warum ist Pedigree nicht gut? :: Hundefutter & Hunde Ernährung

warum ist Pedigree nicht gut?

von Herbert(YCH) am 15. Januar 2002 20:56

. Da gibt es nämlich Fleisch pur in Dosen ganz ohne Zusatz von Vitaminen :-)

Hallo Kathi,
wenn alle nötigen Vitamine in "natürlicher Form" enthalten sind, dann ist das doch gut. Auf alle Fälle besser als zugesetztes "künstliches" Menadion K3!
Gruß
Herbert

von Kathi & 3 Akita(YCH) am 15. Januar 2002 21:00

Hallo Herbert,

: 1 - Hunde würden eine gleichbleibende (also wenig abwechslungsreiche) Kost bevorzugen.

kann ich ABSOLUT nicht bestätigen. Alle meine Hunde, speziell mein junger Rüde, haben spätestens nach 14 Tagen ihrem täglich gleichbleibendem Futter den Rücken gekehrt.

: 3 - Bei von Beginn an "trocken" ernährten Hunden funktioniere das nicht mehr. Deren "Enzym-Muster" sei nicht mehr auf die Verwertung vielseitiger (im menschlichen Verständnis - abwechslungsreicher) Kost "eingestellt".

kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Alle Hunde haben die Futterumstellung, auch die von einem Tag auf den anderen, hervorragend vertragen und hatten seither nie wieder Verdauungsprobleme. Vorher, zu nur TroFu-Zeiten hatten sie diese immer wieder einmal.

: Daraus würden Verdauungsstörungen bei Umstellungsversuchen von Trockenfutter auf "Hausmannskost" entstehen, auch bei langsam durchgeführter Umstellung.

siehe oben.

: 5 - Übersteigt die "Zufütterung der Hausmannskost" im Verhältnis zum Trockenfutter einen bestimmten mengenmäßigen Anteil an der Gesamtration, gelte wieder Punkt 3: Der Hund bzw. das Verdauungssystem werde nicht mehr fertig damit. Verdauungsprobleme, auch ernsterer Natur, seien die mögliche Folge.

hat besagter TA mal selber "Hausmannskost" gefütter? Wieviele Testhunde standen ihm zur Verfügung?

: 6 - Fütterung von "Hausmannskost" sei ohnehin problematisch und stressfördernd für den Hund - siehe Punkt 1: Hunde würden grundsätzlich keine abwechslungsreiche Kost bevorzugen.

häääää????? Seit wann ist Futteraufnahme Streß für den Hund? Meine Hunde bevorzugen DEFINITIV abwechslungsreiche Nahrung.

: Dies als eine Meinungsäußerung - nicht von mir, sondern aus einem Gespräch wiedergegeben.

Mich würde echt interessieren woher besagter TA seinen "Erfahrungsschatz" hat.

Grüße
Kathi

von Kathi & 3 Akita(YCH) am 15. Januar 2002 21:09

Hi Herbert,

: wenn alle nötigen Vitamine in "natürlicher Form" enthalten sind, dann ist das doch gut.

das sowieso. Hatte überlesen, daß keine Vitamine zugesetzt sind.
Aber Fleisch pur ist mir trotzdem lieber, da ich dann alle weiteren ZUtaten selber wählen kann.

Gruß
Kathi

von Herbert(YCH) am 15. Januar 2002 22:25

: Mich würde echt interessieren woher besagter TA seinen "Erfahrungsschatz" hat.

Liebe Kathi,
meine Meinung dazu steht noch nicht fest. Ich war zunächst einmal überrascht.
Nachdem was ich u.a. hier im Forum gelesen habe, muss ich annehmen, dass Hunde selbst bei Trocken(allein)futter nach einer gewissen Zeit Abwechslung brauchen. Wie die Menschen - nachzulesen bei Herr Pollmer, der beim Menschen geschrieben hat, dass bestimmte Futter- pardon Lebensmittel von Menschen nach ein paar Monaten "verweigert" werden, was zu vielen (kostspieligen) Flops geführt hat. Vielleicht reagieren unsere Hunde ähnlich wie wir Menschen und "verweigern" in ähnlicher Weise.
Dann wäre der "Futterwechsel" - wie hier im Forum immer wieder zu verfolgen ist - die "Konstante", bezogen auf Trockenfutter. Ist dann Trockenfutter überhaupt ein Alleinfutter, ich meine auf Dauer?
Was meinen unsere Experten (des Industriefutters) dazu ?
Viele Grüße
Herbert




von Antje(YCH) am 16. Januar 2002 06:56

Hallo Herbert,

ich kann Deinem Tierarzt ebenfalls nicht zustimmen.


: 1 - Hunde würden eine gleichbleibende (also wenig abwechslungsreiche)
: Kost bevorzugen.

Ist wie beim Menschen: Je mehr ein Hund von klein auf kennenlernt, desto mehr mag er auch. Meine fressen so gut wie alles. Klar, es gibt Dinge, die inhalieren sie, andere fressen sie nur, aber der Großteil ihres Nahrungsmittelangebotes wird heiß geliebt. Und wer behauptet, daß Hunde keine Abwechslung lieben, hat anscheinend noch nie einen abwechsungsreich gefütterten Hund beim Fressen beobachtet...


