Proteine - Erklärung zu Prozenten :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Proteine - Erklärung zu Prozenten

von Gesa & Borderbande(YCH) am 31. Oktober 2002 11:13


Hi,

da ja immer mal wieder die Frage auftaucht, wieviel Rohprotein ein gutes Futter hat, starte ich hier mal einen Erklärungsversuch...

Also als erstes kann man nicht wahllos Proteine der einzelnen Hersteller einfach munter miteinander vergleichen - hier kommt es nämlich vor allem auf die Proteinquelle an. Protein ist nicht gleich Protein, es gibt gut und weniger gute Proteine, so kommt zB der Hund mit dem Hühner Protein besser zurecht, als dem vom Schwein, bzw ist es für ihn besser zu verwerten. Da fängt das Problem nämlich schon an ;-).

Dann müßt ihr die Tagesration ausrechnen, ein Hund frißt nämlich Gramm, nicht Prozente.

Ein Rechenbeispiel:

Futter X hat 20% Rohprotein *ohprima* - die Fütterungsempfehlung liegt bei 400 g
...das macht dann 80g

Futter Y hat 30% Rohprotein *achDuScheisse* - die Fütterungsempfehlung liegt dafür aufgrund der hohen Nährstoffdichte und hohen Qualität bei nur 200 g
... das macht dann 60g


Hm, was ist also besser??? Futter Y - logisch.

An diesem einfachen Rechenbeispiel könnt ihr ganz deutlich sehen, das die Prozentzahl des Rohproteins nur sehr wenig Aussagekraft hat.



Nun will ich gleich auch noch mit einem zweiten Märchen aufräumen...

"Mein Tierarzt hat gesagt ich soll ein Futter mit unter 26 % Rohprotein fütter, weil alles darüber schlecht ist für die Nieren."

Vorab... Im VetMedStudium wird nur wenig auf Ernährung eingegangen. Das Posting mit dem Taurin *grusel*, welches der Hund selbst herstellt (nur in Katzennahrung sollte es enthalten sein), ist der beste Beweis...

Die Nieren arbeiten als Filter (sozusagen). Habe ich nun ein gutes Futter mit einer für den Hund gut verwertbaren Proteinquelle (zB Huhn), werden die Nieren weniger belastet, ganz gleich, ob es 20%, 25% oder 30% Rohprotein sind, die das Futter enthalten - zumal wie ja anhand des Beispiels oben sehen, das das ohnehin keine Aussagekraft hat....

Hat das Futter eine miserable Qualität, können schon 20% schlecht sein...


Ich hoffe, ich habe jetzt ein wenig Licht in's Protein-Dunkel gebracht ;-).
Falls ich jetzt jemanden ganz verwirrt habe, oder jemandem in dem Zusammenhang noch Fragen eingefallen sind - her damit! :-)))



Liebe Grüße

Gesa & Borderbande


von Kathi(YCH) am 31. Oktober 2002 11:26

Hi Gesa,

: Hm, was ist also besser??? Futter Y - logisch.

dachte ich auch mal. Meine Hündin hatte dann aufgrund der geringen Futtermenge nur noch Kohldampf ;-)

: Hat das Futter eine miserable Qualität, können schon 20% schlecht sein...

Das stimmt.

Gruß
Kathi

von Tani(YCH) am 31. Oktober 2002 12:41

Hallo Gesa,

: Falls ich jetzt jemanden ganz verwirrt habe, oder jemandem in dem Zusammenhang noch Fragen eingefallen sind - her damit! :-)))

Ja. Woher weiß ich, ob es gutes/schlechtes Protein ist? Huhn ist doch nicht gleich Huhn und was ist mit Fisch, Lamm...?

Wie war das doch noch mit den Kohlenhydraten?

Bei dem Futter, welches meine Hündin am besten verträgt (u.a. "nur" 400-450g statt 500-600g pro Tag, bei 25kg) führen Mais und Maismehl das Deklarationen Ranking an (Mais, Maismehl, Geflügelfleischmehl (10,5%), Reismehl, Fischmehl, Lammfleischmehl (4%), ...). Das ist doch "grottenschlecht", oder?

Und dann gibt es doch noch die Sache mit den Fetten?
Woher beziehen die Hunde eigentlich ihre Energie? Gab es da nicht noch einen unterschied, ob Ausdauer oder Sprint gefordert wird?

Last but not least, Phosphor - Calcium, müssen/sollen doch auch in einem bestimmten Verhältnis stehen...?

Wahrscheinlich wäre es besser, wenn du mir ein Buch empfehlen könntest ;-))

Verwirrte Grüße,
(gehe jetzt erstmal zur Mittagspause, mir ein paar schlechte Proteine gönnen)

Tani


von Gesa & Borderbande(YCH) am 31. Oktober 2002 14:07

Hi Kathi,

: dachte ich auch mal. Meine Hündin hatte dann aufgrund der geringen Futtermenge nur noch Kohldampf ;-)

Wenn die Hundis nix anderes bekommen, gewöhnen sie sich normalerweise daran. Zudem ist Ziel einer guten Fütterung ja nicht, den Hund satt zu bekommen, sondern ihm die Nährstoffe zukommen zu lassen, die er für Bewegung und Strukturerhaltung braucht.

Wenn ich an meine liebe alte Berner Omi zurückdenke... die wäre mit keinem Futter dieser Welt jemals satt geworden *grins*

Liebe Grüße

Gesa & Borderbande

von Gesa & Borderbande(YCH) am 31. Oktober 2002 14:11

Hallo Tani,

hier muß ich mal weiter ausholen... Dazu werde ich mich heute Abend oder morgen nochmal ganz in Ruhe hinsetzen :-).

Einen Buchtipp kann ich Dir schon geben:

"Ernährung von Hund und Katze" - Ein Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte - erschienen im Schattauer Verlag.

dort wird jeder einzelne Inhaltsstoff einzelnd durchgekaut. Sehr zu empfehlen!

Alles andere in Ruhe heute Abend ;-)

Liebe Grüße

Gesa & Borderbande

von Kathi(YCH) am 31. Oktober 2002 14:14

Hi Gesa,

: Wenn die Hundis nix anderes bekommen, gewöhnen sie sich normalerweise daran. Zudem ist Ziel einer guten Fütterung ja nicht, den Hund satt zu bekommen, sondern ihm die Nährstoffe zukommen zu lassen, die er für Bewegung und Strukturerhaltung braucht.

tatsächlich? ICH wäre damit nicht zufrieden ;-) Und die Hündin war unaustehlich.

: Wenn ich an meine liebe alte Berner Omi zurückdenke... die wäre mit keinem Futter dieser Welt jemals satt geworden *grins*

die meinige war nie verfressen sie hatte einfach Hunger.

Gruß
Kathi

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