Habe noch Fragen zum Frischfutter :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Habe noch Fragen zum Frischfutter

von Oliver und Kara(YCH) am 24. Oktober 2001 12:11


Hallo

1.
Wie viel Frischfutter für einen 30Kg Hund?

2.
Wer kann mir mal erklären wieso viele Ernährungsexperten in Büchern und TV die natürlich Ernährung ablehnen und auf Fertigfutter verweisen?

Grüße Oli ,der sich gerade in die Frischfutterpraxis einarbeitet .

von Nina(YCH) am 24. Oktober 2001 16:10

Hallo
:
: 1.
: Wie viel Frischfutter für einen 30Kg Hund?
Das ist bei jedem Hund verschieden. Fang doch mal mit 200-300g an und beobachte, ob er zu- oder abnimmt.

: 2.
: Wer kann mir mal erklären wieso viele Ernährungsexperten in Büchern und TV die natürlich Ernährung ablehnen und auf Fertigfutter verweisen?
Wahrscheinlich weil die meisten dieser "Experten" am Fertigfutter verdienen ;-))

Gruß Nina

von Christa(YCH) am 24. Oktober 2001 17:17

Hallo Oli,

zu Frage 1.: Da gibt es keine Norm.Du mußt ein bißchen probieren, experimentieren, Dich zunächst auf Dein Gefühl verlassen und Deinen Hund beobachten (Rippenfühltest).
Jeder Hund verwertet sein Futter anders, hat viel oder weniger Bewegung, geistige Anregung, Training.

zu Frage 2.:
Die Fertigfutterindustie macht einen riesigen Marktanteil unserer Wirtschaft aus und die großen Konzerne haben Unsummen für die werbung zur Verfügung.
Schau Dich mal in den TA-Prxen um. Fast alle vetreiben Hills oder ein anderes Fefu. Ich erspare mir die Erklärung, warum sie das tun, Dein gesunder Menschenverstand wird Dir die richtige Antwort geben. Frage die TÄ, warum dieses Futter optimal ist, - nach meiner Erfahrung hörst Du Erklärungen, die so unwissenschaftlich sind, wie "das ist ausgewogen", das ist das beste".
Zur Verteidigung der "Fachleute", die für Fefu plädieren, möchte ich aber anführen, daß man sich wirklich etwas Wissen aneignen muß, - so, wie Du es z.B. gerade tust. Mit "ich füttere kein fefu, mein hund bekommt Fleisch" ist es ja nicht getan.
Ehe dann Mängel aufgrund unausgewogener Rationen, Mineralstoff- und Vitaminmangel entstehen, ist man doch auf der sichereren Seite, gutes Fefu zu geben.
Da Du meine HP kennst, weißt Du, daß ich frisch füttere. Ich verteufele Fefu aber nicht, hatte auch immer Hunde, die alle Sorten problemlos vertragen haben.
Frisch MUSS aber natürlicher und gesünder sein, wäre es nicht so, würden wir auch bequemerweise ausschließlich von Dosensuppen und Fast-Food leben. Gelegentlich Fast-Food schadet aber wohl weder dem gesunden Menschen noch dem gesunden Hund.

Gut, daß Du Dich umfassend informierst und Fragen stellst!

Viele Grüße

Christa und Strolchi

von Attila(YCH) am 25. Oktober 2001 11:50

: Frisch MUSS aber natürlicher und gesünder sein, wäre es nicht so, würden wir auch bequemerweise ausschließlich von Dosensuppen und Fast-Food leben. Gelegentlich Fast-Food schadet aber wohl weder dem gesunden Menschen noch dem gesunden Hund.


Hi Christa,

mit diesen Weisheiten kommen wir nicht weiter. Die Gegenüberstellung von "frisch" und "verarbeitet" kann so nicht stehenbleiben. Was die menschliche Ernährung angeht, so steht fest, daß der Mensch außer Obst nahezu alles, was er "frisch" vorfindet, verarbeitet oder zumindest durch Wärme so verändert, daß es für ihn genießbar oder überhaupt verträglich ist. Oder stillst Du Deinen Hunger mit Gras von der Weide, Blättern von Bäumen und Büschen und Körnern direkt aus der Ähre? Wohl kaum, und auch das saftige Steak schneidet man dem Ochsen nicht aus der Lende und verzehrt es mit Haut und Haaren. Wo also ist die "natürliche Ernährung" beim Menschen? Die paar "echten" Vegetarier, die ich kennenlernte, aßen zwar kein Fleisch, liebten aber Süßigkeiten und sahen aus wie Heroinsüchtige - bleich und klapperdürr. Hinzu kommt, daß das, was uns denn unverändert zur Verfügung steht, also Obst, hinsichtlich Schadstoffbelastung keineswegs unverdächtig ist. Es ist dem Menschen nahezu unmöglich, sich eine "natürliche Ernährung" zusammenzustellen; auch mit dieser Masche werden übrigens Millionen verdient.

Was die Ernährung unserer Hunde angeht, so ist ihnen mit einer Östrogenbombe von Hähnchen, die ich den guten Tieren verfüttere, um keinen Deut mehr geholfen als mit Bonzo oder Pedigree Pal. Wo finde ich Frischkost, die nicht denaturiert ist? Gemüse, das nicht mit Pestiziden verseucht ist und auf das kein saurer Regen fällt? Fleisch, das nicht von gemästeten Tieren stammt, die durch die Hintertür wieder einführen, was ich dem Hund ersparen will?

