Proteine - Erklärung zu Prozenten :: Hundefutter & Hunde Ernährung

Proteine - Erklärung zu Prozenten

von Gesa & Borderbande(YCH) am 02. November 2002 11:55

Hi Tina,


: Fall ich die Rechnung richtig angewendet habe, und die Angaben stimmen, frage ich mihc, warum ein Hund mehr Eiweiss zu sich nehmen soll / tut als ein Mensch?

Hm, ich denke nicht, das man den Hund so direkt mit dem Mensch und dessen Umsatz vergleichen kann... Aber ich muß gestehen, das ich da auch noch nie Vergleiche angestellt habe.


: Zu viel Eiweiss soll ja auch schädlich für die Nieren sein.

Nein, nicht unbedingt. Das kommt ja wieder auf die Qualität des Eiweißes an, siehe mein Posting :-))

Liebe Grüße

Gesa & Borderbande

von Alex & Aris(YCH) am 02. November 2002 12:02

Hallo Gesa,

: Hast Du noch nie diese Erfahrung am eigenen "Magen" *grins* gemacht?.............

und wenn man sich dann "überwindet" und die ungewohnte Riesenmenge reinzwingt (mit 1 Liter Rotwein, Grappa und Espresso schafft man das schon) + dem obligatorischen "Tiramisu" nach der Pizza *ggg*, dann hat man komischer Weise den ganzen nächsten Tag einen RIESENKOHLDAMPF....das geht bei mir schon beim Frühstück los.

Wird bei unseren Wuffi´s auch nicht anders sein!

Liebe Grüsse

Alex & Aris (....satt was ist das???)

von Gesa & Borderbande(YCH) am 02. November 2002 12:12

Hi Andrea,


: ...na feini, und wie unterscheidest Du die Proteinquellen in FeFu und nach welchen Kriterien gehst Du vor?????


Tja, das ist schon etwas schwieriger...

Es gibt zu dieser Bewertung eine sogen. Biologische Wertetabelle. Prinzip ist, 100 % Nahrung geht in den Hund rein, x % kommt in Form von Kot wieder raus. Je geringer der Anteil x, umso besser verwertbar war die Nahrung.

Ganz oben steht zB das Hühnerei..., dann das Hühnerfleisch, was erklärt, warum ein gutes Hundefutter auf Hühnerfleischbasis ist...

Nun mußt Du also auf die Inhalte im Futter schauen, und nachlesen was dort als Proteinquelle angegeben ist. Am idealsten löchert man wegen sowas die Hersteller selbst, indem man nachfragt. Denn selbstverständlich steht da nicht "Proteinquelle: ....", das kann man nur mehr oder weniger anhand der Inhalte erahnen.

Also, wie gesagt, einfach auf einer Ausstellung mal an den entsprechenden Stand gehen, oder anrufen :-))

Liebe Grüße

Gesa & Borderbande

von Gesa & Borderbande(YCH) am 02. November 2002 13:05

Hi Tani,

: Ja. Woher weiß ich, ob es gutes/schlechtes Protein ist? Huhn ist doch nicht gleich Huhn und was ist mit Fisch, Lamm...?

Jein... Jetzt müßte ich doch in buchform ausholen *grins*... Das fängt schon mit der Deklarationspflicht an. Hundefutter muß einen bestimmten Prozentsatz Hüherfleisch enthalten bevor auf der Verpackung stehen darf: "mit Huhn", "mit viel Huhn", etc.... Da fängt es schon an. Allerdings ist ein Hühnerprotein ein Hühnerprotein - das ist nicht zu ändern ;-)

Fisch und Lamm hat wieder ein ganz anderes Protein, weshalb Futter für sensible Hund oftmals mit Lamm ist, bzw die Vet-Diäten für Allergiker sogar rein auf Fischbasis.

Hier jetzt alle aufzuführen wäre etwas langathmig *grins*.


: Wie war das doch noch mit den Kohlenhydraten?

Kohlenhydrate sind die pflanzlichen Energiespender. Sie bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff und sind bekannt unter dem Begriff "Saccharide" (Monosaccharin, Disachharide, Polysachharide).
Wichtig sind diese Stoffe vor allem als Energiequelle für das Gewebe sowie das Herz, auch für die Funktion des Zentralnervensystems.

Die Kohlenhydrate versorgen unsere Tiere also auch mit Energie. Überschreitet die Menge nun den Bedarf, schafft der Körper Reserven in Form von Körperfett.

Eine sehr wichtige Rolle spielen die Kohlenhydrte zudem bei der Verdauung.


