgendwie kann und will ich jetzt nicht mehr anders.
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: Ich verstehe und billige Eure Empörung zu dem, was IAMS da macht, vollkommen, nur, meint Ihr, daß das ein Einzelfall ist????
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: Ich habe meine Diplomarbeit über Hundefütterung geschrieben und kenne daher (zum Glück nur aus der Literatur) die "üblichen" Verfahrensweisen, unter denen Futtermittel getestet werden oder biologische Prozesse (z.T. auch biochemische) am lebenden Organismus (in dem Falle ist das eben ein Hund!) untersucht werden. Gottseidank bestanden die Fütterungsversuche, an denen ich selbst beteiligt war, nur darin, das Futter abzuwiegen (eventuell übriges Futter rückwiegen) und Kot einsammeln, der dann analysiert wurde. Die Betreuung der Hunde war bei solchen Versuchen sehr gut, da man ja davon ausgehen mußte, daß sich etwaige Mangelerscheinungen in einem Verlust der Fitness, stumpfen Fell und dgl. äußern, was natürlich nur bemerkt wird, wenn man sich intensiv um die Hunde kümmert. Und genau da ist das Problem. Wir waren immer jede Menge Leute (auch Studenten), die da noch mithalfen - ich denke, nur so war das machbar. Wie ich jetzt diesen Mitteilungen entnehme, geht es offenbar auch anders - klar, ist ja billiger und bequemer als z.B. einen Feldtest mit nierenkranken Hunden zu machen, die man vielleicht erst mal suchen muß. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß ein genetisch gesunder Hund ein Nierenleiden hat, darüber will ich kein Urteil abgeben, es scheint mir aber eher gering. In dem Falle wären also (mal wieder) die Züchter gefragt, noch verantwortungsvoller vorzugehen. War nur ein Beispiel. Falls jemand von Euch weiter interessiert ist, meine eMail-Adresse ist: ylvia.Wuensche@t-online.de">Sylvia.Wuensche@t-online.de.
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: Ich möchte die Diskussion hier nicht weiter anheizen, ich finde nur: wir alle (rechne mich da auch mit hinein, da ich aus Zeitgründen auch viel FeFu füttere), sollten bei solchen Nachrichten bedenken, daß das allenfalls "die Spitze des Eisbergs" ist. So weh es tut! Ich würde sogar vorschlagen, daß wir alle (ich hoffe, es machen möglichst viele mit) mal gar kein Fertigfutter kaufen (gleich welcher Hersteller) und für eine nur Frischfutter geben. Das Problem mit den Schlachthöfen verstehe ich auch - aber wir können aus unseren Hunden nicht von heute auf morgen Vegetarier machen. Also irgendwo muß man ja ansetzen. Wie denkt Ihr dazu? Wer würde eventuell mitmachen? Ich habe auch wenig Zeit und 2 große Hunde; trotzdem würde ich sofort auf Frischfutter umsteigen. Vielleicht können wir ja doch insgesamt etwas ausrichten. Die Forderung wäre dann, daß Fütterungsversuche nur in der o.g. Weise ablaufen, d.h. wiegen des Futters, das "reingeht" und Rückwiegen des Kotes, der "wieder rauskommt", da kann man auch analysieren, was man will; es tut keinem weh. Dabei genaue Beobachtung des Tieres - schreit das Arbeitsamt nicht immer, daß es zuwenig Stellen gibt? Da wären doch sicher einige zu vergeben...
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: Überlegt Euch DAS GANZE DILEMMA mal...
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: Und viele Grüße an Euch alle (natürlich einschließlich der - sicherlich glücklichen Vierbeiner).
: Sylvi.

von Karin + Lando(YCH) am 04. Juni 2001 21:03

Hallo Sylvi!
Dank dieser schrecklichen Berichte hab ich wieder einen Grund mehr, mich in meiner Frischfütterung bestärkt zu sehen!
Ich habe vor einiger Zeit umgestellt und es ist wirklich nicht so zeitaufwendig wie man immer meint! Man muss sich halt vorher informieren, da liegt wohl das größere Problem (hier im Forum gibts ja gottseidank viele Tipps - hallo Kathi, Marlene usw.).
Mein Labradorrüde ist knapp 10 Monate und laut Tierarzt ein Prachtkerl.
Außerdem liebe ich meinen Hund sehr und würde ich ihn NIEMALS des Vergnügens berauben wollen, herzhaft in ein Stück Fleisch oder Stinkipansen beissen zu können.

von Petra(YCH) am 14. Juni 2001 19:27

: Hallo Sylvi!
: Dank dieser schrecklichen Berichte hab ich wieder einen Grund mehr, mich in meiner Frischfütterung bestärkt zu sehen!
: Ich habe vor einiger Zeit umgestellt und es ist wirklich nicht so zeitaufwendig wie man immer meint! Man muss sich halt vorher informieren, da liegt wohl das größere Problem (hier im Forum gibts ja gottseidank viele Tipps - hallo Kathi, Marlene usw.).
: Mein Labradorrüde ist knapp 10 Monate und laut Tierarzt ein Prachtkerl.
: Außerdem liebe ich meinen Hund sehr und würde ich ihn NIEMALS des Vergnügens berauben wollen, herzhaft in ein Stück Fleisch oder Stinkipansen beissen zu können.
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Auch ich füttere meinem Hund Frischkost und er ist ein kleines Prachtkerlchen geworden. Außerdem: wer liebt seinen Hund nicht???

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