: 2 - Früher, also vor Fütterung mit Trocken-Alleinfutter (Alleinfutter
: ???) seien die "Verdauungs-Enzyme" der Hunde darauf eingestellt
: gewesen, auch mit unterschiedlicher Kost "fertig zu werden". Bei
: streunenden Straßenhunden sei das Verdauungssystem auch heute noch in
: der Lage unterschiedliche Kost zu vertragen.

Wie lange ist "früher" her? 15 Jahre, 30 oder 100? Alles keine größen Zeitspannen, im Hinblick auf Evolution und Anpassung an äußere Umstände gesehen... Und selbst heute noch gibt es Menschen, die ihren Hunden noch niemals Fertigfutter verfüttert haben. Viele Rassen entstammen aus Gegenden, in denen es auch heute gar kein industriell hergestelltes Futter gibt, und es werden immer wieder Hunde von dort importiert. Wo und wann sollte eine evolutionsmäßige Anpassung unserer Hunde an industrielle hergestelltes Futter stattgefunden haben?

: 3 - Bei von Beginn an "trocken" ernährten Hunden funktioniere das nicht
: mehr. Deren "Enzym-Muster" sei nicht mehr auf die Verwertung
: vielseitiger (im menschlichen Verständnis - abwechslungsreicher) Kost
: "eingestellt".
: Daraus würden Verdauungsstörungen bei Umstellungsversuchen von
: Trockenfutter auf "Hausmannskost" entstehen, auch bei langsam
: durchgeführter Umstellung.

Das ist sehr oberflächlich betrachtet. Natürlich arbeite der Verdauungstrakt eines Hundes nur dann richtig, wenn ihm auch ein entsprechend natürliches Futter abgeboten wird, welches den verdauungstrakt auch entsprechend belastet. Verdauung beginnt ja bereits beim Kauen und wenn nicht gekaut, sondern nur geschlabbert werden muß, dann geht das auf lange Sicht in die Hose und bestimmte Prozesse im Körper werden nicht angeregt. Das bedeutet aber nicht, daß man eine Fertigfutterhund nicht auf Frischfutter dumstellen kann, das ist absoluter Blödsinn, ich habe schon öfters ältere Hunde gekauft und alle haben sie eine Umstellung ohne Probleme vertragen. Es gibt Ausnahmen, das stimmt, aber das liegt nicht am Futter, sondern an der Nerventätigkeit des betreffenden Hundes, und dann ist es auch völlig egal, ob eine Umstellung zwischen Fertigfutter/Frischkost erfolgt oder von fertigfuttertyp zu Fertigfuttertyp. Wer mit Hunden arbeitet weiß, was ich damit meine.... Sogar die Produktion des Enzymes, welches Milchzucker spaltet, kann sich bei manchen älteren Hunden wieder aufbauen.


: 4 - Mit Zufüttterung (von "Hausmannskost"winking smiley zum fertigen Trockenfutter,
: bis zu einem gewissen Anteil, würde der Hund trotzdem noch (mehr oder
: weniger) diese "Mischkost" vertragen.
:
: 5 - Übersteigt die "Zufütterung der Hausmannskost" im Verhältnis zum
: Trockenfutter einen bestimmten mengenmäßigen Anteil an der
: Gesamtration, gelte wieder Punkt 3: Der Hund bzw. das Verdauungssystem
: werde nicht mehr fertig damit. Verdauungsprobleme, auch ernsterer
: Natur, seien die mögliche Folge.


S.o. Bei einem Hund, der die Umstellung nicht verträgt, liegt es i.d.R. nicht am Futter, sondern an den Nerven. Hier sind Probleme in der Umstellung ein Symptom für ein ganz anderes Problem. Natürlich gibt es Hunde, die generell ein empfindliches Verdauungssystem haben. Aber das sollten Ausnahmen sein, für mich sind das kranke Hunde, die z.B. nicht in die Zucht gehören.


: 6 - Fütterung von "Hausmannskost" sei ohnehin problematisch und
: stressfördernd für den Hund - siehe Punkt 1: Hunde würden grundsätzlich
: keine abwechslungsreiche Kost bevorzugen.

Hier würde mich mal die Argumentation Deines Tierarztes interessieren: Wenn mein Hund sein Fleisch in Rohform bekommt, steht er unter Streß, in denaturierter Form im Fertigfutter ist es streßfreier für den Hund? Knabbert mein Hund an einem Fleischknochen, steht er unter Streß, wenn er an einem industriell gefertigten Kauknochen knabbert, nicht???!? Selbst zubereitete Haferlocken bedeuten Streß für meinen Hund, kommen sie aus einer bunten Flockenmix-Tüte eines Futtermittelherstellers, lebt mein Hund streßfreier????!?

Grübelnde Grüße

Antje

von Eve(YCH) am 16. Januar 2002 07:08


Hallo Herbert !

:
: 1 - Hunde würden eine gleichbleibende (also wenig abwechslungsreiche) Kost bevorzugen....

Genau dies hat mir auch mein Tierarzt geraten. Ich solle - aus gesundheitlichen Gründen - bei Trockenfutter bleiben und zwar IMMER bei der gleichen Marke. Ich sollte also auch nicht das Trockenfutter wechseln, geschweige denn "Hausmannskost" füttern, weil die Verdauungsorgane des Hundes nicht damit zurechtkommen.
Der gleiche Tierarzt hat mir ein paar Wochen später, aufgrund des ständigen Durchfalls meines Hundes, einen Diätplan gegeben, in dem
Reis und Hühnchen mit Hüttenkäse verfüttert werden sollten.
?!?!?

Viele Grüße
Eve
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