: Bei dem Futter, welches meine Hündin am besten verträgt (u.a. "nur" 400-450g statt 500-600g pro Tag, bei 25kg) führen Mais und Maismehl das Deklarationen Ranking an (Mais, Maismehl, Geflügelfleischmehl (10,5%), Reismehl, Fischmehl, Lammfleischmehl (4%), ...). Das ist doch "grottenschlecht", oder?

Naja, richtig prickeln klingt das nicht... Und ich muß sagen, das ich eine empfohlene Futtermenge von 400 - 450 g / Tag für einen 25 kg schweren Hund schon recht viel finde. Ich habe bei mir mal eben auf die Verpackung geschaut - da steht 25 kg - 210 g / Tag.


: Und dann gibt es doch noch die Sache mit den Fetten?

Ja... Nahrungsfett gehört zu den Lipiden.
Lipide sind uns Verbrauchern eher bekannt unter dem Namen Fettsäuren. Es gibt gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sich in der Länge der Kohlenstoffketten unterscheiden.
Fett hat diverse Aufgaben im Körper, als zB Energiespeicherung (Unterhautfettgewebe), Stoffwechsel, usw...

Die Konzentration von Energie in Fett ist auch sehr viel höher, als zB in Proteinen oder Kohelnhydraten und hat eine bessere Verdaulichkeit, womit es als Energielieferant schneller zur Verfügung steht.

Fett ist zudem ein Lieferant von diversen essentiellen Fettsäuren und übernimmt eine wichtige Trägerfunktion bei der Aufnahme von Vitaminen.

Allerdings ist es nicht nur wichtig, das Fettsäuren im Futter enthalten sind, die Omega Fettsäuren (n-6 und n-3) sollten im Idealfall auch noch im richtigen Verhältnis zueinander stehen.


: Woher beziehen die Hunde eigentlich ihre Energie? Gab es da nicht noch einen unterschied, ob Ausdauer oder Sprint gefordert wird?

Nein, eigentlich nicht - wäre mir zumindest neu.


: Last but not least, Phosphor - Calcium, müssen/sollen doch auch in einem bestimmten Verhältnis stehen...?

Stimmt. Wenn man von Kalzium spricht, hat man automatisch das Thema Phosphor mit am Wickel. Besonders wichtig sind Kalzium & Phosphor in der Wachstumsphase, da sie die Skelettentwicklung beeinflussen. Bis vor einer Weile dachte man noch irrtümlich, man müsse großen Hunden auch besondere Mengen an Kalzium während des Wachsens zufüttern. Heute weiß man, das das absolut falsch ist und die Knochenentwicklung negativ dadurch beeinflußt wird. In speziellen Aufzuchtfuttern für Welpen und Junghunde großer Rassen achtet man sorgsam darauf, das das Verhältnis dieser beiden Mineralstoffe nicht nur ausgewogen, sondern auch reduziert ist im Gegensatz zu den Futtersorten für kleinere Hunde im Wachstum.
Ein Mangel an Kalzium und/oder Phosphor kann zu Rachitis, Osteomalazie sowie ernährungsbedingten Überunktionen der Nebenschilddrüse führen.

Ein Überschuß von Phosphor führt zu Kalziummangel. Das erklärt auch, warum viele Tierärzte von einer "eigenen" Fütterung durch selber kochen oder roher Fütterung abraten, denn ein ordentliches Gleichgewicht ist gar nicht so einfach hinzubekommen, oder kannst Du mir spontan aufzählen, in welchen Produkten wovon in welchen Mengen enthalten ist??



Das ideale Verhältnis von Kalzium zu Phosphor (ich hab das mal gerade rausgesucht) liegt für Hunde übrigens bei 1,2:1 bis 1,4:1 (bei Katzen 0,9:1 bis 1,1:1).


: Wahrscheinlich wäre es besser, wenn du mir ein Buch empfehlen könntest ;-))

Gern :-))

"Ernährung von Hund und Katze" von Case / Carey / Hirakawa
Leitfaden für Tierärztinnen und Tierärzte
erschienen im Schattauer Verlag

: Verwirrte Grüße,

jetzt hoffentlich nicht noch verwirrter ;-)

Liebe Grüße

Gesa & Borderbande

von Kathi(YCH) am 02. November 2002 13:46

Hi Gesa,

arbeitest Du für die Fertigfutter-Branche???

neugierige Grüße
Kathi

von Gesa & Borderbande(YCH) am 02. November 2002 14:55

Hi Kathi,

:
: arbeitest Du für die Fertigfutter-Branche???

Wie kommst Du denn DAAAAARAUF ;-)

Liebe Grüße

Gesa & Borderband

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