Ein Premiumfutter, dessen Inhaltsstoffe deklariert sind, mit Fast Food zu vergleichen, ist vollkommen unangemessen und reine Ideologie. Einen hochaktiven Sport- oder Diensthund werde ich mit einer "natürlichen" Kost, deren Zusammenstellung ich wegen der oben erwähnten Unwägbarkeiten nie genau überprüfen kann, nur dann zufriedenstellen, wenn ich sehr gute, unbezweifelbare Quellen, detaillierte Kenntnisse und ein begnadetes Händchen habe.

Der Schlüssel zur Gesundheit des Hundes liegt nicht auf so monolineare Weise in der Ernährung, wie es hier immer wieder anklingt, sondern in der Bewegung, Beschäftigung und Zuwendung, die ich ihm zuteil werden lasse - genau wie beim Menschen auch. Wir werden damit leben müssen, daß auf Grund einer gar nicht absehbaren Vergiftung, Vermüllung und Zerstörung einer Welt, auf der viel zuviele zweibeinige Tiere herumlaufen, an "Natürliches" und "Unverdorbenes" und damit "Gutes" und "Edles" nicht so schnell heranzukommen ist und unsere Haustiere mehr oder minder an denselben Zivilisationskrankheiten leiden wie wir selbst - kein Wunder, wenn ich mir die durchschnittliche Hunde- (und auch Menschenhaltung) anschaue. Trotzdem erreichen sie ein Alter, das sie in freier Natur niemals erreichen würden.

Wenn ich an eine statistische Gegenüberstellung von mit Fertigfutter und mit selbst zusammengestelltem Futter ernährten Hunden herankäme, würde ich vermutlich feststellen, daß die Krankheiten sich unabhängig von der Ernährungsweise ziemlich gleichmäßig verteilen. Gäbe es aber eine Statistik über Krankheiten bei aktiven und ausgelasteten Hunden einerseits und faulen Wohnzimmermolchen anderseits, ist die Verteilung der Krankheiten und Krankheitsbilder sicher eindeutig.

Anstatt stundenlang Bücher über Kochrezepte zu wälzen und mich mit Waage und Meßlöffel abzumühen, bin ich lieber mit meinen Hunden unterwegs.

Gruß, Attila

von Attila(YCH) am 25. Oktober 2001 12:00

: Wahrscheinlich weil die meisten dieser "Experten" am Fertigfutter verdienen ;-))
:
: Gruß Nina


Hi Nina,

aber klar. Alle "Ernährungsexperten" (was ist das überhaupt?) sind gekaufte Knechte von Effem & Co., gedungene Mörder sozusagen. Was für ein Feindbild zimmert Ihr Euch eigentlich zurecht?

Früher wurden die Hunde mit dem gefüttert, was die Küche übrigließ. Waren sie gesündere Hunde? Oder starben sie einfach früher weg, und man wußte nicht genau warum? Und wenn sie gesünder waren, lag das nicht viel eher daran, daß sie Aufgaben nachgingen, die sie heute, wo der Hund zum Gesellschafter des mehr und mehr vereinsamenden Menschentiers geworden ist, nicht mehr haben - sich also eines ausgefüllten Lebens erfreuen durften, anstatt sich vor dem Fernseher herumzuräkeln?

Mir ist auch klar, daß es eine Futtermittelindustrie gibt, die nicht das Wohl unserer Hunde im Auge hat, sondern den Umfang des eigenen Portemonnaies. Daß aber alle Fertigfutterhersteller nur Giftzeug und Fast Food produzieren, wird man doch nicht im Ernst behaupten wollen. Hier steht eine Ideologie gegen die andere. Und auch mit Esoterik und Natürlichkeitswelle wird nicht schlecht verdient, übrigens.

Gruß, Attila

von Oliver und Kara(YCH) am 25. Oktober 2001 12:50

Hallo.

1.
Das wollte ich mit meinem Beitrag gar nicht wissen.
2.
Ich kenne selber Leute die Tiernahrung vertreibe und ich habe denen immer geglaubt. Bis ich eines Tages durch das Forum bei Hunde.com mal aufgerüttelt wurde.Nach genauerer Information stellte ich fest, daß in eigendlich jedem Fertigfutter irgendwas enthalten ist, was NICHT kennzeichnungspflichtig ist
Das wollte ich meinem Hunde nicht mehr täglich zumuten.
Ich esse ja auch nicht ständig Produkte von Maggie oder anderen Firmen.Außerdem esse ich meist frísches Gemüse.
Warum mein Hund nicht?

Trockenfutter ist zwar einfach zu lagern. Aber keine artgerechte Nahrung für den Hund.In den meisten Dosenfutter ist tierischer Abfall drin oder zu 82% Wasser Brauch mein Hund das? Ich meine nein.

Außerdem denke ich, dass es mit gesundem Menschenverstand gar nicht so schwer ist einen Hund zu ernähren.Er muß nämlich nicht täglich alle Nährstoffe haben.Sondern über einen bestimmten Zeitraum.
Die Zubereitung ist auch gar nicht so Zeitaufwendig wie man denkt.


Übrigens hat man festgestellt ,dass es gar nicht stimmt das Wölfe oder Caniden den Mageninhalt ihrer Beutetiere fressen .
Es wurden bei Beobachtungen an freilebenden Wölfen massenhaft unaufgebrochner Pansen gefunden .

Grüße Oli

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